PostGIS 2.5.0dev Handbuch

SVN Revision ()

PostGIS Entwicklergruppe

Abstract

PostGIS ist eine Erweiterung des objektrelationalen PostgreSQL Datenbanksystems und ermöglicht so die Speicherung von GIS (Geographisches Informationssystem) Objekten in der Datenbank. PostGIS unterstützt räumliche, GIST-basierte R-Tree Indizes, sowie Funktionen für die Analyse und Bearbeitung von GIS Objekten.

Dies ist das Handbuch für die Version 2.5.0dev

Diese Arbeit ist unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 License lizensiert. Sie können den Inhalt ungeniert nutzen, aber wir ersuchen Sie das PostGIS Projekt namentlich aufzuführen und wenn möglich einen Verweis auf http://postgis.net zu setzen.


Table of Contents

1. Einführung
1.1. Projektleitung
1.2. Aktuelle Kernentwickler
1.3. Frühere Hauptteilnehmer
1.4. Weitere Mitwirkende
1.5. Weitere Information
2. PostGIS Installation
2.1. Kurzfassung
2.2. Systemvoraussetzungen
2.3. Nutzung des Quellcodes
2.4. Kompilation und Installation mittels Quellcode: Detaillierte Beschreibung
2.4.1. Konfiguration
2.4.2. Build-Prozess
2.4.3. Build-Prozess für PostGIS Extensions und Softwareverteilung
2.4.4. Softwaretest
2.4.5. Installation
2.5. Eine Geodatenbank über EXTENSIONS anlegen
2.6. Ersellung einer Geodatenbank ohne Extensions
2.7. Installation und Verwendung des Adressennormierers
2.7.1. Installation von Regex::Assemble
2.8. Installation, Aktualisierung des Tiger Geokodierers und Daten laden
2.8.1. Aktivierung des Tiger Geokodierer in Ihrer PostGIS Datenbank: Verwendung von Extension
2.8.2. Den Tiger Geokodierer in Ihrer PostGIS Datenbank aktivieren: Ohne die Verwendung von Extension
2.8.3. Die Adressennormierer-Extension zusammen mit dem Tiger Geokodierer verwenden
2.8.4. Tiger-Daten laden
2.8.5. Upgrade Ihrer Tiger Geokodierer Installation
2.9. Erzeugung einer Geodatenbank mit einem Template
2.10. Upgrading
2.10.1. Soft upgrade
2.10.2. Hard upgrade
2.11. Übliche Probleme bei der Installation
2.12. Loader/Dumper
3. Häufige Fragen zu PostGIS
4. PostGIS Anwendung: Datenmanagement und Abfragen
4.1. GIS Objekte
4.1.1. OpenGIS WKB und WKT
4.1.2. PostGIS EWKB, EWKT und Normalformen/kanonische Formen
4.1.3. SQL-MM Part 3
4.2. PostGIS geographischer Datentyp
4.2.1. Geograpie Grundlagen
4.2.2. Wann sollte man den GEOGRAPHY Datentyp dem GEOMETRY Datentyp vorziehen
4.2.3. Fortgeschrittene FAQ's zum GEOGRAPHY Datentyp
4.3. Verwendung von OGC-Standards
4.3.1. Die SPATIAL_REF_SYS Tabelle und Koordinatenreferenzsysteme
4.3.2. Die gespeicherte Abfrage GEOMETRY_COLUMNS
4.3.3. Erstellung einer räumlichen Tabelle
4.3.4. Geometrische Spalten in "geometry_columns" händisch registrieren
4.3.5. Wahrung der OGC-Konformität von Geometrien
4.3.6. DE-9IM-Matrix (DE-9IM)
4.4. GIS (Vector) Daten laden
4.4.1. Daten via SQL laden
4.4.2. shp2pgsql: Using the ESRI Shapefile Loader
4.5. Abfrage von GIS-Daten
4.5.1. Daten via SQL abfragen
4.5.2. Verwendung des Dumper
4.6. Indizes aufbauen
4.6.1. GiST-Indizes
4.6.2. BRIN Indizes
4.6.3. Verwendung von Indizes
4.7. Komplexe Abfragen
4.7.1. Indizes nutzen
4.7.2. Beispiele für Spatial SQL
5. Rasterdaten: Verwaltung, Abfrage und Anwendung
5.1. Laden und Erstellen von Rastertabellen
5.1.1. Verwendung von raster2pgsql zum Laden von Rastern
5.1.2. Erzeugung von Rastern mit den PostGIS Rasterfunktionen
5.2. Raster Katalog
5.2.1. Rasterspalten Katalog
5.2.2. Raster Übersicht/Raster Overviews
5.3. Eigene Anwendungen mit PostGIS Raster erstellen
5.3.1. PHP Beispiel: Ausgabe mittels ST_AsPNG in Verbindung mit anderen Rasterfunktionen
5.3.2. ASP.NET C# Beispiel: Ausgabe mittels ST_AsPNG in Verbindung mit anderen Rasterfunktionen
5.3.3. Applikation für die Java-Konsole, welche eine Rasterabfrage als Bilddatei ausgibt
5.3.4. Verwenden Sie PLPython um Bilder via SQL herauszuschreiben
5.3.5. Faster mit PSQL ausgeben
6. Anwendung der PostGIS Geometrie: Applikationsentwicklung
6.1. Verwendung von MapServer
6.1.1. Grundlegende Handhabung
6.1.2. Häufig gestellte Fragen
6.1.3. Erweiterte Verwendung
6.1.4. Beispiele
6.2. Java Clients (JDBC)
6.3. C Clients (libpq)
6.3.1. Text Cursor
6.3.2. Binäre Cursor
7. Performance Tipps
7.1. Kleine Tabellen mit großen Geometrien
7.1.1. Problembeschreibung
7.1.2. Umgehungslösung
7.2. CLUSTER auf die geometrischen Indizes
7.3. Vermeidung von Dimensionsumrechnungen
7.4. Tunen der Konfiguration
7.4.1. Startup/Inbetriebnahme
7.4.2. Runtime/Laufzeit
8. PostGIS Referenz
8.1. PostgreSQL PostGIS Geometry/Geography/Box Types
8.2. PostGIS Grand Unified Custom Variables (GUCs)
8.3. Funktionen zur Verwaltung von Geometrien
8.4. Geometrische Konstruktoren
8.5. Zugriffsfunktionen auf Geometrien
8.6. Geometrische Editoren
8.7. Geometrie Ausgabe
8.8. Operatoren
8.9. Lagevergleiche und Metrik
8.10. SFCGAL Funktionen
8.11. Geometrieverarbeitung
8.12. Lineare Referenzierung
8.13. Unterstützung zeitbezogener Daten
8.14. Unterstützung für lange andauernde Transaktionen/Long Transactions
8.15. Sonstige Funktionen
8.16. Außergewöhnliche Funktionen
9. Raster Referenz
9.1. Datentypen zur Unterstützung von Rastern.
9.2. Rastermanagement
9.3. Raster Constructors
9.4. Zugriffsfunktionen auf Raster
9.5. Zugriffsfunktionen auf Rasterbänder
9.6. Zugriffsfunktionen und Änderungsmethoden für Rasterpixel
9.7. Raster Editoren
9.8. Editoren für Rasterbänder
9.9. Rasterband Statistik und Analytik
9.10. Ausgabe von Rastern
9.11. Rasterdatenverarbeitung
9.11.1. Map Algebra
9.11.2. Integrierte Map Algebra Callback Funktionen
9.11.3. DHM (Digitales Höhenmodell)
9.11.4. Raster to Geometry
9.12. Rasteroperatoren
9.13. Räumliche Beziehungen von Rastern und Rasterbändern
10. Häufige Fragen zu PostGIS Raster
11. Topologie
11.1. Topologische Datentypen
11.2. Topologische Domänen
11.3. Verwaltung von Topologie und TopoGeometry
11.4. Topologie Konstruktoren
11.5. Topologie Editoren
11.6. Zugriffsfunktionen zur Topologie
11.7. Topologie Verarbeitung
11.8. TopoGeometry Konstruktoren
11.9. TopoGeometry Editoren
11.10. TopoGeometry Accessors
11.11. TopoGeometry Ausgabe
11.12. Räumliche Beziehungen einer Topologie
12. Adressennormierer
12.1. Funktionsweise des Parsers
12.2. Adressennormierer Datentypen
12.3. Adressennormierer Tabellen
12.4. Adressennormierer Funktionen
13. PostGIS Extras
13.1. Tiger Geokoder
14. PostGIS Special Functions Index
14.1. PostGIS Aggregate Functions
14.2. PostGIS Window Functions
14.3. PostGIS SQL-MM Compliant Functions
14.4. PostGIS Geography Support Functions
14.5. PostGIS Raster Support Functions
14.6. PostGIS Geometry / Geography / Raster Dump Functions
14.7. PostGIS Box Functions
14.8. PostGIS Functions that support 3D
14.9. PostGIS Curved Geometry Support Functions
14.10. PostGIS Polyhedral Surface Support Functions
14.11. PostGIS Function Support Matrix
14.12. New, Enhanced or changed PostGIS Functions
14.12.1. PostGIS Functions new or enhanced in 2.4
14.12.2. PostGIS Functions new or enhanced in 2.3
14.12.3. PostGIS Functions new or enhanced in 2.2
14.12.4. PostGIS functions breaking changes in 2.2
14.12.5. PostGIS Functions new or enhanced in 2.1
14.12.6. PostGIS functions breaking changes in 2.1
14.12.7. PostGIS Functions new, behavior changed, or enhanced in 2.0
14.12.8. PostGIS Functions changed behavior in 2.0
14.12.9. PostGIS Functions new, behavior changed, or enhanced in 1.5
14.12.10. PostGIS Functions new, behavior changed, or enhanced in 1.4
14.12.11. PostGIS Functions new in 1.3
15. Meldung von Problemen
15.1. Software Bugs melden
15.2. Probleme mit der Dokumentation melden
A. Anhang
A.1. Release 2.4.0
A.2. Release 2.3.3
A.3. Release 2.3.2
A.4. Release 2.3.1
A.5. Release 2.3.0
A.6. Release 2.2.2
A.7. Release 2.2.1
A.8. Release 2.2.0
A.9. Release 2.1.8
A.10. Release 2.1.7
A.11. Release 2.1.6
A.12. Release 2.1.5
A.13. Release 2.1.4
A.14. Release 2.1.3
A.15. Release 2.1.2
A.16. Release 2.1.1
A.17. Release 2.1.0
A.18. Release 2.0.5
A.19. Release 2.0.4
A.20. Release 2.0.3
A.21. Release 2.0.2
A.22. Release 2.0.1
A.23. Release 2.0.0
A.24. Release 1.5.4
A.25. Release 1.5.3
A.26. Release 1.5.2
A.27. Release 1.5.1
A.28. Release 1.5.0
A.29. Release 1.4.0
A.30. Release 1.3.6
A.31. Release 1.3.5
A.32. Release 1.3.4
A.33. Release 1.3.3
A.34. Release 1.3.2
A.35. Release 1.3.1
A.36. Release 1.3.0
A.37. Release 1.2.1
A.38. Release 1.2.0
A.39. Release 1.1.6
A.40. Release 1.1.5
A.41. Release 1.1.4
A.42. Release 1.1.3
A.43. Release 1.1.2
A.44. Release 1.1.1
A.45. Release 1.1.0
A.46. Release 1.0.6
A.47. Release 1.0.5
A.48. Release 1.0.4
A.49. Release 1.0.3
A.50. Release 1.0.2
A.51. Release 1.0.1
A.52. Release 1.0.0
A.53. Release 1.0.0RC6
A.54. Release 1.0.0RC5
A.55. Release 1.0.0RC4
A.56. Release 1.0.0RC3
A.57. Release 1.0.0RC2
A.58. Release 1.0.0RC1

Chapter 1. Einführung

PostGIS wurde von Refractions Research Inc, im Rahmen eines Forschungsprojektes über Geodatenbanktechnologie entwickelt. Refractions ist ein Beratungsunternehmen im GIS- und Datenbankbereich, das auf Datenintegration und kundenspezifische Softwareentwicklung spezialisiert ist und in Victoria, British Columbia, Kanada beheimatet ist. Wir beabsichtigen die Unterstützung und Entwicklung von PostGIS, um eine Reihe wichtiger GIS-Funktionalitäten, einschließlich OpenGIS Kompatibilität, hochentwickelte topologische Konstrukte (Coverages, Oberflächen, Netzwerke), Desktop Benutzeroberflächen zum darstellen und bearbeiten von GIS Daten sowie Werkzeuge für den Zugriff via Internettechnologie zu unterstützen.

PostGIS ist ein Inkubationsprojekt der OSGeo Foundation. PostGIS wird von vielen FOSS4G-Entwicklern und Unternehmen auf der ganzen Welt laufend verbessert bzw. finanziert, da diese einen großen Nutzen aus dessen Funktionalität und Vielseitigkeit ziehen.

1.1. Projektleitung

Das PostGIS Project Steering Committee (PSC) koordiniert die allgemeine Ausrichtung, den Releasezyklus, die Dokumentation und die Öffentlichkeitsarbeit des PostGIS Projektes. Zusätzlich bietet das PSC allgemeine Unterstützung für Anwender, übernimmt und prüft Patches aus der PostGIS Gemeinschaft und stimmt über sonstige Themen, wie Commit-Zugriff für Entwickler, neue PSC Mitglieder oder entscheidende Änderungen an der API, ab.

Mark Cave-Ayland

Koordiniert die Wartung und Fehlerbehebung, das Abgleichen mit PostgreSQL Releases, die Auswahl und das Binden von räumlichen Indizes, Loader/Dumper und die Shapfile Loader GUI, die Einbindung von neuen Funktionen sowie die Verbesserung von Funktionen.

Regina Obe

Buildbot Wartung, kompiliert produktive und experimentelle Softwarepakete für Windows, allgemeine Unterstützung von Anwendern auf der PostGIS Newsgroup, Mitarbeit an X3D, Tiger Geokodierer, an Funktionen zur Verwaltung von Geometrien, und Smoke testing von neuer Funktionalität und wichtigen Änderungen am Code.

Bborie Park

Entwicklung im Bereich Raster, Integration mit GDAL, Raster-Lader, Anwender-Support, allgemeine Fehlerbeseitigung, Softwaretests auf verschiedenen Betriebssystemen (Slackware, Mac, Windows und andere).

Paul Ramsey (Chair)

Mitbegründer des PostGIS Projektes. Allgemeine Fehlerbehebung, geographische Unterstützung, Indizes zur Unterstützung von Geographie und Geometrie (2D, 3D, nD Index und jegliche räumliche Indizes), grundlegende interne geometrische Strukturen, PointCloud (in Entwicklung), Einbindung von GEOS Funktionalität und Abstimmung mit GEOS Releases, Loader/Dumper, und die Shapefile Loader GUI.

Sandro Santilli

Bugfixes, Wartung, und Integration neuer GEOS-Funktionalitäten, sowie Abstimmung mit den GEOS Versionen, Topologieunterstützung, und Raster Grundstruktur, sowie Funktionen der Low-Level-API.

1.2. Aktuelle Kernentwickler

Jorge Arévalo

Entwicklung von PostGIS Raster, GDAL-Treiberunterstützung, Lader/loader

Nicklas Avén

Verbesserung und Erweiterung von Distanzfunktionen (einschließlich 3D-Distanz und Funktionen zu räumlichen Beziehungen), Tiny WKB Ausgabeformat (TWKB) (in Entwicklung) und allgemeine Unterstützung von Anwendern.

Dan Baston

Beiträge zu den geometrischen Clusterfunktionen, Verbesserung anderer geometrischer Alorithmen, und allgemeine Unterstützung von Anwendern.

Olivier Courtin

Ein- und Ausgabefunktionen für XML (KML,GML)/GeoJSON, 3D Unterstützng und Bugfixes.

Björn Harrtell

MapBox Vector Tile und GeoBuf Funktionen. Gogs Tests.

Mateusz Loskot

CMake Unterstützung für PostGIS, Entwicklung des ursprünglichen Raster-Laders in Python und systemnahe Funktionen der Raster-API

Pierre Racine

Gesamtarchitektur für Raster, Prototyping, Unterstützung bei der Programmierung

1.3. Frühere Hauptteilnehmer

Chris Hodgson

Ehemaliges PSC Mitglied. Allgemeine Entwicklungsarbeit, Wartung von Buildbot und Homepage, OSGeo Inkubationsmanagement.

Kevin Neufeld

Ehemaliges PSC Mitglied. Dokumentation und Werkzeuge zur Dokumentationsunterstützung, Buildbot Wartung, fortgeschrittene Anwenderunterstützung auf der PostGIS Newsgroup, Verbesserungen an den Funktionen zur Verwaltung von Geometrien.

Dave Blasby

Der ursprüngliche Entwickler und Mitbegründer von PostGIS. Dave schrieb die serverseitigen Bereiche, wie das Binden von Indizes und viele der serverseitiger analytischer Funktionen.

Jeff Lounsbury

Ursprüngliche Entwicklung des Shapefile Loader/Dumper. Aktuell ist er Vertreter der PostGIS Projekt Inhaber.

Mark Leslie

Laufende Wartung und Entwicklung der Kernfunktionen. Erweiterte Unterstützung von Kurven. Shapefile Loader GUI.

David Zwarg

Entwickelt für Raster (in erster Linie analytische Funktionen in Map Algebra)

1.4. Weitere Mitwirkende

Die einzelnen Mitwirkenden

In alphabetischer Reihenfolge: Alex Bodnaru, Alex Mayrhofer, Andrea Peri, Andreas Forø Tollefsen, Andreas Neumann, Anne Ghisla, Barbara Phillipot, Ben Jubb, Bernhard Reiter, Brian Hamlin, Bruce Rindahl, Bruno Wolff III, Bryce L. Nordgren, Carl Anderson, Charlie Savage, Dane Springmeyer, David Skea, David Techer, Eduin Carrillo, Even Rouault, Frank Warmerdam, George Silva, Gerald Fenoy, Gino Lucrezi, Guillaume Lelarge, IIDA Tetsushi, Ingvild Nystuen, Jason Smith, Jeff Adams, Jose Carlos Martinez Llari, Julien Rouhaud, Kashif Rasul, Klaus Foerster, Kris Jurka, Leo Hsu, Loic Dachary, Luca S. Percich, Maria Arias de Reyna, Mark Sondheim, Markus Schaber, Maxime Guillaud, Maxime van Noppen, Michael Fuhr, Mike Toews, Nathan Wagner, Nathaniel Clay, Nikita Shulga, Norman Vine, Rafal Magda, Ralph Mason, Rémi Cura, Richard Greenwood, Silvio Grosso, Steffen Macke, Stephen Frost, Tom van Tilburg, Vincent Mora, Vincent Picavet

Gründungs-Sponsoren

Dabei handelt es sich um Unternehmen, die Entwicklungszeit, Hosting, oder direkte finanzielle Förderungen, in das PostGIS Projekt eingebracht haben

In alphabetischer Reihenfolge: Arrival 3D, Associazione Italiana per l'Informazione Geografica Libera (GFOSS.it), AusVet, Avencia, Azavea, Cadcorp, CampToCamp, CartoDB, City of Boston (DND), Clever Elephant Solutions, Cooperativa Alveo, Deimos Space, Faunalia, Geographic Data BC, Hunter Systems Group, Lidwala Consulting Engineers, LisaSoft, Logical Tracking & Tracing International AG, Maponics, Michigan Tech Research Institute, Natural Resources Canada, Norwegian Forest and Landscape Institute, Boundless (former OpenGeo), OSGeo, Oslandia, Palantir Technologies, Paragon Corporation, R3 GIS, Refractions Research, Regione Toscana - SITA, Safe Software, Sirius Corporation plc, Stadt Uster, UC Davis Center for Vectorborne Diseases, University of Laval, U.S Department of State (HIU), Zonar Systems

Crowd Funding-Kampagnen

Wir starten Crowdfunding Kampagnen, um dringend gewünschte und von vielen Anwendern benötigte Funktionalitäten zu finanzieren. Jede Kampagne konzentriert sich auf eine bestimmte Funktionalität oder eine Gruppe von Funktionen. Jeder Sponsor spendiert einen kleinen Teil des benötigten Geldes und wenn genug Menschen/Organisationen mitmachen können wir die Arbeit bezahlen, von der dann Viele etwas haben. Falls Sie eine Idee für eine Funktionalität haben, bei der Sie glauben das viele andere bereit sind diese mitzufinanzieren, dann schicken Sie bitte Ihre Überlegungen an die PostGIS newsgroup - gemeinsam wird es Uns gelingen.

PostGIS 2.0.0 war die erste Version mit der wir diese Strategie verfolgten. Wir benutzten PledgeBank und hatten zwei erfolgreiche Kampagnen.

postgistopology - mehr als 10 Sponsoren förderten mit jeweils $250 USD die Entwicklung von TopoGeometry Funktionen und das Aufmöbeln der Topologie-Unterstützung für 2.0.0. Ist passiert.

postgis64windows - 20 Sonderlinge förderten die Arbeit an den Problemen mit der 64-bit Version von PostGIS für Windows mit jeweils $100 USD. Es ist tatsächlich geschehen und nun steht eine 64-bit Version von PostGIS 2.0.1, als PostgreSQL Stack-Builder, zur Verfügung.

Wichtige Support-Bibliotheken

Die GEOS Bibliothek zur Handhabung von Geometrien, und die Arbeit an den Algorithmen von Martin Davis die erst alles zum Laufen brachte, laufende Wartung und Unterstützung durch Mateusz Loskot, Sandro Santilli (strk), Paul Ramsey und andere.

Die GDAL Geospatial Data Abstraction Library von Frank Warmerdam und anderen ist die Grundlage für einen großen Teil der Rasterfunktionalität, die mit PostGIS 2.0.0 eingeführt wurde. Im Prinzip werden die zur Unterstützung von PostGIS nötigen Neuerungen in GDAL, an das GDAL-Projekt zurückgegeben.

Die Proj4 Bibliothek für kartographische Projektionen, und die Arbeit von Gerald Evenden und Frank Warmerdam bei der Erstellung und Erhaltung dieser.

Zu guter Letzt das PostgreSQL DBMS, der Gigant auf dessen Schultern PostGIS steht. Die Geschwindigkeit und Flexibilität von PostGIS wäre ohne die Erweiterbarkeit, den großartigen Anfrageplaner, den GIST index, und der Unmenge an SQL Funktionen die von PostgreSQL bereitgestellt werden, nicht möglich.

1.5. Weitere Information

Chapter 2. PostGIS Installation

Dieses Kapitel erläuert die notwendigen Schritte zur Installation von PostGIS.

2.1. Kurzfassung

Zum Kompilieren müssen die Abhängigkeiten im Suchpfad eingetragen sein:

tar xvfz postgis-2.5.0dev.tar.gz
cd postgis-2.5.0dev
./configure
make
make install

Nachdem PostGIS installiert ist, muss es in jeder Datenbank-Instanz, in der es verwendet werden soll, aktiviert werden.

[Note]

Die Unterstützung von Rasterdaten in PostGIS ist zur Zeit optional, wird aber standardmäßig installiert. Um die Rasterunterstützung einzuschalten wird das PostgreSQL 9.1+ "Extensions Model" benötigt. Die Aktivierung mittels Extension ist die bevorzugte Methode. Die Aktivierung von PostGIS in der Datenbank erfolgt folgendermaßen:

psql -d yourdatabase -c "CREATE EXTENSION postgis;"
psql -d yourdatabase -c "CREATE EXTENSION postgis_topology;"
-- Installation mit sfcgal --
psql -d yourdatabase -c "CREATE EXTENSION postgis_sfcgal;"

-- Installation von tiger geocoder --
psql -d yourdatabase -c "CREATE EXTENSION fuzzystrmatch"
psql -d yourdatabase -c "CREATE EXTENSION postgis_tiger_geocoder;"

-- Für die Installation mit pcre
-- wird auch die address standardizer extension benötigt
psql -d yourdatabase -c "CREATE EXTENSION address_standardizer;"

Unter Section 2.4.3, “Build-Prozess für PostGIS Extensions und Softwareverteilung” sind die Details beschrieben, wie man die installierten/vorhandenen Extensions abfragen und upgraden kann, bzw. wie man von einer non-extension Installation zu einer Extension Installation kommt.

Für alle, die aus irgendeinem Grund PostGIS ohne Raster Unterstützung kompilieren wollen, oder die einfach nur ein bißchen altmodisch sind, die längere und schmerzhaftere Anleitung:

Nach der Installation befinden sich alle .sql Dateien unter dem Ordner "share/contrib/postgis-2.3" der PostgreSQL Installation.

createdb yourdatabase
createlang plpgsql yourdatabase
psql -d yourdatabase -f postgis.sql
psql -d yourdatabase -f postgis_comments.sql
psql -d yourdatabase -f spatial_ref_sys.sql
psql -d yourdatabase -f topology.sql
psql -d yourdatabase -f topology_comments.sql

-- nur bei Kompilation mit Raster (GDAL)
psql -d yourdatabase -f rtpostgis.sql
psql -d yourdatabase -f raster_comments.sql

-- falls mit sfcgal Unterstützung --
psql -d yourdatabase -f sfcgal.sql
psql -d yourdatabase -f sfcgal_comments.sql

Der Rest des Kapitels betrachtet die oberen Installationsschritte im Detail.

Ab PostGIS 2.1.3 sind out-of-db Raster und alle Raster Treiber standardmäßig ausgeschaltet. Um diese zu aktivieren müssen folgende Umgebungsvariablen POSTGIS_GDAL_ENABLED_DRIVERS and POSTGIS_ENABLE_OUTDB_RASTERS am Server gesetzt werden. Für PostGIS 2.2 kann ein plattformübergreifender Ansatz gewählt werden, indem der entsprechende Section 8.2, “PostGIS Grand Unified Custom Variables (GUCs)” gesetzt wird.

Falls Offline-Raster ermöglicht werden sollen:

POSTGIS_ENABLE_OUTDB_RASTERS=1

Jede andere Einstellung oder keine Einstellung deaktiviert out-of-db Raster.

Um alle in der jeweiligen GDAL Installation verfügbaren Treiber zu aktivieren, muss folgende Umgebungsvariable gesetzt werden:

POSTGIS_GDAL_ENABLED_DRIVERS=ENABLE_ALL

Falls nur bestimmte Treiber aktiviert werden sollen, kann die Umgebungsvariable auf diese beschränkt werden:

POSTGIS_GDAL_ENABLED_DRIVERS="GTiff PNG JPEG GIF XYZ"
[Note]

Unter Windows darf die Treiberliste nicht unter Anführungszeichen gesetzt werden.

Die Zuweisung von Umgebungsvariablen wechselt je nach Betriebssystem. Für PostgreSQL Installationen auf Ubuntu oder Debian via apt-postgresql, ist der bevorzugte Weg /etc/postgresql/9.3/main/environment zu editieren, wobei 9.3 auf die PostgreSQL Version verweist und main auf den Cluster hinweist.

On windows, if you are running as a service, you can set via System variables which for Windows 7 you can get to by right-clicking on Computer->Properties Advanced System Settings or in explorer navigating to Control Panel\All Control Panel Items\System. Then clicking Advanced System Settings ->Advanced->Environment Variables and adding new system variables.

Nachdem die Umgebungsvariablen gesetzt sind, ist ein Neustart des PostgreSQL-Dienstes notwendig, damit die Änderungen wirksam werden.

2.2. Systemvoraussetzungen

PostGIS hat folgende Systemanforderungen für die Kompilation und zur Anwendung:

Notwendige Systemvoraussetzungen

  • PostgreSQL 9.3 oder höher. Es wird eine vollständige PostgreSQL Installation (inklusive Server headers) benötigt. PostgreSQL steht unter http://www.postgresql.org zur Verfügung.

    Welche PostgreSQL Version von welcher PostGIS Version unterstützt wird und welche PostGIS Version von welcher GEOS Version unterstützt wird findet sich unter http://trac.osgeo.org/postgis/wiki/UsersWikiPostgreSQLPostGIS

  • GNU C Compiler (gcc). Es können auch andere ANSI C Compiler zur PostGIS Kompilation verwendet werden, aber die Kompilation mit gcc macht die geringsten Probleme.

  • GNU Make (gmake oder make). Für viele Systeme ist GNU make die Standardversion von make. Überprüfe die Version durch make -v. Andere Versionen von make können das PostGIS Makefile nicht richtig ausführen.

  • Proj4 reprojection library, version 4.6.0 or greater. Proj4 4.9 or above is needed to take advantage of improved geodetic. The Proj4 library is used to provide coordinate reprojection support within PostGIS. Proj4 is available for download from http://trac.osgeo.org/proj/ .

  • Die Geometriebibliothek GEOS, Version 3.4 oder höher, aber GEOS 3.7+ wird empfohlen um alle neuen Funktionen und Möglichkeiten zur Gänze ausnutzen zu können. Sie sollten zumindest GEOS 3.5 installiert haben, ansonsten werden Sie ein paar wesentliche Erweiterungen, wie ST_ClipByBox2D oder ST_Subdivide vermissen. GEOS kann von http://trac.osgeo.org/geos/  heruntergeladen werden und da 3.5+ abwärtskompatibel mit älteren Versionen ist, ist ein Upgrade ziemlich sicher.

  • LibXML2, Version 2.5.x oder höher. LibXML2 wird derzeit für einige Import Funktionen genutzt (ST_GeomFromGML und ST_GeomFromKML). LibXML2 steht unter http://xmlsoft.org/downloads.html zur Verfügung.

  • JSON-C, Version 0.9 oder höher. JSON-C wird zurzeit benutzt um GeoJSON über die Funktion ST_GeomFromGeoJson zu importieren. JSON-C kann unter https://github.com/json-c/json-c/releases/ bezogen werden.

  • GDAL, Version 1.8 oder höher (Version 1.9 oder höher wird dringend empfohlen, da niedrigere Versionen in manchen Bereichen nicht gut funktionieren bzw. zu verschiedenartigen Verhalten führen können). GDAL wird zur Rasterunterstützung und zur Installation mittels CREATE EXTENSION postgis benötigt. Dies ist insbesondere für PostgreSQL 9.1+ in hohem Maße empfohlen. http://trac.osgeo.org/gdal/wiki/DownloadSource.

Optionale Systemanforderungen

  • GDAL (scheinbar optional) nur wenn man auf Rasterunterstützung und auf CREATE EXTENSION postgis verzichten will. Beachte, das andere Extensions PostGIS als Extension benötigen und somit nicht installiert werden können, solange PostGIS nicht als Extension installiert ist. Daher wird die Kompilation mit GDAL stark empfohlen.

    Stelle sicher, das die benötigten Treiber nach Section 2.1, “Kurzfassung” aktiviert sind.

  • GTK (benötigt GTK+2.0, 2.8+) um den "shp2pgsql-gui shape file loader" zu kompilieren. http://www.gtk.org/ .

  • SFCGAL, Version 1.1 (oder höher) bietet zusätzliche, hoch entwickelte 2D und 3D Analysefunktionen für PostGIS cf Section 8.10, “SFCGAL Funktionen”. Ermöglicht auch die Anwendung von SFCGAL anstatt von GEOS für einige 2D Funktionen, die von beiden Backends unterstützt werden (wie ST_Intersection oder ST_Area). Eine PostgreSQL Konfigurationsvariable postgis.backend ermöglicht es den Endanwendern zwischen dem Backend zu wählen, falls SFCGAL installiert ist (Standardwert ist GEOS). Anmerkung: SFCGAL 1.2 benötigt mindestens CGAL 4.3 und Boost 1.54 (cf: http://oslandia.github.io/SFCGAL/installation.html) https://github.com/Oslandia/SFCGAL.

  • Um den Chapter 12, Adressennormierer zu kompilieren wird http://www.pcre.org benötigt (ist normalerweise auf Unix-Systemen bereits vorinstalliert). Regex::Assemble perl CPAN package ist nur für eine Neukodierung der Daten in parseaddress-stcities.h erforderlich. Chapter 12, Adressennormierer wird selbsttätig erzeugt, wenn eine PCRE Bibliothek gefunden wird, oder ein gültiger --with-pcre-dir=/path/to/pcre im Konfigurationsschritt angegeben wird.

  • To enable ST_AsMVT protobuf-c library (for usage) and the protoc-c compiler (for building) are required. Also, pkg-config is required to verify the correct minimum version of protobuf-c. See protobuf-c.

  • CUnit (CUnit). Wird für Regressionstest benötigt. http://cunit.sourceforge.net/

  • DocBook (xsltproc) ist für die Kompilation der Dokumentation notwendig. Docbook steht unter http://www.docbook.org/ zur Verfügung.

  • DBLatex (dblatex) ist zur Kompilation der Dokumentation im PDF-Format nötig. DBLatex liegt unter http://dblatex.sourceforge.net/ vor.

  • ImageMagick (convert) wird zur Erzeugung von Bildern für die Dokumentation benötigt. ImageMagick kann von http://www.imagemagick.org/ bezogen werden.

2.3. Nutzung des Quellcodes

Das PostGIS Quellarchiv kann von der Download Webseite http://postgis.net/stuff/postgis-2.5.0dev.tar.gz bezogen werden.

wget http://postgis.net/stuff/postgis-2.5.0dev.tar.gz
tar -xvzf postgis-2.5.0dev.tar.gz

Dadurch wird das Verzeichnis postgis-2.5.0dev im aktuellen Arbeitsverzeichnis erzeugt.

Alternativ kann der Quellcode auch von svn repository http://svn.osgeo.org/postgis/trunk/ bezogen werden.

svn checkout http://svn.osgeo.org/postgis/trunk/ postgis-2.5.0dev

Um die Installation fortzusetzen ist in das neu erstellte Verzeichnis postgis-2.5.0dev zu wechseln.

2.4. Kompilation und Installation mittels Quellcode: Detaillierte Beschreibung

[Note]

Viele Betriebssysteme stellen heute bereits vorkompilierte Pakete für PostgreSQL/PostGIS zur Verfügung. Somit ist eine Kompilation nur notwendig, wenn man die aktuellsten Versionen benötigt oder für die Paketverwaltung zustänig ist.

Dieser Abschnitt enthält die allgemeinen Installationsanweisungen. Für das Kompilieren unter Windows oder unter einem anderen Betriebssystem findet sich zusätzliche, detailliertere Hilfe unter PostGIS User contributed compile guides und PostGIS Dev Wiki.

Vorkompilierte Pakete für unterschiedliche Betriebssysteme sind unter PostGIS Pre-built Packages aufgelistet.

If you are a windows user, you can get stable builds via Stackbuilder or PostGIS Windows download site We also have very bleeding-edge windows experimental builds that are built usually once or twice a week or whenever anything exciting happens. You can use these to experiment with the in progress releases of PostGIS

PostGIS ist eine Erweiterung des PostgreSQL Servers. Daher benötigt PostGIS 2.5.0dev vollen Zugriff auf die PostgreSQL server headers für die Kompilation. PostGIS kann in Abhängigkeit von PostgreSQL Versionen 9.3 oder höher kompiliert werden. Niedrigere Versionen von PostgreSQL werden nicht unterstützt.

Beziehen Sie sich auf die PostgreSQL Installationshilfe, falls Sie PostgreSQL noch nicht installiert haben. http://www.postgresql.org .

[Note]

Um die GEOS Funktionen nutzen zu können, muss bei der Installation von PostgreSQL explizit gegen die Standard C++ Bibliothek gelinkt werden:

LDFLAGS=-lstdc++ ./configure [IHRE OPTIONEN]

Dies dient als Abhilfe für C++ Fehler bei der Interaktion mit älteren Entwicklungswerkzeugen. Falls eigenartige Probleme auftreten (die Verbindung zum Backend bricht unerwartet ab oder ähnliches) versuchen Sie bitte diesen Trick. Dies verlangt natürlich die Kompilation von PostgreSQL von Grund auf.

Die folgenden Schritte bescheiben die Konfiguration und Kompilation des PostGIS Quellcodes. Sie gelten für Linux Anwender und funktionieren nicht für Windows oder Mac.

2.4.1. Konfiguration

Wie bei den meisten Installationen auf Linux besteht der erste Schritt in der Erstellung eines Makefiles, welches dann zur Kompilation des Quellcodes verwendet wird. Dies wird durch einen Aufruf des Shell Scripts erreicht.

./configure

Ohne zusätzliche Parameter legt dieser Befehl die Komponenten und Bibliotheken fest, welche für die Kompilation des PostGIS Quellcodes auf Ihrem System benötigt werden. Obwohl dies der häufigste Anwendungsfall von ./configure ist, akzeptiert das Skript eine Reihe von Parametern, falls sich die benötigten Bibliotheken und Programme nicht in den Standardverzeichnissen befinden.

Die folgende Liste weist nur die am häufigsten verwendeten Parameter auf. Für eine vollständige Liste benutzen Sie bitte --help oder --help=short .

--prefix=PREFIX

Das Verzeichnis, in dem die PostGIS Bibliotheken und SQL-Skripts installiert werden. Standardmäßig ist dies das Verzeichnis in dem auch PostgreSQL installatiert wurde.

[Caution]

Dieser Parameter ist zur Zeit defekt und somit kann PostGIS nur in das PostgreSQL Installationsverzeichnis installiert werden. Dieser Bug kann auf http://trac.osgeo.org/postgis/ticket/635 verfolgt werden.

--with-pgconfig=FILE

PostgreSQL stellt das Dienstprogramm pg_config zur Verfügung um Extensions wie PostGIS die Auffindung des PostgreSQL Installationsverzeichnisses zu ermöglichen. Benutzen Sie bitte diesen Parameter (--with-pgconfig=/path/to/pg_config) um eine bestmmte PostgreSQL Installation zu definieren, gegen die PostGIS kompiliert werden soll.

--with-gdalconfig=FILE

GDAL, eine erforderliche Bibliothek, welche die Funktionalität zur Rasterunterstützung liefert. gdal-config um Software Installationen die Auffindung des GDAL Installationsverzeichnis zu ermöglichen. Benutzen Sie bitte diesen Parameter (--with-gdalconfig=/path/to/gdal-config) um eine bestimmte GDAL Installation zu definieren, gegen die PostGIS kompiliert werden soll.

--with-geosconfig=FILE

GEOS, eine erforderliche Geometriebibliothek, stellt geos-config zur Verfügung, um Software Installationen das Auffinden des GEOS Installationsverzeichnisses zu ermöglichen. Benutzen Sie bitte diesen Parameter (--with-geosconfig=/path/to/geos-config) um eine bestimmte GEOS Installation zu definieren, gegen die PostGIS kompiliert werden soll.

--with-xml2config=FILE

LibXML ist die Bibliothek, welche für die Prozesse GeomFromKML/GML benötigt wird. Falls Sie libxml installiert haben, wird sie üblicherweise gefunden. Falls nicht oder wenn Sie eine bestimmte Version verwenden wollen, müssen Sie PostGIS auf eine bestimmte Konfigurationsdatei xml2-config verweisen, damit die Softwareinstallationen das Installationsverzeichnis von LibXML auffinden können. Verwenden Sie bitte diesen Parameter ( >--with-xml2config=/path/to/xml2-config) um eine bestimmte LibXML Installation anzugeben, gegen die PostGIS kompiliert werden soll.

--with-projdir=DIR

Proj4 ist eine Bibliothek, die von PostGIS zur Koordinatentransformation benötigt wird. Benutzen Sie bitte diesen Parameter (--with-projdir=/path/to/projdir) um ein bestimmtes Proj4 Installationsverzeichnis anzugeben, für das PostGIS kompiliert werden soll.

--with-libiconv=DIR

Das Verzeichnis in dem iconv installiert ist.

--with-jsondir=DIR

JSON-C ist eine MIT-lizensierte JSON Bibliothek, die von PostGIS für ST_GeomFromJSON benötigt wird. Benutzen Sie bitte diesen Parameter (--with-jsondir=/path/to/jsondir), um ein bestimmtes JSON-C Installationsverzeichnis anzugeben, für das PostGIS kompiliert werden soll.

--with-pcredir=DIR

PCRE ist eine BSD-lizensierte Perl compatible Bibliothek für reguläre Ausdrücke, die von der Erweiterung "address_standardizer" benötigt wird. Verwenden Sie diesen Parameter (--with-pcredir=/path/to/pcredir) um ein bestimmtes Installationsverzeichnis von PCRE anzugeben, gegen das PostGIS kompiliert werden soll.

--with-gui

Kompilieren Sie die Datenimport-GUI (benötigt GTK+2.0). Dies erzeugt die graphische Schnittstelle "shp2pgsql-gui" für shp2pgsql.

--with-raster

Kompiliert mit Rasterunterstützung. Dies erzeugt die Bibliothek rtpostgis-2.5.0dev und die Datei "rtpostgis.sql". Dies wird bei der endgültigen Release nicht mehr nötig sein, da die standardmäßige Unterstützung von Rastern geplant ist

--without-topology

Ausschalten der Topologie Unterstützung. Es existiert keine entsprechende Bibliothek, da sich die gesamte benötigte Logik in der postgis-2.5.0dev Bibliothek befindet.

--with-gettext=no

By default PostGIS will try to detect gettext support and compile with it, however if you run into incompatibility issues that cause breakage of loader, you can disable it entirely with this command. Refer to ticket http://trac.osgeo.org/postgis/ticket/748 for an example issue solved by configuring with this. NOTE: that you aren't missing much by turning this off. This is used for international help/label support for the GUI loader which is not yet documented and still experimental.

--with-sfcgal=PATH

Ohne diesen Switch wird PostGIS ohne sfcgal Unterstützung installiert. PATH ist ein optionaler Parameter, welcher einen alternativen Pfad zu sfcgal-config angibt.

[Note]

Falls Sie PostGIS vom SVN Repository heruntergeladen haben, so ist die Ausführung des Skripts der erste Schritt.

./autogen.sh

Dieses Skript erzeugt das configure Skript, welches seinerseits zur Anpassung der Installation von PostGIS eingesetzt wird.

Falls Sie stattdessen PostGIS als Tarball vorliegen haben, dann ist es nicht notwendig das Sie ./autogen.sh ausführen, da configure bereits erzeugt wurde.

2.4.2. Build-Prozess

Sobald das Makefile erzeugt wurde, ist der Build-Prozess für PostGIS so einfach wie

make

Die letzte Zeile der Ausgabe sollte "PostGIS was built successfully. Ready to install." enthalten

As of PostGIS v1.4.0, all the functions have comments generated from the documentation. If you wish to install these comments into your spatial databases later, run the command which requires docbook. The postgis_comments.sql and other package comments files raster_comments.sql, topology_comments.sql are also packaged in the tar.gz distribution in the doc folder so no need to make comments if installing from the tar ball. Comments are also included as part of the CREATE EXTENSION install.

make comments

Eingeführt in PostGIS 2.0. Erzeugt HTML-Spickzettel, die als schnelle Referenz oder als Handzettel für Studenten geeignet sind. Dies benötigt xsltproc zur Kompilation und erzeugt 4 Dateien in dem Ordner "doc": topology_cheatsheet.html,tiger_geocoder_cheatsheet.html, raster_cheatsheet.html, postgis_cheatsheet.html

Einige bereits Vorgefertigte können von PostGIS / PostgreSQL Study Guides als HTML oder PDF heruntergeladen werden

make cheatsheets

2.4.3. Build-Prozess für PostGIS Extensions und Softwareverteilung

Die PostGIS Erweiterungen/Extensions werden ab PostgreSQL 9.1+ automatisch kompiliert und installiert.

Wenn Sie aus dem Quell-Repository kompilieren, müssen Sie zuerst die Beschreibung der Funktionen kompilieren. Diese lassen sich kompilieren, wenn Sie docbook installiert haben. Sie können sie aber auch händisch mit folgender Anweisung kompilieren:

make comments

Sie müssen die Kommentare nicht kompilieren, wenn sie von einem Tar-Format weg kompilieren, da diese in der Tar-Datei bereits vorkompilierten sind.

Wenn Sie gegen PostgreSQL 9.1 kompilieren, sollten die Erweiterungen automatisch, als Teil des Prozesses "make install" kompilieren. Falls notwendig, können Sie auch vom Ordner mit den Erweiterungen aus kompilieren, oder die Dateien auf einen anderen Server kopieren.

cd extensions
cd postgis
make clean
make
make install
cd ..
cd postgis_topology
make clean
make
make install
cd ..
cd postgis_sfcgal
make clean
make
make install

cd ..
cd address_standardizer
make clean
make
make install
make installcheck

cd ..
cd postgis_tiger_geocoder
make clean
make
make install
make installcheck
          

Die Erweiterungsdateien sind für dieselbe Version von PostGIS immer ident, unabhängig vom Betriebssystem. Somit ist es in Ordnung, die Erweiterungsdateien von einem Betriebssystem auf ein anderes zu kopieren, solange die Binärdateien von PostGIS bereits installiert sind.

Falls Sie die Erweiterungen händisch auf einen anderen Server installieren wollen, müssen sie folgende Dateien aus dem Erweiterungsordner in den Ordner PostgreSQL / share / extension Ihrer PostgreSQL Installation kopieren. Ebenso die benötigten Binärdateien für das reguläre PostGIS, falls sich PostGIS noch nicht auf dem Server befindet.

  • These are the control files that denote information such as the version of the extension to install if not specified. postgis.control, postgis_topology.control.

  • All the files in the /sql folder of each extension. Note that these need to be copied to the root of the PostgreSQL share/extension folder extensions/postgis/sql/*.sql, extensions/postgis_topology/sql/*.sql

Sobald Sie dies ausgeführt haben, sollten Sie postgis, postgis_topology als verfügbare Erweiterungen in PgAdmin -> extensions sehen.

Falls Sie psql verwenden, können Sie die installierten Erweiterungen folgendermaßen abfragen:

SELECT name, default_version,installed_version
FROM pg_available_extensions WHERE name LIKE 'postgis%' or name LIKE 'address%';

             name             | default_version | installed_version
------------------------------+-----------------+-------------------
 address_standardizer         | 2.5.0dev         | 2.5.0dev
 address_standardizer_data_us | 2.5.0dev         | 2.5.0dev
 postgis                      | 2.5.0dev         | 2.5.0dev
 postgis_sfcgal               | 2.5.0dev         |
 postgis_tiger_geocoder       | 2.5.0dev         | 2.5.0dev
 postgis_topology             | 2.5.0dev         |
(6 rows)

If you have the extension installed in the database you are querying, you'll see mention in the installed_version column. If you get no records back, it means you don't have postgis extensions installed on the server at all. PgAdmin III 1.14+ will also provide this information in the extensions section of the database browser tree and will even allow upgrade or uninstall by right-clicking.

Wenn die Erweiterungen vorhanden sind, können Sie die PostGIS-Extension sowohl mit der erweiterten pgAdmin Oberfläche als auch mittels folgender SQL-Befehle in einer beliebigen Datenbank installieren:

CREATE EXTENSION postgis;
CREATE EXTENSION postgis_sfcgal;
CREATE EXTENSION fuzzystrmatch; --needed for postgis_tiger_geocoder
--optional used by postgis_tiger_geocoder, or can be used standalone
CREATE EXTENSION address_standardizer;
CREATE EXTENSION address_standardizer_data_us;
CREATE EXTENSION postgis_tiger_geocoder;
CREATE EXTENSION postgis_topology;

Sie können psql verwenden, um sich die installierten Versionen und die Datenbankschemen in denen sie installiert sind, anzeigen zu lassen.

\connect mygisdb
\x
\dx postgis*
List of installed extensions
-[ RECORD 1 ]-------------------------------------------------
-
Name        | postgis
Version     | 2.5.0dev
Schema      | public
Description | PostGIS geometry, geography, and raster spat..
-[ RECORD 2 ]-------------------------------------------------
-
Name        | postgis_tiger_geocoder
Version     | 2.5.0dev
Schema      | tiger
Description | PostGIS tiger geocoder and reverse geocoder
-[ RECORD 3 ]-------------------------------------------------
-
Name        | postgis_topology
Version     | 2.5.0dev
Schema      | topology
Description | PostGIS topology spatial types and functions
[Warning]

Extension tables spatial_ref_sys, layer, topology can not be explicitly backed up. They can only be backed up when the respective postgis or postgis_topology extension is backed up, which only seems to happen when you backup the whole database. As of PostGIS 2.0.1, only srid records not packaged with PostGIS are backed up when the database is backed up so don't go around changing srids we package and expect your changes to be there. Put in a ticket if you find an issue. The structures of extension tables are never backed up since they are created with CREATE EXTENSION and assumed to be the same for a given version of an extension. These behaviors are built into the current PostgreSQL extension model, so nothing we can do about it.

If you installed 2.5.0dev, without using our wonderful extension system, you can change it to be extension based by first upgrading to the latest micro version running the upgrade scripts: postgis_upgrade_22_minor.sql,raster_upgrade_22_minor.sql,topology_upgrade_22_minor.sql.

Wenn Sie PostGIS ohne Rasterunterstützung installiert haben, so müssen Sie zuerst die Rasterunterstützung mittels rtpostgis.sql installieren

Then you can run the below commands to package the functions in their respective extension.

CREATE EXTENSION postgis FROM unpackaged;
CREATE EXTENSION postgis_topology FROM unpackaged;
CREATE EXTENSION postgis_tiger_geocoder FROM unpackaged;

2.4.4. Softwaretest

Wenn Sie die Kompilation von PostGIS überprüfen wollen:

make check

The above command will run through various checks and regression tests using the generated library against an actual PostgreSQL database.

[Note]

Falls Sie PostGIS so konfiguriert haben, dass nicht die Standardverzeichnisse für PostgreSQL, GEOS oder Proj4 verwendet werden, kann es sein, dass Sie die Speicherstellen dieser Bibliotheken in der Umgebungsvariablen "LD_LIBRARY_PATH" eintragen müssen.

[Caution]

Currently, the make check relies on the PATH and PGPORT environment variables when performing the checks - it does not use the PostgreSQL version that may have been specified using the configuration parameter --with-pgconfig. So make sure to modify your PATH to match the detected PostgreSQL installation during configuration or be prepared to deal with the impending headaches.

Wenn der Test erfolgreich war, sollte die Ausgabe etwa so aussehen:

CUnit - A unit testing framework for C - Version 2.1-2
     http://cunit.sourceforge.net/


Suite: computational_geometry
  Test: test_lw_segment_side ...passed
  Test: test_lw_segment_intersects ...passed
  Test: test_lwline_crossing_short_lines ...passed
  Test: test_lwline_crossing_long_lines ...passed
  Test: test_lwline_crossing_bugs ...passed
  Test: test_lwpoint_set_ordinate ...passed
  Test: test_lwpoint_get_ordinate ...passed
  Test: test_point_interpolate ...passed
  Test: test_lwline_clip ...passed
  Test: test_lwline_clip_big ...passed
  Test: test_lwmline_clip ...passed
  Test: test_geohash_point ...passed
  Test: test_geohash_precision ...passed
  Test: test_geohash ...passed
  Test: test_geohash_point_as_int ...passed
  Test: test_isclosed ...passed
  Test: test_lwgeom_simplify ...passed
Suite: buildarea
  Test: buildarea1 ...passed
  Test: buildarea2 ...passed
  Test: buildarea3 ...passed
  Test: buildarea4 ...passed
  Test: buildarea4b ...passed
  Test: buildarea5 ...passed
  Test: buildarea6 ...passed
  Test: buildarea7 ...passed
Suite: geometry_clean
  Test: test_lwgeom_make_valid ...passed
Suite: clip_by_rectangle
  Test: test_lwgeom_clip_by_rect ...passed
Suite: force_sfs
  Test: test_sfs_11 ...passed
  Test: test_sfs_12 ...passed
  Test: test_sqlmm ...passed
Suite: geodetic
  Test: test_sphere_direction ...passed
  Test: test_sphere_project ...passed
  Test: test_lwgeom_area_sphere ...passed
  Test: test_signum ...passed
  Test: test_gbox_from_spherical_coordinates ...passed
  Test: test_gserialized_get_gbox_geocentric ...passed
  Test: test_clairaut ...passed
  Test: test_edge_intersection ...passed
  Test: test_edge_intersects ...passed
  Test: test_edge_distance_to_point ...passed
  Test: test_edge_distance_to_edge ...passed
  Test: test_lwgeom_distance_sphere ...passed
  Test: test_lwgeom_check_geodetic ...passed
  Test: test_gserialized_from_lwgeom ...passed
  Test: test_spheroid_distance ...passed
  Test: test_spheroid_area ...passed
  Test: test_lwpoly_covers_point2d ...passed
  Test: test_gbox_utils ...passed
  Test: test_vector_angle ...passed
  Test: test_vector_rotate ...passed
  Test: test_lwgeom_segmentize_sphere ...passed
  Test: test_ptarray_contains_point_sphere ...passed
  Test: test_ptarray_contains_point_sphere_iowa ...passed
Suite: GEOS
  Test: test_geos_noop ...passed
  Test: test_geos_subdivide ...passed
  Test: test_geos_linemerge ...passed
Suite: Clustering
  Test: basic_test ...passed
  Test: nonsequential_test ...passed
  Test: basic_distance_test ...passed
  Test: single_input_test ...passed
  Test: empty_inputs_test ...passed
Suite: Clustering Union-Find
  Test: test_unionfind_create ...passed
  Test: test_unionfind_union ...passed
  Test: test_unionfind_ordered_by_cluster ...passed
Suite: homogenize
  Test: test_coll_point ...passed
  Test: test_coll_line ...passed
  Test: test_coll_poly ...passed
  Test: test_coll_coll ...passed
  Test: test_geom ...passed
  Test: test_coll_curve ...passed
Suite: encoded_polyline_input
  Test: in_encoded_polyline_test_geoms ...passed
  Test: in_encoded_polyline_test_precision ...passed
Suite: geojson_input
  Test: in_geojson_test_srid ...passed
  Test: in_geojson_test_bbox ...passed
  Test: in_geojson_test_geoms ...passed
Suite: twkb_input
  Test: test_twkb_in_point ...passed
  Test: test_twkb_in_linestring ...passed
  Test: test_twkb_in_polygon ...passed
  Test: test_twkb_in_multipoint ...passed
  Test: test_twkb_in_multilinestring ...passed
  Test: test_twkb_in_multipolygon ...passed
  Test: test_twkb_in_collection ...passed
  Test: test_twkb_in_precision ...passed
Suite: serialization/deserialization
  Test: test_typmod_macros ...passed
  Test: test_flags_macros ...passed
  Test: test_serialized_srid ...passed
  Test: test_gserialized_from_lwgeom_size ...passed
  Test: test_gbox_serialized_size ...passed
  Test: test_lwgeom_from_gserialized ...passed
  Test: test_lwgeom_count_vertices ...passed
  Test: test_on_gser_lwgeom_count_vertices ...passed
  Test: test_geometry_type_from_string ...passed
  Test: test_lwcollection_extract ...passed
  Test: test_lwgeom_free ...passed
  Test: test_lwgeom_flip_coordinates ...passed
  Test: test_f2d ...passed
  Test: test_lwgeom_clone ...passed
  Test: test_lwgeom_force_clockwise ...passed
  Test: test_lwgeom_calculate_gbox ...passed
  Test: test_lwgeom_is_empty ...passed
  Test: test_lwgeom_same ...passed
  Test: test_lwline_from_lwmpoint ...passed
  Test: test_lwgeom_as_curve ...passed
  Test: test_lwgeom_scale ...passed
  Test: test_gserialized_is_empty ...passed
  Test: test_gbox_same_2d ...passed
Suite: measures
  Test: test_mindistance2d_tolerance ...passed
  Test: test_rect_tree_contains_point ...passed
  Test: test_rect_tree_intersects_tree ...passed
  Test: test_lwgeom_segmentize2d ...passed
  Test: test_lwgeom_locate_along ...passed
  Test: test_lw_dist2d_pt_arc ...passed
  Test: test_lw_dist2d_seg_arc ...passed
  Test: test_lw_dist2d_arc_arc ...passed
  Test: test_lw_arc_length ...passed
  Test: test_lw_dist2d_pt_ptarrayarc ...passed
  Test: test_lw_dist2d_ptarray_ptarrayarc ...passed
  Test: test_lwgeom_tcpa ...passed
  Test: test_lwgeom_is_trajectory ...passed
Suite: effectivearea
  Test: do_test_lwgeom_effectivearea_lines ...passed
  Test: do_test_lwgeom_effectivearea_polys ...passed
Suite: miscellaneous
  Test: test_misc_force_2d ...passed
  Test: test_misc_simplify ...passed
  Test: test_misc_count_vertices ...passed
  Test: test_misc_area ...passed
  Test: test_misc_wkb ...passed
  Test: test_grid ...passed
Suite: noding
  Test: test_lwgeom_node ...passed
Suite: encoded_polyline_output
  Test: out_encoded_polyline_test_geoms ...passed
  Test: out_encoded_polyline_test_srid ...passed
  Test: out_encoded_polyline_test_precision ...passed
Suite: geojson_output
  Test: out_geojson_test_precision ...passed
  Test: out_geojson_test_dims ...passed
  Test: out_geojson_test_srid ...passed
  Test: out_geojson_test_bbox ...passed
  Test: out_geojson_test_geoms ...passed
Suite: gml_output
  Test: out_gml_test_precision ...passed
  Test: out_gml_test_srid ...passed
  Test: out_gml_test_dims ...passed
  Test: out_gml_test_geodetic ...passed
  Test: out_gml_test_geoms ...passed
  Test: out_gml_test_geoms_prefix ...passed
  Test: out_gml_test_geoms_nodims ...passed
  Test: out_gml2_extent ...passed
  Test: out_gml3_extent ...passed
Suite: kml_output
  Test: out_kml_test_precision ...passed
  Test: out_kml_test_dims ...passed
  Test: out_kml_test_geoms ...passed
  Test: out_kml_test_prefix ...passed
Suite: svg_output
  Test: out_svg_test_precision ...passed
  Test: out_svg_test_dims ...passed
  Test: out_svg_test_relative ...passed
  Test: out_svg_test_geoms ...passed
  Test: out_svg_test_srid ...passed
Suite: x3d_output
  Test: out_x3d3_test_precision ...passed
  Test: out_x3d3_test_geoms ...passed
  Test: out_x3d3_test_option ...passed
Suite: ptarray
  Test: test_ptarray_append_point ...passed
  Test: test_ptarray_append_ptarray ...passed
  Test: test_ptarray_locate_point ...passed
  Test: test_ptarray_isccw ...passed
  Test: test_ptarray_signed_area ...passed
  Test: test_ptarray_unstroke ...passed
  Test: test_ptarray_insert_point ...passed
  Test: test_ptarray_contains_point ...passed
  Test: test_ptarrayarc_contains_point ...passed
  Test: test_ptarray_scale ...passed
Suite: printing
  Test: test_lwprint_default_format ...passed
  Test: test_lwprint_format_orders ...passed
  Test: test_lwprint_optional_format ...passed
  Test: test_lwprint_oddball_formats ...passed
  Test: test_lwprint_bad_formats ...passed
Suite: SFCGAL
  Test: test_sfcgal_noop ...passed
Suite: split
  Test: test_lwline_split_by_point_to ...passed
  Test: test_lwgeom_split ...passed
Suite: stringbuffer
  Test: test_stringbuffer_append ...passed
  Test: test_stringbuffer_aprintf ...passed
Suite: surface
  Test: triangle_parse ...passed
  Test: tin_parse ...passed
  Test: polyhedralsurface_parse ...passed
  Test: surface_dimension ...passed
Suite: Internal Spatial Trees
  Test: test_tree_circ_create ...passed
  Test: test_tree_circ_pip ...passed
  Test: test_tree_circ_pip2 ...passed
  Test: test_tree_circ_distance ...passed
  Test: test_tree_circ_distance_threshold ...passed
Suite: triangulate
  Test: test_lwgeom_delaunay_triangulation ...passed
Suite: twkb_output
  Test: test_twkb_out_point ...passed
  Test: test_twkb_out_linestring ...passed
  Test: test_twkb_out_polygon ...passed
  Test: test_twkb_out_multipoint ...passed
  Test: test_twkb_out_multilinestring ...passed
  Test: test_twkb_out_multipolygon ...passed
  Test: test_twkb_out_collection ...passed
  Test: test_twkb_out_idlist ...passed
Suite: varint
  Test: test_zigzag ...passed
  Test: test_varint ...passed
  Test: test_varint_roundtrip ...passed
Suite: wkb_input
  Test: test_wkb_in_point ...passed
  Test: test_wkb_in_linestring ...passed
  Test: test_wkb_in_polygon ...passed
  Test: test_wkb_in_multipoint ...passed
  Test: test_wkb_in_multilinestring ...passed
  Test: test_wkb_in_multipolygon ...passed
  Test: test_wkb_in_collection ...passed
  Test: test_wkb_in_circularstring ...passed
  Test: test_wkb_in_compoundcurve ...passed
  Test: test_wkb_in_curvpolygon ...passed
  Test: test_wkb_in_multicurve ...passed
  Test: test_wkb_in_multisurface ...passed
  Test: test_wkb_in_malformed ...passed
Suite: wkb_output
  Test: test_wkb_out_point ...passed
  Test: test_wkb_out_linestring ...passed
  Test: test_wkb_out_polygon ...passed
  Test: test_wkb_out_multipoint ...passed
  Test: test_wkb_out_multilinestring ...passed
  Test: test_wkb_out_multipolygon ...passed
  Test: test_wkb_out_collection ...passed
  Test: test_wkb_out_circularstring ...passed
  Test: test_wkb_out_compoundcurve ...passed
  Test: test_wkb_out_curvpolygon ...passed
  Test: test_wkb_out_multicurve ...passed
  Test: test_wkb_out_multisurface ...passed
  Test: test_wkb_out_polyhedralsurface ...passed
Suite: wkt_input
  Test: test_wkt_in_point ...passed
  Test: test_wkt_in_linestring ...passed
  Test: test_wkt_in_polygon ...passed
  Test: test_wkt_in_multipoint ...passed
  Test: test_wkt_in_multilinestring ...passed
  Test: test_wkt_in_multipolygon ...passed
  Test: test_wkt_in_collection ...passed
  Test: test_wkt_in_circularstring ...passed
  Test: test_wkt_in_compoundcurve ...passed
  Test: test_wkt_in_curvpolygon ...passed
  Test: test_wkt_in_multicurve ...passed
  Test: test_wkt_in_multisurface ...passed
  Test: test_wkt_in_tin ...passed
  Test: test_wkt_in_polyhedralsurface ...passed
  Test: test_wkt_in_errlocation ...passed
Suite: wkt_output
  Test: test_wkt_out_point ...passed
  Test: test_wkt_out_linestring ...passed
  Test: test_wkt_out_polygon ...passed
  Test: test_wkt_out_multipoint ...passed
  Test: test_wkt_out_multilinestring ...passed
  Test: test_wkt_out_multipolygon ...passed
  Test: test_wkt_out_collection ...passed
  Test: test_wkt_out_circularstring ...passed
  Test: test_wkt_out_compoundcurve ...passed
  Test: test_wkt_out_curvpolygon ...passed
  Test: test_wkt_out_multicurve ...passed
  Test: test_wkt_out_multisurface ...passed

Run Summary:    Type  Total    Ran Passed Failed Inactive
              suites     38     38    n/a      0        0
               tests    251    251    251      0        0
             asserts   2468   2468   2468      0      n/a

Elapsed time =    0.298 seconds

Creating database 'postgis_reg'
Loading PostGIS into 'postgis_reg'
  /projects/postgis/branches/2.2/regress/00-regress-install/share/contrib/postgis/postgis.sql
  /projects/postgis/branches/2.2/regress/00-regress-install/share/contrib/postgis/postgis_comments.sql
Loading SFCGAL into 'postgis_reg'
  /projects/postgis/branches/2.2/regress/00-regress-install/share/contrib/postgis/sfcgal.sql
  /projects/postgis/branches/2.2/regress/00-regress-install/share/contrib/postgis/sfcgal_comments.sql
PostgreSQL 9.4.4, compiled by Visual C++ build 1800, 32-bit
  Postgis 2.2.0dev - r13980 - 2015-08-23 06:13:07
  scripts 2.2.0dev r13980
  GEOS: 3.5.0-CAPI-1.9.0 r4088
  PROJ: Rel. 4.9.1, 04 March 2015
  SFCGAL: 1.1.0

Running tests

 loader/Point .............. ok
 loader/PointM .............. ok
 loader/PointZ .............. ok
 loader/MultiPoint .............. ok
 loader/MultiPointM .............. ok
 loader/MultiPointZ .............. ok
 loader/Arc .............. ok
 loader/ArcM .............. ok
 loader/ArcZ .............. ok
 loader/Polygon .............. ok
 loader/PolygonM .............. ok
 loader/PolygonZ .............. ok
 loader/TSTPolygon ......... ok
 loader/TSIPolygon ......... ok
 loader/TSTIPolygon ......... ok
 loader/PointWithSchema ..... ok
 loader/NoTransPoint ......... ok
 loader/NotReallyMultiPoint ......... ok
 loader/MultiToSinglePoint ......... ok
 loader/ReprojectPts ........ ok
 loader/ReprojectPtsGeog ........ ok
 loader/Latin1 .... ok
 loader/Latin1-implicit .... ok
 loader/mfile .... ok
 dumper/literalsrid ....... ok
 dumper/realtable ....... ok
 affine .. ok
 bestsrid .. ok
 binary .. ok
 boundary .. ok
 cluster .. ok
 concave_hull .. ok
 ctors .. ok
 dump .. ok
 dumppoints .. ok
 empty .. ok
 forcecurve .. ok
 geography .. ok
 in_geohash .. ok
 in_gml .. ok
 in_kml .. ok
 in_encodedpolyline .. ok
 iscollection .. ok
 legacy .. ok
 long_xact .. ok
 lwgeom_regress .. ok
 measures .. ok
 operators .. ok
 out_geometry .. ok
 out_geography .. ok
 polygonize .. ok
 polyhedralsurface .. ok
 postgis_type_name .. ok
 regress .. ok
 regress_bdpoly .. ok
 regress_index .. ok
 regress_index_nulls .. ok
 regress_management .. ok
 regress_selectivity .. ok
 regress_lrs .. ok
 regress_ogc .. ok
 regress_ogc_cover .. ok
 regress_ogc_prep .. ok
 regress_proj .. ok
 relate .. ok
 remove_repeated_points .. ok
 removepoint .. ok
 setpoint .. ok
 simplify .. ok
 simplifyvw .. ok
 size .. ok
 snaptogrid .. ok
 split .. ok
 sql-mm-serialize .. ok
 sql-mm-circularstring .. ok
 sql-mm-compoundcurve .. ok
 sql-mm-curvepoly .. ok
 sql-mm-general .. ok
 sql-mm-multicurve .. ok
 sql-mm-multisurface .. ok
 swapordinates .. ok
 summary .. ok
 temporal .. ok
 tickets .. ok
 twkb .. ok
 typmod .. ok
 wkb .. ok
 wkt .. ok
 wmsservers .. ok
 knn .. ok
 hausdorff .. ok
 regress_buffer_params .. ok
 offsetcurve .. ok
 relatematch .. ok
 isvaliddetail .. ok
 sharedpaths .. ok
 snap .. ok
 node .. ok
 unaryunion .. ok
 clean .. ok
 relate_bnr .. ok
 delaunaytriangles .. ok
 clipbybox2d .. ok
 subdivide .. ok
 in_geojson .. ok
 regress_sfcgal .. ok
 sfcgal/empty .. ok
 sfcgal/geography .. ok
 sfcgal/legacy .. ok
 sfcgal/measures .. ok
 sfcgal/regress_ogc_prep .. ok
 sfcgal/regress_ogc .. ok
 sfcgal/regress .. ok
 sfcgal/tickets .. ok
 sfcgal/concave_hull .. ok
 sfcgal/wmsservers .. ok
 sfcgal/approximatemedialaxis .. ok
 uninstall .  /projects/postgis/branches/2.2/regress/00-regress-install/share/contrib/postgis/uninstall_sfcgal.sql
  /projects/postgis/branches/2.2/regress/00-regress-install/share/contrib/postgis/uninstall_postgis.sql
. ok (4336)

Run tests: 118
Failed: 0

-- if you built --with-gui, you should see this too

     CUnit - A unit testing framework for C - Version 2.1-2
     http://cunit.sourceforge.net/


Suite: Shapefile Loader File shp2pgsql Test
  Test: test_ShpLoaderCreate() ...passed
  Test: test_ShpLoaderDestroy() ...passed
Suite: Shapefile Loader File pgsql2shp Test
  Test: test_ShpDumperCreate() ...passed
  Test: test_ShpDumperDestroy() ...passed

Run Summary:    Type  Total    Ran Passed Failed Inactive
              suites      2      2    n/a      0        0
               tests      4      4      4      0        0
             asserts      4      4      4      0      n/a

The postgis_tiger_geocoder and address_standardizer extensions, currenlty only support the standard PostgreSQL installcheck. To test these use the below. Note: the make install is not necessary if you already did make install at root of PostGIS code folder.

Für den address_standardizer:

cd extensions/address_standardizer
make install
make installcheck
          

Die Ausgabe sollte folgendermaßen aussehen:

============== dropping database "contrib_regression" ==============
DROP DATABASE
============== creating database "contrib_regression" ==============
CREATE DATABASE
ALTER DATABASE
============== running regression test queries        ==============
test test-init-extensions     ... ok
test test-parseaddress        ... ok
test test-standardize_address_1 ... ok
test test-standardize_address_2 ... ok

=====================
 All 4 tests passed.
=====================

For tiger geocoder, make sure you have postgis and fuzzystrmatch extensions available in your PostgreSQL instance. The address_standardizer tests will also kick in if you built postgis with address_standardizer support:

cd extensions/postgis_tiger_geocoder
make install
make installcheck
          

Die Ausgabe sollte folgendermaßen aussehen:

============== dropping database "contrib_regression" ==============
DROP DATABASE
============== creating database "contrib_regression" ==============
CREATE DATABASE
ALTER DATABASE
============== installing fuzzystrmatch               ==============
CREATE EXTENSION
============== installing postgis                     ==============
CREATE EXTENSION
============== installing postgis_tiger_geocoder      ==============
CREATE EXTENSION
============== installing address_standardizer        ==============
CREATE EXTENSION
============== running regression test queries        ==============
test test-normalize_address   ... ok
test test-pagc_normalize_address ... ok

=====================
All 2 tests passed.
=====================

2.4.5. Installation

Um PostGIS zu installieren geben Sie bitte folgendes ein

make install

Dies kopiert die PostGIS Installationsdateien in ihr entsprechenden Unterverzeichnisse, welches durch den --prefix Konfigurationsparameter bestimmt wird. Insbesondere:

  • Die Binärdateien vom Loader und Dumper sind unter [prefix]/bin installiert.

  • Die SQL-Dateien, wie postgis.sql sind unter [prefix]/share/contrib installiert.

  • Die PostGIS Bibliotheken sind unter [prefix]/lib installiert.

Falls Sie zuvor den Befehl make comments ausgeführt haben, um die Dateien postgis_comments.sql und raster_comments.sql anzulegen, dann können Sie die SQL-Dateien folgendermaßen installieren:

make comments-install

[Note]

postgis_comments.sql, raster_comments.sql und topology_comments.sql wurden vom klassischen Build- und Installationsprozess getrennt, da diese mit xsltproc eine zusätzliche Abhängigkeit haben.

2.5. Eine Geodatenbank über EXTENSIONS anlegen

Wenn Sie PostgreSQL 9.1+ verwenden und das Extensions/PostGIS-Modul installiert haben, können Sie Geodatenbanken auf neue Art und Weise erstellen.

createdb [yourdatabase]

Die Core-Extension installiert PostGIS-Geometrie, -Geographie, -Raster, die spatial_ref_sys Tabelle und alle Funktionen und Kommentare mit einem einfachen

CREATE EXTENSION postgis;

Befehl.

psql -d [yourdatabase] -c "CREATE EXTENSION postgis;"

Die topologische Funktionalität ist in einer eigenen Extension paketiert und kann mit folgendem Befehl installiert werden:

psql -d [yourdatabase] -c "CREATE EXTENSION postgis_topology;"

Falls Sie die Sicherung einer Vorgängerversion in die neue Datenbank einspielen wollen, führen Sie bitte folgendes aus:

psql -d [yourdatabase] -f legacy.sql

Um die veralteten Funktionen loszuwerden, können Sie anschließend an die Wiederherstellung und Aufräumarbeiten uninstall_legacy.sql ausführen.

2.6. Ersellung einer Geodatenbank ohne Extensions

[Note]

Dies ist üblicherweise nur dann notwendig, wenn Sie PostGIS ohne die Rasterunterstützung installieren wollen. Da die Rasterfunktionen ein Teil der PostGIS Extension sind, wird die Unterstützung von Extensions nicht aktiviert, wenn PostGIS ohne Rasterunterstützung installiert wird.

Der erste Schritt zur Erstellung einer PostGIS-Datenbank ist das Anlegen einer einfachen PostgreSQL Datenbank.

createdb [yourdatabase]

Viele der PostGIS Funktionen sind in der prozeduralen Sprache PL/pgSQL geschrieben. Daher ist der nächste Schritt zur Erstellung einer PostGIS Datenbank die Aktivierung von PL/pgSQL. Dies wird durch den unten angeführten Befehl erreicht. Ab PostgreSQL 8.4 ist PL/pgSQL üblicherweise bereits installiert.

createlang plpgsql [yourdatabase]

Nun erstellen Sie bitte die Definitionen der PostGIS-Objekte und -Funktionen in Ihre Datenbank, indem Sie die Definitionen mit der Datei postgis.sql laden (diese befindet sich in dem beim Konfigurationsschritt festgelegten Verzeichnis [prefix]/share/contrib).

psql -d [yourdatabase] -f postgis.sql

Für einen vollständigen Satz an EPSG Koordinatensystemen, können Sie die Definitionen auch über die Datei spatial_ref_sys.sql laden und die spatial_ref_sys Tabelle auf diese Weise befüllen. Diese Tabelle ermöglicht die Ausführung von ST_Transform() auf die Geometrien.

psql -d [yourdatabase] -f spatial_ref_sys.sql

Falls Sie Kommentare zu den PostGIS-Funktionen hinzufügen wollen, so ist der letzte Schritt das Laden von postgis_comments.sql in Ihre Geodatenbank. Die Kommentare können mit dem einfachen Aufruf von \dd [function_name] in der psql Konsole angezeigt werden.

psql -d [yourdatabase] -f postgis_comments.sql

Installation der Rasterunterstützung

psql -d [yourdatabase] -f rtpostgis.sql

Die Installation der Kommentare zur Rasterunterstützung stellt eine schnelle Hilfe für jede Rasterfunktion bereit. Diese kann dann über psql, PgAdmin oder andere PostgreSQL Werkzeuge die Funktionskommentare anzeigen können, aufgerufen werden.

psql -d [yourdatabase] -f raster_comments.sql

Installation der Topologieunterstützung

psql -d [yourdatabase] -f topology/topology.sql

Die Installation der Kommentare zur Topologie-Unterstützung stellt eine schnelle Hilfe für jede topologische Funktion und jeden topologischen Datentyp bereit. Diese kann dann über psql, PgAdmin oder andere PostgreSQL Werkzeuge die Funktionskommentare anzeigen können, aufgerufen werden.

psql -d [yourdatabase] -f topology/topology_comments.sql

Falls Sie die Sicherung einer Vorgängerversion in die neue Datenbank einspielen wollen, führen Sie bitte folgendes aus:

psql -d [yourdatabase] -f legacy.sql

[Note]

There is an alternative legacy_minimal.sql you can run instead which will install barebones needed to recover tables and work with apps like MapServer and GeoServer. If you have views that use things like distance / length etc, you'll need the full blown legacy.sql

Um die veralteten Funktionen loszuwerden, können Sie anschließend an die Wiederherstellung und Aufräumarbeiten uninstall_legacy.sql ausführen.

2.7. Installation und Verwendung des Adressennormierers

The address_standardizer extension used to be a separate package that required separate download. From PostGIS 2.2 on, it is now bundled in. For more information about the address_standardize, what it does, and how to configure it for your needs, refer to Chapter 12, Adressennormierer.

This standardizer can be used in conjunction with the PostGIS packaged tiger geocoder extension as a replacement for the Normalize_Address discussed. To use as replacement refer to Section 2.8.3, “Die Adressennormierer-Extension zusammen mit dem Tiger Geokodierer verwenden”. You can also use it as a building block for your own geocoder or use it to standardize your addresses for easier compare of addresses.

The address standardizer relies on PCRE which is usually already installed on many Nix systems, but you can download the latest at: http://www.pcre.org. If during Section 2.4.1, “Konfiguration”, PCRE is found, then the address standardizer extension will automatically be built. If you have a custom pcre install you want to use instead, pass to configure --with-pcredir=/path/to/pcre where /path/to/pcre is the root folder for your pcre include and lib directories.

For Windows users, the PostGIS 2.1+ bundle is packaged with the address_standardizer already so no need to compile and can move straight to CREATE EXTENSION step.

Sobald die Installation beendet ist, können Sie sich mit Ihrer Datenbank verbinden und folgenden SQL-Befehl ausführen:

CREATE EXTENSION address_standardizer;

Der folgende Test benötigt keine rules-, gaz- oder lex-Tabellen

SELECT num, street, city, state, zip
 FROM parse_address('1 Devonshire Place PH301, Boston, MA 02109');

Die Ausgabe sollte wie folgt sein:

num |         street         |  city  | state |  zip
-----+------------------------+--------+-------+-------
 1   | Devonshire Place PH301 | Boston | MA    | 02109

2.7.1. Installation von Regex::Assemble

Perl Regex:Assemble is no longer needed for compiling address_standardizer extension since the files it generates are part of the source tree. However if you need to edit the usps-st-city-orig.txt or usps-st-city-orig.txt usps-st-city-adds.tx, you need to rebuild parseaddress-stcities.h which does require Regex:Assemble.

cpan Regexp::Assemble

oder wenn Sie sich auf einer Ubuntu / Debian Distribution arbeiten, müssen Sie möglicherweise folgendes ausführen:

sudo perl -MCPAN -e "install Regexp::Assemble"

2.8. Installation, Aktualisierung des Tiger Geokodierers und Daten laden

Extras like Tiger geocoder may not be packaged in your PostGIS distribution. If you are missing the tiger geocoder extension or want a newer version than what your install comes with, then use the share/extension/postgis_tiger_geocoder.* files from the packages in Windows Unreleased Versions section for your version of PostgreSQL. Although these packages are for windows, the postgis_tiger_geocoder extension files will work on any OS since the extension is an SQL/plpgsql only extension.

2.8.1. Aktivierung des Tiger Geokodierer in Ihrer PostGIS Datenbank: Verwendung von Extension

Falls Sie PostgreSQL 9.1+ und PostGIS 2.1+ verwenden, können Sie Vorteil aus dem Extension-Modell ziehen, um den Tiger Geokodierer zu installieren. Um dies zu tun:

  1. Besorgen Sie sich zuerst die Binärdateien für PostGIS 2.1+ oder kompilieren und installieren Sie diese wie üblich. Dies sollte alle notwendigen Extension-Dateien als auch den Tiger Geokodierer installieren.

  2. Connect to your database via psql or pgAdmin or some other tool and run the following SQL commands. Note that if you are installing in a database that already has postgis, you don't need to do the first step. If you have fuzzystrmatch extension already installed, you don't need to do the second step either.

    CREATE EXTENSION postgis;
    CREATE EXTENSION fuzzystrmatch;
    --this one is optional if you want to use the rules based standardizer (pagc_normalize_address)
    CREATE EXTENSION address_standardizer;
    CREATE EXTENSION postgis_tiger_geocoder;

    Wenn Sie bereits die postgis-tiger-geocoder Extension installiert haben und nur auf den letzten Stand updaten wollen:

    ALTER EXTENSION postgis UPDATE;
    ALTER EXTENSION postgis_tiger_geocoder UPDATE;

    If you made custom entries or changes to tiger.loader_platform and tiger.loader_variables you may need to update these.

  3. Um die Richtigkeit der Installation festzustellen, führen Sie bitte folgenden SQL-Befehl in Ihrer Datenbank aus:

    SELECT na.address, na.streetname,na.streettypeabbrev, na.zip
            FROM normalize_address('1 Devonshire Place, Boston, MA 02109') AS na;

    Dies sollte folgendes ausgeben:

    address | streetname | streettypeabbrev |  zip
    ---------+------------+------------------+-------
               1 | Devonshire | Pl               | 02109
  4. Create a new record in tiger.loader_platform table with the paths of your executables and server.

    So for example to create a profile called debbie that follows sh convention. You would do:

    INSERT INTO tiger.loader_platform(os, declare_sect, pgbin, wget, unzip_command, psql, path_sep,
                       loader, environ_set_command, county_process_command)
    SELECT 'debbie', declare_sect, pgbin, wget, unzip_command, psql, path_sep,
               loader, environ_set_command, county_process_command
      FROM tiger.loader_platform
      WHERE os = 'sh';

    And then edit the paths in the declare_sect column to those that fit Debbie's pg, unzip,shp2pgsql, psql, etc path locations.

    If you don't edit this loader_platform table, it will just contain common case locations of items and you'll have to edit the generated script after the script is generated.

  5. Create a folder called gisdata on root of server or your local pc if you have a fast network connection to the server. This folder is where the tiger files will be downloaded to and processed. If you are not happy with having the folder on the root of the server, or simply want to change to a different folder for staging, then edit the field staging_fold in the tiger.loader_variables table.

  6. Create a folder called temp in the gisdata folder or whereever you designated the staging_fold to be. This will be the folder where the loader extracts the downloaded tiger data.

  7. Then run the Loader_Generate_Nation_Script SQL function make sure to use the name of your custom profile and copy the script to a .sh or .bat file. So for example to build the nation load:

    psql -c "SELECT Loader_Generate_Nation_Script('debbie')" -d geocoder -tA 
    > /gisdata/nation_script_load.sh
  8. Run the generated nation load commandline scripts.

    cd /gisdata
    sh nation_script_load.sh
  9. After you are done running the nation script, you should have three tables in your tiger_data schema and they should be filled with data. Confirm you do by doing the following queries from psql or pgAdmin

    SELECT count(*) FROM tiger_data.county_all;
    count
    -------
      3233
    (1 row)
    SELECT count(*) FROM tiger_data.state_all;
    count
    -------
        56
    (1 row)
    
  10. By default the tables corresponding to bg, tract, tabblock are not loaded. These tables are not used by the geocoder but are used by folks for population statistics. If you wish to load them as part of your state loads, run the following statement to enable them.

    UPDATE tiger.loader_lookuptables SET load = true WHERE load = false AND lookup_name IN('tract', 'bg', 'tabblock');

    Alternatively you can load just these tables after loading state data using the Loader_Generate_Census_Script

  11. For each state you want to load data for, generate a state script Loader_Generate_Script.

    [Warning]

    DO NOT Generate the state script until you have already loaded the nation data, because the state script utilizes county list loaded by nation script.

  12. psql -c "SELECT Loader_Generate_Script(ARRAY['MA'], 'debbie')" -d geocoder -tA 
    > /gisdata/ma_load.sh
  13. Die vorher erzeugten, befehlszeilenorientierten Skripts ausführen.

    cd /gisdata
    sh ma_load.sh
  14. After you are done loading all data or at a stopping point, it's a good idea to analyze all the tiger tables to update the stats (include inherited stats)

    SELECT install_missing_indexes();
    vacuum analyze verbose tiger.addr;
    vacuum analyze verbose tiger.edges;
    vacuum analyze verbose tiger.faces;
    vacuum analyze verbose tiger.featnames;
    vacuum analyze verbose tiger.place;
    vacuum analyze verbose tiger.cousub;
    vacuum analyze verbose tiger.county;
    vacuum analyze verbose tiger.state;
    vacuum analyze verbose tiger.zip_lookup_base;
    vacuum analyze verbose tiger.zip_state;
    vacuum analyze verbose tiger.zip_state_loc;

2.8.1.1. Umwandlung einer normalen Installation des Tiger-Geokodierers in das Extension Modell

Falls Sie den Tiger Geokodierer ohne Extension Modell installiert haben, können Sie wie folgt auf das Extension-Modell wechseln:

  1. Für ein Upgrade ohne Extension-Modell, folgen Sie bitte den Anweisungen unterSection 2.8.5, “Upgrade Ihrer Tiger Geokodierer Installation”.

  2. Verbinden Sie sich über "psql" mit Ihrer Datenbank und führen Sie folgenden Befehl aus:

    CREATE EXTENSION postgis_tiger_geocoder FROM unpackaged;

2.8.2. Den Tiger Geokodierer in Ihrer PostGIS Datenbank aktivieren: Ohne die Verwendung von Extension

Zuerst installieren Sie PostGIS entsprechend den vorherigen Anweisungen.

If you don't have an extras folder, download http://postgis.net/stuff/postgis-2.5.0dev.tar.gz

tar xvfz postgis-2.5.0dev.tar.gz

cd postgis-2.5.0dev/extras/tiger_geocoder

Edit the tiger_loader_2015.sql (or latest loader file you find, unless you want to load different year) to the paths of your executables server etc or alternatively you can update the loader_platform table once installed. If you don't edit this file or the loader_platform table, it will just contain common case locations of items and you'll have to edit the generated script after the fact when you run the Loader_Generate_Nation_Script and Loader_Generate_Script SQL functions.

If you are installing Tiger geocoder for the first time edit either the create_geocode.bat script If you are on windows or the create_geocode.sh if you are on Linux/Unix/Mac OSX with your PostgreSQL specific settings and run the corresponding script from the commandline.

Verify that you now have a tiger schema in your database and that it is part of your database search_path. If it is not, add it with a command something along the line of:

ALTER DATABASE geocoder SET search_path=public, tiger;

The normalizing address functionality works more or less without any data except for tricky addresses. Run this test and verify things look like this:

SELECT pprint_addy(normalize_address('202 East Fremont Street, Las Vegas, Nevada 89101')) As pretty_address;
pretty_address
---------------------------------------
202 E Fremont St, Las Vegas, NV 89101
                        

2.8.3. Die Adressennormierer-Extension zusammen mit dem Tiger Geokodierer verwenden

One of the many complaints of folks is the address normalizer function Normalize_Address function that normalizes an address for prepping before geocoding. The normalizer is far from perfect and trying to patch its imperfectness takes a vast amount of resources. As such we have integrated with another project that has a much better address standardizer engine. To use this new address_standardizer, you compile the extension as described in Section 2.7, “Installation und Verwendung des Adressennormierers” and install as an extension in your database.

Once you install this extension in the same database as you have installed postgis_tiger_geocoder, then the Pagc_Normalize_Address can be used instead of Normalize_Address. This extension is tiger agnostic, so can be used with other data sources such as international addresses. The tiger geocoder extension does come packaged with its own custom versions of rules Tabelle ( tiger.pagc_rules) , gaz Tabelle (tiger.pagc_gaz), and lex Tabelle (tiger.pagc_lex). These you can add and update to improve your standardizing experience for your own needs.

2.8.4. Tiger-Daten laden

The instructions for loading data are available in a more detailed form in the extras/tiger_geocoder/tiger_2011/README. This just includes the general steps.

The load process downloads data from the census website for the respective nation files, states requested, extracts the files, and then loads each state into its own separate set of state tables. Each state table inherits from the tables defined in tiger schema so that its sufficient to just query those tables to access all the data and drop a set of state tables at any time using the Drop_State_Tables_Generate_Script if you need to reload a state or just don't need a state anymore.

Um Daten laden zu können benötigen Sie folgende Werkzeuge:

  • Ein Werkzeug, um die Zip-Dateien der Census Webseite zu entpacken.

    Auf UNIX-ähnlichen Systemen: Das Programm unzip, das üblicherweise auf den meisten UNIX-ähnlichen Systemen bereits vorinstalliert ist.

    Auf Windows 7-zip, ein freies Werkzeug zum komprimieren/entkomprimieren, das Sie von http://www.7-zip.org/ herunterladen können.

  • Das shp2pgsql Kommandozeilenprogramm, welches standardmäßig mit PostGIS mitinstalliert wird.

  • wget, ein Download-Manager, der üblicherweise auf den meisten UNIX/Linux Systemen vorinstalliert ist.

    Für Windows können Sie vorkompilierte Binärdateien von http://gnuwin32.sourceforge.net/packages/wget.htm herunterladen

If you are upgrading from tiger_2010, you'll need to first generate and run Drop_Nation_Tables_Generate_Script. Before you load any state data, you need to load the nation wide data which you do with Loader_Generate_Nation_Script. Which will generate a loader script for you. Loader_Generate_Nation_Script is a one-time step that should be done for upgrading (from 2010) and for new installs.

To load state data refer to Loader_Generate_Script to generate a data load script for your platform for the states you desire. Note that you can install these piecemeal. You don't have to load all the states you want all at once. You can load them as you need them.

After the states you desire have been loaded, make sure to run the:

SELECT install_missing_indexes();

as described in Install_Missing_Indexes.

To test that things are working as they should, try to run a geocode on an address in your state using Geocode

2.8.5. Upgrade Ihrer Tiger Geokodierer Installation

If you have Tiger Geocoder packaged with 2.0+ already installed, you can upgrade the functions at any time even from an interim tar ball if there are fixes you badly need. This will only work for Tiger geocoder not installed with extensions.

If you don't have an extras folder, download http://postgis.net/stuff/postgis-2.5.0dev.tar.gz

tar xvfz postgis-2.5.0dev.tar.gz

cd postgis-2.5.0dev/extras/tiger_geocoder/tiger_2011

Locate the upgrade_geocoder.bat script If you are on windows or the upgrade_geocoder.sh if you are on Linux/Unix/Mac OSX. Edit the file to have your postgis database credentials.

If you are upgrading from 2010 or 2011, make sure to unremark out the loader script line so you get the latest script for loading 2012 data.

Dann führen Sie das dazugehörige Skript von der Befehlszeile aus.

Next drop all nation tables and load up the new ones. Generate a drop script with this SQL statement as detailed in Drop_Nation_Tables_Generate_Script

SELECT drop_nation_tables_generate_script();

Run the generated drop SQL statements.

Generate a nation load script with this SELECT statement as detailed in Loader_Generate_Nation_Script

Auf Windows:

SELECT loader_generate_nation_script('windows'); 

Auf Unix/Linux:

SELECT loader_generate_nation_script('sh');

Refer to Section 2.8.4, “Tiger-Daten laden” for instructions on how to run the generate script. This only needs to be done once.

[Note]

You can have a mix of 2010/2011 state tables and can upgrade each state separately. Before you upgrade a state to 2011, you first need to drop the 2010 tables for that state using Drop_State_Tables_Generate_Script.

2.9. Erzeugung einer Geodatenbank mit einem Template

Some packaged distributions of PostGIS (in particular the Win32 installers for PostGIS >= 1.1.5) load the PostGIS functions into a template database called template_postgis. If the template_postgis database exists in your PostgreSQL installation then it is possible for users and/or applications to create spatially-enabled databases using a single command. Note that in both cases, the database user must have been granted the privilege to create new databases.

Von der Shell aus:

# createdb -T template_postgis my_spatial_db

Mit SQL:

postgres=# CREATE DATABASE my_spatial_db TEMPLATE=template_postgis

2.10. Upgrading

Das Upgrade einer bestehenden Geodatenbank kann trickreich sein, wenn der Ersatz oder die Einführung von neuen Objektdefinitionen in PostGIS nötig ist.

Unfortunately not all definitions can be easily replaced in a live database, so sometimes your best bet is a dump/reload process.

PostGIS provides a SOFT UPGRADE procedure for minor or bugfix releases, and a HARD UPGRADE procedure for major releases.

Bevor Sie versuchen PostGIS zu aktualisieren, sollten Sie eine Sicherung Ihrer Daten vornehmen. Wenn Sie die Flag -Fc von pg_dump verwenden, können Sie die Daten über ein HARD UPGRADE immer wieder herstellen.

2.10.1. Soft upgrade

If you installed your database using extensions, you'll need to upgrade using the extension model as well. If you installed using the old sql script way, then you should upgrade using the sql script way. Please refer to the appropriate.

2.10.1.1. Soft Upgrade Pre 9.1+ oder ohne Extensions/Erweiterungen

This section applies only to those who installed PostGIS not using extensions. If you have extensions and try to upgrade with this approach you'll get messages like:

can't drop ... because postgis extension depends on it

After compiling and installing (make install) you should find a postgis_upgrade.sql and rtpostgis_upgrade.sql in the installation folders. For example /usr/share/postgresql/9.3/contrib/postgis_upgrade.sql. Install the postgis_upgrade.sql. If you have raster functionality installed, you will also need to install the /usr/share/postgresql/9.3/contrib/postgis_upgrade.sql. If you are moving from PostGIS 1.* to PostGIS 2.* or from PostGIS 2.* prior to r7409, you need to do a HARD UPGRADE.

psql -f postgis_upgrade.sql -d your_spatial_database

The same procedure applies to raster and topology extensions, with upgrade files named rtpostgis_upgrade*.sql and topology_upgrade*.sql respectively. If you need them:

psql -f rtpostgis_upgrade.sql -d your_spatial_database
psql -f topology_upgrade.sql -d your_spatial_database
[Note]

If you can't find the postgis_upgrade*.sql specific for upgrading your version you are using a version too early for a soft upgrade and need to do a HARD UPGRADE.

The PostGIS_Full_Version function should inform you about the need to run this kind of upgrade using a "procs need upgrade" message.

2.10.1.2. Soft Upgrade von PostGIS 9.1+ mittels EXTENSIONS

If you originally installed PostGIS with extensions, then you need to upgrade using extensions as well. Doing a minor upgrade with extensions, is fairly painless.

ALTER EXTENSION postgis UPDATE TO "2.5.0dev";
ALTER EXTENSION postgis_topology UPDATE TO "2.5.0dev";

Falls eine Fehlermeldung angezeigt wird, unternehemen Sie bitte etwas ähnliches wie:

No migration path defined for ... to 2.5.0dev

Then you'll need to backup your database, create a fresh one as described in Section 2.5, “Eine Geodatenbank über EXTENSIONS anlegen” and then restore your backup ontop of this new database.

Falls Sie eine ähnliche Meldung wie folgt bekommen:

Version "2.5.0dev" of extension "postgis" is already installed

Then everything is already up to date and you can safely ignore it. UNLESS you're attempting to upgrade from an SVN version to the next (which doesn't get a new version number); in that case you can append "next" to the version string, and next time you'll need to drop the "next" suffix again:

ALTER EXTENSION postgis UPDATE TO "2.5.0devnext";
ALTER EXTENSION postgis_topology UPDATE TO "2.5.0devnext";
[Note]

If you installed PostGIS originally without a version specified, you can often skip the reinstallation of postgis extension before restoring since the backup just has CREATE EXTENSION postgis and thus picks up the newest latest version during restore.

2.10.2. Hard upgrade

By HARD UPGRADE we mean full dump/reload of postgis-enabled databases. You need a HARD UPGRADE when PostGIS objects' internal storage changes or when SOFT UPGRADE is not possible. The Release Notes appendix reports for each version whether you need a dump/reload (HARD UPGRADE) to upgrade.

The dump/reload process is assisted by the postgis_restore.pl script which takes care of skipping from the dump all definitions which belong to PostGIS (including old ones), allowing you to restore your schemas and data into a database with PostGIS installed without getting duplicate symbol errors or bringing forward deprecated objects.

Zusätzliche Anweisungen für Windows Benutzer sind unter Windows Hard upgrade verfügbar.

Die Vorgehensweise ist wie folgt:

  1. Create a "custom-format" dump of the database you want to upgrade (let's call it olddb) include binary blobs (-b) and verbose (-v) output. The user can be the owner of the db, need not be postgres super account.

    pg_dump -h localhost -p 5432 -U postgres -Fc -b -v -f "/somepath/olddb.backup" olddb
  2. Eine frische Installation von PostGIS in einer neuen Datenbank erstellen - wir verweisen auf diese Datenbank mit newdb. Anleitungen dazu finden Sie unter Section 2.6, “Ersellung einer Geodatenbank ohne Extensions” und Section 2.5, “Eine Geodatenbank über EXTENSIONS anlegen”.

    The spatial_ref_sys entries found in your dump will be restored, but they will not override existing ones in spatial_ref_sys. This is to ensure that fixes in the official set will be properly propagated to restored databases. If for any reason you really want your own overrides of standard entries just don't load the spatial_ref_sys.sql file when creating the new db.

    If your database is really old or you know you've been using long deprecated functions in your views and functions, you might need to load legacy.sql for all your functions and views etc. to properly come back. Only do this if _really_ needed. Consider upgrading your views and functions before dumping instead, if possible. The deprecated functions can be later removed by loading uninstall_legacy.sql.

  3. Restore your backup into your fresh newdb database using postgis_restore.pl. Unexpected errors, if any, will be printed to the standard error stream by psql. Keep a log of those.

    perl utils/postgis_restore.pl "/somepath/olddb.backup" | psql -h localhost -p 5432 -U postgres newdb 2
    > errors.txt

In folgenden Fällen können Fehler auftreten:

  1. Some of your views or functions make use of deprecated PostGIS objects. In order to fix this you may try loading legacy.sql script prior to restore or you'll have to restore to a version of PostGIS which still contains those objects and try a migration again after porting your code. If the legacy.sql way works for you, don't forget to fix your code to stop using deprecated functions and drop them loading uninstall_legacy.sql.

  2. Some custom records of spatial_ref_sys in dump file have an invalid SRID value. Valid SRID values are bigger than 0 and smaller than 999000. Values in the 999000.999999 range are reserved for internal use while values > 999999 can't be used at all. All your custom records with invalid SRIDs will be retained, with those > 999999 moved into the reserved range, but the spatial_ref_sys table would lose a check constraint guarding for that invariant to hold and possibly also its primary key ( when multiple invalid SRIDS get converted to the same reserved SRID value ).

    In order to fix this you should copy your custom SRS to a SRID with a valid value (maybe in the 910000..910999 range), convert all your tables to the new srid (see UpdateGeometrySRID), delete the invalid entry from spatial_ref_sys and re-construct the check(s) with:

    ALTER TABLE spatial_ref_sys ADD CONSTRAINT spatial_ref_sys_srid_check check (srid > 0 AND srid < 999000 );

    ALTER TABLE spatial_ref_sys ADD PRIMARY KEY(srid));

2.11. Übliche Probleme bei der Installation

Falls Ihre Installation/Upgrade nicht so verläuft wie erwartet, gibt es eine ganze Reihe von Dingen zu überprüfen.

  1. Check that you have installed PostgreSQL 9.3 or newer, and that you are compiling against the same version of the PostgreSQL source as the version of PostgreSQL that is running. Mix-ups can occur when your (Linux) distribution has already installed PostgreSQL, or you have otherwise installed PostgreSQL before and forgotten about it. PostGIS will only work with PostgreSQL 9.3 or newer, and strange, unexpected error messages will result if you use an older version. To check the version of PostgreSQL which is running, connect to the database using psql and run this query:

    SELECT version();

    Falls Sie eine RPM-basierte Distribution am Laufen haben, können Sie nach vorinstallierten Paketen mit dem Befehl rpm suchen: rpm -qa | grep postgresql

  2. Wenn das Upgrade schief geht, stellen Sie bitte sicher, dass PostGIS, in der Datenbank die Sie wiederherstellen wollen, installiert ist.

    SELECT postgis_full_version();

Überprüfen Sie bitte auch, ob "configure" den korrekten Speicherort und die korrekte Version von PostgreSQL, sowie der Bibliotheken Proj4 und GEOS gefunden hat.

  1. Die Ausgabe von configure wird verwendet, um die Datei postgis_config.h zu erstellen. Überprüfen Sie bitte, ob die Variablen POSTGIS_PGSQL_VERSION, POSTGIS_PROJ_VERSION und POSTGIS_GEOS_VERSION korrekt gesetzt sind.

2.12. Loader/Dumper

Der Loader und der Dumper werden automatisch, als Teil von PostGIS kompiliert und installiert. Um diese händisch zu kompilieren und zu installieren:

# cd postgis-2.5.0dev/loader
# make
# make install

Der Loader heisst shp2pgsql und konvertiert ESRI Shapefiles in SQL, das in PostGIS/PostgreSQL geladen werden kann. Der Dumper heisst pgsql2shp2 und kopiert PostGIS Tabellen (oder Abfragen) in ESRI Shapefiles. Für eine ausführlichere Beschreibung, siehe die Online Hilfe und das Handbuch.

Chapter 3. Häufige Fragen zu PostGIS

3.1. Wo kann ich Lernprogramme, Anleitungen und Seminare für die Arbeit mit PostGIS finden?
3.2. Meine Anwendungen und Arbeitsflächenwerkzeuge funktionierten mit PostGIS 1.5, nicht jedoch mit PostGIS 2.0. Wie kann ich dies beheben?
3.3. Wenn ich OpenStreetMap-Daten mit »osm2pgsql« lade, bekomme ich eine Fehlermeldung: »operator class "gist_geometry_ops" does not exist for access method "gist" Error occurred.« In PostGIS 1.5 klappte das gut.
3.4. Ich führe PostgreSQL 9.0 aus und kann Geometrien nicht länger in OpenJump, Safe FME und einigen anderen Werkzeugen lesen/schreiben.
3.5. Ich habe versucht, meine Geometriespalte mit PgAdmin anzusehen, aber sie ist leer. Was ist los?
3.6. Welche Art geometrischer Objekte kann ich speichern?
3.7. Ich bin ganz verwirrt. Welchen Datenspeicher soll ich verwenden, »geometry« oder »geography«?
3.8. Ich habe tiefergehende Fragen über »geography«, wie beispielsweise welche Größe einer geografischen Region kann ich in eine »geography«-Spalte stopfen und trotzdem noch vernünftige Antworten erhalten. Gibt es Beschränkungen wie Pole, etwas im Feld, das in eine Hemisphäre passen muss (wie bei SQL Server 2008), Geschwindigkeit etc.?
3.9. Wie füge ich ein GIS-Objekt in die Datenbank ein?
3.10. Wie erstelle ich eine räumliche Abfrage?
3.11. Wie kann ich räumliche Abfragen auf großen Tabellen beschleunigen?
3.12. Warum werden keine R-Baum-Indizes von PostgreSQL unterstützt?
3.13. Warum soll ich die Funktion AddGeometryColumn() und all das andere OpenGIS-Zeug verwenden?
3.14. Was ist der beste Weg, alle Objekte innerhalb eines Radius eines anderen Objekts zu finden?
3.15. Wie kann ich die Koordinaten-Rückprojektion als Teil einer Abfrage durchführen?
3.16. Ich führte ein ST_AsEWKT und ST_AsText auf meiner eher großen Geometrie aus und erhielt ein leeres Feld zurück. Was ist passiert?
3.17. Wenn ich ein ST_Intersects ausführe, sagt es, dass sich meine beiden Geometrien nicht überschneiden, obwohl ICH WEIẞ, DASS SIE DIES TUN. Was ist passiert?
3.18. Ich veröffentliche Software, die PostGIS verwendet. Bedeutet das, dass meine Software wie PostGIS unter der GPL lizenziert werden muss? Muss ich all meinen Code veröffentlichen, falls ich PostGIS benutze?

3.1.

Wo kann ich Lernprogramme, Anleitungen und Seminare für die Arbeit mit PostGIS finden?

OpenGeo hat ein schrittweises Lernprogramm Introduction to PostGIS. Es beinhaltet sowohl paketierte Daten als auch ein Einführung in das Arbeiten mit der OpenGeo-Suite. Es ist wahrscheinlich das beste Lernprogramm für PostGIS.

Außerdem hat BostonGIS ein PostGIS almost idiot's guide on getting started. Dieser ist eher für Windows-Benutzer gedacht.

3.2.

Meine Anwendungen und Arbeitsflächenwerkzeuge funktionierten mit PostGIS 1.5, nicht jedoch mit PostGIS 2.0. Wie kann ich dies beheben?

Viele überholte Funktionen wurden aus der Codebasis von PostGIS 2.0 entfernt. Dies betraf Anwendungen sowie Werkzeuge von Drittanbietern wie Geoserver, MapServer, QuantumGIS und OpenJump, um nur ein paar zu nennen. Es gibt mehrere Möglichkeiten dieses Problem zu lösen. Bei Anwendungen von Drittanbietern können Sie versuchen diese auf die neuste Version zu aktualisieren, bei der viele dieser Probleme bereits fixiert wurden. Ihren eigenen Code können Sie so ändern, dass er die überholten Funktionen nicht mehr benutzt. Die meisten dieser Funktionen sind Pseudonyme von ST_Union, ST_Length etc. ohne den Präfix "ST_". Als letzten Ausweg können Sie die gesamte legacy.sql oder die benötigten Teile davon ausführen.

Die Datei legacy.sql liegt im selben Verzeichnis wie »postgis.sql«. Sie können diese Datei nach der Installation von »postgis.sql« und »spatial_ref_sys.sql« installieren, um alle etwa 200 alten Funktionen zurückzubekommen, die entfernt wurden.

3.3.

Wenn ich OpenStreetMap-Daten mit »osm2pgsql« lade, bekomme ich eine Fehlermeldung: »operator class "gist_geometry_ops" does not exist for access method "gist" Error occurred.« In PostGIS 1.5 klappte das gut.

In PostGIS 2 wurde die Standardgeometrieoperatorklasse »gist_geometry_ops« in »gist_geometry_ops_2d« geändert und »gist_geometry_ops« wurde vollständig entfernt. Grund ist, dass PostGIS auch räumliche Nd-Indizes für 3D-Unterstützung einführt und der alte Name als verwirrend und fehlerhaft angesehen wurde.

Einige ältere Anwendungen, die als Teil des Prozesses Tabellen und Indizes erstellen, referenzieren explizit den Operatorklassennamen. Dies war unnötig, falls Sie den Standard-2D-Index wollten. Falls Sie dies also gut hinbekommen möchten, ändern Sie die Indexerstellung von:

SCHLECHT:

CREATE INDEX idx_my_table_geom ON my_table USING gist(geom gist_geometry_ops);

in GUT:

CREATE INDEX idx_my_table_geom ON my_table USING gist(geom);

Der einzige Fall, in dem Sie die Operatorklasse angeben MÜSSEN, ist, wenn Sie einen räumlichen 3D-Index wie folgt möchten:

CREATE INDEX idx_my_super3d_geom ON my_super3d USING gist(geom gist_geometry_ops_nd);

Falls Sie unglücklicherweise kompilierten Code, den Sie nicht mehr ändern können, am Hals haben und bei dem , bei dem altes »gist_geometry_ops« hart codiert ist, können Sie die alte Klasse mittels des in PostGIS 2.0.2+ paketierten legacy_gist.sql erstellen. Falls Sie jedoch diese Fehlerbehebung verwenden, wird Ihnen dringend empfohlen, zu einem späteren Zeitpunkt den Index zu löschen und ihn ohne die Operatorklasse neu zu erstellen. Dies wird Ihnen in der Zukunft, wenn Sie erneut ein Upgrade durchführen, Kummer ersparen.

3.4.

Ich führe PostgreSQL 9.0 aus und kann Geometrien nicht länger in OpenJump, Safe FME und einigen anderen Werkzeugen lesen/schreiben.

In PostgreSQL 9.0+ wurde die Standardcodierung für »bytea«-Daten in hexadezimal geändert und ältere JDBC-Treiber gehen immer noch vom Escape-Format aus. Dies beeinflusste einige Anwendungen wie Java-Programme, die ältere JDBC-Treiber benutzen oder .NET-Anwendungen, die ältere »npgsql«-Treiber verwenden, die das frühere Verhalten von ST_AsBinary erwarten. Es gibt zwei Herangehensweisen, dies wieder zum Laufen zu bringen.

Sie können Ihren JDBC-Treiber auf die neuste PostgreSQL-9.0-Version aktualisieren. Diese erhalten Sie unter http://jdbc.postgresql.org/download.html.

Falls Sie eine .NET-Anwendung ausführen, können Sie Npgsql 2.0.11 oder neuer verwenden. Dies können Sie von http://pgfoundry.org/frs/?group_id=1000140, wie im Blog-Eintrag von Francisco Figueiredo zur Veröffentlichung von NpgSQL 2.0.11 beschrieben, herunterladen.

Falls das Aktualisieren Ihres PostgreSQL-Treibers nicht in Frage kommt, können Sie die Voreinstellung mit der folgenden Änderung auf das vorherige Verhalten zurücksetzen:

ALTER DATABASE mypostgisdb SET bytea_output='escape';

3.5.

Ich habe versucht, meine Geometriespalte mit PgAdmin anzusehen, aber sie ist leer. Was ist los?

PgAdmin zeigt bei großen Geometrien nichts an. Was ist der beste Weg, um zu prüfen, ob sich in Ihren Geometriespalten Daten befinden?

-- Diese Abfrage gibt keine Datenbankeinträge zurück, falls alle Geometriefelder ausgefüllt sind
SELECT somefield FROM mytable WHERE geom IS NULL;
-- Um nur mitzuteilen, wie groß Ihre Geometrie ist, führen Sie eine Abfrage in der folgenden Form aus.
-- Sie wird Ihnen die Höchstzahl von Punkten mitteilen, die Sie in Ihren Geometriespalten haben.
SELECT MAX(ST_NPoints(geom)) FROM sometable;

3.6.

Welche Art geometrischer Objekte kann ich speichern?

Sie können Punkte, Linien, Polygone, Objekte aus mehreren Punkten, Linien und Polygonen, sowie Geometriesammlungen speichern. In PostGIS 2.0 und höher können Sie auch TINs und Polyederoberflächen im Basistyp »geometry« speichern. Diese werden im »Well-known Text«-Open-GIS-Textformat (mit XYZ-, XYM- und XYZM-Erweiterungen) angegeben. Derzeit werden drei Datentypen unterstützt: Der Standard-OGC-Datentyp »geometry«, der für die Messung ein flaches Koordinatensystem verwendet, der Datentyp »geography«, der ein geodätisches Koordinatensystem benutzt (nicht OGC, aber Sie finden einen ähnlichen Typ in Microsoft SQL Server 2008+). Nur WGS 84 long lat (SRID:4326) wird vom Datentyp »geography« unterstützt. Das neuste Familienmitglied der räumlichen PostGIS-Typenfamilie ist »raster« zum Speichern und Analysieren von Rasterdaten. »raster« hat seine eigene FAQ. Weitere Einzelheiten finden Sie unter Chapter 10, Häufige Fragen zu PostGIS Raster und Chapter 9, Raster Referenz.

3.7.

Ich bin ganz verwirrt. Welchen Datenspeicher soll ich verwenden, »geometry« oder »geography«?

Kurze Antwort: »geography« ist ein neuer Datentyp, der große Bereiche von Distanzvermessungen unterstützt, die meisten Berechnungen damit sind derzeit langsamer als bei »geometry«. Falls Sie »geography« benutzen, müssen Sie nicht viel über flache Koordinatensysteme lernen. »geography« ist im Allgemeinen am besten, falls alles, was Sie interessiert, das Vermessen von Entfernungen und Längen ist und Sie Daten von überall in der Welt haben. Der Datentyp »geometry« ist ein alter Datentyp, den viel mehr Funktionen unterstützen, der eine größere Unterstützung von Werkzeugen Dritter genießt und mit dem Transaktionen generell schneller sind, manchmal um bis zum Zehnfachen schneller für große Geometrien. »geometry« ist die beste Wahl, wenn Sie sich in räumlichen Bezugssystemen sicher fühlen oder Sie mit lokalisierten Daten umgehen, bei denen alle Ihre Daten in ein einziges räumliches Bezugssystem (spatial reference system/SRID) passen oder falls Sie eine große Menge räumlicher Daten verarbeiten wollen. Hinweis: Es ist ziemlich einfach, einmalige Umwandlungen zwischen den zwei Typen vorzunehmen, um von den Vorteilen beider zu profitieren. Was derzeit unterstützt wird und was nicht, erfahren Sie unter Section 14.11, “PostGIS Function Support Matrix”.

Lange Antwort: Eine ausführlichere Erörterung finden Sie unter Section 4.2.2, “Wann sollte man den GEOGRAPHY Datentyp dem GEOMETRY Datentyp vorziehen” und function type matrix.

3.8.

Ich habe tiefergehende Fragen über »geography«, wie beispielsweise welche Größe einer geografischen Region kann ich in eine »geography«-Spalte stopfen und trotzdem noch vernünftige Antworten erhalten. Gibt es Beschränkungen wie Pole, etwas im Feld, das in eine Hemisphäre passen muss (wie bei SQL Server 2008), Geschwindigkeit etc.?

Ihre Fragen sind zu tiefgehend und komplex, um in diesem Abschnitt angemessen beantwortet werden zu können. Bitte lesen Sie unsere Section 4.2.3, “Fortgeschrittene FAQ's zum GEOGRAPHY Datentyp”.

3.9.

Wie füge ich ein GIS-Objekt in die Datenbank ein?

Zuerst müssen Sie eine Tabelle mit einer Spalte des Typs »geometry« oder »geography« erstellen, die Ihre GIS-Daten bereithält. Das Speichern des Datentyps »geography« unterscheidet sich etwas vom Speichern des Datentyps »geometry«. Einzelheiten über das Speichern von »geography« finden Sie unter Section 4.2.1, “Geograpie Grundlagen”.

Für »geometry«: Verbinden Sie Ihre Datenbank mit psql und probieren Sie folgenden SQL-Befehl:

CREATE TABLE gtest ( gid serial primary key, name varchar(20)
        , geom geometry(LINESTRING) );

Falls die Definition der Spalte »geometry« fehlschlägt, haben Sie wahrscheinlich die PostGIS-Funktionen und -Objekte nicht in Ihre Datenbank geladen oder Sie verwenden eine Version von PostGIS vor 2.0. Siehe Section 2.4, “Kompilation und Installation mittels Quellcode: Detaillierte Beschreibung”.

Dann können Sie mittels eines SQL-INSERT-Befehls eine Geometrie in Ihre Tabelle einfügen. Das GIS-Objekt selbst ist mit dem Format »well-known-text« des OpenGIS-Konsortiums formatiert:

INSERT INTO gtest (ID, NAME, GEOM)
VALUES (
  1,
  'First Geometry',
  ST_GeomFromText('LINESTRING(2 3,4 5,6 5,7 8)')
);

Mehr Informationen über weitere GIS-Objekte finden Sie in der Objektreferenz.

So sehen Sie sich Ihre GIS-Daten in der Tabelle an:

SELECT id, name, ST_AsText(geom) AS geom FROM gtest;

Der Rückgabewert sollte etwa so aussehen:

id | name           | geom
----+----------------+-----------------------------
  1 | First Geometry | LINESTRING(2 3,4 5,6 5,7 8)
(1 row)

3.10.

Wie erstelle ich eine räumliche Abfrage?

Auf die gleiche Weise, wie alle anderen Datenbankabfragen erstellt werden, als Kombination von Rückgabewerten, Funktionen und booleschen Tests.

Es gibt bei räumlichen Abfragen zwei Aspekte, die Sie beim Erstellen Ihrer Abfrage im Hinterkopf behalten sollten: Es gibt einen räumlichen Index, von dem Sie Gebrauch machen können, und führen Sie aufwendige Berechnungen auf einer großen Zahl von Geometrien durch?

Im Allgemeinen werden Sie den »Überschneidungsoperator« (&&) benutzen wollen, der prüft, ob sich die Hüllquader der Objekte überschneiden. Der Hauptnutzen des &&-Operators besteht darin, dass er, falls ein räumlicher Index zum Beschleunigen des Tests verfügbar ist, Gebrauch davon macht. Dies kann Abfragen sehr stark beschleunigen.

Sie werden auch von räumlichen Funktionen wie Distance(), ST_Intersects(), ST_Contains() und ST_Within() Gebrauch machen, um die Ergebnisse Ihrer Suche einzugrenzen. Die meisten räumlichen Abfragen enthalten sowohl einen indizierten als auch einen räumlichen Funktionstest. Der Indextest begrenzt die Auswahl von Tupeln auf nur diejenigen Tupel, die die Bedingung, die von Interesse ist, treffen könnten. Die räumlichen Funktionen werden dann verwendet, um die Bedingung genau zu prüfen.

SELECT id, the_geom
FROM thetable
WHERE
  ST_Contains(the_geom,'POLYGON((0 0, 0 10, 10 10, 10 0, 0 0))');

3.11.

Wie kann ich räumliche Abfragen auf großen Tabellen beschleunigen?

Schnelle Abfragen großer Tabellen sind die Daseinsberechtigung räumlicher Datenbanken (neben der Unterstützung von Transaktionen). Daher ist es wichtig, über einen guten Index zu verfügen.

Um einen räumlichen Index für eine Tablle mit einer geometry-Spalte zu erstellen, benutzen Sie die Funktion »CREATE INDEX« wie folgt:

CREATE INDEX [indexname] ON [tabellenname] USING GIST ( [geometry_spalte] );

Die Option »USING GIST« teilt dem Server mit, dass er einen GiST-Index (Generalized Search Tree/Verallgemeinerter Suchbaum) verwenden soll.

[Note]

Es wird von GiST-Indizes angenommen, dass sie verlustbehaftet sind. Verlustbehaftete Indizes verwenden ein Ersatzobjekt (im Fall räumlicher Objekte einen Hüllquader), um einen Index zu erstellen.

Sie sollten außerdem sicherstellen, dass das PostgreSQL-Abfrageplanungsprogramm ausreichende Informationen über Ihren Index hat, um vernünftige Entscheidungen treffen zu können, wann er benutzt wird. Zu diesem Zweck müssen Sie für Ihre Geometrietabellen »Statistiken erstellen«.

Unter PostgeSQL 8.0.x und neuer führen Sie einfach den Befehl VACUUM ANALYZE aus.

Unter PostgreSQL 7.4.x und älter führen Sie den Befehl SELECT UPDATE_GEOMETRY_STATS() aus.

3.12.

Warum werden keine R-Baum-Indizes von PostgreSQL unterstützt?

Ältere Versionen von PostGIS verwendeten die PostgreSQL-R-Baum-Indizes. PostgreSQL-R-Bäume wurden jedoch seit Version 0.6 komplett ausrangiert und räumliche Indizierung wird mit dem Schema »R-Tree-over-GiST« bereitgestellt.

Unsere Tests haben gezeigt, dass die Suchgeschwindigkeit für native R-Bäume und GiST vergleichbar ist. Native PostgreSQL-R-Bäume haben zwei Einschränkungen, wegen der sie für den Gebrauch mit GIS-Objekten unerwünscht sind (beachten Sie, dass diese Einschränkungen aufgrund der Implementierung nativer PostgreSQL-R-Bäume und nicht wegen des Konzepts der R-Bäume im Allgemeinen bestehen):

  • R-Baum-Indizes können in PostgreSQL nicht mit Objekten umgehen, die größer als 8k sind. GiST-Indizes können dies mittels des »verlustbehafteten« Tricks, das Objekt selbst durch seinen Hüllquader zu ersetzen.

  • R-Baum-Indizes sind in PostgreSQL nicht »nullsicher«, daher wird das Bilden eines Index auf einer »geometry«-Spalte, die Null-Geometrien enthält, scheitern.

3.13.

Warum soll ich die Funktion AddGeometryColumn() und all das andere OpenGIS-Zeug verwenden?

Falls Sie keine OpenGIS-Hilfsfunktionen nutzen möchten, müssen Sie dies nicht. Erstellen Sie einfach Ihre Tabellen in älteren Versionen, indem Sie Ihre »geometry«-Spalten im CREATE-Befehl erstellen. Alle Ihre Geometrien werden SRIDs von -1 haben und die OpenGIS-Metadatentabellen werden nicht ordentlich gefüllt. Dies wird jedoch die meistenAnwendungen, die auf PostGIS basieren, zum Abstürzen bringen und es wird generell empfohlen, dass Sie zum Erstellen von »geometry«-Tabellen AddGeometryColumn() verwenden.

MapServer ist eine dieser Anwendungen, die Gebrauch von geometry_columns-Metadaten machen. Insbesondere kann MapServer die SRID der »geometry«-Spalte nutzen, um direkt eine Rückprojektion von Objekten in die korrekte Abbildungsprojektion vorzunehmen.

3.14.

Was ist der beste Weg, alle Objekte innerhalb eines Radius eines anderen Objekts zu finden?

Um die Datenbank möglichst effizient zu nutzen, ist es am besten Radiusabfragen zu verwenden. Diese kombinieren den Radiustest mit einem Hüllquadertest: Der Hüllquadertest benutzt den räumlichen Index, der schnellen Zugriff auf eine Untermenge von Daten gewährt, auf die dann der Radiustest angewendet wird.

Die Funktion ST_DWithin(geometry, geometry, distance) ist eine praktische Art, eine Entfernungssuche per Index durchzuführen. Dazu wird ein Suchrechteck erstellt, das groß genug ist, um den Entfernungsradius einzuschließen. Dann wird in der indizitierten Untermenge der Ergebnisse die genaue Entfernung gesucht.

Um zum Beispiel alle Objekte mit 100 Metern Entfernung zu POINT(1000 1000) zu finden, wäre die folgende Abfrage gut geeignet:

SELECT * FROM geotable
WHERE ST_DWithin(geocolumn, 'POINT(1000 1000)', 100.0);

3.15.

Wie kann ich die Koordinaten-Rückprojektion als Teil einer Abfrage durchführen?

Um eine Rückprojektion durchzuführen, müssen sowohl die Quell- als auch die Zielkoordinatensysteme in einer SPATIAL_REF_SYS-Tabelle definiert sein und und die SRIDs der Geometrien, die rückprojiziert werden, müssen bereits gesetzt sein. Sobald dies erledigt ist, ist die Rückprojektion so einfach wie Bezug auf die gewünschte Ziel-SRID zu nehmen. Nachfolgend wird eine Geometrie auf »NAD 83 long lat« projiziert. Das Folgende funktioniert nur, falls die SRID der Geometrie nicht -1 ist (keine undefinierte räumliche Referenz).

SELECT ST_Transform(die_geometrie,4269) FROM geometrietabelle;

3.16.

Ich führte ein ST_AsEWKT und ST_AsText auf meiner eher großen Geometrie aus und erhielt ein leeres Feld zurück. Was ist passiert?

Sie verwenden vermutlich PgAdmin oder irgendein anderes Werkzeug, das keine großen Texte ausgibt. Falls Ihre Geometrie groß genug ist, wird sie in diesen Werkzeugen leer erscheinen. Falls Sie sie wirklich sehen oder in WKT ausgeben möchten, verwenden Sie PSQL.

--zum Prüfen, ob die Anzahl der Geometrien wirklich leer ist
                                SELECT count(gid) FROM geotable WHERE the_geom IS NULL;

3.17.

Wenn ich ein ST_Intersects ausführe, sagt es, dass sich meine beiden Geometrien nicht überschneiden, obwohl ICH WEIẞ, DASS SIE DIES TUN. Was ist passiert?

Im Allgemeinen kommt das in zwei Fällen vor. Ihre Geometrie ist ungültig – prüfen Sie dies mit ST_IsValid oder Sie gehen davon aus, dass sie sich überschneiden, da ST_AsText die Zahlen rundet und Sie viele Dezimalstellen dahinter haben, die Ihnen nicht angezeigt werden.

3.18.

Ich veröffentliche Software, die PostGIS verwendet. Bedeutet das, dass meine Software wie PostGIS unter der GPL lizenziert werden muss? Muss ich all meinen Code veröffentlichen, falls ich PostGIS benutze?

Höchstwahrscheinlich nicht. Oracle-Datenbanken laufen zum Beispiel unter Linux. Linux steht unter der GPL, Oracles Datenbank nicht. Muss Oracles Datenbank, die unter Linux läuft, unter der GPL verteilt werden? Nein. In ähnlicher Weise kann Ihre Software die PostgreSQL/PostGIS Datenbank soviel nutzen wie sie will, und kann unter irgendeiner, von Ihnen gewünschten Lizenz vorliegen.

Die einzige Ausnahme wäre, wenn Sie Veränderungen am PostGIS-Quellcode vorgenommen hätten und die veränderte Version verteilen würden. In diesem Fall müssten Sie den Code Ihres veränderten PostGIS freigeben (aber nicht den Code von Anwendungen, die darauf laufen). Sogar in diesem begrenzten Fall müssten Sie nur den Quellcode an Leute verteilen, denen Sie Binärcode weitergegeben haben. Die GPL verlangt nicht, dass Sie Ihren Quellcode veröffentlichen, nur dass Sie ihn mit Leuten teilen, denen Sie Binärcode geben.

Die oberen Angaben treffen auch zu, wenn Sie PostGIS in Verbindung mit den optionalen CGAL-aktivierten Funktionen nutzen. Teile von CGAL liegen unter GPL vor, so wie bereits das gesamte PostGIS: die Verwendung von CGAL macht PostGIS nicht mehr GPL als es bereits von vornherein ist.

Chapter 4. PostGIS Anwendung: Datenmanagement und Abfragen

4.1. GIS Objekte

Die GIS Objekte, die von PostGIS unterstützt werden, sind eine Obermenge der durch das OpenGIS Consortium (OGC) festgelegten "Simple Features". Ab der Version 0.9 unterstützt PostGIS sämtliche Objekte und Funktionen, die in der OGC "Simple Features for SQL" Spezifikation normiert sind.

PostGIS hat den Standard um die Unterstützung für 3DZ-, 3DM -und 4D-Koordinaten erweitert.

4.1.1. OpenGIS WKB und WKT

Die OpenGIS Spezifikation standardisiert zwei Möglichkeiten um Geoobjekte darzustellen: die Well-known-Text (WKT) und die Well-Known-Binary (WKB) Darstellung. Sowohl WKT als auch WKB enthalten Information über den Objekttyp und die Koordinaten, die das Objekt bilden.

Beispiele für die Textdarstellung (WKT) von Geoobjekten:

  • POINT(0 0)

  • LINESTRING(0 0,1 1,1 2)

  • POLYGON((0 0,4 0,4 4,0 4,0 0),(1 1, 2 1, 2 2, 1 2,1 1))

  • MULTIPOINT((0 0),(1 2))

  • MULTILINESTRING((0 0,1 1,1 2),(2 3,3 2,5 4))

  • MULTIPOLYGON(((0 0,4 0,4 4,0 4,0 0),(1 1,2 1,2 2,1 2,1 1)), ((-1 -1,-1 -2,-2 -2,-2 -1,-1 -1)))

  • GEOMETRYCOLLECTION(POINT(2 3),LINESTRING(2 3,3 4))

Die OpenGIS Spezifikation verlangt auch, dass das der Identifikator des Koordinatenreferenzsystem (SRID) im internen Format der Geoobjekte mit abgespeichert ist.

Für die Ein- und Ausgabe dieser Formate stehen die folgenden Schnittstellen zur Verfügung

bytea WKB = ST_AsBinary(geometry);
text WKT = ST_AsText(geometry);
geometry = ST_GeomFromWKB(bytea WKB, SRID);
geometry = ST_GeometryFromText(text WKT, SRID);

Eine gültige Einfügeanweisung, um ein räumliches OGC-Objekt zu erzeugen und einzufügen, wäre:

INSERT INTO geotable ( the_geom, the_name )
  VALUES ( ST_GeomFromText('POINT(-126.4 45.32)', 312), 'A Place');

4.1.2. PostGIS EWKB, EWKT und Normalformen/kanonische Formen

Das OGC Format unterstützt nur 2D-Geometrien, und die dazugehörige SRID ist *niemals* in den Eingabe/Ausgabe-Darstellungen eingebettet.

Zur Zeit sind die erweiterten Formate von PostGIS eine Obermenge von den OGC-Formaten (jeder gültige WKT/WKB ist auch ein gültiger EWKT/EWKB). Dies kann sich in der Zukunft allerdings ändern, insbesondere dann, wenn OGC ein neues Format einführt, welches mit diesen Erweiterungen im Widerspruch steht. Daher sollten SIE sich BITTE NICHT auf diese Eigenschaft verlassen!

PostGIS EWKB/EWKT fügt die Unterstützung von 3DM-,3DZ-,4D-Koordinaten mit eingebetteter SRID Information hinzu.

Beispiele für die Textdarstellung (EWKT) von erweiterten Geoobjekten:

  • POINT(0 0 0) -- XYZ

  • SRID=32632;POINT(0 0) -- XY mit SRID

  • POINTM(0 0 0) -- XYM

  • POINT(0 0 0 0) -- XYZM

  • SRID=4326;MULTIPOINTM(0 0 0,1 2 1) -- XYM mit SRID

  • MULTILINESTRING((0 0 0,1 1 0,1 2 1),(2 3 1,3 2 1,5 4 1))

  • POLYGON((0 0 0,4 0 0,4 4 0,0 4 0,0 0 0),(1 1 0,2 1 0,2 2 0,1 2 0,1 1 0))

  • MULTIPOLYGON(((0 0 0,4 0 0,4 4 0,0 4 0,0 0 0),(1 1 0,2 1 0,2 2 0,1 2 0,1 1 0)),((-1 -1 0,-1 -2 0,-2 -2 0,-2 -1 0,-1 -1 0)))

  • GEOMETRYCOLLECTIONM( POINTM(2 3 9), LINESTRINGM(2 3 4, 3 4 5) )

  • MULTICURVE( (0 0, 5 5), CIRCULARSTRING(4 0, 4 4, 8 4) )

  • POLYHEDRALSURFACE( ((0 0 0, 0 0 1, 0 1 1, 0 1 0, 0 0 0)), ((0 0 0, 0 1 0, 1 1 0, 1 0 0, 0 0 0)), ((0 0 0, 1 0 0, 1 0 1, 0 0 1, 0 0 0)), ((1 1 0, 1 1 1, 1 0 1, 1 0 0, 1 1 0)), ((0 1 0, 0 1 1, 1 1 1, 1 1 0, 0 1 0)), ((0 0 1, 1 0 1, 1 1 1, 0 1 1, 0 0 1)) )

  • TRIANGLE ((0 0, 0 9, 9 0, 0 0))

  • TIN( ((0 0 0, 0 0 1, 0 1 0, 0 0 0)), ((0 0 0, 0 1 0, 1 1 0, 0 0 0)) )

Für die Ein- und Ausgabe dieser Formate stehen die folgenden Schnittstellen zur Verfügung

bytea EWKB = ST_AsEWKB(geometry);
text EWKT = ST_AsEWKT(geometry);
geometry = ST_GeomFromEWKB(bytea EWKB);
geometry = ST_GeomFromEWKT(text EWKT);

Zum Beispiel würde eine gültige Eingabeanweisung, um räumliche PostGIS Objekte zu erzeugen und einzufügen, wie folgt lauten:

INSERT INTO geotable ( the_geom, the_name )
  VALUES ( ST_GeomFromEWKT('SRID=312;POINTM(-126.4 45.32 15)'), 'A Place' )

Die "kanonische Form" eines PostgreSQL Datentyps ist jene Darstellung die man mit einer einfachen Abfrage (ohne Funktionsaufruf) erhält und bei der sichergestellt ist, dass sie von einem einfachen INSERT, UPDATE oder COPY angenommen wird. Beim geometrischen Datentyp von PostGIS sind dies:

- Ausgabe
  - binary: EWKB
        ascii: HEXEWKB (EWKB in hex form)
- Eingabe
  - binary: EWKB
        ascii: HEXEWKB|EWKT 

Zum Beispiel liest die folgende Anweisung EWKT ein und gibt HEXEWKB in Normalform aus:

=# SELECT 'SRID=4;POINT(0 0)'::geometry;

geometry
----------------------------------------------------
01010000200400000000000000000000000000000000000000
(1 row)

4.1.3. SQL-MM Part 3

Die "SQL Multimedia Applications Spatial" Spezifikation erweitert die SQL Spezifikation für Simple Features indem es eine Reihe von kreisförmig interpolierten Kurven definiert.

Die Definitionen in SQL-MM schließen 3DM-, 3DZ- und 4D-Koordinaten ein, erlauben allerdings nicht das Einbinden von Information über SRID.

Die Erweiterungen zur Well-known-Text-Darstellung werden zur Zeit noch nicht zur Gänze unterstützt. Im Folgenden werden Beispiele für einige einfache gekrümmte Geometrien gezeigt:

  • CIRCULARSTRING(0 0, 1 1, 1 0)

    CIRCULARSTRING(0 0, 4 0, 4 4, 0 4, 0 0)

    The CIRCULARSTRING is the basic curve type, similar to a LINESTRING in the linear world. A single segment required three points, the start and end points (first and third) and any other point on the arc. The exception to this is for a closed circle, where the start and end points are the same. In this case the second point MUST be the center of the arc, ie the opposite side of the circle. To chain arcs together, the last point of the previous arc becomes the first point of the next arc, just like in LINESTRING. This means that a valid circular string must have an odd number of points greater than 1.

  • COMPOUNDCURVE(CIRCULARSTRING(0 0, 1 1, 1 0),(1 0, 0 1))

    Eine zusammengesetzte Kurve ist eine einzelne, durchgängige Kurve, die sowohl gekrümmte (kreisförmige) als auch gerade Segmente aufweist. Dies bedeutet, daß die Komponenten nicht nur wohlgeformt sein müssen, sondern auch der Endpunkt einer jeden Komponente (außer der letzten) mit dem Anfangspunkt der nachfolgenden Komponente zusammenfallen muss.

  • CURVEPOLYGON(CIRCULARSTRING(0 0, 4 0, 4 4, 0 4, 0 0),(1 1, 3 3, 3 1, 1 1))

    Beispiel einer zusammengesetzten Kurve in einem Kurvenpolygon: CURVEPOLYGON(COMPOUNDCURVE(CIRCULARSTRING(0 0,2 0, 2 1, 2 3, 4 3),(4 3, 4 5, 1 4, 0 0)), CIRCULARSTRING(1.7 1, 1.4 0.4, 1.6 0.4, 1.6 0.5, 1.7 1) )

    Ein CurvePolygon hat, genau wie ein Polygon, einen äußeren Ring und keinen oder mehrere innere Ringe. Der Unterschied liegt darin, dass ein Ring aus Kreisbögen, Geraden oder zusammengesetzten Strecken bestehen kann.

    Ab PostGIS 1.4 werden zusammengesetzte Kurven/CompoundCurve in einem Kurvenpolygon/CurvePolygon unterstützt.

  • MULTICURVE((0 0, 5 5),CIRCULARSTRING(4 0, 4 4, 8 4))

    Eine MultiCurve ist eine Sammelgeometrie von Kurven, welche aus Geraden, Kreisabschnitte oder zusammengesetzten Abschnitten bestehen kann.

  • MULTISURFACE(CURVEPOLYGON(CIRCULARSTRING(0 0, 4 0, 4 4, 0 4, 0 0),(1 1, 3 3, 3 1, 1 1)),((10 10, 14 12, 11 10, 10 10),(11 11, 11.5 11, 11 11.5, 11 11)))

    Dies ist eine Sammelgeometrie von Oberflächen, welche (lineare) Polygone oder Kurvenpolygone sein können.

[Note]

Vorgängerversionen von PostGIS 1.4 hatten keine Unterstützung für zusammengesetzte Kurven in einem Kurvenpolygon. Ab PostGIS 1.4 werden zusammengesetzte Kurven in einem Kurvenpolygon unterstützt.

[Note]

Alle Gleitpunkt Vergleiche der SQL-MM Implementierung werden mit einer bestimmten Toleranz ausgeführt, zurzeit 1E-8.

4.2. PostGIS geographischer Datentyp

Der geographische Datentyp bietet native Unterstützung für Geoobjekte die durch "geographische" Koordinaten (manchmal auch als "geodätische" Koordinaten, "Länge/Breite" oder "Breite/Länge" bezeichnet) festgelegt sind. Geographische Koordinaten sind Kugelkoordinaten, die durch Winkel (in Grad) angegeben werden.

Der geometrische Datentyp von PostGIS beruht auf der Ebene. Die kürzeste Entfernung zwischen zwei Punkten einer Ebene entspricht einer Gerade. Das bedeutet, dass geometrische Berechnungen (wie Flächen, Distanzen, Längen, Schnittpunkte, etc.) im kartesischen Koordinatensystem mit geradlinigen Vektoren ausgeführt werden können.

Der geographische Datentyp von PostGIS beruht auf einer Kugel. Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten auf einer Kugeloberfläche ist ein Bogenteil eines Großkreises. D.h., dass Berechnungen auf geographische Datentypen (wie Flächen, Distanzen, Längen, Schnittpunkte, etc.) auf der Kugeloberfläche mit einer komplexeren Mathematik durchgeführt werden müssen. Für genauere Messungen müssen die Berechnungen das Rotationsellipsoid der Erde in Betracht ziehen, wodurch die Mathematik so richtig kompliziert wird.

Da die zugrunde liegende Mathematik wesentlich schwieriger ist, gibt es weniger Funktionen für den geographischen Datentyp, als für den geometrischen Datentyp. Mit der Zeit werden neue Algorithmen hinugefügt und die Möglichkeiten des geographischen Datentyps erweitert werden.

Eine Beschränkung ist, dass nur das geodätische WGS 84 (SRID:4326) unterstützt wird. Es verwendet einen geographischen Datentyp, der Geograpy genannt wird. Keine der GEOS Funktionen unterstützt diesen neuen Datentyp. Als provisorische Lösung kann man zwischen den geometrischen und den geographischen Datentypen hin- und herkonvertieren.

Der neue geographische Datentyp verwendet die Typmod-Formatangabe von PostgreSQL 8.3+, sodass eine Tabelle mit einem geographischen Attribut in einem einzigen Schritt erstellt werden kann. Es werden alle Formate des OGC-Standards unterstützt, mit Ausnahme von Kurven.

4.2.1. Geograpie Grundlagen

Der geographische Datentyp unterstützt nur die einfachsten "Simple Features". Daten vom geometrischen Datentyp, welche eine SRID von 4326 aufweisen, werden implizit in den geographischen Datentyp umgewandelt. Sie können Daten auch entsprechend der EWKT- und EWKB-Konvention einfügen.

  • POINT: Erzeugung einer Tabelle mit 2D-Punktgeometrie:

    CREATE TABLE testgeog(gid serial PRIMARY KEY, the_geog geography(POINT,4326) );

    Erstellung einer Tabelle für Punkte mit Z-Koordinaten

    CREATE TABLE testgeog(gid serial PRIMARY KEY, the_geog geography(POINTZ,4326) );
  • LINESTRING

  • POLYGON

  • MULTIPOINT

  • MULTILINESTRING

  • MULTIPOLYGON

  • GEOMETRYCOLLECTION

Die neuen geographischen Attribute werden nicht in geometry_columns registriert. Sie werden in dem neuen View" geography_columns" registriert. Da dies ist ein View auf den Systemkatalog ist, wird er automatisch auf dem letzten Stand gehalten und es wird keine Funktion ähnlich wie AddGeom... benötigt.

Nun überprüfen Sie bitte ob Ihre Tabelle in der gespeicherten Abfrage "geography_columns" aufscheint.

Eine neue Tabelle mit einer Spalte vom Typ Geometrie kann mit der Syntax CREATE TABLE erstellt werden. Anders als bei der GEOMETRY muss kein eigener AddGeometryColumns() Arbeitsgang ausgeführt werden, um die Spalte in den Metadaten zu registrieren.

CREATE TABLE global_points (
    id SERIAL PRIMARY KEY,
    name VARCHAR(64),
    location GEOGRAPHY(POINT,4326)
  );

Beachten Sie bitte, dass die Spalte "location" den geographischen Datentyp verwendet und dieser zwei optionale Modifikatoren unterstützt: Einen Typmodifikator, der die geometrische Form und die Dimension der Geometriespalte festlegt; ein Modifikator für SRID, der den Identifikator für das Koordinatenreferenzsystem auf eine bestimmte Zahl einschränkt.

Für den Typmodifikator sind folgende Werte erlaubt: POINT, LINESTRING, POLYGON, MULTIPOINT, MULTILINESTRING, MULTIPOLYGON. Der Modifikator unterstützt auch Einschränkungen der Dimensionalität durch Nachsilben: Z, M und ZM. So erlaubt zum Beispiel ein Modifikator mit dem Wert 'LINESTRINGM' nur die Eingabe von Linienzügen mit drei Dimensionen, wobei die dritte Dimension als Kilometrierung/measure behandelt wird. Ebenso verlangt 'POINTZM' die Eingabe von vierdimensionalen Daten.

Der Modifikator für SRID ist zurzeit nur von beschränktem Nutzen, da nur 4326 (WGS84) als Eingabewert erlaubt ist. Wenn Sie keine SRID angeben, so wird der Wert auf 0 (undefiniertes Referenzellipsoid) gesetzt, wobei sämtliche Berechnungen jedenfalls in WGS84 ausgeführt werden.

In der Zukunft werden weitere SRID's eingeführt und Berechnungen auf andere Referenzellipsoide als WGS84 ermöglicht werden.

Sobald Sie Ihre Tabelle erstellt haben, können Sie diese in der Tabelle "geography_columns" sehen:

-- Metadaten abfragen
SELECT * FROM geography_columns;

Sie können Daten auf dieselbe Art und Weise in die Tabelle einfügen wie Sie dies bei einer Geometriespalte tun würden:

-- Ein paar Daten in die Testtabelle einfügen
INSERT INTO global_points (name, location) VALUES ('Town', ST_GeographyFromText('SRID=4326;POINT(-110 30)') );
INSERT INTO global_points (name, location) VALUES ('Forest', ST_GeographyFromText('SRID=4326;POINT(-109 29)') );
INSERT INTO global_points (name, location) VALUES ('London', ST_GeographyFromText('SRID=4326;POINT(0 49)') );

Die Erstellung eines Index funktioniert gleich wie beim Datentyp GEOMETRY. PostGIS erkennt, dass es sich um den Datentyp GEOGRAPHY handelt und erzeugt einen entsprechenden, auf einer Kugeloberfläche basierenden Index anstelle des üblichen planaren Index, der für den Datentyp GEOMETRY verwendet wird.

-- Einen sphärischen Index auf die Testtabelle legen
  CREATE INDEX global_points_gix ON global_points USING GIST ( location );

Anfrage und Messfunktionen verwenden die Einheit Meter. Daher sollten Entfernungsparameter in Metern ausgedrückt werden und die Rückgabewerte sollten ebenfalls in Meter (oder Quadratmeter für Flächen) erwartet werden.

-- Eine Distanzabfrage; Beachten Sie bitte, dass London ausserhalb der 1000km Toleranz liegt
  SELECT name FROM global_points WHERE ST_DWithin(location, ST_GeographyFromText('SRID=4326;POINT(-110 29)'), 1000000);

Sie können die Mächtigkeit von GEOGRAPHY erleben, indem Sie berechnen, wie nahe ein Flugzeug, das von Seattle nach London (LINESTRING(-122.33 47.606, 0.0 51.5)) fliegt, an Reykjavik (POINT(-21.96 64.15)) vorbeikommt.

-- Die Entfernung mittels GEOGRAPHY ausrechnen (122.2km)
  SELECT ST_Distance('LINESTRING(-122.33 47.606, 0.0 51.5)'::geography, 'POINT(-21.96 64.15)':: geography);

-- Die Entfernung mittels GEOMETRIE ausrechnen (13.3 "degrees")
  SELECT ST_Distance('LINESTRING(-122.33 47.606, 0.0 51.5)'::geometry, 'POINT(-21.96 64.15)':: geometry);

Mit dem Datentyp GEOGRAPHY wird die wahre, kürzeste Entfernung auf der Kugeloberfläche zwischen Reykjavik und der Flugstrecke entlang des Großkreises von Seattle nach London errechnet.

Great Circle mapper Beim geometrischen Datentyp wird die Entfernung sinnloserweise in einem kartesischen Koordinatensystem zwischen Reykjavik und einer Geraden von Seattle nach London errechnet und auf einer ebenen Weltkarte angezeigt. Dem Namen nach mag das Ergebnis in der Einheit "Grad" angegeben sein, da es aber in keiner Weise irgendeinem wahren Winkel zwischen den Punkten entspricht, ist sogar die Verwendung der Bezeichnung "Grad" falsch.

4.2.2. Wann sollte man den GEOGRAPHY Datentyp dem GEOMETRY Datentyp vorziehen

Der neue GEOGRAPHY Datentyp ermöglicht es, die Koordinaten in Form von Länge und Breite zu speichern. Allerdings mit dem Nachteil, dass für den GEOGRAPHY Datentyp weniger Funktionen als für den GEOMETRY Datentyp vorhanden sind und diese auch mehr CPU-Zeit beanspruchen.

Welchen Datentyp Sie wählen sollte aufgrund der zu erwartene Flächenausdehnung ihrer Anwendung festgelegt werden. Erstrecken sich Ihre Daten über den gesamten Globus oder über eine große kontinentale Fläche, oder sind sie auf einen Staat, ein Land oder eine Gemeinde beschränkt.

  • Wenn sich Ihre Daten in einem kleinen Bereich befinden, werden Sie vermutlich eine passende Projektion wählen und den geometrischen Datentyp verwenden, da dies in Bezug auf die Rechenleistung und die verfügbare Funktionalität die bessere Lösung ist.

  • Wenn Ihre Daten global sind oder einen ganzen Kontinent bedecken, ermöglicht es der geographische Datentyp ein System aufzubauen, bei dem Sie sich nicht um Projektionsdetails kümmern müssen. Sie speichern die Daten als Länge und Breite und verwenden dann jene Funktionen die für den geographischen Datentyp definiert sind.

  • Wenn Sie keine Ahnung von Projektionen haben, sich nicht näher damit beschäftigen wollen und die Einschränkungen der verfügbaren Funktionalität für den geographischen Datentyp in Kauf nehmen können, ist es vermutlich einfacher für Sie den geographischen anstatt des geometrischen Datentyps zu verwenden.

Für einen Vergleich, welche Funktionalität von Geography vs. Geometry unterstützt wird, siehe Section 14.11, “PostGIS Function Support Matrix”. Für eine kurze Liste mit der Beschreibung der geographischen Funktionen, siehe Section 14.4, “PostGIS Geography Support Functions”

4.2.3. Fortgeschrittene FAQ's zum GEOGRAPHY Datentyp

4.2.3.1. Werden die Berechnungen auf einer Kugel oder auf einem Rotationsellipsoid durchgeführt?
4.2.3.2. Wie schaut das mit der Datumsgrenze und den Polen aus?
4.2.3.3. Wie lang kann ein Bogen sein, damit er noch verarbeitet werden kann?
4.2.3.4. Warum dauert es so lange, die Fläche von Europa / Russland /irgendeiner anderen großen geographischen Region zu berechnen ?

4.2.3.1.

Werden die Berechnungen auf einer Kugel oder auf einem Rotationsellipsoid durchgeführt?

Standardmäßig werden alle Entfernungs- und Flächenberechnungen auf dem Referenzellipsoid ausgeführt. Das Ergebnis der Berechnung sollte in lokalen Gebieten gut mit dem planaren Ergebnis zusammenpasst - eine gut gewählte lokale Projektion vorausgesetzt. Bei größeren Gebieten ist die Berechnung über das Referenzellipsoid genauer als irgendeine Berechnung die auf der projizierten Ebene ausgeführt wird.

Alle geographischen Funktionen verfügen über eine Option um die Berechnung auf einer Kugel durchzuführen. Dies erreicht man, indem der letzte boolesche Eingabewert auf 'FALSE' gesetzt wird. Dies beschleunigt die Berechnung einigermaßen, insbesondere wenn die Geometrie sehr einfach gestaltet ist.

4.2.3.2.

Wie schaut das mit der Datumsgrenze und den Polen aus?

Alle diese Berechnungen wissen weder über Datumsgrenzen noch über Pole Bescheid. Da es sich um sphärische Koordinaten handelt (Länge und Breite), unterscheidet sich ist eine Geometrie die eine Datumsgrenze überschreitet vom Gesichtspunkt der Berechnung her durch nichts von irgendeiner anderen Geometrie.

4.2.3.3.

Wie lang kann ein Bogen sein, damit er noch verarbeitet werden kann?

Wir verwenden Großkreisbögen als "Interpolationslinie" zwischen zwei Punkten. Das bedeutet, dass es für den Join zwischen zwei Punkten zwei Möglichkeiten gibt, je nachdem, aus welcher Richtung man den Großkreises überquert. Unser gesamter Code setzt voraus, dass die Punkte von der "kürzeren" der beiden Strecken her durch den Großkreis verbunden werden. Als Konsequenz wird eine Geometrie, welche Bögen von mehr als 180 Grad aufweist nicht korrekt modelliert.

4.2.3.4.

Warum dauert es so lange, die Fläche von Europa / Russland /irgendeiner anderen großen geographischen Region zu berechnen ?

Weil das Polygon so verdammt groß ist! Große Flächen sind aus zwei Gründen schlecht: ihre Begrenzung ist riesig, wodurch der Index dazu tendiert das Geoobjekt herauszuholen, egal wie Sie die Anfrage ausführen; die Anzahl der Knoten ist riesig, und Tests (wie ST_Distance, ST_Contains) müssen alle Knoten zumindest einmal, manchmal sogar N-mal durchlaufen (wobei N die Anzahl der Knoten im beteiligten Geoobjekt bezeichnet).

Wenn es sich um sehr große Polygone handelt, die Abfragen aber nur in kleinen Gebieten stattfinden, empfehlen wir wie beim geometrischen Datentyp, dass Sie die Geometrie in kleinere Stücke "denormalisieren". Dadurch kann der Index effiziente Unterabfragen auf Teile des Geoobjekts ausführen, da eine Abfrage nicht jedesmal das gesamte Geoobjekt herausholen muss. Nur weil Sie ganz Europa in einem Polygon speichern *können* heißt das nicht, dass Sie dies auch tun *sollten*.

4.3. Verwendung von OGC-Standards

Die OpenGIS "Simple Features Specification for SQL" standardisert die Datentypen von Geoobjekten, die Funktionen die benötigt werden um diese zu verarbeiten, sowie die Metadatentabellen. Um sicherzustellen, dass die Metadaten konsistent bleiben, werden Vorgänge wie das Erstellen oder das Löschen einer Geometriespalte, durch dafür eigens von OpenGIS festgelegten Prozeduren ausgeführt.

Es gibt zwei OpenGIS Metadatentabellen: SPATIAL_REF_SYS und GEOMETRY_COLUMNS. Die SPATIAL_REF_SYS Tabelle enthält die numerischen Identifikatoren und textlichen Beschreibungen der in der Datenbank verwendeten Koordinatensysteme.

4.3.1. Die SPATIAL_REF_SYS Tabelle und Koordinatenreferenzsysteme

Die Tabelle "spatial_ref_sys" ist eine mit PostGIS kommende und OGC-konforme Datenbanktabelle, die über 3000 bekannte Koordinatenreferenzsysteme enthält, sowie Details zur Koordinatentransformation zwischen diesen.

Obwohl in der PostGIS Tabelle "spatial_ref_sys" über 3000 der gebräuchlichsten Koordinatenreferenzsysteme definiert sind, die mit der Bibliothek "Proj4" gehandhabt werden können, enthält sie nicht alle bekannten Projektionen. Sie können auch ihre eigenen Projektionen in der Tabelle definieren, falls Sie mit den Konstrukten von "Proj4" vertraut sind. Sie sollten nicht außer Acht lassen, dass die meisten Koordinatenreferenzsysteme regional sind und außerhalb des vorgesehenen Bereichs keinen Sinn haben.

Eine hervorragende Quelle zum Auffinden von Koordinatenreferenzsystemen, welche nicht in der Grundmenge enthalten sind, ist http://spatialreference.org/

Einige der häufiger eingesetzten Koordinatenreferenzsysteme sind: 4326 - WGS 84 Long Lat, 4269 - NAD 83 Long Lat, 3395 - WGS 84 World Mercator, 2163 - US National Atlas Equal Area, Koordinatenreferenzsysteme für jede NAD 83, WGS 84 und UTM Zone - UTM Zonen sind ideal für Messungen, decken aber nur 6 Grad breite, vertikale Zonen ab.

Verschiedenste Koordinatenreferenzsysteme "US State Plane" (auf Meter und Fuß basierend) - üblicherweise 2 pro US Staat. Die meisten auf Meter basierten befinden sich in der Grundmenge, aber viele der auf Fuß basierten, oder von ESRI erzeugten müssen von spatialreference.org heruntergeladen werden.

Genauere Angaben zur Ermittlung der UTM Zone für ein bestimmtes Gebiet finden Sie unter utmzone PostGIS plpgsql helper function.

Die SPATIAL_REF_SYS Tabelle ist folgendermaßen definiert:

CREATE TABLE spatial_ref_sys (
  srid       INTEGER NOT NULL PRIMARY KEY,
  auth_name  VARCHAR(256),
  auth_srid  INTEGER,
  srtext     VARCHAR(2048),
  proj4text  VARCHAR(2048)
)

Die SPATIAL_REF_SYS Spalten folgendermaßen:

SRID

Ein ganzzahliger Wert, der das Koordinatenreferenzsystem (SRS) innerhalb der Datenbank eindeutig ausweist.

AUTH_NAME

Der Name des Standards oder der Normungsorganisation unte dem dieses Koordinatenreferenzsystem zitiert wird. Zum Beispiel ist "EPSG" ein gültiger AUTH_NAME.

AUTH_SRID

Die von der in AUTH_NAME zitierten Quelle festgelegte ID des Koordinatenreferenzsystems. Im Falle von EPSG ist dies der EPSG Projektionscode.

SRTEXT

Die Well-Known-Text Darstellung des Koordinatenreferenzsystems. Ein Beispiel dazu:

PROJCS["NAD83 / UTM Zone 10N",
  GEOGCS["NAD83",
        DATUM["North_American_Datum_1983",
          SPHEROID["GRS 1980",6378137,298.257222101]
        ],
        PRIMEM["Greenwich",0],
        UNIT["degree",0.0174532925199433]
  ],
  PROJECTION["Transverse_Mercator"],
  PARAMETER["latitude_of_origin",0],
  PARAMETER["central_meridian",-123],
  PARAMETER["scale_factor",0.9996],
  PARAMETER["false_easting",500000],
  PARAMETER["false_northing",0],
  UNIT["metre",1]
]

Für eine Auflistung der EPSG Projektionscodes und deren entsprechende WKT Darstellung siehe http://www.opengeospatial.org/. Eine allgemeine Erläuterung zu WKT finden Sie in der OpenGIS "Coordinate Transformation Services Implementation Specification" unter http://www.opengeospatial.org/standards. Information zur European Petroleum Survey Group (EPSG) und deren Datenbank über Koordinatenreferenzsysteme finden Sie unter http://www.epsg.org.

PROJ4TEXT

PostGIS verwendet die Bibliothek "Proj4" zur Koordinatentransformation. Die Spalte PROJ4TEXT enthält eine Proj4 Zeichenfolge mit der Definition des Koordinatensystems für eine bestimmte SRID. Zum Beispiel:

+proj=utm +zone=10 +ellps=clrk66 +datum=NAD27 +units=m

Weiterführende Information finden Sie auf der Proj4 Webseite unter http://trac.osgeo.org/proj/. Die Datei spatial_ref_sys.sql enthält sowohl SRTEXT als auch PROJ4TEXT Definitionen aller EPSG Projektionen.

4.3.2. Die gespeicherte Abfrage GEOMETRY_COLUMNS

In Vorgängerversionen von PostGIS 2.0.0 war "geometry_columns" als Tabelle angelegt, die direkt editiert werden konnte und manchmal asynchron zur aktuellen Definition der Geometriespalte wurde. In PostGIS 2.0.0 wurde GEOMETRY_COLUMNS zu einem View, der nach aussen hin dieselbe Struktur wie die Tabelle der Vorgängerversionen aufweist, die Information jedoch aus dem Systemkatalog der Datenbank holt. Der View ist folgendermaßen aufgebaut:

\d geometry_columns
View "public.geometry_columns"
      Column       |          Type          | Modifiers
-------------------+------------------------+-----------
 f_table_catalog   | character varying(256) |
 f_table_schema    | character varying(256) |
 f_table_name      | character varying(256) |
 f_geometry_column | character varying(256) |
 coord_dimension   | integer                |
 srid              | integer                |
 type              | character varying(30)  |

Die Bedeutung der Attribute hat sich seit den Vorgängerversionen nicht geändert:

F_TABLE_CATALOG, F_TABLE_SCHEMA, F_TABLE_NAME

Der vollständige Name der Tabelle welche die Geometriespalte enthält. Die Bezeichnungen "catalog" und "schema" sind Oracle-isch. Es gibt keine Entsprechung in PostgreSQL für "catalog", weshalb diese Spalte leer bleibt - für "schema" wird der Name des Schemas in PostgreSQL verwendet (standardmäßig public).

F_GEOMETRY_COLUMN

Der Name der Geometriespalte in der Feature-Tabelle.

COORD_DIMENSION

Die räumliche Dimension (2-, 3- oder 4-dimensional) der Geometriespalte.

SRID

Der Identifikator des Koordinatenreferenzsystems, welches für die Geometrie in dieser Tabelle verwendet wird. Dieser ist ein Fremdschlüssel der sich auf die Tabelle SPATIAL_REF_SYS bezieht.

TYPE

Der Datentyp des Geoobjekts. Um die räumliche Spalte auf einen einzelnen Datentyp zu beschränken, benutzen Sie bitte: POINT, LINESTRING, POLYGON, MULTIPOINT, MULTILINESTRING, MULTIPOLYGON, GEOMETRYCOLLECTION oder die entsprechenden XYM Versionen POINTM, LINESTRINGM, POLYGONM, MULTIPOINTM, MULTILINESTRINGM, MULTIPOLYGONM und GEOMETRYCOLLECTIONM. Für uneinheitliche Kollektionen (gemischete Datentypen) können Sie den Datentyp "GEOMETRY" verwenden.

[Note]

Dieses Attribut gehört (wahrscheinlich) nicht zur OpenGIS Spezifikation, wird aber benötigt um homogene Datentypen zu gewährleisten.

4.3.3. Erstellung einer räumlichen Tabelle

Die Erzeugung einer Tabelle mit spatialen Daten kann in einem Schritt ausgeführt werden. Dies wird im folgende Beispiel demonstriert, welches eine Straßentabelle mit einer geometrischen Spalte für 2D Linienzüge in WGS84 Länge/Breite erzeugt

CREATE TABLE ROADS ( ID int4
                , ROAD_NAME varchar(25), geom geometry(LINESTRING,4326) );

Wir können zusätzliche Spalten hinzufügen, indem wir den normalen ALTER TABLE Befehl verwenden. Wir zeigen dies im nächsten Beispiel, wo wir einen 3D-Linienzug hinzufügen.

ALTER TABLE roads ADD COLUMN geom2 geometry(LINESTRINGZ,4326);

Aus Gründen der Abwärtskompatibilität können Sie eine räumliche Tabelle immer noch in zwei Schritten mit den Management Funktionen erstellen.

  • Erstellen Sie zuerst eine normale, nicht-räumliche Tabelle.

    Zum Beispiel: CREATE TABLE ROADS ( ID int4, ROAD_NAME varchar(25) )

  • Eine räumliche Spalte zu einer Tabelle mit der OpenGIS Funktion "AddGeometryColumn" hinzufügen. Siehe AddGeometryColumn für weitere Details.

    Die Syntax lautet:

    AddGeometryColumn(
      <schema_name>,
      <table_name>,
      <column_name>,
      <srid>,
      <type>,
      <dimension>
    )

    Oder, im aktuellen Schema:

    AddGeometryColumn(
      <table_name>,
      <column_name>,
      <srid>,
      <type>,
      <dimension>
    )

    Beispiel1: SELECT AddGeometryColumn('public', 'roads', 'geom', 423, 'LINESTRING', 2)

    Beispiel2: SELECT AddGeometryColumn( 'roads', 'geom', 423, 'LINESTRING', 2)

Ein SQL-Beispiel das eine Tabelle erzeugt und eine räumliche Spalte hinzufügt (die Existenz einer SRID von 128 vorausgesetzt):

CREATE TABLE parks (
  park_id    INTEGER,
  park_name  VARCHAR,
  park_date  DATE,
  park_type  VARCHAR
);
SELECT AddGeometryColumn('parks', 'park_geom', 128, 'MULTIPOLYGON', 2 );

Ein anderes Beispiel, welches den allgemeinen "geometry" Datentyp und die unbestimmte SRID, mit dem Wert 0, verwendet:

CREATE TABLE roads (
  road_id INTEGER,
  road_name VARCHAR
);
SELECT AddGeometryColumn( 'roads', 'roads_geom', 0, 'GEOMETRY', 3 );

4.3.4. Geometrische Spalten in "geometry_columns" händisch registrieren

Der Ansatz mit AddGeometryColumn() erzeugt eine Geometriespalte mit einem bestimmten Datentyp. Dieser Datentyp und die geometrische Dimension können über den View geometry_columns abgefragt werden. Ab PostGIS 2.0.0 werden sämtliche Geometriespalten automatisch registriert und "geometry_columns" kann nicht mehr editiert werden.

Wenn Ihre Geometriespalten in einer Tabelle oder einem View generisch erstellt wurden und keine Constraints zugewiesen haben, so werden diese in dem View "geometry_columns" zwar aufgelistet, haben aber keine Dimension, keinen Datentyp und keine SRID.

Zwei Fälle bei denen dies passieren kann und wo Sie die Funktion "AddGeometryColumn" nicht verwenden können sind SQL-Views und Masseninserts. Beim Fall von Masseninserts können Sie die Registrierung in der Tabelle "geometry_columns" korrigieren, indem Sie auf die Spalte einen CONSTRAINT setzen oder ein "ALTER TABLE" durchführen. Ab PostGIS 2.0, falls Ihre Spalte Typmod basiert ist, geschieht die Registrierung beim Erstellungsprozess auf korrekte Weise, so dass Sie hier nichts tun müssen. Auch Views, bei denen keine räumliche Funktion auf die Geometrie angewendet wird, werden auf gleiche Weise wie die Geometrie der zugrunde liegenden Tabelle registriert.

--Angenommen Sie erzeugen folgende gespeicherte Abfrage
CREATE VIEW  public.vwmytablemercator AS
        SELECT gid, ST_Transform(geom,3395) As geom, f_name
        FROM public.mytable;

-- Um diese in PostGIS 2.0+ richtig zu registrieren
-- benötigt es eine Typumwandlung der Geometrie
--
DROP VIEW public.vwmytablemercator;
CREATE VIEW  public.vwmytablemercator AS
        SELECT gid, ST_Transform(geom,3395)::geometry(Geometry, 3395) As geom, f_name
        FROM public.mytable;

-- Wenn Sie sicher sind, das es sich bei der Geometrie um ein 2D-Polygon handelt, können Sie folgendes tun
DROP VIEW public.vwmytablemercator;
CREATE VIEW  public.vwmytablemercator AS
        SELECT gid, ST_Transform(geom,3395)::geometry(Polygon, 3395) As geom, f_name
        FROM public.mytable;
--Angenommen Sie haben eine abgeleitete Tabelle über ein Masseninsert erzeugt
SELECT poi.gid, poi.geom, citybounds.city_name
INTO myschema.my_special_pois
FROM poi INNER JOIN citybounds ON ST_Intersects(citybounds.geom, poi.geom);

--Einen 2D Index auf die neue Tabelle legen
CREATE INDEX idx_myschema_myspecialpois_geom_gist
  ON myschema.my_special_pois USING gist(geom);

-- Falls Ihre Punkte 3D-Punkte oder 3M-Punkte sind,
-- können Sie einen ND-Index anstatt eines 2D-Indexes erstellen
-- das geht so:
CREATE INDEX my_special_pois_geom_gist_nd
        ON my_special_pois USING gist(geom gist_geometry_ops_nd);

-- Um die Geometriespalte der neuen Tabelle in geometry_columns händisch zu registrieren
-- Beachten Sie bitte, dass dieser Ansatz sowohl für PostGIS2.0+ als auch für PostGIS 1.4+ funktioniert
-- Bei PostGIS 2.0+ wird dabei auch die zugrundeliegende Struktur der Tabelle geändert
-- um die Spalte Typmod basiert zu machen.
-- Bei Vorgängerversionen von PostGIS 2.0, kann diese Methode auch verwendet werden, um Views zu registrieren
SELECT populate_geometry_columns('myschema.my_special_pois'::regclass);

-- Wenn Sie PostGIS 2.0 verwenden und aus welchem Grund auch immer
-- das alte Verhalten mit auf CONSTRAINTs basierender Definition benötigen
-- (wie im Fall von vererbten Tabellen bei denen nicht alle Kindtabellen denselben Datentyp und dieselbe SRID aufweisen)
-- das neue optionale Argument "use_typmod" auf FALSE setzen
SELECT populate_geometry_columns('myschema.my_special_pois'::regclass, false); 

Obwohl die alte auf CONSTRAINTs basierte Methode immer noch unterstützt wird, wird eine auf Constraints basierende Geometriespalte, die direkt in einem View verwendet wird, nicht korrekt in geometry_columns registriert. Eine Typmod basierte wird korrekt registriert. Im folgenden Beispiel definieren wir eine Spalte mit Typmod und eine andere mit Constraints.

CREATE TABLE pois_ny(gid SERIAL PRIMARY KEY
   , poi_name text, cat varchar(20)
   , geom geometry(POINT,4326) );
SELECT AddGeometryColumn('pois_ny', 'geom_2160', 2160, 'POINT', 2, false);

In psql:

\d pois_ny;

Wir sehen, das diese Spalten unterschiedlich definiert sind -- eine mittels Typmodifizierer, eine nutzt einen Constraint

Table "public.pois_ny"
  Column   |         Type          |                       Modifiers

-----------+-----------------------+------------------------------------------------------
 gid       | integer               | not null default nextval('pois_ny_gid_seq'::regclass)
 poi_name  | text                  |
 cat       | character varying(20) |
 geom      | geometry(Point,4326)  |
 geom_2160 | geometry              |
Indexes:
    "pois_ny_pkey" PRIMARY KEY, btree (gid)
Check constraints:
    "enforce_dims_geom_2160" CHECK (st_ndims(geom_2160) = 2)
    "enforce_geotype_geom_2160" CHECK (geometrytype(geom_2160) = 'POINT'::text
        OR geom_2160 IS NULL)
    "enforce_srid_geom_2160" CHECK (st_srid(geom_2160) = 2160)

Beide registrieren sich korrekt in "geometry_columns"

SELECT f_table_name, f_geometry_column, srid, type
        FROM geometry_columns
        WHERE f_table_name = 'pois_ny';
f_table_name | f_geometry_column | srid | type
-------------+-------------------+------+-------
pois_ny      | geom              | 4326 | POINT
pois_ny      | geom_2160         | 2160 | POINT

Jedoch -- wenn wir einen View auf die folgende Weise erstellen

CREATE VIEW vw_pois_ny_parks AS
SELECT *
  FROM pois_ny
  WHERE cat='park';

SELECT f_table_name, f_geometry_column, srid, type
        FROM geometry_columns
        WHERE f_table_name = 'vw_pois_ny_parks';

Die Typmod basierte geometrische Spalte eines View registriert sich korrekt, die auf Constraint basierende nicht.

f_table_name   | f_geometry_column | srid |   type
------------------+-------------------+------+----------
 vw_pois_ny_parks | geom              | 4326 | POINT
 vw_pois_ny_parks | geom_2160         |    0 | GEOMETRY

Dies kann sich bei zukünftigen Versionen von PostGIS ändern, vorerst müssen Sie aber folgendes ausführen, um die auf Constraint basierende Spalte eines View korrekt zu registrieren:

DROP VIEW vw_pois_ny_parks;
CREATE VIEW vw_pois_ny_parks AS
SELECT gid, poi_name, cat
  , geom
  , geom_2160::geometry(POINT,2160) As geom_2160
  FROM pois_ny
  WHERE cat='park';
SELECT f_table_name, f_geometry_column, srid, type
        FROM geometry_columns
        WHERE f_table_name = 'vw_pois_ny_parks';
f_table_name   | f_geometry_column | srid | type
------------------+-------------------+------+-------
 vw_pois_ny_parks | geom              | 4326 | POINT
 vw_pois_ny_parks | geom_2160         | 2160 | POINT

4.3.5. Wahrung der OGC-Konformität von Geometrien

PostGIS ist mit den Open Geospatial Consortium (OGC) OpenGIS Spezifikationen konform. Daher setzen viele PostGIS Methoden voraus, dass die Geometrien mit denen sie rechnen sowohl "Simple" als auch "Valid" sind . Zum Beispiel hat es keinen Sinn, die Fläche eines Polygons zu berechnen, das eine Insel aufweist die ausserhalb des Polygons festgelegt ist, oder ein Polygon aus einer Begrenzungslinie zu konstruieren, welche nicht "simple" ist.

Entsprechend der OGC Spezifikationen ist eine simple/einfache Geometrie eine solche, die sich nicht selbst überschneidet oder berührt und bezieht sich in erster Linie auf 0- und 1-dimensionale Geometrien (insbesondere [MULTI]POINT, [MULTI]LINESTRING). Andererseits bezieht sich die Validität/Gültigkeit einer Geometrie hauptsächlich auf 2-dimensionale Geometrien (insbesondere [MULTI]POLYGON) und definiert die Menge an Aussagen, welche ein valides/gültiges Polygon auszeichnen. Die Beschreibung einer jeden geometrischen Klasse schließt bestimmte Bedingungen mit ein, welche die Simplizität und Validität von Geometrien näher beschreiben.

Da ein POINT ein 0-dimensionales geometrisches Objekt ist, ist er von vornherein simple.

MULTIPOINTs sind simple, if no two coordinates wenn sich nicht zwei Koordinate (POINTs) decken (identische Koordinatenpaare).

Ein LINESTRING ist simple, wenn er nicht zweimal durch denselben POINT geht (ausgenommen bei Endpunkten, wo dieser als linearer Ring benannt wird und zusätzlich als geschlossen angesehen wird).

(a)

(b)

(c)

(d)

(a) und (c) sind simple LINESTRINGs, (b) und (d) nicht.

Ein MULTILINESTRING ist nur dann simple, wenn alle seine Elemente "simple" sind und die einzigen Überschneidungen zwischen zwei Elementen nur an jenen POINTs auftreten, die an den Begrenzungen der beiden Elemente liegen.

(e)

(f)

(g)

(e) und (f) sind simple MULTILINESTRINGs, (g) nicht.

Definitionsgemäß ist ein POLYGON immer simple. Es ist valid, wenn sich keine zwei Ringe an der Begrenzung (bestehend aus einem äußeren Ring und inneren Ringen) kreuzen. Die Begrenzung eines POLYGONs darf an einem POINT schneiden, allerdings nur als Tangente (insbesondere nicht an einer Linie). Ein POLYGON darf keine Schnittlinien oder "Spikes" aufweisen und die inneren Ringe müssen zur Gänze im äußeren Ring enthalten sein.

(h)

(i)

(j)

(k)

(l)

(m)

(h) und (i) sind valide POLYGONe, (j-m) können nicht als einzelne POLYGONe dargestellt werden, aber (j) und (m) können als ein valides MULTIPOLYGON dargestellt werden.

Ein MULTIPOLYGON ist dann und nur dann valide, wenn alle seine Elemente valide sind und sich das Innere zweier Elemente nicht überschneidet. Die Begrenzungen zweier Elemente können sich berühren, allerdings nur an einer endlichen Anzahl von POINTs.

(n)

(o)

(p)

(n) und (o) sind keine validen MULTIPOLYGONe. Hingegen ist (p) valid.

Die meisten der von der GEOS Bibliothek implementierten Funktionen beruhen auf der Annahme, dass Ihre Geometrien entsprechend der OpenGIS Simple Feature Spezifikation, valide sind. Um die Simplizität und Validität von Geometrien festzustellen, können Sie ST_IsSimple() und ST_IsValid() verwenden.

-- Üblicherweise hat es keinen Sinn lineare Geometrien
-- auf Validität zu überprüfen, da immer TRUE zurückgegeben wird.
-- Aber in diesem Beispiel erweitert PostGIS die OGC Definition von IsValid
-- indem es FALSE zurückgibt, wenn ein LineString weniger als 2 *eindeutige* Stützpunkte aufweist.
gisdb=# SELECT
   ST_IsValid('LINESTRING(0 0, 1 1)'),
   ST_IsValid('LINESTRING(0 0, 0 0, 0 0)');

 st_isvalid | st_isvalid
------------+-----------
      t     |     f

Standardmäßig überprüft PostGIS eine Geometrieeingabe nicht auf Validität, da Validitätstests von komplexen Geometrien, insbesondere Polygonen, viel CPU Zeit beanspruchen. Fall Sie Ihren Datenquellen nicht trauen, können Sie eine Überprüfung Ihrer Tabellen durch eine "Check Constraint"/Prüfbeschränkung erzwingen:

ALTER TABLE mytable
  ADD CONSTRAINT geometry_valid_check
        CHECK (ST_IsValid(the_geom));

Falls Sie irgendwelche seltsamen Fehlermeldungen, wie "GEOS Intersection() threw an error!" oder "JTS Intersection() threw an error!", erhalten, obwohl sie eine PostGIS Funktion mit validen Eingabegemetrien aufgerufen haben, ist es wahrscheinlich dass Sie einen Fehler in PostGIS oder einer von PostGIS verwendeten Bibliothek gefunden haben. In diesem Fall sollten Sie das PostGIS Entwicklerteam kontaktieren. Dasselbe gilt, wenn eine PostGIS Funktion auf eine valide Eingabegeometrie eine invalide Geometrie zurückgibt.

[Note]

Eine streng konforme OGC-Geometrie hat keine Z- oder M-Werte. Die Funktion ST_IsValid() betrachtet höhere geometrische Dimensionen nicht als invalide! Aufrufe von AddGeometryColumn() fügen eine Check-Constraint für die geometrische Dimension hinzu, weshalb es hier ausreicht 2 anzugeben.

4.3.6. DE-9IM-Matrix (DE-9IM)

Manchmal kommt es vor, dass die typischen räumlichen Aussagen (ST_Contains, ST_Crosses, ST_Intersects, ST_Touches, ...) an sich nicht ausreichen, um den verlangten räumlichen Filter auf geeignete Weise zu liefern.

Betrachten Sie zum Beispiel einen linearen Datensatz, der ein Straßennetz darstellt. Es kann sein, dass ein GIS-Analyst die Aufgabe hat, alle Straßenabschnitte herauszufinden, die sich gegenseitig nicht an einem Punkt sondern entlang einer Linie kreuzen, da dies möglicherweise irgendeiner Unternehmensvorschrift wiederspricht. In diesem Fall liefert ST_Crosses nicht den passenden räumlichen Filter, da bei linearen Geoobjekten nur dann TRUE zurückgeben wird wenn sie sich an einem Punkt kreuzen.

Eine zweistufige Lösung kann sein, dass man zuerst die eigentliche Verschneidung (ST_Intersection) von Straßenabschnittspaaren die sich räumlich überschneiden (ST_Intersects) ausführt, und anschließend den ST_GeometryType der Verschneidung mit 'LINESTRING' vergleicht (vermutlich muss man sich mit Fällen auseinandersetzen die GEOMETRYCOLLECTIONs von [MULTI]POINTs, [MULTI]LINESTRINGs, etc. zurückgeben).

Eine elegantere/schnellere Lösung wäre sicherlich wünschenswert.

Ein zweites [theoretisches] Beispiel wäre, dass ein GIS-Analyst versucht alle Anlegestellen oder Kais welche die Begrenzung eines Sees entlang einer Linie überschneiden und bei denen nur ein Ende der Anlegestelle an der Küste liegt. Anders ausgedrückt, wo ein Kai im, aber nicht zur Gänze im See liegt, da er den See entlang einer Linie schneidet und seine Endpunkte sowohl zur Gänze in und auf der Begrenzung des Sees liegen. Dazu kann es nötig sein, dass der Analyst eine Kombination von Aussagen ausführen muss, um die gesuchten Geoobjekte herauszufiltern:

Somit stürzen wir uns auf die DE-9IM-Matrix, oder kurz DE-9IM

4.3.6.1. Theorie

Entsprechend der OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL, "Der grundlegende Ansatz um zwei Geometrien zu vergleichen, besteht in einer paarweisen Überprüfung des Inneren, der Begrenzung und des Äusseren zweier Geometrien und der Einstufung der Beziehung zwischen den zwei Geometrien an Hand den Einträgen in die resultierende 'Verschneidungs'-Matrix." [frei übersetzt]

Boundary

Die Begrenzung einer Geometrie ist die geometrische Grundmenge der nächst kleineren Dimension. Bei POINTs, die die Dimension 0 haben ist die Begrenzung die leere Menge. Die Begrenzung eines LINESTRINGs sind die zwei Endpunkte. Bei POLYGONen entspricht die Begrenzung jenen Linien, die die äußeren und inneren Ringe zusammensetzen.

Interior

Die Innenseite/interior einer Geometrie besteht aus jenen Punkten einer Geometrie, die zurückbleiben, wenn die Außenbegrenzung/boundary entfernt wird. Bei POINTs ist die Innenseite der POINT selbst. Die Innenseite eines LINESTRINGs ist die Menge der echten Punkte zwischen den Endpunkten. Bei POLYGONen entspricht die Innenseite der Fläche innerhalb des Polygons.

Exterior

Die Außenseite/exterior einer Geometrie ist durch die Grundgesamtheit gegeben. Das ist jene Fläche, die nicht auf der Innenseite/interior oder auf der Begrenzung der Geometrie liegt.

Gegeben sei die Geometrie a, wobei I(a), B(a), und E(a) das Innere/Interior, die Begrenzung/Boundary und dasÄussere/Exterior von a sind; die mathematische Formulierung der Matrix lautet:

 InteriorBoundaryExterior
Interiordim( I(a) ∩ I(b) )dim( I(a) ∩ B(b) )dim( I(a) ∩ E(b) )
Boundarydim( B(a) ∩ I(b) )dim( B(a) ∩ B(b) )dim( B(a) ∩ E(b) )
Exteriordim( E(a) ∩ I(b) )dim( E(a) ∩ B(b) )dim( E(a) ∩ E(b) )

Wobei dim(a), so wie von ST_Dimension festgelegt, die Dimension von a ist, aber zu der Domäne von {0,1,2,T,F,*} gehört.

  • 0 => point

  • 1 => line

  • 2 => area

  • T => {0,1,2}

  • F => Leere Menge

  • * => braucht nicht zu kümmern

Bildlich schaut dies für zwei überlappende Polygongeometrien folgendermaßen aus:

 

 InteriorBoundaryExterior
Interior

dim(...) = 2

dim(...) = 1

dim(...) = 2

Boundary

dim(...) = 1

dim(...) = 0

dim(...) = 1

Exterior

dim(...) = 2

dim(...) = 1

dim(...) = 2

Von links nach rechts und von oben nach unten gelesen wird die Dimensionsmatrix durch '212101212' dargestellt.

Eine Beziehungsmatrix, welche das erste Beispiel von zwei Linien, die sich auf einer Linie schneiden, abbildet, würde '102101FF2' entsprechen.

-- Identifizierung der Strassenabschnitte, die eine Linie kreuzen
SELECT a.id
FROM roads a, roads b
WHERE a.id != b.id
AND a.geom && b.geom
AND ST_Relate(a.geom, b.geom, '1*1***1**');

Eine Beziehungsmatrix, welche das zweite Beispiel mit den Kais, die teilweise an der Uferlinie des Sees liegen, abbildet, würde '102101FF2' entsprechen.

-- Ermittlung von Dämmen, die teilweise an der Uferlinie eines Sees liegen
SELECT a.lake_id, b.wharf_id
FROM lakes a, wharfs b
WHERE a.geom && b.geom
AND ST_Relate(a.geom, b.geom, '102101FF2');

Für weiterführende Information siehe:

4.4. GIS (Vector) Daten laden

Sobald Sie eine räumliche Tabelle erstellt haben, sind Sie bereit um GIS Daten in Ihre Datenbank zu laden. Aktuell existieren zwei Wege um Daten in die PostGIS/PostgreSQL Datenbank zu importieren: die Verwendung von formatierten SQL-Anweisungen oder des Shapefile Loader/Dumper.

4.4.1. Daten via SQL laden

Falls Sie Ihre Daten in eine Textdarstellung konvertieren können, dann ist möglicherweise die Verwendung von formatiertem SQL der leichteste Weg um Ihre Daten in PostGIS zu importieren. Wie bei Oracle und anderen Datenbanken, können die Daten über Masseninserts geladen werden, indem eine große Textdatei, in der sich lauter SQL "INSERT" Anweisungen befinden, an die SQL-Konsole weitergeleitet wird.

Eine Importdatei (z.B. roads.sql) könnte folgendermaßen aussehen:

BEGIN;
INSERT INTO roads (road_id, roads_geom, road_name)
  VALUES (1,ST_GeomFromText('LINESTRING(191232 243118,191108 243242)',-1),'Jeff Rd');
INSERT INTO roads (road_id, roads_geom, road_name)
  VALUES (2,ST_GeomFromText('LINESTRING(189141 244158,189265 244817)',-1),'Geordie Rd');
INSERT INTO roads (road_id, roads_geom, road_name)
  VALUES (3,ST_GeomFromText('LINESTRING(192783 228138,192612 229814)',-1),'Paul St');
INSERT INTO roads (road_id, roads_geom, road_name)
  VALUES (4,ST_GeomFromText('LINESTRING(189412 252431,189631 259122)',-1),'Graeme Ave');
INSERT INTO roads (road_id, roads_geom, road_name)
  VALUES (5,ST_GeomFromText('LINESTRING(190131 224148,190871 228134)',-1),'Phil Tce');
INSERT INTO roads (road_id, roads_geom, road_name)
  VALUES (6,ST_GeomFromText('LINESTRING(198231 263418,198213 268322)',-1),'Dave Cres');
COMMIT;

Diese Datei kann dann über die "psql" SQL-Konsole sehr leicht nach PostgreSQL weitergeleitet werden:

psql -d [database] -f roads.sql

4.4.2. shp2pgsql: Using the ESRI Shapefile Loader

Der shp2pgsql Datenlader wandelt ESRI Shapefiles in eine SQL-Datei um, die für das Einfügen in eine PostGIS/PostgreSQL Datenbank mit der "psql"-Konsole, sowohl im Geometrie- als auch im Geographie-Format, geeignet ist. Der Loader besitzt eine Reihe von Betriebsmodi, die durch Flags auf der Befehlszeile ausgewählt werden:

Zusätzlich zu dem befehlszeilenorientierten Lader "shp2pgsql" gibt es auch die graphische Schnittstelle shp2pgssql-gui, welche fast ebensoviele Optionen wie der befehlszeilenorientierte Lader zur Verfügung stellt und für viele nicht so Befehlszeilenversierte bzw. PostGIS-Neuankömmlinge vielleicht einfacher zu bedienen ist. Es gibt auch ein Plugin davon für PgAdminIII.

(c|a|d|p) Dies sind sich gegenseitig ausschließende Optionen:

-c

Erstellt eine neue Tabelle und füllt sie von einem Shapefile her. Dies ist der Standardmodus.

-a

Fügt Daten aus dem Shapefile zu der Datenbanktabelle hinzu. Beachten Sie bitte, falls Sie diese Option verwenden um mehrere Dateien zu laden, dass die Attribute und Datentypen in den Dateien übereinstimmen müssen.

-d

Löscht die Datenbanktabelle, bevor eine neue Tabelle mit den Daten vom Shapefile befüllt wird.

-p

Erzeugt nur den SQL-Code zur Erstellung der Tabelle, ohne irgendwelche Daten hinzuzufügen. Kann verwendet werden, um die Erstellung und das Laden einer Tabelle vollständig zu trennen.

-?

Zeigt die Hilfe an.

-D

Verwendung des PostgreSQL "dump" Formats für die Datenausgabe. Kann mit -a, -c und -d kombiniert werden. Ist wesentlich schneller als das standardmäßige SQL "insert" Format. Verwenden Sie diese Option wenn Sie sehr große Datensätze haben.

-s [<FROM_SRID%gt;:]<SRID>

Erzeugt und befüllt die Geometrietabelle in einer bestimmten SRID. Optional kann FROM_SRID für die Shapedatei angegeben werden, wodurch die Geometrie von FROM_SRID in die Ziel-SRID projiziert wird. FROM_SRID und -D können nicht gleichzeitig angegeben werden.

-k

Erhält die Groß- und Kleinschreibung (Spalte, Schema und Attribute). Beachten Sie bitte, dass die Attributnamen in Shapedateien immer Großbuchstaben haben.

-i

Wandeln Sie alle Ganzzahlen in standard 32-bit Integer um, erzeugen Sie keine 64-bit BigInteger, auch nicht dann wenn der DBF-Header dies unterstellt.

-I

Einen GIST Index auf die Geometriespalte anlegen.

-m

-m a_file_name bestimmt eine Datei, in welcher die Abbildungen der (langen) Spaltennamen in die 10 Zeichen langen DBF Spaltennamen festgelegt sind. Der Inhalt der Datei besteht aus einer oder mehreren Zeilen die jeweils zwei, durch Leerzeichen getrennte Namen enthalten, aber weder vorne noch hinten mit Leerzeichen versehen werden dürfen. Zum Beispiel:

COLUMNNAME DBFFIELD1
AVERYLONGCOLUMNNAME DBFFIELD2

-S

Erzeugt eine Einzel- anstatt einer Mehrfachgeometrie. Ist nur erfolgversprechend, wenn die Geometrie auch tatsächlich eine Einzelgeometrie ist (insbesondere gilt das für ein Mehrfachpolygon/MULTIPOLYGON, dass nur aus einer einzelnen Begrenzung besteht, oder für einen Mehrfachpunkt/MULTIPOINT, der nur einen einzigen Knoten aufweist).

-t <dimensionality>

Zwingt die Ausgabegeometrie eine bestimmte Dimension anzunehmen. Sie können die folgenden Zeichenfolgen verwenden, um die Dimensionalität anzugeben: 2D, 3DZ, 3DM, 4D.

Wenn die Eingabe weniger Dimensionen aufweist als angegeben, dann werden diese Dimensionen bei der Ausgabe mit Nullen gefüllt. Wenn die Eingabe mehr Dimensionen als angegeben aufweist werden diese abgestreift.

-w

Ausgabe im Format WKT anstatt WKB. Beachten Sie bitte, dass es hierbei zu Koordinatenverschiebungen infolge von Genauigkeitsverlusten kommen kann.

-e

Jede Anweisung einzeln und nicht in einer Transaktion ausführen. Dies erlaubt den Großteil auch dann zu laden, also die guten Daten, wenn eine Geometrie dabei ist die Fehler verursacht. Beachten Sie bitte das dies nicht gemeinsam mit der -D Flag angegeben werden kann, da das "dump" Format immer eine Transaktion verwendet.

-W <encoding>

Gibt die Codierung der Eingabedaten (dbf-Datei) an. Wird die Option verwendet, so werden alle Attribute der dbf-Datei von der angegebenen Codierung nach UTF8 konvertiert. Die resultierende SQL-Ausgabe enthält dann den Befehl SET CLIENT_ENCODING to UTF8, damit das Back-end wiederum die Möglichkeit hat, von UTF8 in die, für die interne Nutzung konfigurierte Datenbankcodierung zu decodieren.

-N <policy>

Umgang mit NULL-Geometrien (insert*, skip, abort)

-n

-n Es wird nur die *.dbf-Datei importiert. Wenn das Shapefile nicht Ihren Daten entspricht, wird automatisch auf diesen Modus geschaltet und nur die *.dbf-Datei geladen. Daher müssen Sie diese Flag nur dann setzen, wenn sie einen vollständigen Shapefile-Satz haben und lediglich die Attributdaten, und nicht die Geometrie, laden wollen.

-G

Verwendung des geographischen Datentyps in WGS84 (SRID=4326), anstelle des geometrischen Datentyps (benötigt Längen- und Breitenangaben).

-T <tablespace>

Den Tablespace für die neue Tabelle festlegen. Solange der -X Parameter nicht angegeben wird, benutzen die Indizes weiterhin den standardmäßig festgelegten Tablespace. Die PostgreSQL Dokumentation beinhaltet eine gute Beschreibung, wann es sinnvoll ist, eigene Tablespaces zu verwenden.

-X <tablespace>

Den Tablespace bestimmen, in dem die neuen Tabellenindizes angelegt werden sollen. Gilt für den Primärschlüsselindex und wenn "-l" verwendet wird, auch für den räumlichen GIST-Index.

Eine beispielhafte Sitzung, in welcher der Loader verwendet wird, um eine Eingabedatei zu erzeugen und anschließend hochzuladen, könnte folgendermaßen aussehen:

# shp2pgsql -c -D -s 4269 -i -I shaperoads.shp myschema.roadstable > roads.sql
# psql -d roadsdb -f roads.sql

Konvertierung und Import können über UNIX-Pipes in einem Schritt erfolgen:

# shp2pgsql shaperoads.shp myschema.roadstable | psql -d roadsdb

4.5. Abfrage von GIS-Daten

Daten können entweder über SQL oder mit dem Shapefile Loader/Dumper aus der Datenbank geholt werden. Im Abschnitt über SQL werden wir einige Operatoren besprechen, die für Gegenüberstellungen und Abfragen von Geometrietabellen zur Verfügung stehen.

4.5.1. Daten via SQL abfragen

Das geradlinigste Mittel um Daten aus der Datenbank zu holen, besteht in der Anwendung einer SQL Select-Anfrage. Dadurch kann man die Anzahl der zurückgegebenen Datensätze und Spalten reduzieren und die resultierenden Datenbankspalten in eine lesbare Textdatei überspielen:

db=# SELECT road_id, ST_AsText(road_geom) AS geom, road_name FROM roads;

road_id | geom                                    | road_name
--------+-----------------------------------------+-----------
          1 | LINESTRING(191232 243118,191108 243242) | Jeff Rd
          2 | LINESTRING(189141 244158,189265 244817) | Geordie Rd
          3 | LINESTRING(192783 228138,192612 229814) | Paul St
          4 | LINESTRING(189412 252431,189631 259122) | Graeme Ave
          5 | LINESTRING(190131 224148,190871 228134) | Phil Tce
          6 | LINESTRING(198231 263418,198213 268322) | Dave Cres
          7 | LINESTRING(218421 284121,224123 241231) | Chris Way
(6 rows)

Wie auch immer, manchmal wird eine Einschränkung notwendig sein, um die Anzahl der zurückgegebenen Werte zu reduzieren. Falls es sich um eine Beschränkung auf ein Attribut handelt, können Sie die selbe SQL-Syntax verwenden wie bei jeder anderen Nicht-Geometrietabelle. Für räumliche Beschränkungen sind folgende Operatoren verfügbar/nützlich:

&&

Dieser Operator stellt fest, ob sich die Umgebungsrechtecke zweier Geometrien schneiden.

ST_OrderingEquals

Überprüft, ob zwei Geometrien geometrisch identisch sind. Zum Beispiel, ob 'POLYGON((0 0,1 1,1 0,0 0))' identisch mit 'POLYGON((0 0,1 1,1 0,0 0))' ist (ist es).

=

Dieser Operator stellt fest, ob die Umgebungsrechtecke zweier Geometrien ident sind.

Außerdem können Sie diese Operatoren in Anfragen verwenden. Beachten Sie bitte, wenn Sie eine Geometrie oder eine Box auf der SQL-Befehlszeile eingeben, dass Sie die Zeichensatzdarstellung explizit mit der Funktion "ST_GeomFromText()" in eine Geometrie umwandeln müssen. 312 ist ein fiktives Koordinatenreferenzsystem dass zu Unseren Daten passt. Also, zum Beispiel:

SELECT road_id, road_name
  FROM roads
  WHERE ST_OrderingEquals(roads_geom , ST_GeomFromText('LINESTRING(191232 243118,191108 243242)',312) ) ;

Die obere Abfrage würde einen einzelnen Datensatz aus der Tabelle "ROADS_GEOM" zurückgeben, in dem die Geometrie gleich dem angegebenen Wert ist.

Der Operator "&&" kann entweder mit einer BOX3D oder mit einer Geometrie verwendet werden. Allerdings wird auch bei einer Geometrie nur das Umgebungsrechteck für den Vergleich herangezogen.

SELECT road_id, road_name
FROM roads
WHERE roads_geom && ST_GeomFromText('POLYGON((...))',312);

Die obere Abfrage verwendet das Umgebungsrechteck des Polygons zu Vergleichszwecken.

Die häufigsten räumlichen Abfragen werden vermutlich in einem bestimmten Ausschnitt ausgeführt. Insbesondere von Client-Software, wie Datenbrowsern und Kartendiensten, die auf diese Weise die Daten für die Darstellung eines "Kartenausschnitts" erfassen. Die Abfrage zur Verwendung des "BOX3D" Objekts für einen solchen Ausschnitt sieht folgendermaßen aus:

SELECT ST_AsText(roads_geom) AS geom
FROM roads
WHERE
  roads_geom && ST_MakeEnvelope(191232, 243117,191232, 243119,312);

Achten Sie auf die Verwendung von SRID=312, welche die Projektion Einhüllenden/Enveloppe bestimmt.

4.5.2. Verwendung des Dumper

Der Tabellendumper pgsql2shp verbindet sich direkt mit der Datenbank und konvertiert eine Tabelle (evtl. durch eine Abfrage festgelegt) in eine Shapedatei. Die grundlegende Syntax lautet:

pgsql2shp [<options>] <database> [<schema>.]<table>
pgsql2shp [<options>] <database> <query>

Optionen auf der Befehlszeile:

-f <filename>

Ausgabe in eine bestimmte Datei.

-h <host>

Der Datenbankserver, mit dem eine Verbindung aufgebaut werden soll.

-p <port>

Der Port über den der Verbindungsaufbau mit dem Datenbank Server hergestellt werden soll.

-P <password>

Das Passwort, das zum Verbindungsaufbau mit der Datenbank verwendet werden soll.

-u <user>

Das Benutzername, der zum Verbindungsaufbau mit der Datenbank verwendet werden soll.

-g <geometry column>

Bei Tabellen mit mehreren Geometriespalten, jene Geometriespalte die ins Shapefile geschrieben werden soll.

-b

Verwendung eines "binären Cursors"/Iterators. Macht die Berechnung schneller, funktioniert aber nicht wenn irgendein geometrieloses Attribut nicht in den Typ "text" umgewandelt werden kann.

-r

RAW-Modus. Das Attribut gid wird nicht verworfen und Spaltennamen werden nicht maskiert.

-d

Für Abwärtskompatibilität: schreiben Sie eine 3-dimensionale Shapedatei, wenn Sie aus alten (pre-1.0.0) PostGIS Datenbanken exportieren (standardmäßig würde in diesem Fall eine 2-dimensionale Shapedatei herausgeschrieben). Ab PostGIS-1.0.0+ wird die Dimension vollständig codiert.

-m filename

Bildet die Identifikatoren in Namen mit 10 Zeichen ab. Der Inhalt der Datei besteht aus Zeilen von jeweils zwei leerzeichengetrennten Symbolen, jedoch ohne vor- oder nachgestellte Leerzeichen: VERYLONGSYMBOL SHORTONE ANOTHERVERYLONGSYMBOL SHORTER etc.

4.6. Indizes aufbauen

Indizes ermöglichen erst das Arbeiten mit großen Datensätzen in einer Geodatenbank. Ohne Indizierung würde jede Featureanfrage einen "Full Table Scan" in der Datenbank benötigen. Die Indizierung beschleunigt die Suche, indem die Daten in einem Suchbaum strukturiert werden, der dann schnell durchlaufen werden kann, um einen bestimmten Datensatz zu finden. PostgreSQL unterstützt standardmäßig drei Arten von Indizes: B-Baum, R-Baum und GIST Indizes.

  • Ein B-Baum wird verwendet, wenn die Daten entlang einer Achse sortiert werden können; zum Beispiel Zahlen, Buchstaben und Datum. Geodaten können nicht vernünftig entlang einer Achse sortiert werden (was ist größer - (0,0), (0,1) oder (1,0)?), weshalb die Indizierung mittels B-Baum für Uns hier keine Verwendung findet.

  • R-Bäume unterteilen die Daten in Rechtecke, die wiederum in Rechtecke unterteilt werden, usw.. R-Bäume werden von einigen Geodatenbanken zur Indizierung von Geodaten verwendet. Bei PostgreSQL ist die der R-Baum allerdings nicht so robust umgesetzt wie die GIST Implementierung.

  • GiST (Generalized Search Tree) Indizes unterteilen die Daten in "Dinge auf einer Seite", "Dinge die sich überlagern", "Dinge die innerhalb liegen". Sie können auf eine Vielzahl von Datentypen, inklusive Geodaten, angewendet werden. PostGIS verwendet einen R-Baum der auf dem GIST Index aufgesetzt wurde, um Geodaten zu indizieren.

4.6.1. GiST-Indizes

GIST, "Generalized Search Tree", steht für eine generische Datenstruktur. Zusätzlich zu der indizierung von GIS-Daten, wird GIST zur schnelleren Abfrage aller möglichen unregelmäßigen Datenstrukturen (Ganzzahl-Felder, Spektraldaten, etc.), welche über gewöhnlicher B-Baum Indizierung nicht zugänglich sind.

Sobald eine Geodatentabelle ein paar tausend Zeilen überschreitet, werden Sie einen Index erzeugen wollen, um die räumlichen Abfragen auf die Daten zu beschleunigen (außer Ihre Suche basiert lediglich auf Attributen, in diesem Fall werden Sie einen gewöhnlichen Index auf die Attribute setzen).

Die Syntax, mit der ein GIST-Index auf eine Geometriespalte angelegt wird, lautet wie folgt:

CREATE INDEX [indexname] ON [tablename] USING GIST ( [geometryfield] ); 

Die obere Syntax erzeugt immer einen 2D-Index. Um einen n-dimensionalen Index zu erhalten, welcher ab PostGIS 2.0+ für den geometrischen Datentyp unterstützt wird, können Sie die folgende Syntax verwenden:

CREATE INDEX [indexname] ON [tablename] USING GIST ([geometryfield] gist_geometry_ops_nd);

Die Erstellung eines räumlichen Indexes ist eine rechenintensive Aufgabe: Bei Tabellen mit um die 1 Millionen Zeilen und auf einer 300MHz Solaris, haben wir festgestellt, dass der Aufbau des GIST-Index ca. 1 Stunde dauerte. Nachdem der Index aufgebaut ist, sollte man unbedingt die Tabellenstatistik von PostgreSQL erneuern; diese wird benüzt um den Auswertungsplan/"Query Plan" zu optimieren:

VACUUM ANALYZE [table_name] [(column_name)];
-- Dies wird nur für Installationen von PostgreSQL 7.4, oder niedriger, benötigt
SELECT UPDATE_GEOMETRY_STATS([table_name], [column_name]);

Gegenüber R-Baum Indizes haben GIST-Indizes in PostgreSQL zwei Vorteile. Erstens: GIST-Indizes sind "NULL safe", d.h. Spalten die NULL- Werte enthalten können indiziert werden. GIST-Indizes sind verlustfrei/"Concept of lossiness", was bei GIS-Objekten wichtig ist, die größer als die 8k Speicherseitengröße/"Page Size" von PostgreSQL sind. Diese Verlustfreiheit ermöglicht es PostgreSQL nur den "wichtigen" Teil eines Objektes in einem Index zu speichern -- bei GIS Objekten das Umgebungsrechteck. GIS-Objekte, die größer als 8K sind, können mit R-Baum-Indizes nicht erstellt werden.

4.6.2. BRIN Indizes

Die Bezeichnung BRIN steht für "Block Range Index", eine generische Form des Indizierens und wurde mit PostgreSQL 9.5 eingeführt. BRIN ist ein verlustbehafteter Index, dessen Hauptzweck ist, einen Kompromiss sowohl bei der Lese- als auch bei der Schreibgeschwindigkeit anzubieten. Der Hauptverwendungszweck liegt bei sehr großen Tabellen, in denen einige Spalten einen natürlichen Bezug zu dem physischen Speicherplatz innerhalb der Tabelle haben. Zusätzlich zur Indizierung von GIS-Daten, werden BRIN-Indizes zur Beschleunigung von Suchabfragen auf unterschiedliche regelmäßige und unregelmäßige Datenstrukturen (Ganzzahlen, Felder etc.) verwendet.

Sobald eine Geodatentabelle ein paar tausend Zeilen überschreitet, werden Sie einen Index erzeugen wollen, um die räumlichen Abfragen auf die Daten zu beschleunigen (außer Ihre Suche basiert lediglich auf Attributen, in diesem Fall werden Sie einen gewöhnlichen Index auf die Attribute setzen). GIST Indizes sind sehr performant, solange ihre Dateigröße den verfügbaren Arbeitsspeicher der Datenbank nicht überschreitet, genügend Festplattenspeicher vorhanden ist und die Systembelastung durch Schreibvorgänge akzeptiert werden kann. Andernfalls bietet der BRIN Index eine Alternative.

Die Idee hinter einem BRIN-Index ist, dass nur das Umgebungsrechteck abgespeichert wird, dass die gesamte Geometrie eines oder mehrerer Tabellenblöcke umschließt; dies wird als "Range" bezeichnet. Es ist klar, dass diese Indizierungsmethode nur dann effizient sein kann, wenn die Daten physikalisch so angeordnet sind, dass sich die resultierenden Umgebungsrechtecke der "Block Ranges" gegenseitig ausschließen. Der resultierende Index ist zwar sehr klein, in vielen Fällen allerdings weniger effizient als ein GIST Index.

Die Erstellung eines BRIN-Index benötigt wesentlich weniger Zeit, als die Erstellung eines GIST-Index. Es ist durchaus üblich, dass die Erstellung des BRIN Index mehr als zehnmal so schnell ist, als die eines GIST Index. Da ein BRIN Index nur ein Umgebungsrechteck für einen oder mehrere Tabellenblöcke speichert, benötigt dieser oft bis zu tausendmal weniger Festplattenspeicher.

Sie können die Anzahl der Blöcke festlegen, die zu einen "Range" aufsummiert werden sollen. Wenn Sie die Anzahl verringern, wird der Index zwar größer, höchstwahrscheinlich aber zu einer besseren Performanz verhelfen.

Der Syntax zur Erstellung eines BRIN-Indizes auf eine geometrische Spalte lautet wie folgt:

CREATE INDEX [indexname] ON [tablename] USING BRIN ( [geometryfield] ); 

Die obere Syntax erzeugt immer einen 2D-Index. Um einen 3-dimensionalen Index zu erhalten, können Sie die folgende Syntax verwenden:

CREATE INDEX [indexname] ON [tablename] USING BRIN ([geometryfield] brin_geometry_inclusion_ops_3d);

Sie können auch einen 4-dimensionalen Index über die 4D-Operatorklasse erstellen

CREATE INDEX [indexname] ON [tablename] USING BRIN ([geometryfield] brin_geometry_inclusion_ops_4d);

Die oberen Syntaxen verwenden die Standardeinstellung für die Anzahl der Blöcke in einem "Range", nämlich 128. Wenn Sie die Anzahl der Blöcke, die in einem Range zusammengefasst werden sollen, selbst festlegen wollen, verwenden Sie bitte die folgende Syntax

CREATE INDEX [indexname] ON [tablename] USING BRIN ( [geometryfield] ) WITH (pages_per_range = [number]); 

Beachten Sie bitte auch, dass ein BRIN Index nur einen Indexwert für eine große Anzahl von Zeilen speichert. Wenn Ihre Tabelle eine Geometrie mit unterschiedlichen Dimensionen speichert, dann ist es wahrscheinlich dass der Index eine schlechte Performanz aufweist. Sie können diesen Performanzrückgang vermeiden, indem Sie die Operatorklasse mit der niedrigsten Dimension der gespeicherten Geometrie wählen.

Der BRIN-Index wird auch vom geographischen Datentyp unterstützt. Die Syntax zur Erstellung eines BRIN-Index auf eine "geographische" Spalte lautet wie folgt:

CREATE INDEX [indexname] ON [tablename] USING BRIN ( [geographyfield] ); 

Der obere Syntax erzeugt den 2D-Index für Geoobjekte immer auf dem Referenzellipsoid.

Aktuell wird hierbei nur die "Inklusionsunterstützung" betrachtet; d.h. dass nur die Operatoren &&, ~ und @ für 2D (sowohl für den "geometrischen", als auch für den "geographischen" Datentyp), und nur der Operator &&& für 3D-Geometrie verwendet werden kann. Die kNN-Suche wird zur Zeit nicht unterstützt.

VACUUM ANALYZE [table_name] [(column_name)];
-- Dies wird nur für Installationen von PostgreSQL 7.4, oder niedriger, benötigt
SELECT UPDATE_GEOMETRY_STATS([table_name], [column_name]);

4.6.3. Verwendung von Indizes

Üblicherweise beschleunigen Indizes den Datenzugriff: Sobald der Index aufgebaut ist, entscheidet der Anfrageoptimierer ob der Index den Auswertungsplan bescheunigt. Unglücklicherweise optimiert der Anfrageoptimierer von PostgreSQL die Verwendung von GIST Indizes nicht sehr gut, so dass manchmal eine Suche, welche die Verwendung eines räumlichen Index bedingen sollte, über einen Full Table Scan ausgeführt wird.

Wenn Sie bemerken, dass Ihre räumlichen Indizes (oder Ihre Attributindizes) nicht verwendet werden, können Sie eine Reihe von Dingen unternehmen:

  • Zuerst stellen Sie bitte sicher, dass eine Statistik über die Anzahl und die Verteilung der Werte in der Tabelle erfasst wurde. Dadurch wird dem Anfrageoptimierer bessere Information zur Verfügung gestellt, um die Entscheidungen bezüglich der Anwendung des Index zu treffen. Bei PostgreSQL 7.4 und niedriger wird dies durch update_geometry_stats([table_name, column_name]) (compute distribution) und VACUUM ANALYZE [table_name] [column_name] (compute number of values).

  • Wenn VACUUM nicht funktioniert, können Sie den Anfrageoptimierer dazu zwingen den Index zu verwenden, indem Sie den Befehl SET ENABLE_SEQSCAN=OFF ausführen. Sie sollten diesen Befehl sehr spärlich und nur für räumlich indizierte Anfragen verwenden: d.h. der Anfrageoptimierer weiß besser Bescheid als Sie, ob ein gewöhnlicher B-Baum Index verwendet werden soll oder nicht. Sobald Sie Ihre Abfrage ausgeführt haben sollten Sie daher ENABLE_SEQSCAN wieder auf ON stellen, damit weitere Abfragen den Anfrageoptimierer wie üblich nutzen können.

    [Note]

    Ab Version 0.6 sollte es nicht mehr notwendig sein, den Anfrageoptimierer mittels ENABLE_SEQSCAN zur Anwendung des Index zu zwingen.

  • Wenn Sie herausfinden, daß sich der Anfrageoptimierer bezüglich der Kosten des Full Table Scan im Verhältnis zum Index Scan irrt, können Sie versuchen den Wert von "randam_page_cost" in "postgresql.conff" zu reduzieren, oder SET random_page_cost=# ausführen. Der Standardwert des Parameters ist 4, versuchen Sie ihn auf 1 oder 2 zu setzen. Eine Verringerung des Wertes führt dazu, dass der Anfrageoptimierer eher den Index Scan verwendet.

4.7. Komplexe Abfragen

Sinn und Zweck der Geodatenbankfunktionalität ist es, Abfragen innerhalb der Datenbank auszuführen, welche üblicherweise die Funktionalität eines Desktop-GIS benötigen würden. Um PostGIS effizient zu nutzen, müssen Sie die verfügbaren räumlichen Funktionen kennen und sicherstellen, dass die geeigneten Indizes vorhanden sind um eine gute Performanz zu gewährleisten. Die SRID von 312, die in diesen Beispielen verwendet wird, ist für bloße Demonstrationszwecke gedacht. Sie sollten eine ECHTE SRID aus der Tabelle "spatial_ref_sys" verwenden, die auch mit der Projektion Ihrer Daten übereinstimmen muss. Falls Ihren Daten kein Koordinatenreferenzsystem zugewiesen ist, sollten Sie genau eruieren warum dies so ist.

Wenn der Grund darin liegt, dass Sie irgendetwas modellieren, für dass kein Koordinatenreferenzsystem festgelegt ist, wie der innere Aufbau eines Moleküls oder der Grundriss eines noch nicht gebauten Vergnügungsparks, so ist dies in Ordnung. Wenn der Standort des Vergnügungsparks bereits geplant wurde, dann ist die Wahl eines geeigneten Koordinatenreferenzsystems sinnvoll, auch wenn es nur darum geht sicherzustellen, dass der Vergnügungspark keine bereits bestehenden Strukturen überdeckt.

Sogar wenn Sie eine Mars Expedition planen, um die menschliche Rasse nach einem nuklearen Holocaust zu transportieren und Sie den Planeten Mars für die Besiedelung kartieren wollen, so können Sie ein Koordinatenreferenzsystem wie Mars 2000 erstellen und dieses in die Tabelle spatial_ref_sys einfügen. Obwohl diese Koordinatensystem für den Mars nicht planar ist (es ist in Grad des Referenzellipsoids), können Sie es mit dem geographischen Datentyp nutzen, um Längen- und Abstandsmessungen in Meter anstatt in Grad anzuzeigen.

4.7.1. Indizes nutzen

Wenn Sie eine Abfrage erstellen müssen Sie beachten, dass nur die auf den Umgebungsrechtecken basierenden Operatoren wie && die Vorteile eines räumlichen GIST Index ausnutzen können. Funktionen wie ST_Distance() können den Index nicht zur Optimierung heranziehen. Zum Beispiel würde die folgende Abfrage auf eine große Tabelle ziemlich langsam ablaufen:

SELECT the_geom
FROM geom_table
WHERE ST_Distance(the_geom, ST_GeomFromText('POINT(100000 200000)', 312)) < 100

Diese Abfrage wählt all jene Geometrie der Tabelle "geom_table" aus, die weniger als 100 Einheiten von dem Punkt (100000, 200000) entfernt liegt. Sie ist sehr langsam, da die Entfernung zwischen jedem Punkt in der Tabelle und Unserem angegebenen Punkt berechnet werden muss, d.h. eine ST_Distance() Berechnung pro Tabellenzeile. Wir können dies vermeiden, indem wir den Operator "&&" verwenden und so die Anzahl der benötigten Entfernungsberechnungen verringern:

SELECT the_geom
FROM geom_table
WHERE ST_DWithin(the_geom,  ST_MakeEnvelope(90900, 190900, 100100, 200100,312), 100)

Diese Anfrage wählt dieselbe Geometrie aus, allerdings auf effizientere Weise. Angenommen es existiert ein GIST Index auf der Spalte "the_geom" und der Anfrageoptimierer erkennt, dass der Index angewendet werden kann, um die Zeilenanzahl zu verringern, bevor das Ergebnis durch die Funktion ST_Distance() errechnet wird. Anmerkung: die Geometrie ST_MakeEnvelope, die vom Operator "&&" verwendet wird, ist ein Quadrat mit einer Seitenlänge von 200 Einheiten, dessen Mittelpunkt auf dem ursprünglichen Punkt liegt - dies ist Unsere "Abfrage Box". Der Operator "&&" verwendet diesen Index, um die Ergebnismenge rasch auf die Geometrie zu reduzieren, deren Umgebungsrechtecke die "Abfrage Box" überlagern. Falls Unsere "Abfrage Box" wesentlich kleiner als die Gesamtausdehnung der gesamten Geometrietabelle ist, wird dadurch die Anzahl der Entfernungsberechnungen drastisch verringert- dies ist genau das, was wir wollen.

[Note]Änderung der Verhaltensweise

Ab PostGIS 1.3.0 implizieren die meisten geometrischen Relationsfunktionen die Verwendung von Überlappungsoperatoren auf die Umgebungsrechtecke. Erwähnenswerte Ausnahmen sind ST_Disjoint und ST_Relate.

4.7.2. Beispiele für Spatial SQL

Die Beispiele in diesem Abschnitt verwenden zwei Tabellen, eine Tabelle mit linearen Strassen, und eine Tabelle mit polygonalen Verwaltungsgrenzen. Die Tabellendefinition der Tabelle bc_roads lautet:

Column      | Type              | Description
------------+-------------------+-------------------
gid         | integer           | Unique ID
name        | character varying | Road Name
the_geom    | geometry          | Location Geometry (Linestring)

Die Tabellendefinition für die Tabelle bc_municipality:

Column     | Type              | Description
-----------+-------------------+-------------------
gid        | integer           | Unique ID
code       | integer           | Unique ID
name       | character varying | City / Town Name
the_geom   | geometry          | Location Geometry (Polygon)
4.7.2.1. Gesamtlänge aller Straßen in Kilometer?
4.7.2.2. Wieviele Hektar hat die Stadt Prince George?
4.7.2.3. Welche ist die flächengrößte Gemeinde der Provinz?
4.7.2.4. Welche Länge haben die Straßen, die zur Gänze innerhalb einer Gemeinde liegen?
4.7.2.5. Eine neue Tabelle erzeugen, die alle Straßen der Stadt Prince George beinhaltet.
4.7.2.6. Wie lange ist die "Douglas St" in Victoria in Kilometern?
4.7.2.7. Welches ist das größte Gemeindepolygon mit einer Lücke?

4.7.2.1.

Gesamtlänge aller Straßen in Kilometer?

Sie können diese Frage mit einer sehr einfachen SQL Anweisung beantworten:

SELECT sum(ST_Length(the_geom))/1000 AS km_roads FROM bc_roads;

km_roads
------------------
70842.1243039643
(1 row)

4.7.2.2.

Wieviele Hektar hat die Stadt Prince George?

Diese Abfrage kombiniert eine Attributbedingung (auf den Gemeindenamen) mit einer räumlichen Berechnung (der Fläche):

SELECT
  ST_Area(the_geom)/10000 AS hectares
FROM bc_municipality
WHERE name = 'PRINCE GEORGE';

hectares
------------------
32657.9103824927
(1 row)

4.7.2.3.

Welche ist die flächengrößte Gemeinde der Provinz?

Diese Abfrage verwendet eine räumliche Messung als Abfragefilter. Es gibt verschiedene Wege, um diese Problem anzugehen, aber die effizienteste Methode ist folgende:

SELECT
  name,
  ST_Area(the_geom)/10000 AS hectares
FROM
  bc_municipality
ORDER BY hectares DESC
LIMIT 1;

name           | hectares
---------------+-----------------
TUMBLER RIDGE  | 155020.02556131
(1 row)

Um diese Anfrage zu beantworten müssen wir die Fläche eines jeden Polygons berechnen. Wenn wir dies oft machen müssen, kann es aufgrund der Rechenleistung sinnvoll sein, eine eigene Flächenspalte an die Tabelle anzuhängen und mit einem Index zu versehen. Indem wir das Ergebnis in absteigender Reihenfolge sortieren und den PostgreSQL Befehl "LIMIT" einsetzen, können wir die größten Werte herausfiltern, ohne eine Aggregatfunktion wie max() verwenden zu müssen.

4.7.2.4.

Welche Länge haben die Straßen, die zur Gänze innerhalb einer Gemeinde liegen?

Dies ist ein Beispiel für einen "Spatial Join", da wir die Daten aus zwei Tabellen zusammenführen (einen Join ausführen) und als Join-Bedingung eine räumliche Interaktion ("contained") verwenden - anstelle des üblichen relationalen Ansatzes bei dem die Tabellen über einen gemeinsamen Schlüssel verknüpft werden:

SELECT
  m.name,
  sum(ST_Length(r.the_geom))/1000 as roads_km
FROM
  bc_roads AS r,
  bc_municipality AS m
WHERE
  ST_Contains(m.the_geom,r.the_geom)
GROUP BY m.name
ORDER BY roads_km;

name                        | roads_km
----------------------------+------------------
SURREY                      | 1539.47553551242
VANCOUVER                   | 1450.33093486576
LANGLEY DISTRICT            | 833.793392535662
BURNABY                     | 773.769091404338
PRINCE GEORGE               | 694.37554369147
...

Diese Abfrage dauert ein Weilchen, da sämtliche Straßen in der Tabelle in das endgültige Ergebnis aufsummiert werden müssen (über 250k Straßen in Unserem speziellen Beispiel). Bei kleineren Überlagerungen (ein paar tausend Datensätze auf ein paar Hundert) kann die Antwort sehr schnell zurückkommen.

4.7.2.5.

Eine neue Tabelle erzeugen, die alle Straßen der Stadt Prince George beinhaltet.

Dies ist ein Beispiel für ein "Overlay", das zwei Tabellen entgegennimmt und eine neue Tabelle ausgibt, welche die aus- und abgeschnittene Ergebnisgeometrie enthält. Anders als bei dem oben gezeigten "Spatial Join" erzeugt diese Abfrage eine neue Geometrie. Ein "Overlay" ist wie ein "Spatial Join" mit Turbolader und wird für genauere Analysen verwendet:

CREATE TABLE pg_roads as
SELECT
  ST_Intersection(r.the_geom, m.the_geom) AS intersection_geom,
  ST_Length(r.the_geom) AS rd_orig_length,
  r.*
FROM
  bc_roads AS r,
  bc_municipality AS m
WHERE  m.name = 'PRINCE GEORGE' AND ST_Intersects(r.the_geom, m.the_geom);

4.7.2.6.

Wie lange ist die "Douglas St" in Victoria in Kilometern?

SELECT
  sum(ST_Length(r.the_geom))/1000 AS kilometers
FROM
  bc_roads r,
  bc_municipality m
WHERE  r.name = 'Douglas St' AND m.name = 'VICTORIA'
        AND ST_Contains(m.the_geom, r.the_geom) ;

kilometers
------------------
4.89151904172838
(1 row)

4.7.2.7.

Welches ist das größte Gemeindepolygon mit einer Lücke?

SELECT gid, name, ST_Area(the_geom) AS area
FROM bc_municipality
WHERE ST_NRings(the_geom) > 1
ORDER BY area DESC LIMIT 1;

gid  | name         | area
-----+--------------+------------------
12   | SPALLUMCHEEN | 257374619.430216
(1 row)

Chapter 5. Rasterdaten: Verwaltung, Abfrage und Anwendung

5.1. Laden und Erstellen von Rastertabellen

In den häufigsten Anwendungsfällen werden Sie einen PostGIS-Raster durch das Laden einer bestehenden Rasterdatei, mit Hilfe des Rasterladers raster2pgsql, erstellen.

5.1.1. Verwendung von raster2pgsql zum Laden von Rastern

raster2pgsql ist ein ausführbarer Rasterlader, der die von GDAL unterstützten Rasterformate in SQL umwandelt um sie anschließend in eine PostGIS Rastertabelle zu laden. Er kann sowohl ganze Verzeichnisse mit Rasterdateien laden, als auch Rasterübersichten erzeugen.

Da "raster2pgsql" meistens als Teil von PostGIS kompiliert ist (solange Sie nicht Ihre eigene GDAL Bibliothek kompilieren), sind die von "raster2pgsql" unterstützten Rastertypen die selben wie in der GDAL Bibliothek. Um eine Liste der Rastertypen, die von Ihrem jeweiligen "raster2pgsql"unterstützt werden, zu erhalten, benutzen Sie bitte den -G Switch. Falls Sie dieselbe GDAL Bibliothek für beide verwenden, sollte diese Liste mit der Ihrer PostGIS Installation, die durch ST_GDALDrivers bereitgestellt wird, ident sein.

[Note]

Die frühere Version dieses Tools war ein Python Skript. Die lauffähige Version hat das Python Skript ersetzt. Sollten Sie weiterhin das Python Skript benötigen, können Sie unter GDAL PostGIS Raster Driver Usage Beispiele für Python finden. Beachten Sie bitte, dass zukünftige Versionen von PostGIS Raster das "raster2pgsql" Pythonskript nicht mehr unterstützen.

[Note]

Bei einem bestimmten Faktor kann es vorkommen, dass die Raster in der Übersicht/Overview nicht bündig angeordnet sind, obwohl sie die Raster selbst dies sind. Siehe http://trac.osgeo.org/postgis/ticket/1764 für ein solches Beispiel.

ANWENDUNGSBEISPIEL:

raster2pgsql raster_options_go_here raster_file someschema.sometable > out.sql

-?

Zeigt die Hilfe an, auch dann, wenn keine Argumente übergeben werden.

-G

Gibt die unterstützten Rasterformate aus.

(c|a|d|p) Dies sind sich gegenseitig ausschließende Optionen:

-c

Eine neue Tabelle anlegen und mit Raster(n) befüllen, this is the default mode

-a

Raster zu einer bestehende Tabelle hinzufügen.

-d

Tabelle löschen, eine Neu erzeugen und mit einem oder mehreren Raster befüllen

-p

Beim vorbereitenden Modus wird ledigliche eine Tabelle erstellt.

Raster-Verarbeitung: Anwendung von Constraint's zur ordnungsgemäßen Registrierung im Rasterkatalog

-C

Anwendung von Raster-Constraints, wie SRID, Zellgröße etc., um die ordnungsgemäße Registrierung des Rasters in der raster_columns View sicherzustellen.

-x

Unterbindet das Setzen der "Max-Extent" Bedingung. Wird nur angewandt, wenn auch die -C Flag gesetzt ist.

-r

Setzt die Constraints (räumlich eindeutig und die Coverage-Kachel) der regelmäßigen Blöcke. Wird nur angewandt, wenn auch die -C Flag gesetzt ist. 

Rasterdaten-Verarbeitung: Optionale Parameter zur Manipulation von Input Raster Datensätzen

-s <SRID>

Dem Output-Raster eine bestimmte SRID zuweisen. Wenn keine SRID oder Null angegeben wird, werden die Raster-Metadaten auf eine geignete SRID hin überprüft.

-b BAND

Die Kennung (1-basiert) des Bandes, das aus dem Raster entnommen werden soll. Um mehrere Bänder anzugeben, trennen Sie die Kennungen bitte durch ein Komma (,).

-t TILE_SIZE

Zerlegt den Raster in Kacheln, um eine Kachel pro Tabellenzeile einzufügen. TILE_SIZE wird entweder in BREITExHöhe ausgedrückt, oder auf den Wert "auto" gesetzt, wodurch der Raster-Lader eine passende Kachelgröße an Hand des ersten Raster's ermittelt und diese dann auf die anderen Raster anwendet.

-P

Die ganz rechts und ganz unten liegenden Kacheln aufstocken, damit für alle Kacheln gleiche Breite und Höhe sichergestellt ist.

-R, --register

Einen im Dateisystem vorliegenden Raster als (out-db) Raster registrieren.

Es werden nur die Metadaten und der Dateipfad des Rasters abgespeichert (nicht die Rasterzellen).

-l OVERVIEW_FACTOR

Erzeugt eine Übersicht/Overview des Rasters. Mehrere Faktoren sind durch einen Beistrich(,) zu trennen. Die Benennung der Übersichtstabelle erfolgt dem Muster o_overview_factor_table, wobei overview_factor ein Platzhalter für den numerischen Wert von "overview_factor" ist und table für den zugrundeliegenden Tabellennamen. Die erstellte Übersicht wird in der Datenbank gespeichert, auch wenn die Option -R gesetzt ist. Anmerkung: die erzeugte SQL-Datei enthält sowohl die Haupttabelle, als auch die Übersichtstabellen.

-N NODATA

Der NODATA-Wert, der für Bänder verwendet wird, die keinen NODATA-Wert definiert haben.

Optionale Parameter zur Manipulation von Datenbankobjekten

-q

Setzt die PostgreSQL-Identifikatoren unter Anführungszeichen

-f COLUMN

Gibt den Spaltennamen des Zielrasters an; standardmäßig wird er 'rast' benannt.

-F

Eine Spalte mit dem Dateinamen hinzufügen

-n COLUMN

Gibt die Bezeichnung für die Spalte mit dem Dateinamen an. Schließt -F" mit ein.

-q

Setzt die PostgreSQL-Identifikatoren unter Anführungszeichen.

-I

Einen GIST-Index auf die Rasterspalte anlegen.

-M

VACUUM ANALYZE auf die Rastertabelle.

-k

Überspringt die Überprüfung von NODATA-Werten für jedes Rasterband.

-T tablespace

Bestimmt den Tablespace für die neue Tabelle. Beachten Sie bitte, dass Indizes (einschließlich des Primärschlüssels) weiterhin den standardmäßigen Tablespace nutzen, solange nicht die -X Flag benutzt wird.

-X tablespace

Bestimmt den Tablespace für den neuen Index der Tabelle. Dieser gilt sowohl für den Primärschlüssel als auch für den räumlichen Index, falls die -I Flag gesetzt ist.

-Y

Verwendung von Kopier- anstelle von Eingabe-Anweisungen.

-e

Keine Transaktion verwenden, sondern jede Anweisung einzeln ausführen.

-E ENDIAN

Legt die Byte-Reihenfolge des binär erstellten Rasters fest; geben Sie für XDR 0 und für NDR (Standardwert) 1 an; zurzeit wird nur die Ausgabe von NDR unterstützt.

-V version

Bestimmt die Version des Ausgabeformats. Voreingestellt ist 0. Zur Zeit wird auch nur 0 unterstützt.

Eine Beispielssitzung, wo mit dem Lader eine Eingabedatei erstellt und stückchenweise als 100x100 Kacheln hochgeladen wird, könnte so aussehen:

[Note]

Sie können den Schemanamen weglassen z.B. demelevation anstatt public.demelevation , wodurch die Rastertabelle im Standardschema der Datenbank oder des Anwenders angelegt wird.

raster2pgsql -s 4326 -I -C -M *.tif -F -t 100x100 public.demelevation 
> elev.sql
psql -d gisdb -f elev.sql

Durch die Verwendung von UNIX-Pipes kann die Konvertierung und der Upload in einem Schritt vollzogen werden:

raster2pgsql -s 4326 -I -C -M *.tif -F -t 100x100 public.demelevation | psql -d gisdb

Luftbildkacheln in "Massachusetts State Plane Meters" in das Schema aerial laden. Einen vollständigen View und Übersichtstabellen mit Faktor 2 und 4 erstellen. Verwendet den Modus "copy" für das Insert (keine dazwischengeschaltete Datei, sondern direkt in die Datenbank). Die Option -e bedingt, dass nicht alles innerhalb einer Transaktion abläuft (nützlich, wenn Sie sofort Daten sehen wollen, ohne zu warten). Die Raster werden in 128x128 Pixel große Kacheln zerlegt und Constraints auf die Raster gesetzt. Verwendet den Modus "copy" anstelle eines Tabellen-Inserts. (-F) Erzeugt das Attribut "filename", welches die Bezeichnung der Ausgangsdateien enthält, aus denen die Rasterkacheln ausgeschnitten wurden.

raster2pgsql -I -C -e -Y -F -s 26986 -t 128x128  -l 2,4 bostonaerials2008/*.jpg aerials.boston | psql -U postgres -d gisdb -h localhost -p 5432
--gibt eine Liste der unterstützten Rasterformate aus:
raster2pgsql -G

Der -G Befehl gibt eine ähnliche Liste wie die Folgende aus

Available GDAL raster formats:
  Virtual Raster
  GeoTIFF
  National Imagery Transmission Format
  Raster Product Format TOC format
  ECRG TOC format
  Erdas Imagine Images (.img)
  CEOS SAR Image
  CEOS Image
  JAXA PALSAR Product Reader (Level 1.1/1.5)
  Ground-based SAR Applications Testbed File Format (.gff)
  ELAS
  Arc/Info Binary Grid
  Arc/Info ASCII Grid
  GRASS ASCII Grid
  SDTS Raster
  DTED Elevation Raster
  Portable Network Graphics
  JPEG JFIF
  In Memory Raster
  Japanese DEM (.mem)
  Graphics Interchange Format (.gif)
  Graphics Interchange Format (.gif)
  Envisat Image Format
  Maptech BSB Nautical Charts
  X11 PixMap Format
  MS Windows Device Independent Bitmap
  SPOT DIMAP
  AirSAR Polarimetric Image
  RadarSat 2 XML Product
  PCIDSK Database File
  PCRaster Raster File
  ILWIS Raster Map
  SGI Image File Format 1.0
  SRTMHGT File Format
  Leveller heightfield
  Terragen heightfield
  USGS Astrogeology ISIS cube (Version 3)
  USGS Astrogeology ISIS cube (Version 2)
  NASA Planetary Data System
  EarthWatch .TIL
  ERMapper .ers Labelled
  NOAA Polar Orbiter Level 1b Data Set
  FIT Image
  GRIdded Binary (.grb)
  Raster Matrix Format
  EUMETSAT Archive native (.nat)
  Idrisi Raster A.1
  Intergraph Raster
  Golden Software ASCII Grid (.grd)
  Golden Software Binary Grid (.grd)
  Golden Software 7 Binary Grid (.grd)
  COSAR Annotated Binary Matrix (TerraSAR-X)
  TerraSAR-X Product
  DRDC COASP SAR Processor Raster
  R Object Data Store
  Portable Pixmap Format (netpbm)
  USGS DOQ (Old Style)
  USGS DOQ (New Style)
  ENVI .hdr Labelled
  ESRI .hdr Labelled
  Generic Binary (.hdr Labelled)
  PCI .aux Labelled
  Vexcel MFF Raster
  Vexcel MFF2 (HKV) Raster
  Fuji BAS Scanner Image
  GSC Geogrid
  EOSAT FAST Format
  VTP .bt (Binary Terrain) 1.3 Format
  Erdas .LAN/.GIS
  Convair PolGASP
  Image Data and Analysis
  NLAPS Data Format
  Erdas Imagine Raw
  DIPEx
  FARSITE v.4 Landscape File (.lcp)
  NOAA Vertical Datum .GTX
  NADCON .los/.las Datum Grid Shift
  NTv2 Datum Grid Shift
  ACE2
  Snow Data Assimilation System
  Swedish Grid RIK (.rik)
  USGS Optional ASCII DEM (and CDED)
  GeoSoft Grid Exchange Format
  Northwood Numeric Grid Format .grd/.tab
  Northwood Classified Grid Format .grc/.tab
  ARC Digitized Raster Graphics
  Standard Raster Product (ASRP/USRP)
  Magellan topo (.blx)
  SAGA GIS Binary Grid (.sdat)
  Kml Super Overlay
  ASCII Gridded XYZ
  HF2/HFZ heightfield raster
  OziExplorer Image File
  USGS LULC Composite Theme Grid
  Arc/Info Export E00 GRID
  ZMap Plus Grid
  NOAA NGS Geoid Height Grids

5.1.2. Erzeugung von Rastern mit den PostGIS Rasterfunktionen

Oftmals werden Sie die Raster und die Rastertabellen direkt in der Datenbank erzeugen wollen. Dafür existieren eine Unmenge an Funktionen. Dies verlangt im Allgemeinen die folgende Schritte.

  1. Erstellung einer Tabelle mit einer Rasterspalte für die neuen Rasterdatensätze:

    CREATE TABLE myrasters(rid serial primary key, rast raster);
  2. Es existieren viele Funktionen die Ihnen helfen dieses Ziel zu erreichen. Wenn Sie einen Raster nicht von anderen Rastern ableiten, sondern selbst erzeugen, können Sie mit ST_MakeEmptyRaster beginnen, gefolgt von ST_AddBand

    Sie können Raster auch aus Geometrien erzeugen. Hierzu können Sie ST_AsRaster verwenden, möglicherweise in Verbindung mit anderen Funktionen, wie ST_Union, ST_MapAlgebraFct oder irgendeiner anderen Map Algebra Funktion.

    Es gibt sogar noch viele andere Möglichkeiten, um eine neue Rastertabelle aus bestehenden Tabellen zu erzeugen. Sie können zum Beispiel mit ST_Transform einen Raster in eine andere Projektion transformieren und so eine neue Rastertabelle erstellen.

  3. Wenn Sie mit der Erstbefüllung der Tabelle fertig sind, werden Sie einen räumlichen Index auf die Rasterspalte setzen wollen:

    CREATE INDEX myrasters_rast_st_convexhull_idx ON myrasters USING gist( ST_ConvexHull(rast) );

    Beachten Sie bitte die Verwendung von ST_ConvexHull; der Grund dafür ist, dass die meisten Rasteroperatoren auf der konvexen Hülle des Rasters beruhen.

    [Note]

    Vor der Version 2.0 von PostGIS, basierten die Raster auf der Einhüllenden, anstatt auf der konvexen Hülle. Damit die räumlichen Indizes korrekt funktionieren, müssen Sie diese löschen und mit einem auf der konvexen Hülle basierenden Index ersetzen.

  4. Mittels AddRasterConstraints Bedingungen auf den Raster legen.

5.2. Raster Katalog

Mit PostGIS kommen zwei Views des Rasterkatalogs. Beide Views nützen die Information, welche in den Bedingungen/Constraints der Rastertabellen festgelegt ist. Da die Bedingungen zwingend sind, sind die Views des Rasterkatalogs immer konsistent mit den Daten in den Rastertabellen.

  1. raster_columns diese View/gespeicherte Abfrage katalogisiert alle Rastertabellenspalten Ihrer Datenbank.

  2. raster_overviews Dieser View katalogisiert all jene Spalten einer Rastertabelle in Ihrer Datenbank, die als Übersicht für Rastertabellen mit höherer Auflösung dienen. Tabellen dieses Typs werden mit der -l Option beim Laden erstellt.

5.2.1. Rasterspalten Katalog

raster_columns ist ein Katalog mit allen Rasterspalten Ihrer Datenbanktabellen. Es handelt sich dabei um einen View, der die Constraints auf die Tabellen ausnutzt, um so immer konsistent mit dem aktuellen Stand der Datenbank zu bleiben; sogar dann, wenn Sie den Raster aus einem Backup oder einer anderen Datenbank wiederherstellen. Der raster_columns Katalog beinhaltet die folgenden Spalten.

Falls Sie Ihre Tabellen nicht mit dem Loader erstellt haben, oder vergessen haben, die -C Option während des Ladens anzugeben, können Sie die Constraints auch anschließend erzwingen, indem Sie AddRasterConstraints verwenden, wodurch der raster_columns Katalog die Information über Ihre Rasterkacheln, wie üblich abspeichert.

  • r_table_catalog Die Datenbank, in der sich die Tabelle befindet. Greift immer auf die aktuelle Datenbank zu.

  • r_table_schema Das Datenbankschema in dem sich die Rastertabelle befindet.

  • r_table_name Rastertabelle

  • r_raster_column Die Spalte, in der Tabelle r_table_name, die den Datentyp Raster aufweist. In PostGIS gibt es nichts, was Sie daran hindert, mehrere Rasterspalten in einer Tabelle zu haben. Somit ist es möglich auf unterschiedliche Raster(spalten) in einer einzigen Rastertabelle zuzugreifen.

  • srid Der Identifikator für das Koordinatensystem in dem der Raster vorliegt. Sollte in Section 4.3.1, “Die SPATIAL_REF_SYS Tabelle und Koordinatenreferenzsysteme” eingetragen sein.

  • scale_x Der Skalierungsfaktor zwischen den Koordinaten der Vektoren und den Pixeln. Dieser steht nur dann zur Verfügung, wenn alle Kacheln der Rasterspalte denselben scale_x aufweisen und dieser Constraint auch gesetzt ist. Siehe ST_ScaleX für genauere Angaben.

  • scale_y Der Skalierungsfaktor zwischen den Koordinaten der Vektoren und den Pixeln. Dieser steht nur dann zur Verfügung, wenn alle Kacheln der Rasterspalte denselben scale_y aufweisen und der Constraint scale_y auch gesetzt ist. Siehe ST_ScaleY für genauere Angaben.

  • blocksize_x Die Breite (Anzahl der waagrechten Zellen) einer Rasterkachel. Siehe ST_Width für weitere Details.

  • blocksize_y Die Höhe (Anzahl der senkrechten Zellen) einer Rasterkachel. Siehe ST_Height für weitere Details.

  • same_alignment Eine boolesche Variable, die TRUE ist, wenn alle Rasterkacheln dieselbe Ausrichtung haben. Siehe ST_SameAlignment für genauere Angaben.

  • regular_blocking Wenn auf die Rasterspalte die Constraints für die räumliche Eindeutigkeit und für die Coveragekachel gesetzt sind, ist der Wert TRUE, ansonsten FALSE..

  • num_bands Die Anzahl der Bänder, die jede Kachel des Rasters aufweist. Die selbe Information, die ST_NumBands liefert. ST_NumBands

  • pixel_types Ein Feld das den Pixeltyp für die Bänder festlegt. Die Anzahl der Elemente in diesem Feld entspricht der Anzahl der Rasterbänder. Die "pixel_types" sind unter ST_BandPixelType definiert.

  • nodata_values Ein Feld mit Double Precision Zahlen, welche den nodata_value für jedes Band festlegen. Die Anzahl der Elemente in diesem Feld entspricht der Anzahl der Rasterbänder. Diese Zahlen legen den Pixelwert für jedes Rasterband fest, der bei den meisten Operationen ignoriert wir. Eine ähnliche Information erhalten Sie durch ST_BandNoDataValue.

  • out_db Ein Feld mit booleschen Flags, das anzeigt, ob die Rasterbanddaten außerhalb der Datenbank gehalten werden. Die Anzahl der Elemente in diesem Feld entspricht der Anzahl der Rasterbänder.

  • extent Die Ausdehnung aller Rasterspalten in Ihrem Rasterdatensatz. Falls Sie vor haben Daten zu laden, welche die Ausdehnung des Datensatzes ändern, sollten Sie die Funktion DropRasterConstraints ausführen, bevor Sie die Daten laden und nach dem Laden die Constraints mit der Funktion AddRasterConstraints erneut setzen.

  • spatial_index Eine Boolesche Variable, die TRUE anzeigt, wenn ein räumlicher Index auf das Rasterattribut gelegt ist.

5.2.2. Raster Übersicht/Raster Overviews

raster_overviews Katalogisiert Information über die Rastertabellenspalten die für die Übersichten/Overviews herangezogen wurden, sowie weitere zusätzliche Information bezüglich Overviews. Die Übersichtstabellen werden sowohl in raster_columns als auch in raster_overviews registriert, da sie sowohl eigene Raster darstellen, als auch, als niedriger aufgelöstes Zerrbild einer höher aufgelösten Tabelle, einem bestimmten Zweck dienen. Wenn Sie den -l Switch beim Laden des Rasters angeben, werden diese gemeinsam mit der Rasterhaupttabelle erstellt; sie können aber auch händisch über AddOverviewConstraints erstellt werden.

Übersichtstabellen enthalten dieselben Constraints wie andere Rastertabellen und zusätzliche informative Constraints, spezifisch für die Übersichten.

[Note]

Die Information in raster_overviews befindet sich nicht in raster_columns. Falls Sie die Information der Übersichtstabelle und der raster_columns zusammen benötigen, können Sie einen Join auf raster_overviews und raster_columns ausführen, um die gesamte Information zu erhalten.

Die zwei Hauptgründe für Übersichtsraster sind:

  1. Eine niedrig aufgelöste Darstellung der Basistabellen; wird im Allgemeinen zum schnellen Hinauszoomen verwendet.

  2. Die Berechnungen laufen grundsätzlich schneller ab, als bei den Stammdaten mit höherer Auflösung, da weniger Datensätze vorhanden sind und die Pixel eine größere Fläche abdecken. Obwohl diese Berechnungen nicht so exakt sind, wie jene auf die hochauflösenden Stammtabellen, sind sie doch für viele Überschlagsrechnunen ausreichend.

Der raster_overviews Katalog enthält folgende Attribute an Information.

  • o_table_catalog Die Datenbank, in der sich die Übersichtstabelle befindet. Liest immer die aktuelle Datenbank.

  • o_table_schema Das Datenbankschema dem die Rasterübersichtstabelle angehört.

  • o_table_name Der Tabellenname der Rasterübersicht

  • o_raster_column das Rasterattribut in der Übersichtstabelle.

  • r_table_catalog Die Datenbank, in der sich die Rastertabelle befindet, für die diese Übersicht gilt. Greift immer auf die aktuelle Datenbank zu.

  • r_table_schema Das Datenbankschema, in dem sich die Rastertabelle befindet, zu der der Übersichtsdienst gehört.

  • r_table_name Die Rastertabelle, welche von dieser Übersicht bedient wird.

  • r_raster_column Die Rasterspalte, die diese Overviewspalte bedient.

  • overview_factor - der Pyramidenlevel der Übersichtstabelle. Umso größer die Zahl ist, desto geringer ist die Auflösung. Wenn ein Ordner für die Bilder angegeben ist, rechnet raster2pgsql eine Übersicht für jede Bilddatei und ladet diese einzeln. Es wird Level 1 und die Ursprungsdatei angenommen. Beim Level 2 repräsentiert jede Kachel 4 Originalkacheln. Angenommen Sie haben einen Ordner mit Bilddateien in einer Auflösung von 5000x5000 Pixel, die Sie auf 125x125 große Kacheln zerlegen wollen. Für jede Bilddattei enthält die Basistabelle (5000*5000)/(125*125) Datensätze = 1600, Ihre (l=2) o_2 Tabelle hat dann eine Obergrenze von (1600/Power(2,2)) = 400 Zeilen, Ihre (l=3) o_3 (1600/Power(2,3) ) = 200 Zeilen. Wenn sich die Pixel nicht durch die Größe Ihrer Kacheln teilen lassen, erhalten Sie einige Ausschusskacheln (Kacheln die nicht zur Gänze gefüllt sind). Beachten Sie bitte, dass jede durch raster2pgsql erzeugte Übersichtskachel dieselbe Pixelanzahl hat wie die ursprüngliche Kachel, aber eine geringere Auflösung, wo ein Pixel (Power(2,overview_factor) Pixel der Ursprungsdatei) repräsentiert.

5.3. Eigene Anwendungen mit PostGIS Raster erstellen

Da PostGIS-Raster SQL-Funktionen für die bekannten Bildformate zur Verfügung stellt, haben Sie bei der Ausgabe von Rastern eine Reihe von Möglichkeiten. Zum Beispiel können Sie OpenOffice/LibreOffice für die Darstellung nutzen, so wie unter Rendering PostGIS Raster graphics with LibreOffice Base Reports dargestellt. Zusätzlich steht Ihnen eine Vielzahl an Sprachen zur Verfügung, wie in diesem Abschnitt gezeigt wird.

5.3.1. PHP Beispiel: Ausgabe mittels ST_AsPNG in Verbindung mit anderen Rasterfunktionen

In diesem Abschnitt zeigen wir die Anwendung des PHP PostgreSQL Treibers und der Funktion ST_AsGDALRaster, um die Bänder 1,2,3 eines Rasters an einen PHP Request-Stream zu übergeben. Dieser kann dann in einen "img src" HTML Tag eingebunden werden.

Dieses Beispiel zeigt, wie Sie ein ganzes Bündel von Rasterfunktionen kombinieren können, um jene Kacheln zu erhalten, die ein bestimmtes WGS84 Umgebungsrechteck schneiden. Anschließend werden alle Bänder dieser Kacheln mit ST_Union vereinigt, mit ST_Transform in die vom Benutzer vorgegebene Projektion transformiert und das Ergebnis mit ST_AsPNG als PNG ausgegeben.

Sie können das unten angeführte Programm über

http://mywebserver/test_raster.php?srid=2249

aufrufen, um den Raster in "Massachusetts State Plane Feet" zu erhalten.

<?php
/** Inahlt von test_raster.php **/
$conn_str ='dbname=mydb host=localhost port=5432 user=myuser password=mypwd';
$dbconn = pg_connect($conn_str);
header('Content-Type: image/png');
/**Wenn eine bestimmte Projektion angefragt ist, wird diese verwendet, ansonsten wird "Mass State Plane Meters" verwendet **/
if (!empty( $_REQUEST['srid'] ) && is_numeric( $_REQUEST['srid']) ){
                $input_srid = intval($_REQUEST['srid']);
}
else { $input_srid = 26986; }
/**  "set bytea_output" für PostgreSQL 9.0+, wird für 8.4 nicht benötigt**/
$sql = "set bytea_output='escape';
SELECT ST_AsPNG(ST_Transform(
                        ST_AddBand(ST_Union(rast,1), ARRAY[ST_Union(rast,2),ST_Union(rast,3)])
                                ,$input_srid) ) As new_rast
 FROM aerials.boston
        WHERE
         ST_Intersects(rast, ST_Transform(ST_MakeEnvelope(-71.1217, 42.227, -71.1210, 42.218,4326),26986) )";
$result = pg_query($sql);
$row = pg_fetch_row($result);
pg_free_result($result);
if ($row === false) return;
echo pg_unescape_bytea($row[0]);
?>

5.3.2. ASP.NET C# Beispiel: Ausgabe mittels ST_AsPNG in Verbindung mit anderen Rasterfunktionen

In diesem Abschnitt zeigen wir die Anwendung des Npgsql PostgreSQL .NET Treibers und der Funktion ST_AsGDALRaster, um die Bänder 1,2,3 eines Rasters an einen PHP Request-Stream zu übergeben. Dieser kann dann in einen "img src" HTML Tag eingebunden werden.

Für dieses Beispiel benötigen Sie den npgsql .NET PostgreSQL Treiber. Um loslegen zu können, reicht es aus, dass Sie die neueste Version von http://npgsql.projects.postgresql.org/ in Ihren ASP.NET Ordner laden.

Dieses Beispiel zeigt, wie Sie ein ganzes Bündel von Rasterfunktionen kombinieren können, um jene Kacheln zu erhalten, die ein bestimmtes WGS84 Umgebungsrechteck schneiden. Anschließend werden alle Bänder dieser Kacheln mit ST_Union vereinigt, mit ST_Transform in die vom Benutzer vorgegebene Projektion transformiert und das Ergebnis mit ST_AsPNG als PNG ausgegeben.

Dasselbe Beispiel wie Section 5.3.1, “PHP Beispiel: Ausgabe mittels ST_AsPNG in Verbindung mit anderen Rasterfunktionen” nur in C# implementiert.

Sie können das unten angeführte Programm über

http://mywebserver/TestRaster.ashx?srid=2249

aufrufen, um den Raster in "Massachusetts State Plane Feet" zu bekommen.

-- web.config Verbindungsaufbau --
<connectionStrings>
    <add name="DSN"
        connectionString="server=localhost;database=mydb;Port=5432;User Id=myuser;password=mypwd"/>
</connectionStrings
>
// Code für TestRaster.ashx
<%@ WebHandler Language="C#" Class="TestRaster" %>
using System;
using System.Data;
using System.Web;
using Npgsql;

public class TestRaster : IHttpHandler
{
        public void ProcessRequest(HttpContext context)
        {

                context.Response.ContentType = "image/png";
                context.Response.BinaryWrite(GetResults(context));

        }

        public bool IsReusable {
                get { return false; }
        }

        public byte[] GetResults(HttpContext context)
        {
                byte[] result = null;
                NpgsqlCommand command;
                string sql = null;
                int input_srid = 26986;
        try {
                    using (NpgsqlConnection conn = new NpgsqlConnection(System.Configuration.ConfigurationManager.ConnectionStrings["DSN"].ConnectionString)) {
                            conn.Open();

                if (context.Request["srid"] != null)
                {
                    input_srid = Convert.ToInt32(context.Request["srid"]);
                }
                sql = @"SELECT ST_AsPNG(
                            ST_Transform(
                                        ST_AddBand(
                                ST_Union(rast,1), ARRAY[ST_Union(rast,2),ST_Union(rast,3)])
                                                    ,:input_srid) ) As new_rast
                        FROM aerials.boston
                                WHERE
                                    ST_Intersects(rast,
                                    ST_Transform(ST_MakeEnvelope(-71.1217, 42.227, -71.1210, 42.218,4326),26986) )";
                            command = new NpgsqlCommand(sql, conn);
                command.Parameters.Add(new NpgsqlParameter("input_srid", input_srid));


                            result = (byte[]) command.ExecuteScalar();
                conn.Close();
                        }

                }
        catch (Exception ex)
        {
            result = null;
            context.Response.Write(ex.Message.Trim());
        }
                return result;
        }
}

5.3.3. Applikation für die Java-Konsole, welche eine Rasterabfrage als Bilddatei ausgibt

Eine einfache Java Applikation, die eine Abfrage entgegennimmt, ein Bild erzeugt und in eine bestimmte Datei ausgibt.

Sie können die neuesten PostgreSQL JDBC Treiber unter http://jdbc.postgresql.org/download.html herunterladen.

Sie können den unten angegebenen Code mit einem Befehl wie folgt kompilieren:

set env CLASSPATH .:..\postgresql-9.0-801.jdbc4.jar
javac SaveQueryImage.java
jar cfm SaveQueryImage.jar Manifest.txt *.class

Und ihn von der Befehlszeile wie folgt aufrufen:

java -jar SaveQueryImage.jar "SELECT ST_AsPNG(ST_AsRaster(ST_Buffer(ST_Point(1,5),10, 'quad_segs=2'),150, 150, '8BUI',100));" "test.png" 
-- Manifest.txt --
Class-Path: postgresql-9.0-801.jdbc4.jar
Main-Class: SaveQueryImage
// Code für SaveQueryImage.java
import java.sql.Connection;
import java.sql.SQLException;
import java.sql.PreparedStatement;
import java.sql.ResultSet;
import java.io.*;

public class SaveQueryImage {
  public static void main(String[] argv) {
      System.out.println("Checking if Driver is registered with DriverManager.");

      try {
        //java.sql.DriverManager.registerDriver (new org.postgresql.Driver());
        Class.forName("org.postgresql.Driver");
      }
      catch (ClassNotFoundException cnfe) {
        System.out.println("Couldn't find the driver!");
        cnfe.printStackTrace();
        System.exit(1);
      }

      Connection conn = null;

      try {
        conn = DriverManager.getConnection("jdbc:postgresql://localhost:5432/mydb","myuser", "mypwd");
        conn.setAutoCommit(false);

        PreparedStatement sGetImg = conn.prepareStatement(argv[0]);

        ResultSet rs = sGetImg.executeQuery();

                FileOutputStream fout;
                try
                {
                        rs.next();
                        /** Output to file name requested by user **/
                        fout = new FileOutputStream(new File(argv[1]) );
                        fout.write(rs.getBytes(1));
                        fout.close();
                }
                catch(Exception e)
                {
                        System.out.println("Can't create file");
                        e.printStackTrace();
                }

        rs.close();
                sGetImg.close();
        conn.close();
      }
      catch (SQLException se) {
        System.out.println("Couldn't connect: print out a stack trace and exit.");
        se.printStackTrace();
        System.exit(1);
      }
  }
}

5.3.4. Verwenden Sie PLPython um Bilder via SQL herauszuschreiben

Diese als plpython gespeicherte Prozedur erzeugt eine Datei pro Datensatz im Serververzeichnis. Benötigt die Installation von plpython. Funktioniert sowohl mit plpythonu als auch mit plpython3u.

CREATE OR REPLACE FUNCTION write_file (param_bytes bytea, param_filepath text)
RETURNS text
AS $$
f = open(param_filepath, 'wb+')
f.write(param_bytes)
return param_filepath
$$ LANGUAGE plpythonu;
-- 5 Bilder in verschiedenen Größen nach PostgreSQL schreiben
-- der Account des PostgreSQL Daemons benötigt Schreibrechte auf den Ordner
-- die Namen der erzeugten Dateien werden ausgegeben;
 SELECT write_file(ST_AsPNG(
        ST_AsRaster(ST_Buffer(ST_Point(1,5),j*5, 'quad_segs=2'),150*j, 150*j, '8BUI',100)),
         'C:/temp/slices'|| j || '.png')
         FROM generate_series(1,5) As j;

     write_file
---------------------
 C:/temp/slices1.png
 C:/temp/slices2.png
 C:/temp/slices3.png
 C:/temp/slices4.png
 C:/temp/slices5.png

5.3.5. Faster mit PSQL ausgeben

Leider hat PSQL keine einfach zu benützende Funktion für die Ausgabe von Binärdateien eingebaut. Dieser Hack baut auf der etwas veralteten "Large Object" Unterstützung von PostgreSQL auf. Um ihn anzuwenden verbinden Sie sich bitte zuerst über die Befehlszeile "psql" mit Ihrer Datenbank.

Anders als beim Ansatz mit Python, wird die Datei bei diesem Ansatz auf Ihrem lokalen Rechner erzeugt.

SELECT oid, lowrite(lo_open(oid, 131072), png) As num_bytes
 FROM
 ( VALUES (lo_create(0),
   ST_AsPNG( (SELECT rast FROM aerials.boston WHERE rid=1) )
  ) ) As v(oid,png);
-- die Ausgabe sieht ungefähr so aus --
   oid   | num_bytes
---------+-----------
 2630819 |     74860

-- beachten Sie die OID und ersetzen Sie c:/test.png mit dem tatsächlichen Pfad
-- auf Ihrem Rechner
 \lo_export 2630819 'C:/temp/aerial_samp.png'

-- löscht die Datei aus dem "large object" Speicher der Datenbank
SELECT lo_unlink(2630819);
                        

Chapter 6. Anwendung der PostGIS Geometrie: Applikationsentwicklung

6.1. Verwendung von MapServer

Der Minnesota MapServer ist ein Kartendienstserver für das Internet, der die "OpenGIS Web Map Service (WMS) Implementation Specification" erfüllt.

6.1.1. Grundlegende Handhabung

Um PostGIS mit MapServer zu verwenden müssen Sie wissen, wie Sie MapServer konfigurieren, da dies den Rahmens dieser Dokumentation sprengen würde. Dieser Abschnitt deckt PostGIS-spezifische Themen und Konfigurationsdetails ab.

Um PostGIS mit MapServer zu verwenden, benötigen Sie:

  • Die PostGIS Version 0.6, oder höher.

  • Die MapServer Version 3.5, oder höher.

MapServer greift auf die PostGIS/PostgreSQL-Daten, so wie jeder andere PostgreSQL-Client, über die libpq Schnittstelle zu. Dies bedeutet, dass MapServer auf jedem Server, der Netzwerkzugriff auf den PostgreSQL Server hat, installiert werden kann und PostGIS als Datenquelle nutzen kann. Je schneller die Verbindung zwischen den beiden Systemen, desto besser.

  1. Es spielt keine Rolle, mit welchen Optionen Sie MapServer kompilieren, solange sie bei der Konfiguration die "--with-postgis"-Option angeben.

  2. Fügen Sie einen PostGIS Layer zu der MapServer *.map Datei hinzu. Zum Beispiel:

    LAYER
      CONNECTIONTYPE postgis
      NAME "widehighways"
      # Verbindung zu einer remote Geodatenbank
      CONNECTION "user=dbuser dbname=gisdatabase host=bigserver"
      PROCESSING "CLOSE_CONNECTION=DEFER"
      # Um die Zeilen der 'geom'-Spalte aus der 'roads'-Tabelle zu erhalten
      DATA "geom from roads using srid=4326 using unique gid"
      STATUS ON
      TYPE LINE
      # Von den im Ausschnitt vorhandenen Linien nur die breiten Hauptstraßen/Highways
      FILTER "type = 'highway' and numlanes >= 4"
      CLASS
        # Autobahnen heller und 2Pixel stark machen
        EXPRESSION ([numlanes] >= 6)
        STYLE
          COLOR 255 22 22
          WIDTH 2
        END
      END
      CLASS
        # Der ganze Rest ist dunkler und nur 1 Pixel stark
        EXPRESSION ([numlanes] < 6)
        STYLE
          COLOR 205 92 82
        END
      END
    END

    Im oberen Beispiel werden folgende PostGIS-spezifische Anweisungen verwendet:

    CONNECTIONTYPE

    Für PostGIS Layer ist dies immer "postgis".

    CONNECTION

    Die Datenbankverbindung wird durch einen "Connection String" bestimmt, welcher aus einer standardisierten Menge von Schlüsseln und Werten zusammengesetzt ist (Standardwerte zwischen <>):

    user=<username> password=<password> dbname=<username> hostname=<server> port=<5432>

    Ein leerer "Connection String" ist ebenfalls gültig, sodass jedes Key/Value Paar weggelassen werden kann. Üblicherweise wird man zumindest den Datenbanknamen und den Benutzernamen, mit dem man sich verbinden will, angeben.

    DATA

    Dieser Parameter hat die Form "<geocolumn> from <tablename> using srid=<srid> using unique <primary key>", wobei "geocolumn" dem räumlichen Attribut entspricht, mit dem die Bildsynthese/rendern durchgeführt werden soll. "srid" entspricht der SRID des räumlichen Attributs und "primary key" ist der Primärschlüssel der Tabelle (oder ein anderes eindeutiges Attribut mit einem Index).

    Sie können sowohl "using srid" als auch "using unique" weglassen. Wenn möglich, bestimmt MapServer die korrekten Werte dann automatisch, allerdings zu den Kosten einiger zusätzlichen serverseitigen Abfragen, die bei jedem Kartenaufruf ausgeführt werden.

    PROCESSING

    Wenn Sie mehrere Layer darstellen wollen, fügen Sie CLOSE_CONNECTION=DEFER ein, dadurch wird eine bestehende Verbindung wiederverwendet anstatt geschlossen. Dies erhöht die Geschwindigkeit. Unter MapServer PostGIS Performance Tips findet sich eine detailierte Erklärung.

    FILTER

    Der Filter muss ein gültiger SQL-Text sein, welcher der Logik, die normalerweise dem "WHERE" Schlüsselwort in der SQL-Abfrage folgt, entspricht. Z.B.: um nur die Straßen mit 6 oder mehr Spuren zu rendern, können Sie den Filter "num_lanes >= 6" verwenden.

  3. Stellen Sie bitte sicher, das für alle zu zeichnenden Layer, ein räumlicher Index (GIST) in der Geodatenbank angelegt ist.

    CREATE INDEX [indexname] ON [tabellenname] USING GIST ( [geometry_spalte] );
  4. Wenn Sie Ihre Layer über MapServer abfragen wollen, benötigen Sie auch die "using unique" Klausel in Ihrer "DATA" Anweisung.

    MapServer benötigt für jeden räumlichen Datensatz, der abgefragt werden soll, eindeutige Identifikatoren. Das PostGIS Modul von MapServer benützt den von Ihnen festgelegten, eindeutigen Wert, um diese eindeutige Identifikatoren zur Verfügung zu stellen. Den Primärschlüssel zu verwenden gilt als Erfolgsrezept.

6.1.2. Häufig gestellte Fragen

6.1.2.1. Wenn Ich EXPRESSION in meiner *.map Datei verwende, gibt die WHERE Bedingung niemals TRUE zurück, obwohl Ich weiß, dass sich die Werte in meiner Tabelle befinden.
6.1.2.2. Der FILTER, den ich bei meinen Shapefiles verwende, funktioniert nicht für meine PostGIS Tabelle, obwohl diese die gleichen Daten aufweist.
6.1.2.3. Mein PostGIS Layer wird viel langsamer dargestellt als mein Shapefile Layer. Ist das normal?
6.1.2.4. Mein PostGIS Layer wird ausgezeichnet dargestellt, aber die Abfragen sind sehr langsam. Was läuft falsch?
6.1.2.5. Kann Ich "Geography" Spalten (neu in PostGIS 1.5) als Quelle für MapServer Layer verwenden?

6.1.2.1.

Wenn Ich EXPRESSION in meiner *.map Datei verwende, gibt die WHERE Bedingung niemals TRUE zurück, obwohl Ich weiß, dass sich die Werte in meiner Tabelle befinden.

Anders als bei Shapefiles müssen die PostGIS-Feldnamen in EXPRESSION mit Kleinbuchstaben eingetragen werden.

EXPRESSION ([numlanes] >= 6)

6.1.2.2.

Der FILTER, den ich bei meinen Shapefiles verwende, funktioniert nicht für meine PostGIS Tabelle, obwohl diese die gleichen Daten aufweist.

Anders als bei Shapefiles, nutzen die Filter bei PostGIS-Layern die SQL Syntax (sie werden an die SQL-Anweisung, die vom PostGIS Konnektor für die Darstellung der Layer im Mapserver erzeugt wird, angehängt).

FILTER "type = 'highway' and numlanes >= 4"

6.1.2.3.

Mein PostGIS Layer wird viel langsamer dargestellt als mein Shapefile Layer. Ist das normal?

Je mehr Features eine bestimmte Karte aufweist, umso wahrscheinlicher ist es, dass PostGIS langsamer ist als Shapefiles. Bei Karten mit relativ wenigen Features (100te) ist PostGIS meist schneller. Bei Karten mit einer hohen Feature Dichte (1000e) wird PostGIS immer langsamer sein.

Falls erhebliche Probleme mit der Zeichenperformance auftreten, haben Sie eventuell keinen räumlichen Index auf die Tabelle gelegt.

postgis# CREATE INDEX geotable_gix ON geotable USING GIST ( geocolumn );
postgis# VACUUM ANALYZE;

6.1.2.4.

Mein PostGIS Layer wird ausgezeichnet dargestellt, aber die Abfragen sind sehr langsam. Was läuft falsch?

Damit Abfragen schnell gehen, müssen Sie einen eindeutigen Schlüssel in Ihrer Tabelle haben und einen Index auf diesen eindeutigen Schlüssell legen.

Sie können den von MapServer zu verwendenden eindeutigen Schlüssel mit der USING UNIQUE Klausel in Ihrer DATA Zeile angeben:

DATA "geom FROM geotable USING UNIQUE gid"

6.1.2.5.

Kann Ich "Geography" Spalten (neu in PostGIS 1.5) als Quelle für MapServer Layer verwenden?

Ja! Für MapServer sind "Geography" Attribute und "Geometry" Attriute dasselbe. Es kann allerdings nur die SRID 4325 verwendet werden. Stellen Sie bitte sicher, dass sich eine "using srid=4326" Klausel in Ihrer DATA Anweisung befindet. Alles andere funktioniert genau so wie bei "Geometry".

DATA "geog FROM geogtable USING SRID=4326 USING UNIQUE gid"

6.1.3. Erweiterte Verwendung

Die SQL-Pseudoklausel USING wird verwendet, um MapServer zusätzliche Information über komplexere Abfragen zukommen zu lassen. Genauer gesagt, wenn entweder ein View oder ein Subselect als Ursprungstabelle verwendet wird (der Ausdruck rechts von "FROM" bei einer DATA Definition) ist es für MapServer schwieriger einen eindeutigen Identifikator für jede Zeile und die SRID der Tabelle automatisch zu bestimmen. Die USINGKlausel kann MapServer die Information über diese beiden Teile wie folgt zukommen lassen:

DATA "geom FROM (
  SELECT
    table1.geom AS geom,
    table1.gid AS gid,
    table2.data AS data
  FROM table1
  LEFT JOIN table2
  ON table1.id = table2.id
) AS new_table USING UNIQUE gid USING SRID=4326"
USING UNIQUE <uniqueid>

MapServer benötigt eine eindeutige ID für jede Zeile um die Zeile bei Kartenabfragen identifizieren zu können. Normalerweise wird der Primärschlüssel aus den Systemtabellen ermittelt. Views und Subselects haben jedoch nicht automatisch eine bekannte eindeutige Spalte. Wenn Sie MapServer's Abfragefunktionalität nutzen wollen, müssen Sie sicherstellen, dass Ihr View oder Subselect eine mit eindeutigen Werten versehene Spalte enthält und diese mit USING UNIQUE gekennzeichnet ist. Zum Beispiel können Sie hierfür die Werte des Primärschlüssels verwenden, oder irgendeine andere Spalte bei der sichergestellt ist dass sie eindeutige Werte für die Ergebnismenge aufweist.

[Note]

"eine Karte abfragen" ist jene Aktion, bei der man auf die Karte klickt und nach Information über Kartenfeatures an dieser Stelle fragt. Verwechseln Sie bitte nicht "Kartenabfragen" mit der SQL Abfrage in der DATA Definition.

USING SRID=<srid>

PostGIS muss wissen, welches Koordinatenreferenzsystem von der Geometrie verwendet wird, um korrekte Daten an MapServer zurückzugeben. Üblicherweise kann man diese Information in der Tabelle "geometry_columns" in der PostGIS Datenbank finden. Dies ist jedoch nicht möglich bei Tabellen die On-the-fly erzeugt wurden, wo wie bei Subselects oder Views. Hierfür erlaubt die Option USING SRID= die Festlegung der richtigen SRID in der DATA Definition.

6.1.4. Beispiele

Beginnen wir mit einem einfachen Beispiel und arbeiten uns dann langsam vor. Betrachten Sie die nachfolgende MapServer Layerdefinition:

LAYER
  CONNECTIONTYPE postgis
  NAME "roads"
  CONNECTION "user=theuser password=thepass dbname=thedb host=theserver"
  DATA "geom from roads"
  STATUS ON
  TYPE LINE
  CLASS
    STYLE
      COLOR 0 0 0
    END
  END
END

Dieser Layer stellt alle Straßengeometrien der "roads"-Tabelle schwarz dar.

Angenommen, wir wollen bis zu einem Maßstab von 1:100000 nur die Autobahnen anzeigen - die nächsten zwei Layer erreichen diesen Effekt:

LAYER
  CONNECTIONTYPE postgis
  CONNECTION "user=theuser password=thepass dbname=thedb host=theserver"
  PROCESSING "CLOSE_CONNECTION=DEFER"
  DATA "geom from roads"
  MINSCALE 100000
  STATUS ON
  TYPE LINE
  FILTER "road_type = 'highway'"
  CLASS
    COLOR 0 0 0
  END
END
LAYER
  CONNECTIONTYPE postgis
  CONNECTION "user=theuser password=thepass dbname=thedb host=theserver"
  PROCESSING "CLOSE_CONNECTION=DEFER"
  DATA "geom from roads"
  MAXSCALE 100000
  STATUS ON
  TYPE LINE
  CLASSITEM road_type
  CLASS
    EXPRESSION "highway"
    STYLE
      WIDTH 2
      COLOR 255 0 0
    END
  END
  CLASS
    STYLE
      COLOR 0 0 0
    END
  END
END

Der erste Layer wird verwendet, wenn der Maßstab größer als 1:100000 ist und es werden nur die Straßen vom Typ "highway"/Autobahn als schwarze Linien dargestellt. Die Option FILTER bedingt, dass nur Straßen vom Typ "highway" angezeigt werden.

Der zweite Layer wird angezeigt, wenn der Maßstab kleiner als 1:100000 ist. Er zeigt die Autobahnen als doppelt so dicke rote Linien an, die anderen Straßen als normale schwarze Linien.

Wir haben eine Reihe von interessanten Aufgaben lediglich mit der von MapServer zur Verfügung gestellten Funktionalität durchgeführt, und unsere SQL-Anweisung unter DATA ist trotzdem einfach geblieben. Angenommen, die Namen der Straßen sind in einer anderen Tabelle gespeichert (wieso auch immer) und wir müssen einen Join ausführen, um sie für die Straßenbeschriftung verwenden zu können.

LAYER
  CONNECTIONTYPE postgis
  CONNECTION "user=theuser password=thepass dbname=thedb host=theserver"
  DATA "geom FROM (SELECT roads.gid AS gid, roads.geom AS geom,
        road_names.name as name FROM roads LEFT JOIN road_names ON
        roads.road_name_id = road_names.road_name_id)
        AS named_roads USING UNIQUE gid USING SRID=4326"
  MAXSCALE 20000
  STATUS ON
  TYPE ANNOTATION
  LABELITEM name
  CLASS
    LABEL
      ANGLE auto
      SIZE 8
      COLOR 0 192 0
      TYPE truetype
      FONT arial
    END
  END
END

Dieser Beschriftungslayer fügt grüne Beschriftungen zu allen Straßen hinzu, wenn der Maßstab 1:20000 oder weniger wird. Es zeigt auch wie man einen SQL-Join in einer DATA Definition verwenden kann.

6.2. Java Clients (JDBC)

Java Clients können auf die PostGIS Geoobjekte in der PostgreSQL Datenbank entweder direkt über die Textdarstellung zugreifen oder über die Objekte der JDBC Erweiterung, die mit PostGIS gebündelt sind. Um die Objekte der Erweiterung zu nutzen, muss sich die Datei "postgis.jar" zusammen mit dem JDBC Treiberpaket "postgresql.jar" in Ihrem CLASSPATH befinden.

import java.sql.*;
import java.util.*;
import java.lang.*;
import org.postgis.*;

public class JavaGIS {

public static void main(String[] args) {

  java.sql.Connection conn;

  try {
    /*
    * Den JDBC Treiber laden und eine Verbindung herstellen.
    */
    Class.forName("org.postgresql.Driver");
    String url = "jdbc:postgresql://localhost:5432/database";
    conn = DriverManager.getConnection(url, "postgres", "");
    /*
    * Die geometrischen Datentypen zu der Verbindung hinzufügen. Beachten Sie bitte,
    * dass Sie die Verbindung in eine pgsql-specifische Verbindung umwandeln
    * bevor Sie die Methode addDataType() aufrufen.
    */
    ((org.postgresql.PGConnection)conn).addDataType("geometry",Class.forName("org.postgis.PGgeometry"));
    ((org.postgresql.PGConnection)conn).addDataType("box3d",Class.forName("org.postgis.PGbox3d"));
    /*
    * Eine Anweisung erzeugen und eine Select Abfrage ausführen.
    */
    Statement s = conn.createStatement();
    ResultSet r = s.executeQuery("select geom,id from geomtable");
    while( r.next() ) {
      /*
      * Die Geometrie als Objekt abrufen und es in einen geometrischen Datentyp umwandeln.
      * Ausdrucken.
      */
      PGgeometry geom = (PGgeometry)r.getObject(1);
      int id = r.getInt(2);
      System.out.println("Row " + id + ":");
      System.out.println(geom.toString());
    }
    s.close();
    conn.close();
  }
catch( Exception e ) {
  e.printStackTrace();
  }
}
}

Das Objekt "PGgeometry" ist ein Adapter, der abhängig vom Datentyp ein bestimmtes topologisches Geoobjekt (Unterklassen der abstrakten Klasse "Geometry") enthält: Point, LineString, Polygon, MultiPoint, MultiLineString, MultiPolygon.

PGgeometry geom = (PGgeometry)r.getObject(1);
if( geom.getType() == Geometry.POLYGON ) {
  Polygon pl = (Polygon)geom.getGeometry();
  for( int r = 0; r < pl.numRings(); r++) {
    LinearRing rng = pl.getRing(r);
    System.out.println("Ring: " + r);
    for( int p = 0; p < rng.numPoints(); p++ ) {
      Point pt = rng.getPoint(p);
      System.out.println("Point: " + p);
      System.out.println(pt.toString());
    }
  }
}

Das JavaDoc der Erweiterung liefert eine Referenz für die verschiedenen Zugriffsfunktionen auf die Geoobjekte.

6.3. C Clients (libpq)

...

6.3.1. Text Cursor

...

6.3.2. Binäre Cursor

...

Chapter 7. Performance Tipps

7.1. Kleine Tabellen mit großen Geometrien

7.1.1. Problembeschreibung

Aktuelle PostgreSQL Versionen (inklusive 9.6) haben eine Schwäche des Optimizers in Bezug auf TOAST Tabellen. TOAST Tabellen bieten eine Art "Erweiterungsraum", der benutzt wird um große Werte (im Sinne der Datengröße), welche nicht in die üblichen Datenspeicherseiten passen (wie lange Texte, Bilder oder eine komplexe Geometrie mit vielen Stützpunkten) auszulagern, siehe the PostgreSQL Documentation for TOAST für mehr Information).

Das Problem tritt bei Tabellen mit relativ großen Geometrien, aber wenigen Zeilen auf (z.B. eine Tabelle welche die europäischen Ländergrenzen in hoher Auflösung beinhaltet). Dann ist die Tabelle selbst klein, aber sie benützt eine Menge an TOAST Speicherplatz. In unserem Beispiel hat die Tabelle um die 80 Zeilen und nutzt dafür nur 3 Speicherseiten, während die TOAST Tabelle 8225 Speicherseiten benützt.

Stellen Sie sich nun eine Abfrage vor, die den geometrischen Operator && verwendet, um ein Umgebungsrechteck mit nur wenigen Zeilen zu ermitteln. Der Abfrageoptimierer stellt fest, dass die Tabelle nur 3 Speicherseiten und 80 Zeilen aufweist. Er nimmt an, das ein sequentieller Scan bei einer derart kleinen Tabelle wesentlich schneller abläuft als die Verwendung eines Indizes. Und so entscheidet er den GIST Index zu ignorieren. Normalerweise stimmt diese Annahme. Aber in unserem Fall, muss der && Operator die gesamte Geometrie von der Festplatte lesen um den BoundingBox-Vergleich durchführen zu können, wodurch auch alle TOAST-Speicherseiten gelesen werden.

Um zu sehen, ob dieses Problem auftritt, können Sie den "EXPLAIN ANALYZE" Befehl von PostgreSQL anwenden. Mehr Information und die technischen Feinheiten entnehmen Sie bitte dem Thread auf der Postgres Performance Mailing List: http://archives.postgresql.org/pgsql-performance/2005-02/msg00030.php

und einem neueren Thread über PostGIS https://lists.osgeo.org/pipermail/postgis-devel/2017-June/026209.html

7.1.2. Umgehungslösung

Die PostgreSQL Entwickler versuchen das Problem zu lösen, indem sie die Abschätzung der Abfragen TOAST-gewahr machen. Zur Überbrückung zwei Workarounds:

Der erste Workaround besteht darin den Query Planer zu zwingen, den Index zu nutzen. Setzen Sie "SET enable_seqscan TO off;" am Server bevor Sie die Abfrage ausführen. Dies zwingt den Query Planer grundsätzlich dazu sequentielle Scans, wann immer möglich, zu vermeiden. Womit der GIST Index wie üblich verwendet wird. Aber dieser Parameter muss bei jeder Verbindung neu gesetzt werden, und er verursacht das der Query Planer Fehleinschätzungen in anderen Fällen macht. Daher sollte "SET enable_seqscan TO on;" nach der Abfrage ausgeführt werden.

Der zweite Workaround besteht darin, den sequentiellen Scan so schnell zu machen wie der Query Planer annimmt. Dies kann durch eine zusätzliche Spalte, welche die BBOX "zwischenspeichert" und über die abgefragt wird, erreicht werden. In Unserem Beispiel sehen die Befehle dazu folgendermaßen aus:

SELECT AddGeometryColumn('myschema','mytable','bbox','4326','GEOMETRY','2');
UPDATE mytable SET bbox = ST_Envelope(ST_Force2D(the_geom));

Nun ändern Sie bitte Ihre Abfrage so, das der && Operator gegen die bbox anstelle der geom_column benutzt wird:

SELECT geom_column
FROM mytable
WHERE bbox && ST_SetSRID('BOX3D(0 0,1 1)'::box3d,4326);

Selbstverständlich muss man die BBOX synchron halten. Die transparenteste Möglichkeit dies zu erreichen wäre über Trigger. Sie können Ihre Anwendung derart abändern, das die BBOX Spalte aktuell bleibt oder ein UPDATE nach jeder Änderung durchführen.

7.2. CLUSTER auf die geometrischen Indizes

Für Tabelle die hauptsächlich read-only sind und bei denen ein einzelner Index für die Mehrheit der Abfragen verwendet wird, bietet PostgreSQL den CLUSTER Befehl. Dieser Befehl ordnet alle Datenzeilen in derselben Reihenfolge an wie die Kriterien bei der Indexerstellung, was zu zwei Performance Vorteilen führt: Erstens wird für die Index Range Scans die Anzahl der Suchabfragen über die Datentabelle stark reduziert. Zweitens, wenn sich der Arbeitsbereich auf einige kleine Intervale des Index beschränkt ist das Caching effektiver, da die Datenzeilen über weniger data pages verteilt sind. (Sie dürfen sich nun eingeladen fühlen, die Dokumentation über den CLUSTER Befehl in der PostgreSQL Hilfe nachzulesen.)

Die aktuelle PostgreSQL Version erlaubt allerdings kein clustern an Hand von PostGIS GIST Indizes, da GIST Indizes NULL Werte einfach ignorieren. Sie erhalten eine Fehlermeldung wie:

lwgeom=# CLUSTER my_geom_index ON my_table;
ERROR: cannot cluster when index access method does not handle null values
HINT: You may be able to work around this by marking column "the_geom" NOT NULL.

Wie die HINT Meldung mitteilt, kann man diesen Mangel umgehen indem man eine "NOT NULL" Bedingung auf die Tabelle setzt:

lwgeom=# ALTER TABLE my_table ALTER COLUMN the_geom SET not null;
ALTER TABLE

Dies funktioniert natürlich nicht, wenn Sie tatsächlich NULL Werte in Ihrer Geometriespalte benötigen. Außerdem müssen Sie die obere Methode zum Hinzufügen der Bedingung verwenden. Die Verwendung einer CHECK Bedingung wie "ALTER TABLE blubb ADD CHECK (geometry is not null);" wird nicht klappen.

7.3. Vermeidung von Dimensionsumrechnungen

Manchmal kann es vorkommen, das Sie 3D- oder 4D-Daten in Ihrer Tabelle haben, aber immer mit den OpenGIS compliant ST_AsText() oder ST_AsBinary() Funktionen, die lediglich 2D Geometrien ausgeben, zugreifen. Dies geschieht indem intern die ST_Force2D() Funktion aufgerufen wird, welche einen wesentlichen Overhead für große Geometrien aufweist. Um diesen Overhead zu vermeiden kann es praktikabel sein diese zusätzlichen Dimensionen ein für alle mal im Voraus zu löschen:

UPDATE mytable SET the_geom = ST_Force2D(the_geom);
VACUUM FULL ANALYZE mytable;

Beachten Sie bitte, falls Sie die Geometriespalte über AddGeometryColumn() hinzugefügt haben, das dadurch eine Bedingung auf die Dimension der Geometrie gesetzt ist. Um dies zu Überbrücken löschen Sie die Bedingung. Vergessen Sie bitte nicht den Eintrag in die geometry_columns Tabelle zu erneuern und die Bedingung anschließend erneut zu erzeugen.

Bei großen Tabellen kann es vernünftig sein, diese UPDATE in mehrere kleinere Portionen aufzuteilen, indem man das UPDATE mittels WHERE Klausel und eines Primärschlüssels, oder eines anderen passenden Kriteriums, beschränkt und ein einfaches "VACUUM;" zwischen den UPDATEs aufruft. Dies verringert den Bedarf an temporären Festplattenspeicher drastisch. Außerdem, falls die Datenbank gemischte Dimensionen der Geometrie aufweist, kann eine Einschränkung des UPDATES mittels "WHERE dimension(the_geom)>2" das wiederholte Schreiben von Geometrien, welche bereits in 2D sind, vermeiden.

7.4. Tunen der Konfiguration

Die Feinabstimmung von PostGIS ist dem Tunen für jeglichen PostgreSQL workload sehr ähnlich. Die einzige zusätzliche Anmerkung, die Sie im Kopf behalten müssen ist, das Geometrien und Raster groß sind, so das auf den Arbeitsspeicher bezogene Optimierungen im allgemeinen einen größeren Einfluß auf PostGIS haben als andere Arten von PostgreSQL Abfragen.

Für allgemeine Details zur PostgreSQL Optimierung, siehe Tuning your PostgreSQL Server.

Für PostgreSQL 9.4+ kann dies alles auf der Serverebene gesetzt werden, ohne das postgresql.conf oder postgresql.auto.conf angerührt werden müssen, indem man den ALTER SYSTEM.. Befehl nützt.

ALTER SYSTEM SET work_mem = '256MB';
-- dies erzwingt die non-startup Konfiguration für neue Verbindungen
SELECT pg_reload_conf();
-- zeige aktuelle Einstellungen
-- benutzen Sie bitte SHOW ALL um alle Einstellungen anzuzeigen
SHOW work_mem;

Zusätzlich zu diesen Einstellungen verfügt PostGIS über einige eigene Einstellungen welche unter Section 8.2, “PostGIS Grand Unified Custom Variables (GUCs)” aufgeführt sind.

7.4.1. Startup/Inbetriebnahme

Folgende Einstellungen werden in der postgresql.conf konfiguriert:

constraint_exclusion

  • Default: partition

  • Dies wird im allgemeinen zur Tabellenpartitionierung verwendet. Die Standardeinstellung ist "partition". Dies ist ideal für PostgreSQL 8.4 oder höher, da es den Query Planer veranlasst nur jene Tabellen, die sich in einer vererbten Hierarchie befinden, in Hinblick auf Bedingungen zu analysieren.

shared_buffers

  • Standard: ~128MB in PostgreSQL 9.6

  • Auf ca. 25% bis 40% des verfügbaren RAM setzen. Unter Windows können Sie nicht so hoch ansetzen.

max_worker_processes Diese Einstellung ist erst ab PostgreSQL 9.4+ verfügbar. Ab PostgreSQL 9.6+ hat diese Einstellung eine zusätzliche Bedeutung, da sie die maximale Anzahl von Prozessen bestimmt, die bei parallel ablaufenden Abfragen verwendet werden können.

  • Default: 8

  • Bestimmt die maximale Anzahl von Hintergrundprozessen die das System unterstützen kann. Dieser Parameter kann nur beim Serverstart gesetzt werden.

7.4.2. Runtime/Laufzeit

work_mem (jener Arbeitsspeicher der für Sortieroperationen und komplexe Abfragen benutzt wird)

  • Default: 1-4MB

  • Nach oben setzen für große Datenbanken, komplexe Abfragen und wenn große Mengen an Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen.

  • Nach unten setzen bei vielen gleichzeitigen Anwendern oder wenn wenig Arbeitsspeicher zur Verfügung steht

  • Falls sie viel Arbeitsspeicher aber wenig Entwickler zur Verfügung haben:

    SET work_mem TO '256MB';
                    

maintenance_work_mem (wird für VACUUM, CREATE INDEX, etc. genutzt)

  • Default: 16-64MB

  • Ist im allgemeinen zu niedrig gesetzt - bindet I/O, sperrt Objekte während es den Speicher auslagert

  • Es werden 32MB bis 1GB auf Produktionsservern mit viel Hauptspeicher empfohlen, was allerdings von der Anzahl der Anwender abhängt. Falls Sie eine Menge an Arbeitsspeicher und wenige Entwickler haben:

    SET maintenance_work_mem TO '1GB';
                    

max_parallel_workers_per_gather Diese Enstellung ist erst ab PostgreSQL 9.6+ verfügbar und wirkt sich erst ab PostGIS 2.3+ aus, da nur PostGIS 2.3+ parallel laufende Abfragen unterstützt. Wenn der Parameter auf einen höheren Wert als 0 gestellt wird können manche Abfragen, wie jene die Relationsfunktionen wie ST_Intersects verwenden, mehrere Prozesse benutzen und mehr als doppelt so schnell ablaufen. Falls Sie eine große Anzahl an Prozessoren zur Verfügung haben, sollten Sie diesen Wert auf die Anzahl der Prozessoren setzen. Stellen Sie bitte auch sicher die max_worker_processes auf zumindest die gleiche Anzahl zu erhöhen.

  • Default: 0

  • Setzt die maximale Anzahl von Workern, die durch einen einzelnen Gather Knoten aufgerufen werden können. Parallele Worker werden aus einem Pool von Prozessen, welche von max_worker_processes aufgespannt sind, entnommen. Beachten Sie bitte, das die angeforderte Anzahl von Workern zur Laufzeit nicht tatsächlich zur Verfügung stehen kann. Falls dies auftritt wird der Plan mit weniger Workern als erwartet ausgeführt, was leistungsschwach sein kann. Setzt man den Wert auf 0, was der Standardeinstellung entspricht, wird die parallele Ausführung von Abfragen unterbunden.

Chapter 8. PostGIS Referenz

Nachfolgend sind jene Funktionen, die ein PostGIS Anwender am ehesten benötigt. Es gibt weitere Funktionen, die jedoch keinen Nutzen für den allgemeinen Anwender haben, da sie zu Unterstützungsaufgaben für PostGIS Objekte benötigt werden.

[Note]

PostGIS hat begonnen die bestehende Namensgebung in eine SQL-MM-orientierte Namensgebung zu ändern. Daher wurden die meisten Funktionen, die Sie kennen und lieben, unter Verwendung des standard spatial type (ST) Präfix umbenannt. Vorhergegangene Funktionen sind noch verfügbar, werden aber in diesem Dokument nicht aufgeführt, wenn es entsprechende aktualisierte Funktionen gibt. Funktionen ohne das ST_ Präfix, die in dieser Dokumentation nicht aufgeführt sind, gelten als veraltet und werden in zukünftigen Ausgaben entfernt. Benutzten Sie diese daher BITTE NICHT MEHR.

8.1. PostgreSQL PostGIS Geometry/Geography/Box Types

Abstract

Dieser Abschnitt listet die PostgreSQL Datentypen auf, die mit PostGIS installiert werden. Beachten Sie bitte die hier beschriebene Verhaltensweise bei der Typumwandlung, diese ist sehr wesentlich, insbesondere wenn Sie Ihre eigenen Funktionen entwerfen.

Ein CAST/Typumwandlung liegt dann vor, wenn die Umwandlung eines Datentyps in einen anderen Datentyp erzwungen wird. PostgreSQL unterscheidet sich von den meisten Datenbanksystemen, indem die Verhaltensweise der Typumwandlung bei benutzerdefinierten Datentypen, als auch die dafür zu verwendenden Funktionen, festgelegt werden können. Eine Typumwandlung kann automatisiert werden, wodurch man sich "CAST(myfoo AS otherfootype)" bzw. myfoo::otherfootype" erspart, wenn man eine Funktion damit füttert, welche nur mit "otherfootype" arbeiten kann und ein automatischer CAST dafür vorhanden ist.

Die Gefahr, wenn man sich auf das Verhalten bei der automatischen Typumwandlung verlässt, besteht bei überladenen Funktionen darin, wenn z.B. eine Box2D und eine Box3D aber keine Geometrie entgegen genommen wird. Was passiert ist, dass beide Funktionen gleich gut mit dem Geometrie-Typ verwendet werden können, da dieser eine automatische Typumwandlung für beide hat - somit kommt es wegen Mehrdeutigkeit zu einem Funktionsfehler . Um PostgreSQL eine Wahl aufzuzwingen, verwenden Sie bitte CAST(mygeom As box3d) oder mygeom::box3d.

Zumindest ab PostgreSQL 8.3 - können alle Datentypen mit CAST in Text umgewandelt werden (vermutlich wegen des magischen "unknown" Datentyps), weswegen keine vordefinierten CASTs vorhanden sein müssen, um ein Objekt in einen Text umzuwandeln.

box2d — Ein Rechteck bestehend aus X min, Y min, X max und Y max. Wird oft verwendet, um das umschliessende Rechteck einer Geometrie in 2D zu erhalten.
box3d — Ein Rechteck bestehend aus Xmin, Ymin, Zmin, Xmax, Ymax und Zmax. Wird oft verwendet, um das umschliessende Rechteck einer Geometrie oder einer Geometriekollektion in 3D zu erhalten.
geometry — Ebener räumlicher Datentyp.
geometry_dump — Ein räumlicher Datentyp mit zwei Attributen - geom (enthält ein Geometrieobjekt) und Path[] (ein 1-dimensionales Feld, welches die Position der Geometrie innherhalb des entladenen/dumped Objektes angibt).
geography — Ein ellipsenförmiger räumlicher Datentyp.

Name

box2d — Ein Rechteck bestehend aus X min, Y min, X max und Y max. Wird oft verwendet, um das umschliessende Rechteck einer Geometrie in 2D zu erhalten.

Beschreibung

Box2D ist ein räumlicher Datentyp, der verwendet wird, das umschließende Rechteck einer Geometrie, oder einer Menge von Geometrien, darzustellen. In Vorgängerversionen von PostGIS 1.4 würde ST_Extent eine Box2D zurückgeben.


Name

box3d — Ein Rechteck bestehend aus Xmin, Ymin, Zmin, Xmax, Ymax und Zmax. Wird oft verwendet, um das umschliessende Rechteck einer Geometrie oder einer Geometriekollektion in 3D zu erhalten.

Beschreibung

Box3D ist ein räumlicher Datentyp, der verwendet wird, das umschließende Rechteck einer Geometrie, oder einer Menge von Geometrien, darzustellen. ST_3DExtent gibt ein Box3D-Objekt zurück.

Typumwandlung

Dieser Abschnitt beschreibt sowohl die automatischen, als auch die expliziten Typumwandlungen, die für diesen Datentyp erlaubt sind.

Typumwandlung nachVerhaltensweise
boxautomatisch
box2dautomatisch
geometryautomatisch

Name

geometry — Ebener räumlicher Datentyp.

Beschreibung

"Geometry" wird in PostGIS als grundlegender räumlicher Datentyp zur Darstellung eines Features im Euklidischen Koordinatenraum verwendet.

Typumwandlung

Dieser Abschnitt beschreibt sowohl die automatischen, als auch die expliziten Typumwandlungen, die für diesen Datentyp erlaubt sind.

Typumwandlung nachVerhaltensweise
boxautomatisch
box2dautomatisch
box3dautomatisch
Byteaautomatisch
geographyautomatisch
Textautomatisch

Name

geometry_dump — Ein räumlicher Datentyp mit zwei Attributen - geom (enthält ein Geometrieobjekt) und Path[] (ein 1-dimensionales Feld, welches die Position der Geometrie innherhalb des entladenen/dumped Objektes angibt).

Beschreibung

geometry_dump ist ein zusammengesetzter Datentyp, der aus einem geometrischen Objekt - wird durch das Attribut .geom referenziert - und path[] - einem 1-dimensionalen ganzzahligen Feld (beginnt mit 1, z.B.: path[1] gibt das erste Element des Feldes) das den Navigationspfad innerhalb der ausgeladenen/dumped Geometrie zur Auffindung von einzelnen Elementen bestimmt. Es wird von der ST_Dump* Funktionsfamilie als Ausgabetyp verwendet, um komplexere Geometrien in ihre Bestandteile und die Position dieser Bestandteile zu zerlegen.


Name

geography — Ein ellipsenförmiger räumlicher Datentyp.

Beschreibung

"Geography" ist ein räumlicher Datentyp, zur Abbildung eines Features im geographischen Kugelkoordinatensystem.

Typumwandlung

Dieser Abschnitt beschreibt sowohl die automatischen, als auch die expliziten Typumwandlungen, die für diesen Datentyp erlaubt sind.

Typumwandlung nachVerhaltensweise
geometryexplizit

8.2. PostGIS Grand Unified Custom Variables (GUCs)

Abstract

Dieser Abschnitt listet die PostGIS-spezifischen Grand Unified Custom Variables (GUC) auf. Diese können global, pro Datenbank, Session oder Transaktion gesetzt werden. Am Besten werden diese global oder auf Datenbankebenen gesetzt.

postgis.backend — Dieses Backend stellt eine Funktion zur Auswahl zwischen GEOS und SFCGAL zur Verfügung.
postgis.gdal_datapath — Eine Konfigurationsmöglichkeit um den Wert von GDAL's GDAL_DATA Option zu setzen. Wenn sie nicht gesetzt ist, wird die Umgebungsvariable GDAL_DATA verwendet.
postgis.gdal_enabled_drivers — Eine Konfigurationsmöglichkeit um einen GDAL Treiber in der PostGIS Umgebung zu aktivieren. Beeinflusst die Konfigurationsvariable GDAL_SKIP von GDAL.
postgis.enable_outdb_rasters — Eine boolesche Konfigurationsmöglichkeit um den Zugriff auf out-db Rasterbänder zu ermöglichen

Name

postgis.backend — Dieses Backend stellt eine Funktion zur Auswahl zwischen GEOS und SFCGAL zur Verfügung.

Beschreibung

Diese GUC hat nur Bedeutung, wenn Sie PostGIS mit SFCGAL Unterstützung kompiliert haben. Funktionen, welche sowohl bei GEOS als auch bei SFCGAL die gleiche Bezeichnung haben, werden standardmäßig mit dem geos Backend ausgeführt. Die Standardeinstellung wird mit dieser Variablen überschrieben und SFCGAL für den Aufruf verwendet.

Verfügbarkeit: 2.1.0

Beispiele

Setzt das Backend für die Dauer der Verbindung

set postgis.backend = sfcgal;

Setzt das Backend für neue Verbindungen zur Datenbank

ALTER DATABASE mygisdb SET postgis.backend = sfcgal;

Name

postgis.gdal_datapath — Eine Konfigurationsmöglichkeit um den Wert von GDAL's GDAL_DATA Option zu setzen. Wenn sie nicht gesetzt ist, wird die Umgebungsvariable GDAL_DATA verwendet.

Beschreibung

Eine PostgreSQL GUC Variable zum setzten von GDAL's GDAL_DATA Option. Der postgis.gdal_datapath Wert sollte dem gesamten physischen Pfad zu den Datendateien von GDAL entsprechen.

Diese Konfigurationsmöglichkeit ist am nützlichsten auf Windows Plattformen, wo der Dateipfad von "data" nicht fest kodiert ist. Diese Option sollte auch gesetzt werden, wenn sich die Datendateien nicht in dem von GDAL erwarteten Pfad befinden.

[Note]

Diese Option kann in der Konfigurationsdatei "postgresql.conf" gesetzt werden. Sie kann auch pro Verbindung oder pro Transaktion gesetzt werden.

Verfügbarkeit: 2.2.0

[Note]

Zusätzliche Informationen über GDAL_DATA ist unter den Konfigurationsmöglichkeiten für GDAL zu finden.

Beispiele

Den postgis.gdal_datapath setzen oder zurücksetzen

SET postgis.gdal_datapath TO '/usr/local/share/gdal.hidden';
SET postgis.gdal_datapath TO default;
                                

Auf Windows für eine bestimmte Datenbank setzen

ALTER DATABASE gisdb
SET postgis.gdal_datapath = 'C:/Program Files/PostgreSQL/9.3/gdal-data';

Name

postgis.gdal_enabled_drivers — Eine Konfigurationsmöglichkeit um einen GDAL Treiber in der PostGIS Umgebung zu aktivieren. Beeinflusst die Konfigurationsvariable GDAL_SKIP von GDAL.

Beschreibung

Eine Konfigurationsmöglichkeit um einen GDAL Treiber in der PostGIS Umgebung zu aktivieren. Beeinflusst die Konfigurationsvariable GDAL_SKIP von GDAL. Diese Option kann in der PostgreSQL Konfigurationsdatei "postgresql.conf" gesetzt werden. Sie kann aber auch pro Verbindung oder pro Transaktion gesetzt werden. 

Der Ausgangswert von postgis.gdal_enabled_drivers kann auch beim Startprozess von PostgreSQL gesetzt werden, nämlich durch die Übergabe der Umgebungsvariablen POSTGIS_GDAL_ENABLED_DRIVERS, welche die Liste der aktivierten Treiber enthält.

Aktivierte GDAL Treiber können auch über die Kurzbezeichnung oder den Code des Treibers bestimmt werden. Kurzbezeichnungen und Codes für die Treiber finden sich unter GDAL Raster Formate Es können mehrere, durch Leerzeichen getrennte Treiber angegeben werden.

[Note]

Für postgis.gdal_enabled_drivers sind drei spezielle, case-sensitive Codes verfügbar.

  • DISABLE_ALL deaktiviert alle GDAL-Treiber. Falls vorhanden, überschreibt DISABLE_ALL alle anderen Werte in postgis.gdal_enabled_drivers.

  • ENABLE_ALL aktiviert alle GDAL-Treiber.

  • VSICURL aktiviert GDAL's /vsicurl/ virtuelles Dateisystem.

Falls postgis.gdal_enabled_driversauf DISABLE_ALL gesetzt ist, kommt es bei der Anwendung von out-db Rastern, ST_FromGDALRaster(), ST_AsGDALRaster(), ST_AsTIFF(), ST_AsJPEG() und ST_AsPNG() zu Fehlermeldungen.

[Note]

postgis.gdal_enabled_drivers wird bei der Standardinstallation von PostGIS auf DISABLE_ALL gesetzt.

[Note]

Weiterführende Informationen über GDAL_SKIP ist auf GDAL's Configuration Options zu finden.

Verfügbarkeit: 2.2.0

Beispiele

postgis.gdal_enabled_drivers setzen und zurücksetzen

Bestimmt das Backend, das für alle neuen Verbindungen zur Datenbank verwendet wird

ALTER DATABASE mygisdb SET postgis.gdal_enabled_drivers TO 'GTiff PNG JPEG';

Setzt die standardmäßig aktivierten Treiber für alle neuen Verbindungen zum Server. Benötigt Administratorrechte und PostgreSQL 9.4+. Beachten Sie aber bitte, dass die Datenbank-, Sitzungs- und Benutzereinstellungen dies überschreiben.

ALTER SYSTEM SET postgis.gdal_enabled_drivers TO 'GTiff PNG JPEG';
SELECT pg_reload_conf();
                                
SET postgis.gdal_enabled_drivers TO 'GTiff PNG JPEG';
SET postgis.gdal_enabled_drivers = default;
                                

Aktiviert alle GDAL-Treiber

SET postgis.gdal_enabled_drivers = 'ENABLE_ALL';
                                

Deaktiviert alle GDAL-Treiber

SET postgis.gdal_enabled_drivers = 'DISABLE_ALL';
                                

Name

postgis.enable_outdb_rasters — Eine boolesche Konfigurationsmöglichkeit um den Zugriff auf out-db Rasterbänder zu ermöglichen

Beschreibung

Eine boolesche Konfigurationsmöglichkeit um den Zugriff auf out-db Rasterbänder zu ermöglichen. Diese Option kann in der PostgreSQL Konfigurationsdatei "postgresql.conf" gesetzt werden. Kann aber auch pro Verbindung oder pro Transaktion gesetzt werden.

Der Ausgangswert von postgis.enable_outdb_rasters kann auch beim Startprozess von PostgreSQL gesetzt werden, nämlich durch die Übergabe der Umgebungsvariablen POSTGIS_ENABLE_OUTDB_RASTERS, welche ungleich null sein muss.

[Note]

Auch wenn postgis.enable_outdb_rasters True ist, bestimmt die GUC postgis.enable_outdb_rasters die zugänglichen Rasterformate.

[Note]

Bei der Standardinstallation von PostGIS ist postgis.enable_outdb_rasters auf False gesetzt.

Verfügbarkeit: 2.2.0

Beispiele

postgis.enable_outdb_rasters setzen oder zurücksetzen

SET postgis.enable_outdb_rasters TO True;
SET postgis.enable_outdb_rasters = default;
SET postgis.enable_outdb_rasters = True;
SET postgis.enable_outdb_rasters = False;
                                

8.3. Funktionen zur Verwaltung von Geometrien

AddGeometryColumn — Fügt eine Geometriespalte an eine bestehende Tabelle an. Standardmäßig wird Typmodifikation anstelle von Bedingungen/Constraints verwendet. Sie erreichen das alte, auf check constraints basierte Verhalten, wenn Sie use_typmod auf false setzen.
DropGeometryColumn — Entfernt eine Geometriespalte aus einer räumlichen Tabelle.
DropGeometryTable — Löscht eine Tabelle und alle Referenzen in dem geometry_columns View.
PostGIS_Full_Version — Gibt einen vollständigen Bericht über die Version und Information über die Kompilationskonfiguration aus.
PostGIS_GEOS_Version — Gibt die Versionsnummer der GEOS Bibliothek zurück.
PostGIS_Liblwgeom_Version — Gibt die Versionsnummer der liblwgeom Bibliothek zurück. Diese sollte mit der Version von PostGIS übereinstimmen.
PostGIS_LibXML_Version — Gibt die Versionsnummer der libxml2 Bibliothek zurück.
PostGIS_Lib_Build_Date — Gibt das Kompilations-Datum der PostGIS Bibliothek zurück.
PostGIS_Lib_Version — Gibt die Versionsnummer der PostGIS Bibliothek aus.
PostGIS_PROJ_Version — Gibt die Versionsnummer der Proj4 Bibliothek zurück.
PostGIS_Scripts_Build_Date — Gibt das Kompilationsdatum der PostGIS Skripts aus.
PostGIS_Scripts_Installed — Gibt die Version der in der Datenbank installierten PostGIS Skripts aus.
PostGIS_Scripts_Released — Gibt die Versionsnummer des Skript "postgis.sql" aus, das mit der installierten PostGIS Bibliothek veröffentlicht wurde.
PostGIS_Version — Gibt die Versionsnummer von PostGIS und die Optionen zur Kompilationzeit aus.
Populate_Geometry_Columns — Sorgt dafür, dass die Geometriespalten mit Typmodifikatoren oder mit passenden räumlichen Constraints versehen sind. Dadurch wird die korrekte Registrierung im View geometry_columns sichergestellt. Standardmäßig werden alle Geometriespalten, die keinen Typmodifikator aufweisen, mit Typmodifikatoren versehen. Für die alte Verhaltensweise setzen Sie bitte use_typmod=false
UpdateGeometrySRID — Erneuert die SRID aller Features einer Geometriespalte, die Metadaten und die SRID in "geometry_columns". Wenn Constraints erzwungen wurden, werden die Constraints mit der neuen SRID versehen. Falls die Definition über den Datentyp erfolgte, wird die Datentypdefinition geändert.

Name

AddGeometryColumn — Fügt eine Geometriespalte an eine bestehende Tabelle an. Standardmäßig wird Typmodifikation anstelle von Bedingungen/Constraints verwendet. Sie erreichen das alte, auf check constraints basierte Verhalten, wenn Sie use_typmod auf false setzen.

Synopsis

text AddGeometryColumn(varchar table_name, varchar column_name, integer srid, varchar type, integer dimension, boolean use_typmod=true);

text AddGeometryColumn(varchar schema_name, varchar table_name, varchar column_name, integer srid, varchar type, integer dimension, boolean use_typmod=true);

text AddGeometryColumn(varchar catalog_name, varchar schema_name, varchar table_name, varchar column_name, integer srid, varchar type, integer dimension, boolean use_typmod=true);

Beschreibung

Fügt eine Geometriespalte zu den Attributen einer bestehende Tabelle hinzu. Der schema_name ist der Name des Schemas, in dem sich die Tabelle befindet. Bei der srid handelt es sich um eine Ganzzahl, welche auf einen entsprechenden Eintrag in der SPATIAL_REF_SYS Tabelle verweist. Beim type handelt es sich um eine Zeichenkette, welche dem Geometrietyp entsprechen muss, z.B.: 'POLYGON' oder 'MULTILINESTRING'. Falls der Name des Schemas nicht existiert (oder im aktuellen search_path nicht sichtbar ist), oder die angegebene SRID, der Geometrietyp, oder die Dimension ungültig sind, wird ein Fehler angezeigt.

[Note]

Änderung: 2.0.0 Diese Funktion aktualisiert die geometry_columns Tabelle nicht mehr, da geometry_columns jetzt ein View ist, welcher den Systemkatalog ausliest. Standardmäßig werden auch keine Bedingungen/constraints erzeugt, sondern es wird der in PostgreSQL integrierte Typmodifikaor verwendet. So entspricht zum Beispiel die Erzeugung einer wgs84 POINT Spalte mit dieser Funktion: ALTER TABLE some_table ADD COLUMN geom geometry(Point,4326);

Änderung: 2.0.0 Falls Sie das alte Verhalten mit Constraints wünschen, setzen Sie bitte use_typmod vom standardmäßigen true auf false.

[Note]

Änderung: 2.0.0 Views können nicht mehr händisch in "geometry_columns" registriert werden. Views auf eine Geometrie in Typmod-Tabellen, bei denen keine Adapterfunktion verwendet wird, registrieren sich selbst auf korrekte Weise, da sie die Typmod-Verhaltensweise von der Spalte der Stammtabelle erben. Views die ein geometrische Funktion ausführen die eine andere Geometrie ausgibt, benötigen die Umwandlung in eine Typmod-Geometrie, damit die Geometrie des Views korrekt in "geometry_columns" registriert wird. Siehe Section 4.3.4, “Geometrische Spalten in "geometry_columns" händisch registrieren”.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Verbesserung: 2.0.0 use_typmod Argument eingeführt. Standardmäßig wird eine typmod Geometrie anstelle einer Constraint-basierten Geometrie erzeugt.

Beispiele

-- Ein Schema für die Daten erzeugen
CREATE SCHEMA my_schema;
-- Eine neue einfache PostgreSQL Tabelle ersellen
CREATE TABLE my_schema.my_spatial_table (id serial);

-- Die Beschreibung der Tabelle zeigt eine einfache Tabelle mit einer einzigen "id" Spalte Describing the table shows a simple table with a single "id" column.
postgis=# \d my_schema.my_spatial_table
                                                         Table "my_schema.my_spatial_table"
 Column |  Type   |                                Modifiers
--------+---------+-------------------------------------------------------------------------
 id     | integer | not null default nextval('my_schema.my_spatial_table_id_seq'::regclass)

-- Fügt eine Geometriespalte an die Tabelle an
SELECT AddGeometryColumn ('my_schema','my_spatial_table','geom',4326,'POINT',2);

-- Hinzufügen einer Punktgeometrie mit dem alten, auf Bedingungen basierten Verhalten/old constraint behavior
SELECT AddGeometryColumn ('my_schema','my_spatial_table','geom_c',4326,'POINT',2, false);

--Hinzufügen eines Kurvenpolygons/curvepolygon mittels old constraint behavior
SELECT AddGeometryColumn ('my_schema','my_spatial_table','geomcp_c',4326,'CURVEPOLYGON',2, false);

-- Die neuerliche Beschreibung der Tabelle zeigt die hinzugefügten Geometriespalten an.
\d my_schema.my_spatial_table
                            addgeometrycolumn
-------------------------------------------------------------------------
 my_schema.my_spatial_table.geomcp_c SRID:4326 TYPE:CURVEPOLYGON DIMS:2
(1 row)

                                    Table "my_schema.my_spatial_table"
  Column  |         Type         |                                Modifiers
----------+----------------------+-------------------------------------------------------------------------
 id       | integer              | not null default nextval('my_schema.my_spatial_table_id_seq'::regclass)
 geom     | geometry(Point,4326) |
 geom_c   | geometry             |
 geomcp_c | geometry             |
Check constraints:
    "enforce_dims_geom_c" CHECK (st_ndims(geom_c) = 2)
    "enforce_dims_geomcp_c" CHECK (st_ndims(geomcp_c) = 2)
    "enforce_geotype_geom_c" CHECK (geometrytype(geom_c) = 'POINT'::text OR geom_c IS NULL)
    "enforce_geotype_geomcp_c" CHECK (geometrytype(geomcp_c) = 'CURVEPOLYGON'::text OR geomcp_c IS NULL)
    "enforce_srid_geom_c" CHECK (st_srid(geom_c) = 4326)
    "enforce_srid_geomcp_c" CHECK (st_srid(geomcp_c) = 4326)

-- Der geometry_columns View registriert die neuen Spalten --
SELECT f_geometry_column As col_name, type, srid, coord_dimension As ndims
    FROM geometry_columns
    WHERE f_table_name = 'my_spatial_table' AND f_table_schema = 'my_schema';

 col_name |     type     | srid | ndims
----------+--------------+------+-------
 geom     | Point        | 4326 |     2
 geom_c   | Point        | 4326 |     2
 geomcp_c | CurvePolygon | 4326 |     2

Name

DropGeometryColumn — Entfernt eine Geometriespalte aus einer räumlichen Tabelle.

Synopsis

text DropGeometryColumn(varchar table_name, varchar column_name);

text DropGeometryColumn(varchar schema_name, varchar table_name, varchar column_name);

text DropGeometryColumn(varchar catalog_name, varchar schema_name, varchar table_name, varchar column_name);

Beschreibung

Entfernt eine geometrische Spalte aus der Geometrietabelle. Der "schema_name" muss mit dem Feld "f_table_schema" in der Tabelle "geometry_columns" übereinstimmen.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

[Note]

Änderung: 2.0.0 Diese Funktion wurde zwecks Abwärtskompatibilität eingeführt. Seit geometry_columns ein View auf den Systemkatalog ist, können Sie die Geometriespalte, so wie jede andere Tabellenspalte, mit ALTER TABLE löschen.

Beispiele

SELECT DropGeometryColumn ('my_schema','my_spatial_table','geom');
                        ----RESULT output ---
                                          dropgeometrycolumn
------------------------------------------------------
 my_schema.my_spatial_table.geom effectively removed.

-- In PostGIS 2.0+ entspricht das oben angeführte Aufruf ebenfalls dem Standard
-- Der standardmäßige ALTER TABLE Aufruf.  Beide Aufrufe entfernen die Tabelle aus dem  geometry_columns Register.
ALTER TABLE my_schema.my_spatial_table DROP column geom;
                

Name

DropGeometryTable — Löscht eine Tabelle und alle Referenzen in dem geometry_columns View.

Synopsis

boolean DropGeometryTable(varchar table_name);

boolean DropGeometryTable(varchar schema_name, varchar table_name);

boolean DropGeometryTable(varchar catalog_name, varchar schema_name, varchar table_name);

Beschreibung

Löscht eine Tabelle und deren Verweise in "geometry_columns". Anmerkung: verwendet current_schema() wenn kein Schema angegeben wird, eine Schema erkennende pgsql Installation vorausgesetzt.

[Note]

Änderung: 2.0.0 Diese Funktion wurde zwecks Abwärtskompatibilität eingeführt. Seit geometry_columns ein View auf den Systemkatalog ist, können Sie eine Tabelle mit einer Geometriespalte, so wie jede andere Tabelle, mit DROP TABLE löschen.

Beispiele

SELECT DropGeometryTable ('my_schema','my_spatial_table');
---- RESULT output ---
my_schema.my_spatial_table dropped.

-- Obiges ist nun gleichbedeund mit --
DROP TABLE my_schema.my_spatial_table;
                

Name

PostGIS_Full_Version — Gibt einen vollständigen Bericht über die Version und Information über die Kompilationskonfiguration aus.

Synopsis

text PostGIS_Full_Version();

Beschreibung

Gibt einen vollständigen Versionsbericht und Information zur Kompilationskonfiguration aus. Informiert auch über die Synchronisation von Bibliotheken und Skripts und schlägt falls notwendig ein Upgrade vor.

Beispiele

SELECT PostGIS_Full_Version();
                                                           postgis_full_version
----------------------------------------------------------------------------------
POSTGIS="2.2.0dev r12699" GEOS="3.5.0dev-CAPI-1.9.0 r3989" SFCGAL="1.0.4" PROJ="Rel. 4.8.0, 6 March 2012"
GDAL="GDAL 1.11.0, released 2014/04/16" LIBXML="2.7.8" LIBJSON="0.12" RASTER
(1 row)

Name

PostGIS_GEOS_Version — Gibt die Versionsnummer der GEOS Bibliothek zurück.

Synopsis

text PostGIS_GEOS_Version();

Beschreibung

Gibt die Versionsnummer der GEOS Bibliothek zurück, oder NULL wenn GEOS nicht unterstützt wird.

Beispiele

SELECT PostGIS_GEOS_Version();
 postgis_geos_version
----------------------
 3.1.0-CAPI-1.5.0
(1 row)

Name

PostGIS_Liblwgeom_Version — Gibt die Versionsnummer der liblwgeom Bibliothek zurück. Diese sollte mit der Version von PostGIS übereinstimmen.

Synopsis

text PostGIS_Liblwgeom_Version();

Beschreibung

Gibt die Versionsnummer der liblwgeom Bibliothek zurück/

Beispiele

SELECT PostGIS_Liblwgeom_Version();
postgis_liblwgeom_version
--------------------------
2.3.3 r15473
(1 row)

Name

PostGIS_LibXML_Version — Gibt die Versionsnummer der libxml2 Bibliothek zurück.

Synopsis

text PostGIS_LibXML_Version();

Beschreibung

Gibt die Versionsnummer der libxml2 Bibliothek zurück.

Verfügbarkeit: 1.5

Beispiele

SELECT PostGIS_LibXML_Version();
 postgis_libxml_version
----------------------
 2.7.6
(1 row)

Name

PostGIS_Lib_Build_Date — Gibt das Kompilations-Datum der PostGIS Bibliothek zurück.

Synopsis

text PostGIS_Lib_Build_Date();

Beschreibung

Gibt das Kompilations-Datum der PostGIS Bibliothek zurück.

Beispiele

SELECT PostGIS_Lib_Build_Date();
 postgis_lib_build_date
------------------------
 2008-06-21 17:53:21
(1 row)

Name

PostGIS_Lib_Version — Gibt die Versionsnummer der PostGIS Bibliothek aus.

Synopsis

text PostGIS_Lib_Version();

Beschreibung

Gibt die Versionsnummer der PostGIS Bibliothek aus.

Beispiele

SELECT PostGIS_Lib_Version();
 postgis_lib_version
---------------------
 1.3.3
(1 row)

Name

PostGIS_PROJ_Version — Gibt die Versionsnummer der Proj4 Bibliothek zurück.

Synopsis

text PostGIS_PROJ_Version();

Beschreibung

Gibt die Versionsnummer der Proj4 Bibliothek aus, oder NULL wenn die PROJ4 Unterstützung nicht aktiviert ist.

Beispiele

SELECT PostGIS_PROJ_Version();
  postgis_proj_version
-------------------------
 Rel. 4.4.9, 29 Oct 2004
(1 row)

Name

PostGIS_Scripts_Build_Date — Gibt das Kompilationsdatum der PostGIS Skripts aus.

Synopsis

text PostGIS_Scripts_Build_Date();

Beschreibung

Gibt das Kompilationsdatum der PostGIS Skripts aus.

Verfügbarkeit: 1.0.0RC1

Beispiele

SELECT PostGIS_Scripts_Build_Date();
  postgis_scripts_build_date
-------------------------
 2007-08-18 09:09:26
(1 row)

Name

PostGIS_Scripts_Installed — Gibt die Version der in der Datenbank installierten PostGIS Skripts aus.

Synopsis

text PostGIS_Scripts_Installed();

Beschreibung

Gibt die Version der in der Datenbank installierten PostGIS Skripts aus.

[Note]

Wenn die Ausgabe dieser Funktion nicht mit der Ausgabe von PostGIS_Scripts_Released übereinstimmt, haben Sie vermutlich ein Upgrade auf eine bestehende Datenbank nicht richtig ausgeführt. Siehe Abschnitt Upgrading für weiterführende Information.

Verfügbarkeit: 0.9.0

Beispiele

SELECT PostGIS_Scripts_Installed();
  postgis_scripts_installed
-------------------------
 1.5.0SVN
(1 row)

Name

PostGIS_Scripts_Released — Gibt die Versionsnummer des Skript "postgis.sql" aus, das mit der installierten PostGIS Bibliothek veröffentlicht wurde.

Synopsis

text PostGIS_Scripts_Released();

Beschreibung

Gibt die Versionsnummer des Skript "postgis.sql" aus, das mit der installierten PostGIS Bibliothek veröffentlicht wurde.

[Note]

Ab der Version 1.1.0 gibt diese Funktion den selben Wert aus wie PostGIS_Lib_Version. Zwecks Abwärtskompatibilität beibehalten.

Verfügbarkeit: 0.9.0

Beispiele

SELECT PostGIS_Scripts_Released();
  postgis_scripts_released
-------------------------
 1.3.4SVN
(1 row)

Name

PostGIS_Version — Gibt die Versionsnummer von PostGIS und die Optionen zur Kompilationzeit aus.

Synopsis

text PostGIS_Version();

Beschreibung

Gibt die Versionsnummer von PostGIS und die Optionen zur Kompilationzeit aus.

Beispiele

SELECT PostGIS_Version();
                        postgis_version
---------------------------------------
 1.3 USE_GEOS=1 USE_PROJ=1 USE_STATS=1
(1 row)

Name

Populate_Geometry_Columns — Sorgt dafür, dass die Geometriespalten mit Typmodifikatoren oder mit passenden räumlichen Constraints versehen sind. Dadurch wird die korrekte Registrierung im View geometry_columns sichergestellt. Standardmäßig werden alle Geometriespalten, die keinen Typmodifikator aufweisen, mit Typmodifikatoren versehen. Für die alte Verhaltensweise setzen Sie bitte use_typmod=false

Synopsis

text Populate_Geometry_Columns(boolean use_typmod=true);

int Populate_Geometry_Columns(oid relation_oid, boolean use_typmod=true);

Beschreibung

Sorgt dafür, dass die Geometriespalten mit Typmodifikatoren oder mit passenden räumlichen Constraints versehen sind. Dadurch wird die korrekte Registrierung in der Tabelle geometry_columns sichergestellt.

Aus Gründen der Abwärtskompatibilität und für räumliche Anwendungen, wie eine Tabellenvererbung bei denen jede Kindtabelle einen anderen geometrischen Datentyp aufweist, wird die alte Verhaltensweise mit Check-Constraints weiter unterstützt. Wenn Sie diese alte Verhaltensweise benötigen, können Sie den neuen Übergabewert auf FALSE setzen - use_typmod=false. Wenn Sie dies tun, so werden die Geometriespalten anstelle von Typmodifikatoren mit 3 Constraints erstellt. Insbesondere bedeutet dies, dass jede Geometriespalte, die zu einer Tabelle gehört, mindestens drei Constraints aufweist:

  • enforce_dims_the_geom - stellt sicher, dass jede Geometrie dieselbe Dimension hat (siehe ST_NDims)

  • enforce_geotype_the_geom - stellt sicher, dass jede Geometrie vom selben Datentyp ist (siehe GeometryType)

  • enforce_srid_the_geom - stellt sicher, dass jede Geometrie die selbe Projektion hat (siehe ST_SRID)

Wenn die oid einer Tabelle übergeben wird, so versucht diese Funktion, die SRID, die Dimension und den Datentyp der Geometrie in der Tabelle zu bestimmen und fügt, falls notwendig, Constraints hinzu. Bei Erfolg wird eine entsprechende Spalte in die Tabelle "geometry_columns" eingefügt, andernfalls wird der Fehler abgefangen und eine Fehlermeldung ausgegeben, die das Problem beschreibt.

Wenn die oid eines Views übergeben wird, so versucht diese Funktion, die SRID, die Dimension und den Datentyp der Geometrie in dem View zu bestimmen und die entsprechenden Einträge in die Tabelle geometry_columns vorzunehmen. Constraints werden allerdings nicht erzwungen.

Die parameterlose Variante ist ein einfacher Adapter für die parametrisierte Variante, welche die Tabelle "geometry_columns" zuerst entleert und dann für jede räumliche Tabelle oder View in der Datenbank wiederbefüllt. Wo es passend ist, werden räumliche Constraints auf die Tabellen gelegt. Es wird die Anzahl der in der Datenbank gefundenen Geometriespalten und die Anzahl der in die Tabelle geometry_columns eingefügten Zeilen ausgegeben. Die parametrisierte Version gibt lediglich die Anzahl der Zeilen aus, die in die Tabelle geometry_columns eingefügt wurden.

Verfügbarkeit: 1.4.0

Änderung: 2.0.0 Standardmäßig werden nun Typmodifikatoren anstelle von Check-Constraints für die Beschränkung des Geometrietyps verwendet. Sie können nach wie vor stattdessen die Verhaltensweise mit Check-Constraints verwenden, indem Sie die neu eingeführte Variable use_typmod auf FALSE setzen.

Erweiterung: 2.0.0 Der optionale Übergabewert use_typmod wurde eingeführt, um bestimmen zu können, ob die Spalten mit Typmodifikatoren oder mit Check-Constraints erstellt werden sollen.

Beispiele

CREATE TABLE public.myspatial_table(gid serial, geom geometry);
INSERT INTO myspatial_table(geom) VALUES(ST_GeomFromText('LINESTRING(1 2, 3 4)',4326) );
-- Hier werden nun Typmodifikatoren verwendet. Damit dies funktioniert, müssen Daten vorhanden sein
SELECT Populate_Geometry_Columns('public.myspatial_table'::regclass);

populate_geometry_columns
--------------------------
                        1


\d myspatial_table

                                   Table "public.myspatial_table"
 Column |           Type            |                           Modifiers
--------+---------------------------+---------------------------------------------------------------
 gid    | integer                   | not null default nextval('myspatial_table_gid_seq'::regclass)
 geom   | geometry(LineString,4326) |
-- Dies stellt die Geometriespalten auf die Verwendung von Constraints um. Allerdings nur, wenn sie sich nicht in typmod befinden oder nicht bereits Constraints aufweisen.
-- Damit dies funktioniert müssen Daten vorhanden sein
CREATE TABLE public.myspatial_table_cs(gid serial, geom geometry);
INSERT INTO myspatial_table_cs(geom) VALUES(ST_GeomFromText('LINESTRING(1 2, 3 4)',4326) );
SELECT Populate_Geometry_Columns('public.myspatial_table_cs'::regclass, false);
populate_geometry_columns
--------------------------
                        1
\d myspatial_table_cs

                          Table "public.myspatial_table_cs"
 Column |   Type   |                            Modifiers
--------+----------+------------------------------------------------------------------
 gid    | integer  | not null default nextval('myspatial_table_cs_gid_seq'::regclass)
 geom   | geometry |
Check constraints:
    "enforce_dims_geom" CHECK (st_ndims(geom) = 2)
    "enforce_geotype_geom" CHECK (geometrytype(geom) = 'LINESTRING'::text OR geom IS NULL)
    "enforce_srid_geom" CHECK (st_srid(geom) = 4326)

Name

UpdateGeometrySRID — Erneuert die SRID aller Features einer Geometriespalte, die Metadaten und die SRID in "geometry_columns". Wenn Constraints erzwungen wurden, werden die Constraints mit der neuen SRID versehen. Falls die Definition über den Datentyp erfolgte, wird die Datentypdefinition geändert.

Synopsis

text UpdateGeometrySRID(varchar table_name, varchar column_name, integer srid);

text UpdateGeometrySRID(varchar schema_name, varchar table_name, varchar column_name, integer srid);

text UpdateGeometrySRID(varchar catalog_name, varchar schema_name, varchar table_name, varchar column_name, integer srid);

Beschreibung

Erneuert die SRID aller Features in einer Geometriespalte; erneuert die Constraints und die Referenz in "geometry_columns". Anmerkung: verwendet current_schema() wenn kein Schema angegeben wird, eine Schema erkennende pgsql Installation vorausgesetzt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

Ändert die SRID der Straßentabelle auf 4326

SELECT UpdateGeometrySRID('roads','geom',4326);

Das vorhergegangene Beispiel ist gleichbedeutend mit diesr DDL Anweisung

ALTER TABLE roads
  ALTER COLUMN geom TYPE geometry(MULTILINESTRING, 4326)
    USING ST_SetSRID(geom,4326);

Falls Sie sich in der Projektion geirrt haben (oder sie als "unknown" importiert haben) und sie in einem Aufwaschen in die Web Mercator Projektion transformieren wollen, so können Sie dies mit DDL bewerkstelligen. Es gibt jedoch keine äquivalente PostGIS Managementfunktion, die dies in einem Schritt bewerkstelligen könnte.

ALTER TABLE roads
 ALTER COLUMN geom TYPE geometry(MULTILINESTRING, 3857) USING ST_Transform(ST_SetSRID(geom,4326),3857) ;

8.4. Geometrische Konstruktoren

ST_BdPolyFromText — Konstruiert ein Polygon aus einer beliebigen Ansammlung von geschlossenen Linienzügen, welche als MultiLineString in der Well-Known Text Darstellung vorliegen müssen.
ST_BdMPolyFromText — Konstruiert ein MultiPolygon aus einer beliebigen Ansammlung von geschlossenen Linienzügen, welche als MultiLineString in der Well-Known Text Darstellung vorliegen müssen.
ST_Box2dFromGeoHash — Gibt die BOX2D einer GeoHash Zeichenkette zurück.
ST_GeogFromText — Gibt einen geographischen Datentyp aus einer Well-known-Text (WKT), oder einer erweiterten WKT (EWKT), Darstellung zurück.
ST_GeographyFromText — Gibt einen geographischen Datentyp aus einer Well-known-Text (WKT), oder einer erweiterten WKT (EWKT), Darstellung zurück.
ST_GeogFromWKB — Erzeugt ein geographisches Objekt aus der Well-known-Binary (WKB) oder der erweiterten Well-known-Binary (EWKB) Darstellung.
ST_GeomFromTWKB — Erzeugt eine Geometrie aus einer TWKB ("Tiny Well-Known Binary") Darstellung.
ST_GeomCollFromText — Erzeugt eine Sammelgeometrie mit der gegebenen SRID aus einer WKT-Kollektion. Wenn keine SRID angegeben ist, wird diese standardmäßig auf 0 gesetzt.
ST_GeomFromEWKB — Gibt einen geometrischen Datentyp (ST_Geometry) aus einer Well-known-Binary (WKB) Darstellung zurück.
ST_GeomFromEWKT — Gibt einen spezifizierten ST_Geometry-Wert von einer erweiterten Well-known-Text Darstellung (EWKT) zurück.
ST_GeometryFromText — Gibt einen spezifizierten ST_Geometry-Wert von einer Well-known-Text Darstellung (WKT) zurück. Die Bezeichnung ist ein Alias für ST_GeomFromText
ST_GeomFromGeoHash

Gibt die Geometrie einer GeoHash Zeichenfolge zurück.

ST_GeomFromGML — Nimmt als Eingabe eine GML-Darstellung der Geometrie und gibt ein geometrisches PostGIS-Objekt aus.
ST_GeomFromGeoJSON — Nimmt als Eingabe eine GeoJSON-Darstellung der Geometrie und gibt ein geometrisches PostGIS-Objekt aus.
ST_GeomFromKML — Nimmt als Eingabe eine KML-Darstellung der Geometrie und gibt ein geometrisches PostGIS-Objekt aus.
ST_GMLToSQL — Gibt einen spezifizierten ST_Geometry Wert aus einer GML-Darstellung zurück. Dies ist ein Aliasname für ST_GeomFromGML
ST_GeomFromText — Gibt einen spezifizierten ST_Geometry Wert aus einer Well-known-Text Darstellung (WKT) zurück.
ST_GeomFromWKB — Erzeugt ein geometrisches Objekt aus der Well-known-Binary (WKB) Darstellung und einer optionalen SRID.
ST_LineFromEncodedPolyline — Erzeugt einen LineString aus einem codierten Linienzug.
ST_LineFromMultiPoint — Erzeugt einen LineString aus einer MultiPoint Geometrie.
ST_LineFromText — Erzeugt eine Geometrie aus einer WKT Darstellung mit der angegebenen SRID. Wenn keine SRID angegeben wird, wird diese standardmäßig auf 0 gesetzt.
ST_LineFromWKB — Erzeugt einen LINESTRING mit gegebener SRID aus einer WKB-Darstellung
ST_LinestringFromWKB — Erzeugt eine Geometrie mit gegebener SRID aus einer WKB-Darstellung.
ST_MakeBox2D — Erzeugt eine BOX2D, die durch die gegebene Punktgeometrie definiert ist.
ST_3DMakeBox — Erzeugt eine BOX3D, die durch die gegebene 3D-Punktgeometrie definiert ist.
ST_MakeLine — Erzeugt einen Linienzug aus einer Punkt-, Mehrfachpunkt- oder Liniengeometrie.
ST_MakeEnvelope — Erzeugt ein rechteckiges Polygon aus den gegebenen Minimum- und Maximumwerten. Die Eingabewerte müssen in dem Koordinatenreferenzsystem sein, welches durch die SRID angegeben wird.
ST_MakePolygon — Erzeugt ein Polygon, das durch die gegebene Hülle gebildet wird. Die Eingabegeometrie muss aus geschlossenen Linienzügen bestehen.
ST_MakePoint — Erzeugt eine 2D-, 3DZ- oder 4D-Punktgeometrie.
ST_MakePointM — Erzeugt eine Punktgeometrie mit einer X-, einer Y- und einer M-Koordinate.
ST_MLineFromText — Liest einen festgelegten ST_MultiLineString Wert von einer WKT-Darstellung aus.
ST_MPointFromText — Erzeugt eine Geometrie aus WKT mit der angegebenen SRID. Wenn keine SRID angegeben wird, wird diese standardmäßig auf 0 gesetzt.
ST_MPolyFromText — Erzeugt eine MultiPolygon Geometrie aus WKT mit der angegebenen SRID. Wenn SRID nicht angegeben ist, wird sie standardmäßig auf 0 gesetzt.
ST_Point — Gibt einen ST_Point mit den gegebenen Koordinatenwerten aus. Ein OGC-Alias für ST_MakePoint.
ST_PointFromGeoHash — Gibt einen Punkt von einer GeoHash Zeichenfolge zurück.
ST_PointFromText — Erzeugt eine Punktgeometrie mit gegebener SRID von WKT. Wenn SRID nicht angegeben ist, wird sie standardmäßig auf 0 gesetzt.
ST_PointFromWKB — Erzeugt eine Geometrie mit gegebener SRID von WKB.
ST_Polygon — Gibt ein Polygon zurück, das aus vorgegebenen Linienzug und SRID erzeugt wurde.
ST_PolygonFromText — Erzeugt eine Geometrie aus WKT mit der angegebenen SRID. Wenn keine SRID angegeben wird, wird diese standardmäßig auf 0 gesetzt.
ST_WKBToSQL — Gibt einen geometrischen Datentyp (ST_Geometry) aus einer Well-known-Binary (WKB) Darstellung zurück. Ein Synonym für ST_GeomFromWKB, welches jedoch keine SRID annimmt
ST_WKTToSQL — Gibt einen spezifizierten ST_Geometry-Wert von einer Well-known-Text Darstellung (WKT) zurück. Die Bezeichnung ist ein Alias für ST_GeomFromText

Name

ST_BdPolyFromText — Konstruiert ein Polygon aus einer beliebigen Ansammlung von geschlossenen Linienzügen, welche als MultiLineString in der Well-Known Text Darstellung vorliegen müssen.

Synopsis

geometry ST_BdPolyFromText(text WKT, integer srid);

Beschreibung

Konstruiert ein Polygon aus einer beliebigen Ansammlung von geschlossenen Linienzügen, welche als MultiLineString in der Well-Known Text Darstellung vorliegen müssen.

[Note]

Meldet einen Fehler, wenn es sich bei dem WKT nicht um einen MULTILINESTRING handelt. Meldet einen Fehler, wenn die Ausgabe ein MULTIPOLYGON ist; in diesem Fall verwenden Sie bitte ST_BdMPolyFromText, oder vergleichen ST_BuildArea() für einen PostGIS orientierten Ansatz.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s3.2.6.2

Verfügbarkeit: 1.1.0 - benötigt GEOS >= 2.1.0.

Beispiele

Kommt noch

Name

ST_BdMPolyFromText — Konstruiert ein MultiPolygon aus einer beliebigen Ansammlung von geschlossenen Linienzügen, welche als MultiLineString in der Well-Known Text Darstellung vorliegen müssen.

Synopsis

geometry ST_BdMPolyFromText(text WKT, integer srid);

Beschreibung

Konstruiert ein Polygon aus einer beliebigen Ansammlung von geschlossenen Linienzügen, Polygonen und MultiLineStrings, welche in der Well-Known Text Darstellung vorliegen müssen.

[Note]

Meldet einen Fehler wenn der WKT kein MULTILINESTRING ist. Erzwingt die MULTIPOLYGON Ausgabe sogar dann, wenn das Ergebnis nur aus einem einzelnen POLYGON besteht; verwenden Sie bitte ST_BdPolyFromText , wenn Sie sicher sind, daß nur ein einzelnes POLYGON entsteht, oder vegleichen Sie ST_BuildArea() für einen PostGIS orientierten Ansatz.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s3.2.6.2

Verfügbarkeit: 1.1.0 - benötigt GEOS >= 2.1.0.

Beispiele

Kommt noch

Name

ST_Box2dFromGeoHash — Gibt die BOX2D einer GeoHash Zeichenkette zurück.

Synopsis

box2d ST_Box2dFromGeoHash(text geohash, integer precision=full_precision_of_geohash);

Beschreibung

Gibt die BOX2D einer GeoHash Zeichenkette zurück.

Wenn keine precision angegeben wird, dann gibt ST_Box2dFromGeoHash eine BOX2D zurück, die auf der vollständigen Genauigkeit der GeoHash Zeichenfolge beruht.

Wenn precision angegeben wird, verwendet ST_Box2dFromGeoHash entsprechend viele Zeichen des GeoHash um die BOX2D zu erzeugen. Niedrigere Werte erzeugen eine größere BOX2D und höhere Werte erhöhen die Genauigkeit.

Verfügbarkeit: 2.1.0

Beispiele

SELECT ST_Box2dFromGeoHash('9qqj7nmxncgyy4d0dbxqz0');

                st_geomfromgeohash
--------------------------------------------------
 BOX(-115.172816 36.114646,-115.172816 36.114646)

SELECT ST_Box2dFromGeoHash('9qqj7nmxncgyy4d0dbxqz0', 0);

 st_box2dfromgeohash
----------------------
 BOX(-180 -90,180 90)

 SELECT ST_Box2dFromGeoHash('9qqj7nmxncgyy4d0dbxqz0', 10);
                            st_box2dfromgeohash
---------------------------------------------------------------------------
 BOX(-115.17282128334 36.1146408319473,-115.172810554504 36.1146461963654)
                
                

Name

ST_GeogFromText — Gibt einen geographischen Datentyp aus einer Well-known-Text (WKT), oder einer erweiterten WKT (EWKT), Darstellung zurück.

Synopsis

geography ST_GeogFromText(text EWKT);

Beschreibung

Gibt ein geographisches Objekt in der Well-known-Text oder in der erweiterten Well-known-Text Darstellung zurück. Falls nicht angegeben, wird die SRID 4326 angenommen. Dies ist ein Alias für ST_GeographyFromText. Punkte werden immer in Form von Länge und Breite ausgedrückt.

Beispiele

--- Umwandlung von Länge Breite Koordinaten in Geographie
ALTER TABLE sometable ADD COLUMN geog geography(POINT,4326);
UPDATE sometable SET geog = ST_GeogFromText('SRID=4326;POINT(' || lon || ' ' || lat || ')');

--- Definition eines geographischen Punktes mit EPSG:4267, NAD27
SELECT ST_AsEWKT(ST_GeogFromText('SRID=4267;POINT(-77.0092 38.889588)'));
                        

Name

ST_GeographyFromText — Gibt einen geographischen Datentyp aus einer Well-known-Text (WKT), oder einer erweiterten WKT (EWKT), Darstellung zurück.

Synopsis

geography ST_GeographyFromText(text EWKT);

Beschreibung

Gibt ein geographisches Objekt in der Well-known-Text Darstellung zurück. Falls nicht angegeben, wird die SRID 4326 angenommen.


Name

ST_GeogFromWKB — Erzeugt ein geographisches Objekt aus der Well-known-Binary (WKB) oder der erweiterten Well-known-Binary (EWKB) Darstellung.

Synopsis

geography ST_GeogFromWKB(bytea wkb);

Beschreibung

Die Funktion ST_GeogFromWKB empfängt eine Well-known-Binary (WKB) oder eine erweiterte PostGIS WKB (EWKB) Darstellung einer Geometrie und erzeugt eine Instanz des entsprechenden geographischen Datentyps. Diese Funktion übernimmt die Rolle der Geometrie-Factory/Fabrik in SQL.

Wenn die SRID nicht festgelegt ist, wird 4326 (WGS 84) angenommen.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

--Obwohl die BYTEA Darstellung einzelne "\" enthält,  müssen diese beim Einfügen in eine Tabelle maskiert werden
SELECT ST_AsText(
ST_GeogFromWKB(E'\\001\\002\\000\\000\\000\\002\\000\\000\\000\\037\\205\\353Q\\270~\\\\\\300\\323Mb\\020X\\231C@\\020X9\\264\\310~\\\\\\300)\\\\\\217\\302\\365\\230C@')
);
                                          st_astext
------------------------------------------------------
 LINESTRING(-113.98 39.198,-113.981 39.195)
(1 row)


Name

ST_GeomFromTWKB — Erzeugt eine Geometrie aus einer TWKB ("Tiny Well-Known Binary") Darstellung.

Synopsis

geometry ST_GeomFromTWKB(bytea twkb);

Beschreibung

Die Funktion ST_GeomFromTWKB nimmt eine TWKB ("Tiny Well-Known Binary") Darstellung und erzeugt ein Objekt mit dem entsprechenden geometrischen Datentyp.

Beispiele

SELECT ST_AsText(ST_GeomFromTWKB(ST_AsTWKB('LINESTRING(126 34, 127 35)'::geometry)));

         st_astext
-----------------------------
 LINESTRING(126 34, 127 35)
(1 row)


SELECT ST_AsEWKT(
  ST_GeomFromTWKB(E'\\x620002f7f40dbce4040105')
);
                                          st_asewkt
------------------------------------------------------
LINESTRING(-113.98 39.198,-113.981 39.195)
(1 row)

Siehe auch

ST_AsTWKB


Name

ST_GeomCollFromText — Erzeugt eine Sammelgeometrie mit der gegebenen SRID aus einer WKT-Kollektion. Wenn keine SRID angegeben ist, wird diese standardmäßig auf 0 gesetzt.

Synopsis

geometry ST_GeomCollFromText(text WKT, integer srid);

geometry ST_GeomCollFromText(text WKT);

Beschreibung

Erzeugt eine Sammelgeometrie mit der gegebenen SRID aus einer Well-known-Text (WKT) Darstellung. Wenn keine SRID angegeben ist, wird diese standardmäßig auf 0 gesetzt.

OGC SPEC 3.2.6.2 - Die Option SRID stammt aus dem Konformitätstest

Gibt NULL zurück, wenn der WKT keine GEOMETRYCOLLECTION ist

[Note]

Verwenden Sie diese Funktion nicht, wenn Sie sich vollkommen sicher sind, dass ihre WKT Geometrie eine Sammelgeometrie ist. Sie ist langsamer als ST_GeomFromText, da sie einen zusätzlicher Validierungsschritt ausführt.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s3.2.6.2

This method implements the SQL/MM specification.

Beispiele

SELECT ST_GeomCollFromText('GEOMETRYCOLLECTION(POINT(1 2),LINESTRING(1 2, 3 4))');

Name

ST_GeomFromEWKB — Gibt einen geometrischen Datentyp (ST_Geometry) aus einer Well-known-Binary (WKB) Darstellung zurück.

Synopsis

geometry ST_GeomFromEWKB(bytea EWKB);

Beschreibung

Erzeugt ein PostGIS ST_Geometry Objekt aus der erweiterten OGC Well-known-Text (EWKT) Darstellung.

[Note]

EWKB ist kein Format des OGC Standards, sondern ein PostGIS eigenes Format, welches den Identifikator (SRID) des räumlichen Koordinatenreferenzsystem mit einbindet

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen und TIN eingeführt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

Beispiele

Binärdarstellung des Linienzuges LINESTRING(-71.160281 42.258729,-71.160837 42.259113,-71.161144 42.25932) in NAD 83 (4269).

[Note]

ANMERKUNG: Obwohl die Bytefelder durch \ getrennt sind und auch ' aufweisen können, müssen wir beides mit \ maskieren; wenn "standard_conforming_strings" ausgeschaltet ist mit ''. Somit sieht diese Darstellung nicht genauso wie die AsEWKB Darstellung aus.

SELECT ST_GeomFromEWKB(E'\\001\\002\\000\\000 \\255\\020\\000\\000\\003\\000\\000\\000\\344J=
\\013B\\312Q\\300n\\303(\\010\\036!E@''\\277E''K
\\312Q\\300\\366{b\\235*!E@\\225|\\354.P\\312Q
\\300p\\231\\323e1!E@');
[Note]

Ab PostgreSQL 9.1 - ist standard_conforming_strings standardmäßig auf "on" gesetzt. Bei Vorgängerversionen war es "off". Sie können die Standardvorgaben für eine einzelne Abfrage ändern oder auf Datenbank- oder Serverebene setzen. Unterhalb steht, wie Sie dies mit standard_conforming_strings = on umsetzten können. In diesem Fall maskieren wir das ' mit dem ANSI Zeichen ', aber Schrägstriche werden nicht maskiert

set standard_conforming_strings = on;
SELECT ST_GeomFromEWKB('\001\002\000\000 \255\020\000\000\003\000\000\000\344J=\012\013B
    \312Q\300n\303(\010\036!E@''\277E''K\012\312Q\300\366{b\235*!E@\225|\354.P\312Q\012\300p\231\323e1')

Name

ST_GeomFromEWKT — Gibt einen spezifizierten ST_Geometry-Wert von einer erweiterten Well-known-Text Darstellung (EWKT) zurück.

Synopsis

geometry ST_GeomFromEWKT(text EWKT);

Beschreibung

Erzeugt ein PostGIS ST_Geometry Objekt aus der erweiterten OGC Well-known-Text (EWKT) Darstellung.

[Note]

EWKT ist kein Format des OGC Standards, sondern ein PostGIS eigenes Format, welches den Identifikator (SRID) des räumlichen Koordinatenreferenzsystem mit einbindet

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen und TIN eingeführt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

Beispiele

SELECT ST_GeomFromEWKT('SRID=4269;LINESTRING(-71.160281 42.258729,-71.160837 42.259113,-71.161144 42.25932)');
SELECT ST_GeomFromEWKT('SRID=4269;MULTILINESTRING((-71.160281 42.258729,-71.160837 42.259113,-71.161144 42.25932))');

SELECT ST_GeomFromEWKT('SRID=4269;POINT(-71.064544 42.28787)');

SELECT ST_GeomFromEWKT('SRID=4269;POLYGON((-71.1776585052917 42.3902909739571,-71.1776820268866 42.3903701743239,
-71.1776063012595 42.3903825660754,-71.1775826583081 42.3903033653531,-71.1776585052917 42.3902909739571))');

SELECT ST_GeomFromEWKT('SRID=4269;MULTIPOLYGON(((-71.1031880899493 42.3152774590236,
-71.1031627617667 42.3152960829043,-71.102923838298 42.3149156848307,
-71.1023097974109 42.3151969047397,-71.1019285062273 42.3147384934248,
-71.102505233663 42.3144722937587,-71.10277487471 42.3141658254797,
-71.103113945163 42.3142739188902,-71.10324876416 42.31402489987,
-71.1033002961013 42.3140393340215,-71.1033488797549 42.3139495090772,
-71.103396240451 42.3138632439557,-71.1041521907712 42.3141153348029,
-71.1041411411543 42.3141545014533,-71.1041287795912 42.3142114839058,
-71.1041188134329 42.3142693656241,-71.1041112482575 42.3143272556118,
-71.1041072845732 42.3143851580048,-71.1041057218871 42.3144430686681,
-71.1041065602059 42.3145009876017,-71.1041097995362 42.3145589148055,
-71.1041166403905 42.3146168544148,-71.1041258822717 42.3146748022936,
-71.1041375307579 42.3147318674446,-71.1041492906949 42.3147711126569,
-71.1041598612795 42.314808571739,-71.1042515013869 42.3151287620809,
-71.1041173835118 42.3150739481917,-71.1040809891419 42.3151344119048,
-71.1040438678912 42.3151191367447,-71.1040194562988 42.3151832057859,
-71.1038734225584 42.3151140942995,-71.1038446938243 42.3151006300338,
-71.1038315271889 42.315094347535,-71.1037393329282 42.315054824985,
-71.1035447555574 42.3152608696313,-71.1033436658644 42.3151648370544,
-71.1032580383161 42.3152269126061,-71.103223066939 42.3152517403219,
-71.1031880899493 42.3152774590236)),
((-71.1043632495873 42.315113108546,-71.1043583974082 42.3151211109857,
-71.1043443253471 42.3150676015829,-71.1043850704575 42.3150793250568,-71.1043632495873 42.315113108546)))');
--3D Kreisbogen
SELECT ST_GeomFromEWKT('CIRCULARSTRING(220268 150415 1,220227 150505 2,220227 150406 3)');
--Beispiel für eine polyedrische Oberfläche
SELECT ST_GeomFromEWKT('POLYHEDRALSURFACE(
        ((0 0 0, 0 0 1, 0 1 1, 0 1 0, 0 0 0)),
        ((0 0 0, 0 1 0, 1 1 0, 1 0 0, 0 0 0)),
        ((0 0 0, 1 0 0, 1 0 1, 0 0 1, 0 0 0)),
        ((1 1 0, 1 1 1, 1 0 1, 1 0 0, 1 1 0)),
        ((0 1 0, 0 1 1, 1 1 1, 1 1 0, 0 1 0)),
        ((0 0 1, 1 0 1, 1 1 1, 0 1 1, 0 0 1))
)');

Name

ST_GeometryFromText — Gibt einen spezifizierten ST_Geometry-Wert von einer Well-known-Text Darstellung (WKT) zurück. Die Bezeichnung ist ein Alias für ST_GeomFromText

Synopsis

geometry ST_GeometryFromText(text WKT);

geometry ST_GeometryFromText(text WKT, integer srid);

Beschreibung

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.40

Siehe auch

ST_GeomFromText


Name

ST_GeomFromGeoHash —

Gibt die Geometrie einer GeoHash Zeichenfolge zurück.

Synopsis

geometry ST_GeomFromGeoHash(text geohash, integer precision=full_precision_of_geohash);

Beschreibung

Gibt die Geometrie einer GeoHash Zeichenfolge zurück. Der geometrische Datentyp ist ein Polygon, das den GeoHash begrenzt.

Wenn keine precision angegeben wird, dann gibt ST_GeomFromGeoHash ein Polygon zurück, das auf der vollständigen Genauigkeit der GeoHash Zeichenfolge beruht.

Wenn precision angegeben wird, verwendet ST_GeomFromGeoHash entsprechend viele Zeichen des GeoHash, um das Polygon zu erzeugen.

Verfügbarkeit: 2.1.0

Beispiele

SELECT ST_AsText(ST_GeomFromGeoHash('9qqj7nmxncgyy4d0dbxqz0'));
                                                        st_astext
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 POLYGON((-115.172816 36.114646,-115.172816 36.114646,-115.172816 36.114646,-115.172816 36.114646,-115.172816 36.114646))

SELECT ST_AsText(ST_GeomFromGeoHash('9qqj7nmxncgyy4d0dbxqz0', 4));
                                                          st_astext
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 POLYGON((-115.3125 36.03515625,-115.3125 36.2109375,-114.9609375 36.2109375,-114.9609375 36.03515625,-115.3125 36.03515625))

SELECT ST_AsText(ST_GeomFromGeoHash('9qqj7nmxncgyy4d0dbxqz0', 10));
                                                                                       st_astext
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 POLYGON((-115.17282128334 36.1146408319473,-115.17282128334 36.1146461963654,-115.172810554504 36.1146461963654,-115.172810554504 36.1146408319473,-115.17282128334 36.1146408319473))
                
                

Name

ST_GeomFromGML — Nimmt als Eingabe eine GML-Darstellung der Geometrie und gibt ein geometrisches PostGIS-Objekt aus.

Synopsis

geometry ST_GeomFromGML(text geomgml);

geometry ST_GeomFromGML(text geomgml, integer srid);

Beschreibung

Erzeugt ein PostGIS ST_Geometry Objekt aus der OGC GML Darstellung.

ST_GeomFromGML funktioniert nur bei Fragmenten von GML-Geometrien. Auf das ganze GML-Dokument angewendet führt zu einer Fehlermeldung.

Unterstützte OGC GML Versionen:

  • GML 3.2.1 Namespace

  • GML 3.1.1 Simple Features profile SF-2 (inkl. GML 3.1.0 und 3.0.0 Rückwertskompatibilität)

  • GML 2.1.2

OGC GML Standards, vgl.: http://www.opengeospatial.org/standards/gml:

Verfügbarkeit: 1.5, benötigt libxml2 1.6+

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen und TIN eingeführt.

Erweiterung: 2.0.0 Standardwert für den optionalen Parameter SRID eingefügt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

GML erlaubt das Mischen von Dimensionen (z.B. 2D und 3D innerhalb der selben MultiGeometry). Da PostGIS Geometrien dies nicht zulassen, wandelt ST_GeomFromGML die gesamte Geometrie in 2D um, sobald eine fehlende Z-Dimension existiert.

GML unterstützt uneinheitliche Koordinatenreferenzsysteme innerhalb derselben Mehrfachgeometrie. Da dies der geometrische Datentyp von PostGIS nicht unterstützt, wird in diesem Fall die Subgeometrie in das Referenzsystem des Knotens, der die Wurzel darstellt, umprojiziert. Wenn kein Attribut "srsName" für den Knoten der GML-Wurzel vorhanden ist, gibt die Funktion eine Fehlermeldung aus.

Die Funktion ST_GeomFromGML ist nicht kleinlich, was die explizite Vergabe eines GML-Namensraums betrifft. Bei üblichen Anwendungen können Sie die explizite Vergabe weglassen. Wenn Sie aber das XLink Feature von GML verwenden wollen, müssen Sie den Namensraum explizit angeben.

[Note]

SQL/MM Kurvengeometrien werden von der Funktion ST_GeomFromGML nicht unterstützt

Beispiele - Eine Einzelgeometrie mit einem srsName

SELECT ST_GeomFromGML('
                <gml:LineString srsName="EPSG:4269">
                        <gml:coordinates>
                                -71.16028,42.258729 -71.160837,42.259112 -71.161143,42.25932
                        </gml:coordinates>
                </gml:LineString
>');
                

Beispiele - Verwendung von XLink

SELECT ST_GeomFromGML('
                <gml:LineString xmlns:gml="http://www.opengis.net/gml"
                                xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink"
                                srsName="urn:ogc:def:crs:EPSG::4269">
                        <gml:pointProperty>
                                <gml:Point gml:id="p1"
><gml:pos
>42.258729 -71.16028</gml:pos
></gml:Point>
                        </gml:pointProperty>
                        <gml:pos
>42.259112 -71.160837</gml:pos>
                        <gml:pointProperty>
                                <gml:Point xlink:type="simple" xlink:href="#p1"/>
                        </gml:pointProperty>
                </gml:LineString
>'););
                

Beispiele - polyedische Oberfläche

SELECT ST_AsEWKT(ST_GeomFromGML('
<gml:PolyhedralSurface>
<gml:polygonPatches>
  <gml:PolygonPatch>
    <gml:exterior>
      <gml:LinearRing
><gml:posList srsDimension="3"
>0 0 0 0 0 1 0 1 1 0 1 0 0 0 0</gml:posList
></gml:LinearRing>
    </gml:exterior>
  </gml:PolygonPatch>
  <gml:PolygonPatch>
    <gml:exterior>
        <gml:LinearRing
><gml:posList srsDimension="3"
>0 0 0 0 1 0 1 1 0 1 0 0 0 0 0</gml:posList
></gml:LinearRing>
    </gml:exterior>
  </gml:PolygonPatch>
  <gml:PolygonPatch>
    <gml:exterior>
        <gml:LinearRing
><gml:posList srsDimension="3"
>0 0 0 1 0 0 1 0 1 0 0 1 0 0 0</gml:posList
></gml:LinearRing>
    </gml:exterior>
  </gml:PolygonPatch>
  <gml:PolygonPatch>
    <gml:exterior>
        <gml:LinearRing
><gml:posList srsDimension="3"
>1 1 0 1 1 1 1 0 1 1 0 0 1 1 0</gml:posList
></gml:LinearRing>
    </gml:exterior>
  </gml:PolygonPatch>
  <gml:PolygonPatch>
    <gml:exterior>
        <gml:LinearRing
><gml:posList srsDimension="3"
>0 1 0 0 1 1 1 1 1 1 1 0 0 1 0</gml:posList
></gml:LinearRing>
    </gml:exterior>
  </gml:PolygonPatch>
  <gml:PolygonPatch>
    <gml:exterior>
        <gml:LinearRing
><gml:posList srsDimension="3"
>0 0 1 1 0 1 1 1 1 0 1 1 0 0 1</gml:posList
></gml:LinearRing>
    </gml:exterior>
  </gml:PolygonPatch>
</gml:polygonPatches>
</gml:PolyhedralSurface
>'));

-- result --
 POLYHEDRALSURFACE(((0 0 0,0 0 1,0 1 1,0 1 0,0 0 0)),
 ((0 0 0,0 1 0,1 1 0,1 0 0,0 0 0)),
 ((0 0 0,1 0 0,1 0 1,0 0 1,0 0 0)),
 ((1 1 0,1 1 1,1 0 1,1 0 0,1 1 0)),
 ((0 1 0,0 1 1,1 1 1,1 1 0,0 1 0)),
 ((0 0 1,1 0 1,1 1 1,0 1 1,0 0 1)))
                

Name

ST_GeomFromGeoJSON — Nimmt als Eingabe eine GeoJSON-Darstellung der Geometrie und gibt ein geometrisches PostGIS-Objekt aus.

Synopsis

geometry ST_GeomFromGeoJSON(text geomjson);

Beschreibung

Erzeugt ein geometrisches PostGIS Objekt aus der GeoJSON Darstellung.

ST_GeomFromGeoJSON funktioniert nur bei Fragmenten von JSON-Geometrien. Auf das ganze JSON-Dokument angewendet führt zu einer Fehlermeldung.

Verfügbarkeit: 2.0.0 benötigt - JSON-C >= 0.9

[Note]

Wenn Sie die JSON-C Unterstützung nicht aktiviert haben, sehen Sie eine Fehlermeldung anstatt einer Ausgabe. Um JSON-C zu aktivieren, führen Sie bitte configure --with-jsondir=/path/to/json-c aus. Für Einzelheiten siehe Section 2.4.1, “Konfiguration”.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

SELECT ST_AsText(ST_GeomFromGeoJSON('{"type":"Point","coordinates":[-48.23456,20.12345]}')) As wkt;
wkt
------
POINT(-48.23456 20.12345)
-- ein 3D Polygonzug
SELECT ST_AsText(ST_GeomFromGeoJSON('{"type":"LineString","coordinates":[[1,2,3],[4,5,6],[7,8,9]]}')) As wkt;

wkt
-------------------
LINESTRING(1 2,4 5,7 8)

Name

ST_GeomFromKML — Nimmt als Eingabe eine KML-Darstellung der Geometrie und gibt ein geometrisches PostGIS-Objekt aus.

Synopsis

geometry ST_GeomFromKML(text geomkml);

Beschreibung

Erzeugt ein PostGIS ST_Geometry Objekt aus der OGC KML Darstellung.

T_GeomFromKML funktioniert nur bei Fragmenten von KML-Geometrien. Auf das ganze KML-Dokument angewendet führt zu einer Fehlermeldung.

Unterstützte OGC KML Versionen:

  • KML 2.2.0 Namespace

OGC KML Standards, vgl.: http://www.opengeospatial.org/standards/kml:

Verfügbarkeit: 1.5, benötigt libxml2 2.6+

This function supports 3d and will not drop the z-index.

[Note]

SQL/MM Kurvengeometrien werden von der Funktion ST_GeomFromKML nicht unterstützt

Beispiele - Eine Einzelgeometrie mit einem srsName

SELECT ST_GeomFromKML('
                <LineString>
                        <coordinates
>-71.1663,42.2614
                                -71.1667,42.2616</coordinates>
                </LineString
>');
                

Name

ST_GMLToSQL — Gibt einen spezifizierten ST_Geometry Wert aus einer GML-Darstellung zurück. Dies ist ein Aliasname für ST_GeomFromGML

Synopsis

geometry ST_GMLToSQL(text geomgml);

geometry ST_GMLToSQL(text geomgml, integer srid);

Beschreibung

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.50 (ausgenommen Unterstützung von Kurven).

Verfügbarkeit: 1.5, benötigt libxml2 1.6+

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen und TIN eingeführt.

Erweiterung: 2.0.0 Standardwert für den optionalen Parameter SRID eingefügt.


Name

ST_GeomFromText — Gibt einen spezifizierten ST_Geometry Wert aus einer Well-known-Text Darstellung (WKT) zurück.

Synopsis

geometry ST_GeomFromText(text WKT);

geometry ST_GeomFromText(text WKT, integer srid);

Beschreibung

Erzeugt ein PostGIS ST_Geometry Objekt aus der OGC Well-known-Text Darstellung.

[Note]

Die Funktion ST_GeomFromText hat zwei Varianten. Die erste Variante nimmt keine SRID entgegen und gibt eine Geometrie ohne ein bestimmtes Koordinatenreferenzsystem aus (SRID=0) . Die zweite Variante nimmt eine SRID als zweiten Übergabewert entgegen und gibt eine Geometrie zurück, die diese SRID als Teil ihrer Metadaten beinhaltet.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s3.2.6.2 - die Option SRID ist vom Konformitätstest.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.40

This method supports Circular Strings and Curves

[Warning]

Änderung: 2.0.0 - In Vorgängerversionen von PostGIS war ST_GeomFromText('GEOMETRYCOLLECTION(EMPTY)') erlaubt. Um eine bessere Übereinstimmung mit der SQL/MM Norm zu erreichen, ist dies in PostGIS 2.0.0 nun nicht mehr gestattet. Hier sollte nun ST_GeomFromText('GEOMETRYCOLLECTION EMPTY') geschrieben werden.

Beispiele

SELECT ST_GeomFromText('LINESTRING(-71.160281 42.258729,-71.160837 42.259113,-71.161144 42.25932)');
SELECT ST_GeomFromText('LINESTRING(-71.160281 42.258729,-71.160837 42.259113,-71.161144 42.25932)',4269);

SELECT ST_GeomFromText('MULTILINESTRING((-71.160281 42.258729,-71.160837 42.259113,-71.161144 42.25932))');

SELECT ST_GeomFromText('POINT(-71.064544 42.28787)');

SELECT ST_GeomFromText('POLYGON((-71.1776585052917 42.3902909739571,-71.1776820268866 42.3903701743239,
-71.1776063012595 42.3903825660754,-71.1775826583081 42.3903033653531,-71.1776585052917 42.3902909739571))');

SELECT ST_GeomFromText('MULTIPOLYGON(((-71.1031880899493 42.3152774590236,
-71.1031627617667 42.3152960829043,-71.102923838298 42.3149156848307,
-71.1023097974109 42.3151969047397,-71.1019285062273 42.3147384934248,
-71.102505233663 42.3144722937587,-71.10277487471 42.3141658254797,
-71.103113945163 42.3142739188902,-71.10324876416 42.31402489987,
-71.1033002961013 42.3140393340215,-71.1033488797549 42.3139495090772,
-71.103396240451 42.3138632439557,-71.1041521907712 42.3141153348029,
-71.1041411411543 42.3141545014533,-71.1041287795912 42.3142114839058,
-71.1041188134329 42.3142693656241,-71.1041112482575 42.3143272556118,
-71.1041072845732 42.3143851580048,-71.1041057218871 42.3144430686681,
-71.1041065602059 42.3145009876017,-71.1041097995362 42.3145589148055,
-71.1041166403905 42.3146168544148,-71.1041258822717 42.3146748022936,
-71.1041375307579 42.3147318674446,-71.1041492906949 42.3147711126569,
-71.1041598612795 42.314808571739,-71.1042515013869 42.3151287620809,
-71.1041173835118 42.3150739481917,-71.1040809891419 42.3151344119048,
-71.1040438678912 42.3151191367447,-71.1040194562988 42.3151832057859,
-71.1038734225584 42.3151140942995,-71.1038446938243 42.3151006300338,
-71.1038315271889 42.315094347535,-71.1037393329282 42.315054824985,
-71.1035447555574 42.3152608696313,-71.1033436658644 42.3151648370544,
-71.1032580383161 42.3152269126061,-71.103223066939 42.3152517403219,
-71.1031880899493 42.3152774590236)),
((-71.1043632495873 42.315113108546,-71.1043583974082 42.3151211109857,
-71.1043443253471 42.3150676015829,-71.1043850704575 42.3150793250568,-71.1043632495873 42.315113108546)))',4326);

SELECT ST_GeomFromText('CIRCULARSTRING(220268 150415,220227 150505,220227 150406)');
        

Name

ST_GeomFromWKB — Erzeugt ein geometrisches Objekt aus der Well-known-Binary (WKB) Darstellung und einer optionalen SRID.

Synopsis

geometry ST_GeomFromWKB(bytea geom);

geometry ST_GeomFromWKB(bytea geom, integer srid);

Beschreibung

Die Funktion ST_GeogFromWKB nimmt eine Well-known-Binary (WKB) Darstellung und eine Id für das Koordinatenreferenzsystem (SRID) entgegen und erzeugt eine Instanz des entsprechenden geometrischen Datentyps. Diese Funktion übernimmt die Rolle der Geometrie-Factory in SQL. Ist eine alternative Bezeichnung für ST_WKBToSQL.

Wenn die SRID nicht festgelegt ist, wird sie standardmäßig auf 0 (Unknown) gesetzt.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s3.2.7.2 - die optionale SRID kommt vom Konformitätstest.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.41

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

--Obwohl die BYTEA Darstellung einzelne "\" enthält, müssen diese beim Einfügen in eine Tabelle maskiert werden
                -- ausgenommen standard_conforming_strings ist auf "on" gesetzt.
SELECT ST_AsEWKT(
ST_GeomFromWKB(E'\\001\\002\\000\\000\\000\\002\\000\\000\\000\\037\\205\\353Q\\270~\\\\\\300\\323Mb\\020X\\231C@\\020X9\\264\\310~\\\\\\300)\\\\\\217\\302\\365\\230C@',4326)
);
                                          st_asewkt
------------------------------------------------------
 SRID=4326;LINESTRING(-113.98 39.198,-113.981 39.195)
(1 row)

SELECT
  ST_AsText(
        ST_GeomFromWKB(
          ST_AsEWKB('POINT(2 5)'::geometry)
        )
  );
 st_astext
------------
 POINT(2 5)
(1 row)

Name

ST_LineFromEncodedPolyline — Erzeugt einen LineString aus einem codierten Linienzug.

Synopsis

geometry ST_LineFromEncodedPolyline(text polyline, integer precision=5);

Beschreibung

Erzeugt einen LineString aus einem codierten Linienzug.

Siehe http://developers.google.com/maps/documentation/utilities/polylinealgorithm

Verfügbarkeit: 2.2.0

Beispiele

--Erzeugung eines Linienzuges aus einer Polyline
SELECT ST_AsEWKT(ST_LineFromEncodedPolyline('_p~iF~ps|U_ulLnnqC_mqNvxq`@'));
--result--
LINESTRING(-120.2 38.5,-120.95 40.7,-126.453 43.252)
    

Name

ST_LineFromMultiPoint — Erzeugt einen LineString aus einer MultiPoint Geometrie.

Synopsis

geometry ST_LineFromMultiPoint(geometry aMultiPoint);

Beschreibung

Erzeugt einen LineString aus einer MultiPoint Geometrie.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

--ERzeugt die Zeichenkette einer 3D-Linie aus einem 3D-MultiPoint
SELECT ST_AsEWKT(ST_LineFromMultiPoint(ST_GeomFromEWKT('MULTIPOINT(1 2 3, 4 5 6, 7 8 9)')));
--result--
LINESTRING(1 2 3,4 5 6,7 8 9)
                

Name

ST_LineFromText — Erzeugt eine Geometrie aus einer WKT Darstellung mit der angegebenen SRID. Wenn keine SRID angegeben wird, wird diese standardmäßig auf 0 gesetzt.

Synopsis

geometry ST_LineFromText(text WKT);

geometry ST_LineFromText(text WKT, integer srid);

Beschreibung

Erzeugt eine Geometrie aus einer WKT Darstellung mit der angegebenen SRID. Wenn keine SRID angegeben wird, wird diese standardmäßig auf 0 gesetzt. Wenn das übergebene WKT kein LineString ist, wird NULL zurückgegeben.

[Note]

OGC SPEC 3.2.6.2 - die Option SRID ist vom Konformitätstest.

[Note]

Wenn Sie wissen, dass die Geometrie nur aus LINESTRINGs besteht, ist es effizienter einfach ST_GeomFromText zu verwenden. Diese Funktion ruft auch nur ST_GeomFromText auf und fügt die Information hinzu, dass es sich um einen Linienzug handelt.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s3.2.6.2

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 7.2.8

Beispiele

SELECT ST_LineFromText('LINESTRING(1 2, 3 4)') AS aline, ST_LineFromText('POINT(1 2)') AS null_return;
aline                            | null_return
------------------------------------------------
010200000002000000000000000000F ... | t
                

Siehe auch

ST_GeomFromText


Name

ST_LineFromWKB — Erzeugt einen LINESTRING mit gegebener SRID aus einer WKB-Darstellung

Synopsis

geometry ST_LineFromWKB(bytea WKB);

geometry ST_LineFromWKB(bytea WKB, integer srid);

Beschreibung

Die Funktion ST_GeogFromWKB nimmt eine Well-known-Binary Darstellung der Geometrie und eine Id für das Koordinatenreferenzsystem (SRID) entgegen und erzeugt eine Instanz des entsprechenden geometrischen Datentyps - in diesem Fall eine Geometrie vom Typ LineString. Diese Funktion übernimmt die Rolle der Geometrie-Factory in SQL.

Wenn keine SRID angegeben ist, wird diese auf 0 gesetzt. NULL wird zurückgegeben, wenn die Eingabe bytea keinen LINESTRING darstellt.

[Note]

OGC SPEC 3.2.6.2 - die Option SRID ist vom Konformitätstest.

[Note]

Wenn Sie wissen, dass Ihre Geometrie nur aus LINESTRINGs besteht, ist es effizienter einfach ST_GeomFromWKB zu verwenden. Diese Funktion ruft auch nur ST_GeomFromWKB auf und fügt die Information hinzu, dass es sich um einen Linienzug handelt.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s3.2.6.2

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 7.2.9

Beispiele

SELECT ST_LineFromWKB(ST_AsBinary(ST_GeomFromText('LINESTRING(1 2, 3 4)'))) AS aline,
                ST_LineFromWKB(ST_AsBinary(ST_GeomFromText('POINT(1 2)'))) IS NULL AS null_return;
aline                            | null_return
------------------------------------------------
010200000002000000000000000000F ... | t
                

Name

ST_LinestringFromWKB — Erzeugt eine Geometrie mit gegebener SRID aus einer WKB-Darstellung.

Synopsis

geometry ST_LinestringFromWKB(bytea WKB);

geometry ST_LinestringFromWKB(bytea WKB, integer srid);

Beschreibung

Die Funktion ST_LinestringFromWKB nimmt eine Well-known-Binary Darstellung der Geometrie und eine Id für das Koordinatenreferenzsystem (SRID) entgegen und erzeugt eine Instanz des entsprechenden geometrischen Datentyps - in diesem Fall eine Geometrie vom Typ LineString. Diese Funktion übernimmt die Rolle der Geometrie-Factory in SQL.

Wenn keine SRID angegeben ist, wird diese standardmäßig auf 0 gesetzt. NULL wird zurückgegeben, wenn die Eingabe bytea keinen LINESTRING darstellt. Ist ein Alias für ST_LineFromWKB.

[Note]

OGC SPEC 3.2.6.2 - optionale SRID ist vom Konformitätstest.

[Note]

Wenn Sie wissen, dass Ihre Geometrie nur aus LINESTRINGs besteht, ist es effizienter einfach ST_GeomFromWKB zu verwenden. Diese Funktion ruft auch nur ST_GeomFromWKB auf und fügt die Information hinzu, dass es sich um einen LINESTRING handelt.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s3.2.6.2

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 7.2.9

Beispiele

SELECT
  ST_LineStringFromWKB(
        ST_AsBinary(ST_GeomFromText('LINESTRING(1 2, 3 4)'))
  ) AS aline,
  ST_LinestringFromWKB(
        ST_AsBinary(ST_GeomFromText('POINT(1 2)'))
  ) IS NULL AS null_return;
   aline                            | null_return
------------------------------------------------
010200000002000000000000000000F ... | t

Name

ST_MakeBox2D — Erzeugt eine BOX2D, die durch die gegebene Punktgeometrie definiert ist.

Synopsis

box2d ST_MakeBox2D(geometry pointLowLeft, geometry pointUpRight);

Beschreibung

Erzeugt eine BOX2D, die durch die gegebene Punktgeometrie definiert ist. Nützlich bei Bereichsanfragen

Beispiele

--Gibt alle Geoobjekte zurück, die sich teilweise oder zur Gänze in den Koordinatenausschnitt des US National Atlas fallen
--Es wird vorausgesetzt, dass die Geometrie in SRID = 2163 (US National atlas equal area) abgespeichert ist
SELECT feature_id, feature_name, the_geom
FROM features
WHERE the_geom && ST_SetSRID(ST_MakeBox2D(ST_Point(-989502.1875, 528439.5625),
        ST_Point(-987121.375 ,529933.1875)),2163)

Name

ST_3DMakeBox — Erzeugt eine BOX3D, die durch die gegebene 3D-Punktgeometrie definiert ist.

Synopsis

box3d ST_3DMakeBox(geometry point3DLowLeftBottom, geometry point3DUpRightTop);

Beschreibung

Erzeugt eine BOX3D, die durch 2 geometrische 3D-Punkte definiert wird.

Dieser Funktion unterstützt 3D und löscht den Z-Index nicht.

Änderung: 2.0.0 In Vorgängerversionen als ST_MakeBox3D bezeichet.

Beispiele

SELECT ST_3DMakeBox(ST_MakePoint(-989502.1875, 528439.5625, 10),
        ST_MakePoint(-987121.375 ,529933.1875, 10)) As abb3d

--bb3d--
--------
BOX3D(-989502.1875 528439.5625 10,-987121.375 529933.1875 10)
        

Name

ST_MakeLine — Erzeugt einen Linienzug aus einer Punkt-, Mehrfachpunkt- oder Liniengeometrie.

Synopsis

geometry ST_MakeLine(geometry set geoms);

geometry ST_MakeLine(geometry geom1, geometry geom2);

geometry ST_MakeLine(geometry[] geoms_array);

Beschreibung

ST_MakeLine hat 3 Versionen: eine räumliche Aggregatversion die Zeilen von Punkt-, Mehrfachpunkt-, oder Liniengeometrie entgegennimmt und einen Linienzug zurückgibt, eine Funktion die ein Feld mit Punkten, Mehrfachpunkten oder Linien entgegennimmt, und eine normale Funktion welche die Geometrie in Form von zwei Punkten, Mehrfachpunkten oder Linien entgegennimmt. Bevor Sie die Punkte an die Aggregatversion dieser Funktion übergeben, können Sie eine Unterabfrage ausführen um die Punkte zu sortieren.

Eingaben außer Punkt, Mehrfachpunkt oder Linien werden ignoriert.

Wenn Sie Linienstücke hinzufügen, so werden gemeinsame Knoten am Anfang der Linien bei der Ausgabe entfernt. Gemeinsame Knoten von Punkt- und Mehrfachpunkteingaben werden nicht entfernt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Verfügbarkeit: Mit 2.3.0 wurde die Unterstützung zur Eingabe von MultiPoint Elementen eingeführt

Verfügbarkeit: 2.0.0 - Unterstützung zur Eingabe von LineString Elementen eingeführt

Verfügbarkeit: 1.4.0 - ST_MakeLine(geomarray) wurde eingeführt. ST_MakeLine Aggregatfunktion wurde verbessert, um mehr Punkte schneller handhaben zu können.

Beispiele: Spatiale Aggregatversion

Diese Beispiel nimmt eine Abfolge von GPS Punkten entgegen und erzeugt einen Datensatz für jeden GPS Pfad, wobei das Geometriefeld ein Linienzug ist, welcher in der Reihenfolge der Aufnahmeroute aus den GPS Punkten zusammengesetzt wird.

-- Bei Vorgängerversionen von PostgreSQL 9.0 funktioniert dies üblicherweise,
-- allerdings kann es der Anfrageoptimierer gelegentlich vorziehen, die Reihenfolge der Unterabfrage zu missachten.
SELECT gps.gps_track, ST_MakeLine(gps.the_geom) As newgeom
        FROM (SELECT gps_track,gps_time, the_geom
                        FROM gps_points ORDER BY gps_track, gps_time) As gps
        GROUP BY gps.gps_track;
-- Wenn Sie PostgreSQL 9.0+ verwenden
-- (Sie können die neue ORDER BY Unterstützung für Aggregate nutzen)
-- ist die richtige Anordnung des Linienzuges garantiiert
-- Falls nötig, kann die Reihenfolge auch auf mehreren Attributen basieren
SELECT gps.gps_track, ST_MakeLine(gps.the_geom ORDER BY gps_time) As newgeom
        FROM gps_points As gps
        GROUP BY gps.gps_track;

Beispiele: Nicht-Spatiale Aggregatversion

Das erste Beispiel ist einfach eine Linie, die aus 2 Punkten gebildet wird. Das Zweite bildet Linienzüge aus 2 Punkten die von einem Anwender eingegeben werden. Das Dritte ist einmalig, indem es 2 3D-Punkte verbindet, um eine Linie im 3D-Raum zu erzeugen.

SELECT ST_AsText(ST_MakeLine(ST_MakePoint(1,2), ST_MakePoint(3,4)));
          st_astext
---------------------
 LINESTRING(1 2,3 4)

SELECT userpoints.id, ST_MakeLine(startpoint, endpoint) As drawn_line
        FROM userpoints ;

SELECT ST_AsEWKT(ST_MakeLine(ST_MakePoint(1,2,3), ST_MakePoint(3,4,5)));
                st_asewkt
-------------------------
 LINESTRING(1 2 3,3 4 5)
                        

Beispiele: Verwendung der Feld-Version

SELECT ST_MakeLine(ARRAY(SELECT ST_Centroid(the_geom) FROM visit_locations ORDER BY visit_time));

--Making a 3d line with 3 3-d points
SELECT ST_AsEWKT(ST_MakeLine(ARRAY[ST_MakePoint(1,2,3),
                                ST_MakePoint(3,4,5), ST_MakePoint(6,6,6)]));
                st_asewkt
-------------------------
LINESTRING(1 2 3,3 4 5,6 6 6)
                        

Name

ST_MakeEnvelope — Erzeugt ein rechteckiges Polygon aus den gegebenen Minimum- und Maximumwerten. Die Eingabewerte müssen in dem Koordinatenreferenzsystem sein, welches durch die SRID angegeben wird.

Synopsis

geometry ST_MakeEnvelope(double precision xmin, double precision ymin, double precision xmax, double precision ymax, integer srid=unknown);

Beschreibung

Erzeugt ein rechteckiges Polygon das durch die Minima und Maxima angegeben wird. durch die gegebene Hülle. Die Eingabewerte müssen in dem Koordinatenreferenzsystem sein, welches durch die SRID angegeben wird. Wenn keine SRID angegeben ist, so wird das Koordinatenreferenzsystem "unknown" angenommen

Verfügbarkeit: 1.5

Erweiterung: 2.0: es wurde die Möglichkeit eingeführt, eine Einhüllende/Envelope festzulegen, ohne dass die SRID spezifiziert ist.

Beispiel: Ein Umgebungsrechteck Polygon erzeugen

SELECT ST_AsText(ST_MakeEnvelope(10, 10, 11, 11, 4326));

st_asewkt
-----------
POLYGON((10 10, 10 11, 11 11, 11 10, 10 10))
                          

Name

ST_MakePolygon — Erzeugt ein Polygon, das durch die gegebene Hülle gebildet wird. Die Eingabegeometrie muss aus geschlossenen Linienzügen bestehen.

Synopsis

geometry ST_MakePolygon(geometry linestring);

geometry ST_MakePolygon(geometry outerlinestring, geometry[] interiorlinestrings);

Beschreibung

Erzeugt ein Polygon, das durch die gegebene Hülle gebildet wird. Die Eingabegeometrie muss aus geschlossenen Linienzügen bestehen. Hat 2 Varianten.

Variante 1: Nimmt einen geschlossenen Linienzug entgegen.

Variante 2: Erzeugt ein Polygon, das durch die gegebene Hülle und einem Feld mit den Lücken gebildet wird. Sie können ein geometrisches Feld mit ST_Accum oder mit den PostgreSQL Konstrukten ARRAY[] und ARRAY() erzeugen. Die Eingabegeometrie muss aus geschlossenen Linienzügen bestehen.

[Note]

Diese Funktion akzeptiert keine MULTILINESTRINGs. Verwenden Sie bitte ST_LineMerge oder ST_Dump um Linienzüge zu erzeugen.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele: Einzelner geschlossener LINESTRING

--2D Linie
SELECT ST_MakePolygon(ST_GeomFromText('LINESTRING(75.15 29.53,77 29,77.6 29.5, 75.15 29.53)'));
--falls der Linienzug nicht geschlossen ist
--können sie ihn schließen, indem Sie den Anfangspunkt hinzufügen
SELECT ST_MakePolygon(ST_AddPoint(foo.open_line, ST_StartPoint(foo.open_line)))
FROM (
SELECT ST_GeomFromText('LINESTRING(75.15 29.53,77 29,77.6 29.5)') As open_line) As foo;

--3D geschlossene Linie --
SELECT ST_MakePolygon(ST_GeomFromText('LINESTRING(75.15 29.53 1,77 29 1,77.6 29.5 1, 75.15 29.53 1)'));

st_asewkt
-----------
POLYGON((75.15 29.53 1,77 29 1,77.6 29.5 1,75.15 29.53 1))

-- Meßstrecke --
SELECT ST_MakePolygon(ST_GeomFromText('LINESTRINGM(75.15 29.53 1,77 29 1,77.6 29.5 2, 75.15 29.53 2)'));

st_asewkt
----------
POLYGONM((75.15 29.53 1,77 29 1,77.6 29.5 2,75.15 29.53 2))
                          

Beispiele: Außenhülle mit inneren Ringen

Erzeugung eines Donuts mit einem Ameisenloch

SELECT ST_MakePolygon(
                ST_ExteriorRing(ST_Buffer(foo.line,10)),
        ARRAY[ST_Translate(foo.line,1,1),
                ST_ExteriorRing(ST_Buffer(ST_MakePoint(20,20),1)) ]
        )
FROM
        (SELECT ST_ExteriorRing(ST_Buffer(ST_MakePoint(10,10),10,10))
                As line )
                As foo;
                

Ausgehend von Polygonen/Mehrfachpolygonen der Provinz und Linienzügen für die Gewässer werden die Landesgrenzen erzeugt, wobei Lücken die Seen des Gebietes darstellen. Dies ist ein Beispiel für die Verwendung von ST_Accum in PostGIS.

[Note]

Das Konstrukt mit CASE wird verwendet, da die Übergabe eines NULL-Feldes an ST_MakePolygon NULL ergibt.

[Note]

Der Left Join (linker äußerer Verbund) wird verwendet um sicherzustellen dass wir alle Provinzen zurückbekommen, auch wenn diese keine Seen haben.

SELECT p.gid, p.province_name,
                CASE WHEN
                        ST_Accum(w.the_geom) IS NULL THEN p.the_geom
                ELSE  ST_MakePolygon(ST_LineMerge(ST_Boundary(p.the_geom)), ST_Accum(w.the_geom)) END
        FROM
                provinces p LEFT JOIN waterlines w
                        ON (ST_Within(w.the_geom, p.the_geom) AND ST_IsClosed(w.the_geom))
        GROUP BY p.gid, p.province_name, p.the_geom;

        --Gleiches Beispiel wie oben, nur mit einer korrespondierenden Unterabfrage
        --und der PostgreSQL interen ARRAY() Funktion, welche eine Menge von Zeilen in ein Feld/Array umwandelt

        SELECT p.gid,  p.province_name, CASE WHEN
                EXISTS(SELECT w.the_geom
                        FROM waterlines w
                        WHERE ST_Within(w.the_geom, p.the_geom)
                        AND ST_IsClosed(w.the_geom))
                THEN
                ST_MakePolygon(ST_LineMerge(ST_Boundary(p.the_geom)),
                        ARRAY(SELECT w.the_geom
                                FROM waterlines w
                                WHERE ST_Within(w.the_geom, p.the_geom)
                                AND ST_IsClosed(w.the_geom)))
                ELSE p.the_geom END As the_geom
        FROM
                provinces p;
                          

Name

ST_MakePoint — Erzeugt eine 2D-, 3DZ- oder 4D-Punktgeometrie.

Synopsis

geometry ST_MakePoint(double precision x, double precision y);

geometry ST_MakePoint(double precision x, double precision y, double precision z);

geometry ST_MakePoint(double precision x, double precision y, double precision z, double precision m);

Beschreibung

Erzeugt eine 2D-, 3DZ- oder 4D-Punktgeometrie (Geometrie mit Kilometrierung). ST_MakePoint ist zwar nicht OGC-konform, ist aber im Allgemeinen schneller und genauer als ST_GeomFromText oderST_PointFromText und auch leichter anzuwenden wenn Sie mit rohen Koordinaten anstatt mit WKT arbeiten.

[Note]

Merke: X steht für die geographische Länge, Y für die geographische Breite.

[Note]

Für Punkt mit X-, Y- und M-Koordinaten verwenden Sie bitte ST_MakePointM .

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

--Gibt einen Punkt mit unbekannter SRID aus
SELECT ST_MakePoint(-71.1043443253471, 42.3150676015829);

--Gibt einen Punkt in geographischer Länge und Breite im WGS84 aus
SELECT ST_SetSRID(ST_MakePoint(-71.1043443253471, 42.3150676015829),4326);

--Gibt einen 3D-Punkt zurück (z.B.: wenn der Punkt eine Höhe aufweist)
SELECT ST_MakePoint(1, 2,1.5);

--Gibt die Z-Koordinate des Punktes zurück
SELECT ST_Z(ST_MakePoint(1, 2,1.5));
result
-------
1.5

Name

ST_MakePointM — Erzeugt eine Punktgeometrie mit einer X-, einer Y- und einer M-Koordinate.

Synopsis

geometry ST_MakePointM(float x, float y, float m);

Beschreibung

Erzeugt einen Punkt mit x, y und measure/Kilometrierungs Koordinaten.

[Note]

Merke: X ist die geographische Länge, Y ist die Breite.

Beispiele

In diesen Beispielen verwenden wir ST_AsEWKT um die Textdarstellung zu zeigen und nicht ST_AsText, da ST_AsText die Ausgabe von M nicht unterstützt.

--Gibt die EWKT Darstellung des Punktes mit SRID "unknown" zurück
SELECT ST_AsEWKT(ST_MakePointM(-71.1043443253471, 42.3150676015829, 10));

--result
                                   st_asewkt
-----------------------------------------------
 POINTM(-71.1043443253471 42.3150676015829 10)

--Return EWKT representation of point with measure marked as WGS 84 long lat
--Ausgabe der EWKT Darstellung des Punktes mit "measure" und gekennzeichnet als WGS 84 Länge/Breite
SELECT ST_AsEWKT(ST_SetSRID(ST_MakePointM(-71.1043443253471, 42.3150676015829,10),4326));

                                                st_asewkt
---------------------------------------------------------
SRID=4326;POINTM(-71.1043443253471 42.3150676015829 10)

--Gibt einen 3D-Punkt zurück (z.B. Seehöhe)
SELECT ST_MakePoint(1, 2,1.5);

--Gibt m des Punktes
SELECT ST_M(ST_MakePointM(-71.1043443253471, 42.3150676015829,10));
result
-------
10
                          

Name

ST_MLineFromText — Liest einen festgelegten ST_MultiLineString Wert von einer WKT-Darstellung aus.

Synopsis

geometry ST_MLineFromText(text WKT, integer srid);

geometry ST_MLineFromText(text WKT);

Beschreibung

Erzeugt eine Geometrie aus einer Well-known-Text (WKT) Darstellung mit der angegebenen SRID. Wenn keine SRID angegeben wird, wird diese standardmäßig auf 0 gesetzt.

OGC SPEC 3.2.6.2 - Die Option SRID stammt aus dem Konformitätstest

Gibt NULL zurück wenn der WKT kein MULTILINESTRING ist.

[Note]

Verwenden Sie diese Funktion nicht, wenn Sie sich vollkommen sicher sind, dass ihre WKT Geometrie nur aus Punkten besteht. Sie ist langsamer als ST_GeomFromText, da sie einen zusätzlichen Validierungsschritt hinzufügt.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s3.2.6.2

This method implements the SQL/MM specification.SQL-MM 3: 9.4.4

Beispiele

SELECT ST_MLineFromText('MULTILINESTRING((1 2, 3 4), (4 5, 6 7))');

Siehe auch

ST_GeomFromText


Name

ST_MPointFromText — Erzeugt eine Geometrie aus WKT mit der angegebenen SRID. Wenn keine SRID angegeben wird, wird diese standardmäßig auf 0 gesetzt.

Synopsis

geometry ST_MPointFromText(text WKT, integer srid);

geometry ST_MPointFromText(text WKT);

Beschreibung

Erzeugt eine Geometrie aus WKT mit der angegebenen SRID. Wenn SRID nicht angegeben ist, wird sie standardmäßig auf 0 gesetzt.

OGC SPEC 3.2.6.2 - Die Option SRID stammt aus dem Konformitätstest

Gibt NULL zurück, wenn der WKT kein MULTIPOINT ist.

[Note]

Verwenden Sie diese Funktion nicht, wenn Sie sich vollkommen sicher sind, dass ihre WKT Geometrie nur aus Punkten besteht. Sie ist langsamer als ST_GeomFromText, da sie einen zusätzlichen Validierungsschritt hinzufügt.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. 3.2.6.2

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 9.2.4

Beispiele

SELECT ST_MPointFromText('MULTIPOINT(1 2, 3 4)');
SELECT ST_MPointFromText('MULTIPOINT(-70.9590 42.1180, -70.9611 42.1223)', 4326);

Siehe auch

ST_GeomFromText


Name

ST_MPolyFromText — Erzeugt eine MultiPolygon Geometrie aus WKT mit der angegebenen SRID. Wenn SRID nicht angegeben ist, wird sie standardmäßig auf 0 gesetzt.

Synopsis

geometry ST_MPolyFromText(text WKT, integer srid);

geometry ST_MPolyFromText(text WKT);

Beschreibung

Erzeugt ein MultiPolygon von WKT mit der gegebenen SRID. Wenn SRID nicht angegeben ist, wird sie standardmäßig auf 0 gesetzt.

OGC SPEC 3.2.6.2 - Die Option SRID stammt aus dem Konformitätstest

Meldet einen Fehler, wenn der WKT kein MULTIPOLYGON ist.

[Note]

Verwenden Sie diese Funktion nicht, wenn Sie sich vollkommen sicher sind, dass ihre WKT Geometrie nur aus MultiPolygonen besteht. Sie ist langsamer als ST_GeomFromText, da sie einen zusätzlichen Validierungsschritt hinzufügt.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s3.2.6.2

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 9.6.4

Beispiele

SELECT ST_MPolyFromText('MULTIPOLYGON(((0 0 1,20 0 1,20 20 1,0 20 1,0 0 1),(5 5 3,5 7 3,7 7 3,7 5 3,5 5 3)))');
SELECt ST_MPolyFromText('MULTIPOLYGON(((-70.916 42.1002,-70.9468 42.0946,-70.9765 42.0872,-70.9754 42.0875,-70.9749 42.0879,-70.9752 42.0881,-70.9754 42.0891,-70.9758 42.0894,-70.9759 42.0897,-70.9759 42.0899,-70.9754 42.0902,-70.9756 42.0906,-70.9753 42.0907,-70.9753 42.0917,-70.9757 42.0924,-70.9755 42.0928,-70.9755 42.0942,-70.9751 42.0948,-70.9755 42.0953,-70.9751 42.0958,-70.9751 42.0962,-70.9759 42.0983,-70.9767 42.0987,-70.9768 42.0991,-70.9771 42.0997,-70.9771 42.1003,-70.9768 42.1005,-70.977 42.1011,-70.9766 42.1019,-70.9768 42.1026,-70.9769 42.1033,-70.9775 42.1042,-70.9773 42.1043,-70.9776 42.1043,-70.9778 42.1048,-70.9773 42.1058,-70.9774 42.1061,-70.9779 42.1065,-70.9782 42.1078,-70.9788 42.1085,-70.9798 42.1087,-70.9806 42.109,-70.9807 42.1093,-70.9806 42.1099,-70.9809 42.1109,-70.9808 42.1112,-70.9798 42.1116,-70.9792 42.1127,-70.979 42.1129,-70.9787 42.1134,-70.979 42.1139,-70.9791 42.1141,-70.9987 42.1116,-71.0022 42.1273,
        -70.9408 42.1513,-70.9315 42.1165,-70.916 42.1002)))',4326);

Name

ST_Point — Gibt einen ST_Point mit den gegebenen Koordinatenwerten aus. Ein OGC-Alias für ST_MakePoint.

Synopsis

geometry ST_Point(float x_lon, float y_lat);

Beschreibung

Gibt einen ST_Point mit den gegebenen Koordinatenwerten aus. Ein SQL/MM kompatibler Alias für ST_MakePoint, der nur ein X und ein Y entgegennimmt.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 6.1.2

Beispiele: Geometrie

SELECT ST_SetSRID(ST_Point(-71.1043443253471, 42.3150676015829),4326)

Beispiele: Geographie

SELECT CAST(ST_SetSRID(ST_Point(-71.1043443253471, 42.3150676015829),4326) As geography);
-- Der :: ist die Kurzform von PostgreSQL für die Typumwandlung.
SELECT ST_SetSRID(ST_Point(-71.1043443253471, 42.3150676015829),4326)::geography;
--Wenn Ihre Punktkoordinaten in einem anderen Koordinatenreferenzsystem als WGS-84 Länge/Breite vorliegen, müssen Sie vor der Typumwandlung eine Koordinatentransformation durchführen.
-- In diesem Beispiel transformieren wir einen Punkt von "Pennsylvania State Plane Feet" nach WGS 84 and wandeln ihn anschließend in einen geographischen Datentyp um
SELECT ST_Transform(ST_SetSRID(ST_Point(3637510, 3014852),2273),4326)::geography;

Name

ST_PointFromGeoHash — Gibt einen Punkt von einer GeoHash Zeichenfolge zurück.

Synopsis

point ST_PointFromGeoHash(text geohash, integer precision=full_precision_of_geohash);

Beschreibung

Gibt die Geometrie einer GeoHash Zeichenfolge zurück. Der Punkt entspricht dem Mittelpunkt des GeoHas.

Wenn keine precision angegeben wird, dann gibt ST_PointFromGeoHash einen Punkt zurück, der auf der vollständigen Genauigkeit der gegebenen GeoHash Zeichenfolge beruht.

Wenn precision angegeben wird, verwendet ST_PointFromGeoHash entsprechend viele Zeichen des GeoHash, um den Punkt zu erzeugen.

Verfügbarkeit: 2.1.0

Beispiele

SELECT ST_AsText(ST_PointFromGeoHash('9qqj7nmxncgyy4d0dbxqz0'));
          st_astext
------------------------------
 POINT(-115.172816 36.114646)

SELECT ST_AsText(ST_PointFromGeoHash('9qqj7nmxncgyy4d0dbxqz0', 4));
             st_astext
-----------------------------------
 POINT(-115.13671875 36.123046875)

SELECT ST_AsText(ST_PointFromGeoHash('9qqj7nmxncgyy4d0dbxqz0', 10));
                 st_astext
-------------------------------------------
 POINT(-115.172815918922 36.1146435141563)
                
                

Name

ST_PointFromText — Erzeugt eine Punktgeometrie mit gegebener SRID von WKT. Wenn SRID nicht angegeben ist, wird sie standardmäßig auf 0 gesetzt.

Synopsis

geometry ST_PointFromText(text WKT);

geometry ST_PointFromText(text WKT, integer srid);

Beschreibung

Erzeugt ein PostGIS ST_Geometrie Punktobjekt von der OGC Well-known-Text Darstellung. Wenn die SRID nicht angegeben ist, wird sie standardmäßig auf "unknown" (zurzeit 0) gesetzt. Falls die Geometrie nicht in der WKT Punktdarstellung vorliegt, wird NULL zurückgegeben. Bei einer invaliden WKT Darstellung wird eine Fehlermeldung angezeigt.

[Note]

Die Funktion ST_PointFromText hat zwei Varianten. Die erste Variante nimmt keine SRID entgegen und gibt eine Geometrie ohne ein bestimmtes Koordinatenreferenzsystem aus. Die zweite Variante nimmt eine SRID als zweiten Übergabewert entgegen und gibt eine Geometrie zurück, die diese SRID als Teil ihrer Metadaten beinhaltet. Die SRID muss in der Tabelle "spatial_ref_sys" definiert sein.

[Note]

Verwenden Sie diese Funktion nicht, wenn Sie sich vollkommen sicher sind, dass ihre WKT Geometrie nur aus Punkten besteht. Sie ist langsamer als ST_GeomFromText, da sie einen zusätzlichen Validierungsschritt hinzufügt. Wenn Sie Punkte aus Koordinaten in Länge und Breite erstellen und mehr auf Rechenleistung und Genauigkeit wertlegen als auf OGC-Konformität, so verwenden Sie bitte ST_MakePoint oder den OGC-konformen Alias ST_Point.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s3.2.6.2 - die Option SRID ist vom Konformitätstest.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 6.1.8

Beispiele

SELECT ST_PointFromText('POINT(-71.064544 42.28787)');
SELECT ST_PointFromText('POINT(-71.064544 42.28787)', 4326);
        

Name

ST_PointFromWKB — Erzeugt eine Geometrie mit gegebener SRID von WKB.

Synopsis

geometry ST_GeomFromWKB(bytea geom);

geometry ST_GeomFromWKB(bytea geom, integer srid);

Beschreibung

Die Funktion ST_PointFromWKB nimmt eine Well-known-Binary Darstellung der Geometrie und eine Id für das Koordinatenreferenzsystem (SRID) entgegen und erzeugt eine Instanz des entsprechenden geometrischen Datentyps - in diesem Fall eine Geometrie vom Typ POINT. Diese Funktion übernimmt die Rolle der Geometrie-Factory in SQL.

Wenn keine SRID angegeben ist, wird diese standardmäßig auf 0 gesetzt. NULL wird zurückgegeben, wenn die Eingabe bytea keinen POINT darstellt.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s3.2.7.2

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 6.1.9

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

SELECT
  ST_AsText(
        ST_PointFromWKB(
          ST_AsEWKB('POINT(2 5)'::geometry)
        )
  );
 st_astext
------------
 POINT(2 5)
(1 row)

SELECT
  ST_AsText(
        ST_PointFromWKB(
          ST_AsEWKB('LINESTRING(2 5, 2 6)'::geometry)
        )
  );
 st_astext
-----------

(1 row)

Name

ST_Polygon — Gibt ein Polygon zurück, das aus vorgegebenen Linienzug und SRID erzeugt wurde.

Synopsis

geometry ST_Polygon(geometry aLineString, integer srid);

Beschreibung

Gibt ein Polygon zurück, das aus vorgegebenen Linienzug und SRID erzeugt wurde.

[Note]

ST_Polygon ist ähnlich der ersten Version von ST_MakePolygon, außer dass auch das Koordinatenreferenzsystem (SRID) des Polygons festgelegt wird. Da die Funktion nicht mit MULTILINESTRINGs arbeitet, verwenden Sie bitte ST_LineMerge um Mehrfachlinien zu vereinigen. Kann auch keine Polygone mit Lücken erzeugen; benutzen Sie ST_MakePolygon für diesen Fall.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 8.3.2

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

-- ein 2D Polygon
SELECT ST_Polygon(ST_GeomFromText('LINESTRING(75.15 29.53,77 29,77.6 29.5, 75.15 29.53)'), 4326);

--result--
POLYGON((75.15 29.53,77 29,77.6 29.5,75.15 29.53))
--a 3d polygon
SELECT ST_AsEWKT(ST_Polygon(ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(75.15 29.53 1,77 29 1,77.6 29.5 1, 75.15 29.53 1)'), 4326));

result
------
SRID=4326;POLYGON((75.15 29.53 1,77 29 1,77.6 29.5 1,75.15 29.53 1))
                        

Name

ST_PolygonFromText — Erzeugt eine Geometrie aus WKT mit der angegebenen SRID. Wenn keine SRID angegeben wird, wird diese standardmäßig auf 0 gesetzt.

Synopsis

geometry ST_PolygonFromText(text WKT);

geometry ST_PolygonFromText(text WKT, integer srid);

Beschreibung

Erzeugt eine Geometrie mit gegebener SRID von WKT. Wenn SRID nicht angegeben ist, wird sie standardmäßig auf 0 gesetzt. Gibt NULL zurück, wenn WKT kein Polygon ist.

OGC SPEC 3.2.6.2 - Die Option SRID stammt aus dem Konformitätstest

[Note]

Verwenden Sie diese Funktion nicht, wenn Sie sich vollkommen sicher sind, dass ihre WKT Geometrie nur aus Polygonen besteht. Sie ist langsamer als ST_GeomFromText, da sie einen zusätzlichen Validierungsschritt hinzufügt.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s3.2.6.2

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 8.3.6

Beispiele

SELECT ST_PolygonFromText('POLYGON((-71.1776585052917 42.3902909739571,-71.1776820268866 42.3903701743239,
-71.1776063012595 42.3903825660754,-71.1775826583081 42.3903033653531,-71.1776585052917 42.3902909739571))');
st_polygonfromtext
------------------
010300000001000000050000006...


SELECT ST_PolygonFromText('POINT(1 2)') IS NULL as point_is_notpoly;

point_is_not_poly
----------
t

Siehe auch

ST_GeomFromText


Name

ST_WKBToSQL — Gibt einen geometrischen Datentyp (ST_Geometry) aus einer Well-known-Binary (WKB) Darstellung zurück. Ein Synonym für ST_GeomFromWKB, welches jedoch keine SRID annimmt

Synopsis

geometry ST_WKBToSQL(bytea WKB);

Beschreibung

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.36

Siehe auch

ST_GeomFromWKB


Name

ST_WKTToSQL — Gibt einen spezifizierten ST_Geometry-Wert von einer Well-known-Text Darstellung (WKT) zurück. Die Bezeichnung ist ein Alias für ST_GeomFromText

Synopsis

geometry ST_WKTToSQL(text WKT);

Beschreibung

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.34

Siehe auch

ST_GeomFromText

8.5. Zugriffsfunktionen auf Geometrien

GeometryType — Gibt den Geometrietyp als Zeichenkette zurück. z.B.: 'LINESTRING', 'POLYGON', 'MULTIPOINT', etc.
ST_Boundary — Gibt die abgeschlossene Hülle aus der kombinierten Begrenzung der Geometrie zurück.
ST_CoordDim — Gibt die Dimension der Koordinaten von ST_Geometry zurück.
ST_Dimension — Die inhärente Dimension des geometrischen Objekts muss niedriger oder gleich der Dimension der Koordinaten sein.
ST_EndPoint — Gibt den Endpunkt einer LINESTRING oder CIRCULARLINESTRING Geometrie als POINT zurück.
ST_Envelope — Gibt eine Geometrie in doppelter Genauigkeit (float8) zurück, welche das Umgebungsrechteck der beigestellten Geometrie darstellt.
ST_BoundingDiagonal — Gibt die Diagonale des Umgebungsdreiecks der angegebenen Geometrie zurück.
ST_ExteriorRing — Gibt einen Linienzug zurück, welcher den äußeren Ring der POLYGON Geometrie darstellt. Gibt NULL zurück wenn es sich bei der Geometrie um kein Polygon handelt. Funktioniert nicht mit MULTIPOLYGON
ST_GeometryN — Gibt die auf 1-basierende n-te Geometrie zurück, wenn es sich bei der Geometrie um eine GEOMETRYCOLLECTION, (MULTI)POINT, (MULTI)LINESTRING, MULTICURVE oder (MULTI)POLYGON, POLYHEDRALSURFACE handelt. Anderenfalls wird NULL zurückgegeben.
ST_GeometryType — Gibt den Geometrietyp des ST_Geometry Wertes zurück.
ST_InteriorRingN — Gibt den Nten innenliegenden Linienzug des Ringes der Polygongeometrie zurück. Gibt NULL zurück, falls es sich bei der Geometrie nicht um ein Polygon handelt, oder sich das angegebene N außerhalb des zulässigen Bereiches befindet.
ST_IsPolygonCCW — Gibt TRUE zurück, wenn alle äußeren Ringe gegen den Uhrzeigersinn orientiert sind und alle inneren Ringe im Uhrzeigersinn ausgerichtet sind.
ST_IsPolygonCW — Gibt den Wert TRUE zurück, wenn alle äußeren Ringe im Uhrzeigersinn und alle inneren Ringe gegen den Uhrzeigersinn ausgerichtet sind.
ST_IsClosed — Gibt den Wert TRUE zurück, wenn die Anfangs- und Endpunkte des LINESTRING's zusammenfallen. Bei polyedrischen Oberflächen, wenn sie geschlossen (volumetrisch) sind.
ST_IsCollection — Gibt den Wert TRUE zurück, wenn der Parameter eine Ansammlung/Kollektion von Geometrien ist (MULTI*, GEOMETRYCOLLECTION, ...)
ST_IsEmpty — Gibt den Wert TRUE zurück, falls es sich bei der Geometrie um eine leere GeometryCollection, Polygon, Point etc. handelt.
ST_IsRing — Gibt den Wert TRUE zurück, wenn der LINESTRING geschlossen ist und der Simple Feature Spezifikation entspricht.
ST_IsSimple — Gibt den Wert (TRUE) zurück, wenn die Geometrie keine irregulären Stellen, wie Selbstüberschneidungen oder Selbstberührungen, aufweist.
ST_IsValid — Gibt true zurück, wenn ST_Geometry wohlgeformt ist.
ST_IsValidReason — Gibt an, ob die Geometrie zulässig ist oder nicht; gibt auch die Ursache an falls nicht.
ST_IsValidDetail — Gibt eine valid_detail (Gültigkeit, Ursache, Lage) Zeile aus, die anzeigt, ob die Geometrie gültig ist oder nicht, und falls nicht, die Ursache warum und die Lage wo dies auftritt.
ST_M — Gibt die M-Koordinate eines Punktes, oder NULL, wenn diese nicht existiert, zurück. Bei der Eingabe muss es sich um eine Punktgeometrie handeln.
ST_NDims — Gibt die Koordinatendimension der Geometrie als Small Int zurück. Der Wertebereich ist 2, 3 oder 4.
ST_NPoints — Gibt die Anzahl der Punkte (Knoten) einer Geometrie zurück.
ST_NRings — Wenn es sich bei der Geometrie um ein Polygon oder um ein MultiPolygon handelt, wird die Anzahl der Ringe zurückgegeben.
ST_NumGeometries — Wenn es sich bei der Geometrie um eine GEOMETRYCOLLECTION (oder MULTI*) handelt, wird die Anzahl der Geometrien zurückgegeben, bei Einzelgeometrien wird 1, ansonsten NULL zurückgegeben.
ST_NumInteriorRings — Gibt die Anzahl der inneren Ringe einer Polygongeometrie aus.
ST_NumInteriorRing — Gibt die Anzahl der inneren Ringe eines Polygons in der Geometrie aus. Ist ein Synonym für ST_NumInteriorRings.
ST_NumPatches — Gibt die Anzahl der Maschen einer polyedrischen Oberfläche aus. Gibt NULL zurück, wenn es sich nicht um polyedrische Geometrien handelt.
ST_NumPoints — Gibt die Anzahl der Stützpunkte eines ST_LineString oder eines ST_CircularString zurück.
ST_PatchN — Gibt die auf 1-basierende n-te Geometrie (Masche) zurück, wenn es sich bei der Geometrie um ein POLYHEDRALSURFACE, oder ein POLYHEDRALSURFACEM handelt. Anderenfalls wird NULL zurückgegeben.
ST_PointN — Gibt den n-ten Punkt des ersten LineString's oder des kreisförmigen LineStrings's in der Geometrie zurück. Negative Werte werden rückwärts vom Ende des LineString's gezählt. Gibt NULL aus, wenn es sich bei der Geometrie nicht um einen LineString handelt.
ST_Points — Gibt einen MultiPoint zurück, welcher alle Koordinaten einer Geometrie enthält.
ST_SRID — Gibt den Identifikator des Koordinatenreferenzsystems, wie in der spatial_ref_sys Tabelle definiert, für die ST_Geometry aus.
ST_StartPoint — Gibt den den Anfangspunkt einer LINESTRING Geometrie als POINT zurück.
ST_Summary — Gibt eine Zusammenfassung des Inhalts einer Geometrie wieder.
ST_X — Gibt die X-Koordinate eines Punktes, oder NULL wenn diese nicht vorhanden ist, zurück. Die Eingabe muss ein Punkt sein.
ST_XMax — Gibt das größte X des Umgebungsrechtecks in 2D, 3D oder als Geometrie zurück.
ST_XMin — Gibt das kleinste X des Umgebungsrechtecks in 2D, 3D oder als Geometrie zurück.
ST_Y — Gibt die Y-Koordinate eines Punktes, oder NULL wenn diese nicht vorhanden ist, zurück. Die Eingabe muss ein Punkt sein.
ST_YMax — Gibt das größte Y des Umgebungsrechtecks in 2D, 3D oder als Geometrie zurück.
ST_YMin — Gibt das kleinste Y des Umgebungsrechtecks in 2D, 3D oder als Geometrie zurück.
ST_Z — Gibt die Z-Koordinate eines Punktes, oder NULL wenn diese nicht vorhanden ist, zurück. Die Eingabe muss ein Punkt sein.
ST_ZMax — Gibt das kleinste Z des Umgebungsrechtecks in 2D, 3D oder als Geometrie zurück.
ST_Zmflag — Gibt die ZM (semantische Dimension) Flag der Geometrie als Small Int zurück. Die Werte sind: 0=2D, 1=3DM, 2=3DZ, 3=4D.
ST_ZMin — Gibt das kleinste Z des Umgebungsrechtecks in 2D, 3D oder als Geometrie zurück.

Name

GeometryType — Gibt den Geometrietyp als Zeichenkette zurück. z.B.: 'LINESTRING', 'POLYGON', 'MULTIPOINT', etc.

Synopsis

text GeometryType(geometry geomA);

Beschreibung

Gibt den Geometrietyp als Zeichenkette zurück. z.B.: 'LINESTRING', 'POLYGON', 'MULTIPOINT', etc.

OGC SPEC s2.1.1.1 - Gibt den Namen des instanziierbaren Subtyps der Geometrie zurück, von dem die geometrische Instanz ein Mitglied ist. Der Name des instanziierbaren Subtyps der Geometrie wird als Zeichenkette ausgegeben.

[Note]

Die Funktion zeigt auch an ob die Geometrie eine Maßzahl aufweist, indem eine Zeichenkette wie 'POINTM' zurückgegeben wird.

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen, Dreiecke und TIN eingeführt.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

Beispiele

SELECT GeometryType(ST_GeomFromText('LINESTRING(77.29 29.07,77.42 29.26,77.27 29.31,77.29 29.07)'));
 geometrytype
--------------
 LINESTRING
SELECT ST_GeometryType(ST_GeomFromEWKT('POLYHEDRALSURFACE( ((0 0 0, 0 0 1, 0 1 1, 0 1 0, 0 0 0)),
                ((0 0 0, 0 1 0, 1 1 0, 1 0 0, 0 0 0)), ((0 0 0, 1 0 0, 1 0 1, 0 0 1, 0 0 0)),
                ((1 1 0, 1 1 1, 1 0 1, 1 0 0, 1 1 0)),
                ((0 1 0, 0 1 1, 1 1 1, 1 1 0, 0 1 0)), ((0 0 1, 1 0 1, 1 1 1, 0 1 1, 0 0 1)) )'));
                        --result
                        POLYHEDRALSURFACE
                        
SELECT GeometryType(geom) as result
  FROM
    (SELECT
       ST_GeomFromEWKT('TIN (((
                0 0 0,
                0 0 1,
                0 1 0,
                0 0 0
            )), ((
                0 0 0,
                0 1 0,
                1 1 0,
                0 0 0
            ))
            )')  AS geom
    ) AS g;
 result
--------
 TIN    

Siehe auch

ST_GeometryType


Name

ST_Boundary — Gibt die abgeschlossene Hülle aus der kombinierten Begrenzung der Geometrie zurück.

Synopsis

geometry ST_Boundary(geometry geomA);

Beschreibung

Gibt die abgeschlossene Hülle aus der kombinierten Begrenzung der Geometrie zurück. Die Definition der kombinierte Begrenzung ist in Abschnitt 3.12.3.2 der OGC SPEC beschrieben. Da das Ergebnis dieser Funktion eine abgeschlossene Hülle und daher topologisch geschlossen ist, kann die resultierende Begrenzung durch geometrische Primitive, wie in Abschnitt 3.12.2. der OGC SPEC erörtert, dargestellt werden.

Wird durch das GEOS Modul ausgeführt

[Note]

Vor 2.0.0 meldete diese Funktion einen Fehler, falls sie auf eine GEOMETRYCOLLECTION angewandt wurde. Ab 2.0.0 wird stattdessen NULL (nicht unterstützte Eingabe) zurückgegeben.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. OGC SPEC s2.1.1.1

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.14

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Erweiterung: mit 2.1.0 wurde die Unterstützung von Dreiecken eingeführt

Beispiele

Linienzug mit überlagerten Begrenzungspunkten

SELECT ST_Boundary(geom)
FROM (SELECT 'LINESTRING(100 150,50 60, 70 80, 160 170)'::geometry As geom) As f;
                                

-- Ausgabe als ST_AsText
MULTIPOINT(100 150,160 170)

Polygon mit Lücke und der Abgrenzung/Boundary als Multilinestring

SELECT ST_Boundary(geom)
FROM (SELECT
'POLYGON (( 10 130, 50 190, 110 190, 140 150, 150 80, 100 10, 20 40, 10 130 ),
        ( 70 40, 100 50, 120 80, 80 110, 50 90, 70 40 ))'::geometry As geom) As f;
                                

-- Ausgabe als ST_AsText
MULTILINESTRING((10 130,50 190,110 190,140 150,150 80,100 10,20 40,10 130),
        (70 40,100 50,120 80,80 110,50 90,70 40))

SELECT ST_AsText(ST_Boundary(ST_GeomFromText('LINESTRING(1 1,0 0, -1 1)')));
st_astext
-----------
MULTIPOINT(1 1,-1 1)

SELECT ST_AsText(ST_Boundary(ST_GeomFromText('POLYGON((1 1,0 0, -1 1, 1 1))')));
st_astext
----------
LINESTRING(1 1,0 0,-1 1,1 1)

--Verwendung eines 3D Polygons
SELECT ST_AsEWKT(ST_Boundary(ST_GeomFromEWKT('POLYGON((1 1 1,0 0 1, -1 1 1, 1 1 1))')));

st_asewkt
-----------------------------------
LINESTRING(1 1 1,0 0 1,-1 1 1,1 1 1)

--Verwendung eines 3D Multilinestrings
SELECT ST_AsEWKT(ST_Boundary(ST_GeomFromEWKT('MULTILINESTRING((1 1 1,0 0 0.5, -1 1 1),(1 1 0.5,0 0 0.5, -1 1 0.5, 1 1 0.5) )')));

st_asewkt
----------
MULTIPOINT(-1 1 1,1 1 0.75)

Name

ST_CoordDim — Gibt die Dimension der Koordinaten von ST_Geometry zurück.

Synopsis

integer ST_CoordDim(geometry geomA);

Beschreibung

Gibt die Dimension der Koordinaten für den Wert von ST_Geometry zurück.

Dies ist der MM konforme Alias für ST_NDims

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.3

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

Beispiele

SELECT ST_CoordDim('CIRCULARSTRING(1 2 3, 1 3 4, 5 6 7, 8 9 10, 11 12 13)');
                        ---result--
                                3

                                SELECT ST_CoordDim(ST_Point(1,2));
                        --result--
                                2

                

Siehe auch

ST_NDims


Name

ST_Dimension — Die inhärente Dimension des geometrischen Objekts muss niedriger oder gleich der Dimension der Koordinaten sein.

Synopsis

integer ST_Dimension(geometry g);

Beschreibung

Die inhärente geometrische Dimension eines Objektes muss kleiner gleich der Dimension der Koordinaten sein. Nach OGC SPEC s2.1.1.1 - gibt 0 für POINT, 1 für LINESTRING, 2 for POLYGON, und die größte Dimension der Teile einer GEOMETRYCOLLECTION. Wenn die Dimension nicht bekannt ist (empty geometry), so wird NULL zurückgegeben.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.2

Erweiterung: 2.0.0 - Unterstützung für polyedrische Oberflächen und TIN eingeführt.

[Note]

Vor 2.0.0 meldete diese Funktion einen Fehler, falls sie auf eine leere Geometrie angewandt wurde.

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

Beispiele

SELECT ST_Dimension('GEOMETRYCOLLECTION(LINESTRING(1 1,0 0),POINT(0 0))');
ST_Dimension
-----------
1

Siehe auch

ST_NDims


Name

ST_EndPoint — Gibt den Endpunkt einer LINESTRING oder CIRCULARLINESTRING Geometrie als POINT zurück.

Synopsis

boolean ST_EndPoint(geometry g);

Beschreibung

Gibt den Endpunkt einer LINESTRING Geometrie als POINT oder NULL zurück, falls der Eingabewert nicht ein LINESTRING ist.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 7.1.4

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

[Note]

Änderung: 2.0.0 unterstützt die Verarbeitung von MultiLinestring's die nur aus einer einzelnen Geometrie bestehen, nicht mehr. In früheren Versionen von PostGIS gab die Funktion bei einem aus einer einzelnen Linie bestehender MultiLinestring den Anfangspunkt zurück. Ab 2.0.0 gibt sie nur NULL zurück, so wie bei jedem anderen MultiLinestring. Die alte Verhaltensweise war undokumentiert, aber Anwender, die annahmen, dass Sie Ihre Daten als LINESTRING vorliegen haben, könnten in 2.0 dieses zurückgegebene NULL bemerken.

Beispiele

postgis=# SELECT ST_AsText(ST_EndPoint('LINESTRING(1 1, 2 2, 3 3)'::geometry));
 st_astext
------------
 POINT(3 3)
(1 row)

postgis=# SELECT ST_EndPoint('POINT(1 1)'::geometry) IS NULL AS is_null;
  is_null
----------
 t
(1 row)

--3D Endpunkt
SELECT ST_AsEWKT(ST_EndPoint('LINESTRING(1 1 2, 1 2 3, 0 0 5)'));
  st_asewkt
--------------
 POINT(0 0 5)
(1 row)

Name

ST_Envelope — Gibt eine Geometrie in doppelter Genauigkeit (float8) zurück, welche das Umgebungsrechteck der beigestellten Geometrie darstellt.

Synopsis

geometry ST_Envelope(geometry g1);

Beschreibung

Gibt das kleinstmögliche Umgebungsrechteck der bereitgestellten Geometrie als Geometrie im Float8-Format zurück. Das Polygon wird durch die Eckpunkte des Umgebungsrechteckes beschrieben ((MINX, MINY), (MINX, MAXY), (MAXX, MAXY), (MAXX, MINY), (MINX, MINY)). (PostGIS fügt auch die ZMIN/ZMAX Koordinaten hinzu).

Spezialfälle (vertikale Linien, Punkte) geben eine Geometrie geringerer Dimension zurück als POLYGON, insbesondere POINT oder LINESTRING.

Verfügbarkeit: 1.5.0 Änderung der Verhaltensweise insofern, das die Ausgabe in Double Precision anstelle von Float4 erfolgt

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s2.1.1.1

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.15

Beispiele

SELECT ST_AsText(ST_Envelope('POINT(1 3)'::geometry));
 st_astext
------------
 POINT(1 3)
(1 row)


SELECT ST_AsText(ST_Envelope('LINESTRING(0 0, 1 3)'::geometry));
                   st_astext
--------------------------------
 POLYGON((0 0,0 3,1 3,1 0,0 0))
(1 row)


SELECT ST_AsText(ST_Envelope('POLYGON((0 0, 0 1, 1.0000001 1, 1.0000001 0, 0 0))'::geometry));
                                                  st_astext
--------------------------------------------------------------
 POLYGON((0 0,0 1,1.00000011920929 1,1.00000011920929 0,0 0))
(1 row)
SELECT ST_AsText(ST_Envelope('POLYGON((0 0, 0 1, 1.0000000001 1, 1.0000000001 0, 0 0))'::geometry));
                                                  st_astext
--------------------------------------------------------------
 POLYGON((0 0,0 1,1.00000011920929 1,1.00000011920929 0,0 0))
(1 row)

SELECT Box3D(geom), Box2D(geom), ST_AsText(ST_Envelope(geom)) As envelopewkt
        FROM (SELECT 'POLYGON((0 0, 0 1000012333334.34545678, 1.0000001 1, 1.0000001 0, 0 0))'::geometry As geom) As foo;


        

Siehe auch

Box2D, Box3D


Name

ST_BoundingDiagonal — Gibt die Diagonale des Umgebungsdreiecks der angegebenen Geometrie zurück.

Synopsis

geometry ST_BoundingDiagonal(geometry geom, boolean fits=false);

Beschreibung

Gibt für eine angegebenen Geometrie die Diagonale des Umgebungsrechtecks als Linienzug zurück. Wenn die Geometrie leer ist, so ist auch die Diagonale Linie leer. Anderenfalls wird ein Linienzug aus 2 Punkten mit den kleinsten xy-Werten am Anfangspunkt und den größten xy-Werten am Endpunkt ausgegeben.

Die zurückgegebene Linienzug-Geometrie beinhaltet immer die SRID und die Dimensionalität (Anwesenheit von Z und M) der eingegebenen Geometrie.

Der fits Parameter bestimmt ob die bestmögliche Anpassung notwendig ist. Wenn er FALSE ist, so kann auch die Diagonale eines etwas größeren Umgebungsrechtecks akzeptiert werden (dies ist für Geometrien mit vielen Knoten schneller). Auf jeden Fall wird immer die gesamte Eingabegeometrie durch das von der Diagonale bestimmten Umgebungsrechtecks abgedeckt.

[Note]

Bei Spezialfällen (ein einzelner Knoten als Eingabewert) ist der zurückgegebene Linienzug topologisch ungültig (kein Inneres/Interior). Das Ergebnis ist dadurch jedoch nicht semantisch ungültig.

Verfügbarkeit: 2.2.0

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports M coordinates.

Beispiele

-- Gibt die kleinste X-Koordinate eines Buffers um einen Punkt aus
SELECT ST_X(ST_StartPoint(ST_BoundingDiagonal(
  ST_Buffer(ST_MakePoint(0,0),10)
)));
 st_x
------
  -10
                

Name

ST_ExteriorRing — Gibt einen Linienzug zurück, welcher den äußeren Ring der POLYGON Geometrie darstellt. Gibt NULL zurück wenn es sich bei der Geometrie um kein Polygon handelt. Funktioniert nicht mit MULTIPOLYGON

Synopsis

geometry ST_ExteriorRing(geometry a_polygon);

Beschreibung

Gibt einen Linienzug zurück, welcher den äußeren Ring der POLYGON Geometrie darstellt. Gibt NULL zurück wenn es sich bei der Geometrie um kein Polygon handelt.

[Note]

Funktioniert nur mit dem Geometrietyp POLYGON

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. 2.1.5.1

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 8.2.3, 8.3.3

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

--Wenn Sie eine Tabelle mit Polygonen haben
SELECT gid, ST_ExteriorRing(the_geom) AS ering
FROM sometable;

--Wenn Sie eine Tabelle mit MULTIPOLYGONen haben
--und Sie wollen als Ergebnis einen MULTILINESTRING der aus Außenringen der Polygone zusammengesetzt ist
SELECT gid, ST_Collect(ST_ExteriorRing(the_geom)) AS erings
        FROM (SELECT gid, (ST_Dump(the_geom)).geom As the_geom
                        FROM sometable) As foo
GROUP BY gid;

--3D Beispiel
SELECT ST_AsEWKT(
        ST_ExteriorRing(
        ST_GeomFromEWKT('POLYGON((0 0 1, 1 1 1, 1 2 1, 1 1 1, 0 0 1))')
        )
);

st_asewkt
---------
LINESTRING(0 0 1,1 1 1,1 2 1,1 1 1,0 0 1)

Name

ST_GeometryN — Gibt die auf 1-basierende n-te Geometrie zurück, wenn es sich bei der Geometrie um eine GEOMETRYCOLLECTION, (MULTI)POINT, (MULTI)LINESTRING, MULTICURVE oder (MULTI)POLYGON, POLYHEDRALSURFACE handelt. Anderenfalls wird NULL zurückgegeben.

Synopsis

geometry ST_GeometryN(geometry geomA, integer n);

Beschreibung

Gibt die auf 1-basierende n-te Geometrie zurück, wenn es sich bei der Geometrie um eine GEOMETRYCOLLECTION, (MULTI)POINT, (MULTI)LINESTRING, MULTICURVE oder (MULTI)POLYGON, POLYHEDRALSURFACE handelt. Anderenfalls wird NULL zurückgegeben.

[Note]

Seit Version 0.8.0 basiert der Index auf 1, so wie in der OGC Spezifikation. Vorhergegangene Versionen waren 0-basiert.

[Note]

Falls Sie alle Geometrien einer Geometrie entnehmen wollen, so ist ST_Dump wesentlich leistungsfähiger und es funktioniert auch mit Einzelgeometrien.

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen, Dreiecke und TIN eingeführt.

Änderung: 2.0.0 Vorangegangene Versionen geben bei Einzelgeometrien NULL zurück. Dies wurde geändert um die Geometrie für den ST_GeometrieN(..,1) Fall zurückzugeben.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 9.1.5

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

Standard Beispiele

--Entnahme einer Teilmenge von Punkten aus einem 3D Multipoint
SELECT n, ST_AsEWKT(ST_GeometryN(the_geom, n)) As geomewkt
FROM (
VALUES (ST_GeomFromEWKT('MULTIPOINT(1 2 7, 3 4 7, 5 6 7, 8 9 10)') ),
( ST_GeomFromEWKT('MULTICURVE(CIRCULARSTRING(2.5 2.5,4.5 2.5, 3.5 3.5), (10 11, 12 11))') )
        )As foo(the_geom)
        CROSS JOIN generate_series(1,100) n
WHERE n <= ST_NumGeometries(the_geom);

 n |               geomewkt
---+-----------------------------------------
 1 | POINT(1 2 7)
 2 | POINT(3 4 7)
 3 | POINT(5 6 7)
 4 | POINT(8 9 10)
 1 | CIRCULARSTRING(2.5 2.5,4.5 2.5,3.5 3.5)
 2 | LINESTRING(10 11,12 11)


--Entnahme aller Geometrien (sinnvoll, wenn Sie einen Schlüssel/ID zuweisen wollen)
SELECT gid, n, ST_GeometryN(the_geom, n)
FROM sometable CROSS JOIN generate_series(1,100) n
WHERE n <= ST_NumGeometries(the_geom);

Beispiele für polyedrische Oberflächen, TIN und Dreieck

-- Beispiel für eine polyedrische Oberfläche
-- Auftrennung einer polyedrischen Oberfläche in Teilflächen/Faces
SELECT ST_AsEWKT(ST_GeometryN(p_geom,3)) As geom_ewkt
  FROM (SELECT ST_GeomFromEWKT('POLYHEDRALSURFACE(
((0 0 0, 0 0 1, 0 1 1, 0 1 0, 0 0 0)),
((0 0 0, 0 1 0, 1 1 0, 1 0 0, 0 0 0)),
((0 0 0, 1 0 0, 1 0 1, 0 0 1, 0 0 0)),
((1 1 0, 1 1 1, 1 0 1, 1 0 0, 1 1 0)),
((0 1 0, 0 1 1, 1 1 1, 1 1 0, 0 1 0)),
((0 0 1, 1 0 1, 1 1 1, 0 1 1, 0 0 1))
)')  AS p_geom )  AS a;

                geom_ewkt
------------------------------------------
 POLYGON((0 0 0,1 0 0,1 0 1,0 0 1,0 0 0))
-- TIN --
SELECT ST_AsEWKT(ST_GeometryN(geom,2)) as wkt
  FROM
    (SELECT
       ST_GeomFromEWKT('TIN (((
                0 0 0,
                0 0 1,
                0 1 0,
                0 0 0
            )), ((
                0 0 0,
                0 1 0,
                1 1 0,
                0 0 0
            ))
            )')  AS geom
    ) AS g;
-- result --
                 wkt
-------------------------------------
 TRIANGLE((0 0 0,0 1 0,1 1 0,0 0 0))

Name

ST_GeometryType — Gibt den Geometrietyp des ST_Geometry Wertes zurück.

Synopsis

text ST_GeometryType(geometry g1);

Beschreibung

Gibt den Geometrietyp als Zeichenkette zurück. Z.B.: 'ST_Linestring', 'ST_Polygon','ST_MultiPolygon' etc. Diese Funktion unterscheidet sich von GeometryType(geometry) durch den Präfix ST_ und dadurch, das nicht angezeigt wird, ob die Geometrie eine Maßzahl besitzt.

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen eingeführt.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.4

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

SELECT ST_GeometryType(ST_GeomFromText('LINESTRING(77.29 29.07,77.42 29.26,77.27 29.31,77.29 29.07)'));
                        --result
                        ST_LineString
SELECT ST_GeometryType(ST_GeomFromEWKT('POLYHEDRALSURFACE( ((0 0 0, 0 0 1, 0 1 1, 0 1 0, 0 0 0)),
                ((0 0 0, 0 1 0, 1 1 0, 1 0 0, 0 0 0)), ((0 0 0, 1 0 0, 1 0 1, 0 0 1, 0 0 0)),
                ((1 1 0, 1 1 1, 1 0 1, 1 0 0, 1 1 0)),
                ((0 1 0, 0 1 1, 1 1 1, 1 1 0, 0 1 0)), ((0 0 1, 1 0 1, 1 1 1, 0 1 1, 0 0 1)) )'));
                        --result
                        ST_PolyhedralSurface
SELECT ST_GeometryType(ST_GeomFromEWKT('POLYHEDRALSURFACE( ((0 0 0, 0 0 1, 0 1 1, 0 1 0, 0 0 0)),
                ((0 0 0, 0 1 0, 1 1 0, 1 0 0, 0 0 0)), ((0 0 0, 1 0 0, 1 0 1, 0 0 1, 0 0 0)),
                ((1 1 0, 1 1 1, 1 0 1, 1 0 0, 1 1 0)),
                ((0 1 0, 0 1 1, 1 1 1, 1 1 0, 0 1 0)), ((0 0 1, 1 0 1, 1 1 1, 0 1 1, 0 0 1)) )'));
                        --result
                        ST_PolyhedralSurface
SELECT ST_GeometryType(geom) as result
  FROM
    (SELECT
       ST_GeomFromEWKT('TIN (((
                0 0 0,
                0 0 1,
                0 1 0,
                0 0 0
            )), ((
                0 0 0,
                0 1 0,
                1 1 0,
                0 0 0
            ))
            )')  AS geom
    ) AS g;
 result
--------
 ST_Tin    

Siehe auch

GeometryType


Name

ST_InteriorRingN — Gibt den Nten innenliegenden Linienzug des Ringes der Polygongeometrie zurück. Gibt NULL zurück, falls es sich bei der Geometrie nicht um ein Polygon handelt, oder sich das angegebene N außerhalb des zulässigen Bereiches befindet.

Synopsis

geometry ST_InteriorRingN(geometry a_polygon, integer n);

Beschreibung

Gibt den Nten innenliegenden Linienzug des Ringes der Polygongeometrie zurück. Gibt NULL zurück, falls es sich bei der Geometrie nicht um ein Polygon handelt, oder sich das angegebene N außerhalb des zulässigen Bereiches befindet. Der Zeiger beginnt mit der Zahl 1.

[Note]

Dies funktioniert nicht mit MULTIPOLYGONen. Verwenden Sie die Funktion bitte in Zusammenhang mit ST_Dump um sie auf MULTIPOLYGONe anzuwenden.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 8.2.6, 8.3.5

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

SELECT ST_AsText(ST_InteriorRingN(the_geom, 1)) As the_geom
FROM (SELECT ST_BuildArea(
                ST_Collect(ST_Buffer(ST_Point(1,2), 20,3),
                        ST_Buffer(ST_Point(1, 2), 10,3))) As the_geom
                )  as foo
                

Name

ST_IsPolygonCCW — Gibt TRUE zurück, wenn alle äußeren Ringe gegen den Uhrzeigersinn orientiert sind und alle inneren Ringe im Uhrzeigersinn ausgerichtet sind.

Synopsis

boolean ST_IsPolygonCCW ( geometry geom );

Beschreibung

Gibt TRUE zurück, wenn für alle Bestandteile der angegebenen Geometrie gilt: die äußeren Ringe sind gegen den Uhrzeigersinn und die inneren Ringe im Uhrzeigersinn ausgerichtet.

Gibt TRUE zurück, wenn die Geometrie keine Polygonbestandteile aufweist.

[Note]

Da geschlossene Linienzüge nicht als Polygonbestandteile betrachtet werden, erhalten Sie auch dann TRUE, wenn Sie einen einzelnen geschlossenen Linienzug eingeben und zwar unabhängig von dessen Ausrichtung.

[Note]

Wenn bei einer Polygongeometrie die inneren Ringe nicht entgegengesetzt orientiert sind (insbesondere, wenn einer oder mehrere innere Ringe die selbe Ausrichtung wie die äußeren Ringe haben), dann geben sowohl ST_IsPolygonCW als auch ST_IsPolygonCCW den Wert FALSE zurück.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports M coordinates.


Name

ST_IsPolygonCW — Gibt den Wert TRUE zurück, wenn alle äußeren Ringe im Uhrzeigersinn und alle inneren Ringe gegen den Uhrzeigersinn ausgerichtet sind.

Synopsis

boolean ST_IsPolygonCW ( geometry geom );

Beschreibung

Gibt den Wert TRUE zurück, wenn für alle Polygonbestandteile der eingegebenen Geometrie gilt: die äußeren Ringe sind im Uhrzeigersinn orientiert, die inneren Ringe entgegen dem Uhrzeigersinn.

Gibt TRUE zurück, wenn die Geometrie keine Polygonbestandteile aufweist.

[Note]

Da geschlossene Linienzüge nicht als Polygonbestandteile betrachtet werden, erhalten Sie auch dann TRUE, wenn Sie einen einzelnen geschlossenen Linienzug eingeben und zwar unabhängig von dessen Ausrichtung.

[Note]

Wenn bei einer Polygongeometrie die inneren Ringe nicht entgegengesetzt orientiert sind (insbesondere, wenn einer oder mehrere innere Ringe die selbe Ausrichtung wie die äußeren Ringe haben), dann geben sowohl ST_IsPolygonCW als auch ST_IsPolygonCCW den Wert FALSE zurück.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports M coordinates.


Name

ST_IsClosed — Gibt den Wert TRUE zurück, wenn die Anfangs- und Endpunkte des LINESTRING's zusammenfallen. Bei polyedrischen Oberflächen, wenn sie geschlossen (volumetrisch) sind.

Synopsis

boolean ST_IsClosed(geometry g);

Beschreibung

Gibt den Wert TRUE zurück, wenn die Anfangs- und Endpunkte des LINESTRING's zusammenfallen. Bei polyedrischen Oberflächen wird angezeigt, ob die Oberfläche eine Fläche (offen) oder ein Volumen (geschlossen) beschreibt.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 7.1.5, 9.3.3

[Note]

SQL-MM gibt vor, daß das Ergebnis von ST_IsClosed(NULL) 0 ergeben soll, während PostGIS NULL zurückgibt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen eingeführt.

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele für Linienzüge und Punkte

postgis=# SELECT ST_IsClosed('LINESTRING(0 0, 1 1)'::geometry);
 st_isclosed
-------------
 f
(1 row)

postgis=# SELECT ST_IsClosed('LINESTRING(0 0, 0 1, 1 1, 0 0)'::geometry);
 st_isclosed
-------------
 t
(1 row)

postgis=# SELECT ST_IsClosed('MULTILINESTRING((0 0, 0 1, 1 1, 0 0),(0 0, 1 1))'::geometry);
 st_isclosed
-------------
 f
(1 row)

postgis=# SELECT ST_IsClosed('POINT(0 0)'::geometry);
 st_isclosed
-------------
 t
(1 row)

postgis=# SELECT ST_IsClosed('MULTIPOINT((0 0), (1 1))'::geometry);
 st_isclosed
-------------
 t
(1 row)

Beispiel für eine polyedrische Oberfläche

-- Ein Würfel --
                SELECT ST_IsClosed(ST_GeomFromEWKT('POLYHEDRALSURFACE( ((0 0 0, 0 0 1, 0 1 1, 0 1 0, 0 0 0)),
                ((0 0 0, 0 1 0, 1 1 0, 1 0 0, 0 0 0)), ((0 0 0, 1 0 0, 1 0 1, 0 0 1, 0 0 0)),
                ((1 1 0, 1 1 1, 1 0 1, 1 0 0, 1 1 0)),
                ((0 1 0, 0 1 1, 1 1 1, 1 1 0, 0 1 0)), ((0 0 1, 1 0 1, 1 1 1, 0 1 1, 0 0 1)) )'));

 st_isclosed
-------------
 t


 -- Ein Würfel, bei dem eine Seite fehlt --
 SELECT ST_IsClosed(ST_GeomFromEWKT('POLYHEDRALSURFACE( ((0 0 0, 0 0 1, 0 1 1, 0 1 0, 0 0 0)),
                ((0 0 0, 0 1 0, 1 1 0, 1 0 0, 0 0 0)), ((0 0 0, 1 0 0, 1 0 1, 0 0 1, 0 0 0)),
                ((1 1 0, 1 1 1, 1 0 1, 1 0 0, 1 1 0)),
                ((0 1 0, 0 1 1, 1 1 1, 1 1 0, 0 1 0)) )'));

 st_isclosed
-------------
 f

Siehe auch

ST_IsRing


Name

ST_IsCollection — Gibt den Wert TRUE zurück, wenn der Parameter eine Ansammlung/Kollektion von Geometrien ist (MULTI*, GEOMETRYCOLLECTION, ...)

Synopsis

boolean ST_IsCollection(geometry g);

Beschreibung

Gibt den Wert TRUE zurück, wenn der Geometrietyp einer der folgenden Gemetrietypen entspricht:

  • GEOMETRYCOLLECTION

  • MULTI{POINT,POLYGON,LINESTRING,CURVE,SURFACE}

  • COMPOUNDCURVE

[Note]

Diese Funktion wertet den Geometrietyp aus. D.h.: sie gibt den Wert TRUE für Geometriekollektionen zurück, wenn diese leer sind, oder nur ein einziges Element aufweisen.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

postgis=# SELECT ST_IsCollection('LINESTRING(0 0, 1 1)'::geometry);
 st_iscollection
-------------
 f
(1 row)

postgis=# SELECT ST_IsCollection('MULTIPOINT EMPTY'::geometry);
 st_iscollection
-------------
 t
(1 row)

postgis=# SELECT ST_IsCollection('MULTIPOINT((0 0))'::geometry);
 st_iscollection
-------------
 t
(1 row)

postgis=# SELECT ST_IsCollection('MULTIPOINT((0 0), (42 42))'::geometry);
 st_iscollection
-------------
 t
(1 row)

postgis=# SELECT ST_IsCollection('GEOMETRYCOLLECTION(POINT(0 0))'::geometry);
 st_iscollection
-------------
 t
(1 row)

Name

ST_IsEmpty — Gibt den Wert TRUE zurück, falls es sich bei der Geometrie um eine leere GeometryCollection, Polygon, Point etc. handelt.

Synopsis

boolean ST_IsEmpty(geometry geomA);

Beschreibung

Gibt den Wert TRUE zurück, wenn es sich um eine leere Geometrie handelt. Falls TRUE, dann repräsentiert diese Geometrie eine leere GeometryCollection, Polygon, Point etc.

[Note]

SQL-MM gibt vor, daß das Ergebnis von ST_IsEmpty(NULL) der Wert 0 ist, während PostGIS den Wert NULL zurückgibt.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s2.1.1.1

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.7

This method supports Circular Strings and Curves

[Warning]

Änderung: 2.0.0 - In Vorgängerversionen von PostGIS war ST_GeomFromText('GEOMETRYCOLLECTION(EMPTY)') erlaubt. Um eine bessere Übereinstimmung mit der SQL/MM Norm zu erreichen, ist dies nun nicht mehr gestattet.

Beispiele

SELECT ST_IsEmpty(ST_GeomFromText('GEOMETRYCOLLECTION EMPTY'));
 st_isempty
------------
 t
(1 row)

 SELECT ST_IsEmpty(ST_GeomFromText('POLYGON EMPTY'));
 st_isempty
------------
 t
(1 row)

SELECT ST_IsEmpty(ST_GeomFromText('POLYGON((1 2, 3 4, 5 6, 1 2))'));

 st_isempty
------------
 f
(1 row)

 SELECT ST_IsEmpty(ST_GeomFromText('POLYGON((1 2, 3 4, 5 6, 1 2))')) = false;
 ?column?
----------
 t
(1 row)

 SELECT ST_IsEmpty(ST_GeomFromText('CIRCULARSTRING EMPTY'));
  st_isempty
------------
 t
(1 row)


                

Name

ST_IsRing — Gibt den Wert TRUE zurück, wenn der LINESTRING geschlossen ist und der Simple Feature Spezifikation entspricht.

Synopsis

boolean ST_IsRing(geometry g);

Beschreibung

Gibt den Wert TRUE zurück, wenn der LINESTRING sowohl ST_IsClosed (ST_StartPoint(g) ~= ST_Endpoint(g)) als auch ST_IsSimple (sich nicht selbst überschneidet) ist.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. 2.1.5.1

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 7.1.6

[Note]

SQL-MM gibt vor, daß das Ergebnis vonST_IsRing(NULL) der Wert 0 sein soll, während PostGIS den Wert NULL zurückgibt.

Beispiele

SELECT ST_IsRing(the_geom), ST_IsClosed(the_geom), ST_IsSimple(the_geom)
FROM (SELECT 'LINESTRING(0 0, 0 1, 1 1, 1 0, 0 0)'::geometry AS the_geom) AS foo;
 st_isring | st_isclosed | st_issimple
-----------+-------------+-------------
 t         | t           | t
(1 row)

SELECT ST_IsRing(the_geom), ST_IsClosed(the_geom), ST_IsSimple(the_geom)
FROM (SELECT 'LINESTRING(0 0, 0 1, 1 0, 1 1, 0 0)'::geometry AS the_geom) AS foo;
 st_isring | st_isclosed | st_issimple
-----------+-------------+-------------
 f         | t           | f
(1 row)

Name

ST_IsSimple — Gibt den Wert (TRUE) zurück, wenn die Geometrie keine irregulären Stellen, wie Selbstüberschneidungen oder Selbstberührungen, aufweist.

Synopsis

boolean ST_IsSimple(geometry geomA);

Beschreibung

Gibt TRUE zurück, wenn keine regelwidrigen geometrischen Merkmale, wie Geometrien die sich selbst kreuzen oder berühren, auftreten. Für weiterführende Information zur OGC-Definition von Simplizität und Gültigkeit von Geometrien, siehe "Ensuring OpenGIS compliancy of geometries"

[Note]

SQL-MM definiert das Ergebnis von ST_IsSimple(NULL) als 0, während PostGIS NULL zurückgibt.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s2.1.1.1

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.8

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

SELECT ST_IsSimple(ST_GeomFromText('POLYGON((1 2, 3 4, 5 6, 1 2))'));
 st_issimple
-------------
 t
(1 row)

 SELECT ST_IsSimple(ST_GeomFromText('LINESTRING(1 1,2 2,2 3.5,1 3,1 2,2 1)'));
 st_issimple
-------------
 f
(1 row)

Siehe auch

ST_IsValid


Name

ST_IsValid — Gibt true zurück, wenn ST_Geometry wohlgeformt ist.

Synopsis

boolean ST_IsValid(geometry g);

boolean ST_IsValid(geometry g, integer flags);

Beschreibung

Überprüft, ob ein ST_Geometry Wert wohlgeformt ist. Bei ungültigen Geometrien liefert PostgreSQL NOTICE die Einzelheiten darüber, warum die Geometrie ungültig ist. Weiterführende Information über die OGC-Definition von Simplizität und Gültigkeit von Geometrien finden Sie unter "Ensuring OpenGIS compliancy of geometries"

[Note]

SQL-MM definiert das Ergebnis von ST_IsVali(NULL) als 0, während PostGIS NULL zurückgibt.

Ab Version 2.0.0 und GEOS >= 3.3.0 werden Flags akzeptiert. Diese Variante gibt keine NOTICE mit der Erklärung der Ungültigkeit aus. Die erlaubten flags sind unter ST_IsValidDetail dokumentiert.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.9

[Note]

Weder die OGC-SFS Spezifikation, noch die SQL-MM Norm beinhalten ein Argument für ST_IsValid. Die Flag ist eine PostGIS-Erweiterung.

Beispiele

SELECT ST_IsValid(ST_GeomFromText('LINESTRING(0 0, 1 1)')) As good_line,
        ST_IsValid(ST_GeomFromText('POLYGON((0 0, 1 1, 1 2, 1 1, 0 0))')) As bad_poly
--results
NOTICE:  Self-intersection at or near point 0 0
 good_line | bad_poly
-----------+----------
 t         | f

Name

ST_IsValidReason — Gibt an, ob die Geometrie zulässig ist oder nicht; gibt auch die Ursache an falls nicht.

Synopsis

text ST_IsValidReason(geometry geomA);

text ST_IsValidReason(geometry geomA, integer flags);

Beschreibung

Gibt an, ob die Geometrie zulässig ist oder nicht; gibt auch die Ursache an falls sie nicht zulässig ist.

Sinnvoll in Zusammenhang mit ST_IsValid, um einen ausführlichen Bericht, der unzulässigen Geometrien und der Gründe dafür, zu erstellen.

Zugelassene flags sind unter ST_IsValidDetail beschrieben.

Verfügbarkeit: 1.4 - benötigt GEOS >= 3.1.0.

Verfügbarkeit: 2.0 - benötigt GEOS >= 3.3.0 damit die Version Flags annimmt.

Beispiele

--Die ersten 3 Ausgaben eines erfolgreichen "Versuchs mit "Fünflingen"/quintuplet experiment
SELECT gid, ST_IsValidReason(the_geom) as validity_info
FROM
(SELECT ST_MakePolygon(ST_ExteriorRing(e.buff), ST_Accum(f.line)) As the_geom, gid
FROM (SELECT ST_Buffer(ST_MakePoint(x1*10,y1), z1) As buff, x1*10 + y1*100 + z1*1000 As gid
        FROM generate_series(-4,6) x1
        CROSS JOIN generate_series(2,5) y1
        CROSS JOIN generate_series(1,8) z1
        WHERE x1 > y1*0.5 AND z1 < x1*y1) As e
        INNER JOIN (SELECT ST_Translate(ST_ExteriorRing(ST_Buffer(ST_MakePoint(x1*10,y1), z1)),y1*1, z1*2) As line
        FROM generate_series(-3,6) x1
        CROSS JOIN generate_series(2,5) y1
        CROSS JOIN generate_series(1,10) z1
        WHERE x1 > y1*0.75 AND z1 < x1*y1) As f
ON (ST_Area(e.buff) > 78 AND ST_Contains(e.buff, f.line))
GROUP BY gid, e.buff) As quintuplet_experiment
WHERE ST_IsValid(the_geom) = false
ORDER BY gid
LIMIT 3;

 gid  |      validity_info
------+--------------------------
 5330 | Self-intersection [32 5]
 5340 | Self-intersection [42 5]
 5350 | Self-intersection [52 5]

 --Einfaches Beispiel
SELECT ST_IsValidReason('LINESTRING(220227 150406,2220227 150407,222020 150410)');

 st_isvalidreason
------------------
 Valid Geometry

                

Name

ST_IsValidDetail — Gibt eine valid_detail (Gültigkeit, Ursache, Lage) Zeile aus, die anzeigt, ob die Geometrie gültig ist oder nicht, und falls nicht, die Ursache warum und die Lage wo dies auftritt.

Synopsis

valid_detail ST_IsValidDetail(geometry geom);

valid_detail ST_IsValidDetail(geometry geom, integer flags);

Beschreibung

Gibt eine valid_detail Zeile aus, die aus folgenden Attributen besteht: einer Booleschen Variablen (valid), die angibt ob die Geometrie gültig ist; einem Textfeld varibaler Zeichenlänge (reason), das den Grund angibt weshalb die Geometrie ungültig ist; eine Geometrie (location) die anzeigt, wo diese ungültig ist.

Nützlich, um die Kombination von ST_IsValid und ST_IsValidReason zu ersetzten und zu verbessern. Erstellt einen ausführlichen Bericht über die unzulässigen Geometrien.

Der 'flags' Parameter ist ein Bitfeld und kann folgende Werte annehmen:

  • 1: Erachtet sich selbst-überschneidende, Lücken bildende als gültig. self-intersecting rings forming holes as valid. Ist auch als "ESRI flag" bekannt. Beachten Sie bitte, dass dies im Widerspruch zum OGC Modell steht.

Verfügbarkeit: 2.0.0 - benötigt GEOS >= 3.3.0.

Beispiele

--Die ersten 3 Ausgaben eines erfolgreichen "Versuchs mit "Fünflingen"/quintuplet experiment
SELECT gid, reason(ST_IsValidDetail(the_geom)), ST_AsText(location(ST_IsValidDetail(the_geom))) as location
FROM
(SELECT ST_MakePolygon(ST_ExteriorRing(e.buff), ST_Accum(f.line)) As the_geom, gid
FROM (SELECT ST_Buffer(ST_MakePoint(x1*10,y1), z1) As buff, x1*10 + y1*100 + z1*1000 As gid
        FROM generate_series(-4,6) x1
        CROSS JOIN generate_series(2,5) y1
        CROSS JOIN generate_series(1,8) z1
        WHERE x1 > y1*0.5 AND z1 < x1*y1) As e
        INNER JOIN (SELECT ST_Translate(ST_ExteriorRing(ST_Buffer(ST_MakePoint(x1*10,y1), z1)),y1*1, z1*2) As line
        FROM generate_series(-3,6) x1
        CROSS JOIN generate_series(2,5) y1
        CROSS JOIN generate_series(1,10) z1
        WHERE x1 > y1*0.75 AND z1 < x1*y1) As f
ON (ST_Area(e.buff) > 78 AND ST_Contains(e.buff, f.line))
GROUP BY gid, e.buff) As quintuplet_experiment
WHERE ST_IsValid(the_geom) = false
ORDER BY gid
LIMIT 3;

 gid  |      reason       |  location
------+-------------------+-------------
 5330 | Self-intersection | POINT(32 5)
 5340 | Self-intersection | POINT(42 5)
 5350 | Self-intersection | POINT(52 5)

 --Einfaches Beispiel
SELECT * FROM ST_IsValidDetail('LINESTRING(220227 150406,2220227 150407,222020 150410)');

 valid | reason | location
-------+--------+----------
 t     |        |

                

Name

ST_M — Gibt die M-Koordinate eines Punktes, oder NULL, wenn diese nicht existiert, zurück. Bei der Eingabe muss es sich um eine Punktgeometrie handeln.

Synopsis

float ST_M(geometry a_point);

Beschreibung

Gibt die M-Koordinate des Punktes zurück, oder NULL wenn keine vorhanden ist. Der Einabewert muss ein Punkt sein.

[Note]

Dies ist (noch) kein Teil der OGC Spezifikation, wird aber hier aufgeführt um die Liste von Funktionen zum Auslesen von Punktkoordinaten zu vervollständigen.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1.

This method implements the SQL/MM specification.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

SELECT ST_M(ST_GeomFromEWKT('POINT(1 2 3 4)'));
 st_m
------
        4
(1 row)

                

Name

ST_NDims — Gibt die Koordinatendimension der Geometrie als Small Int zurück. Der Wertebereich ist 2, 3 oder 4.

Synopsis

integer ST_NDims(geometry g1);

Beschreibung

Gibt die Koordinatendimension der Geometrie zurück. PostGIS unterstützt 2- (x,y), 3- (x,y,z) oder 2D mit Kilometrierung - x,y,m, und 4- dimensionalen Raum - 3D mit Kilometrierung x,y,z,m .

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

SELECT ST_NDims(ST_GeomFromText('POINT(1 1)')) As d2point,
        ST_NDims(ST_GeomFromEWKT('POINT(1 1 2)')) As d3point,
        ST_NDims(ST_GeomFromEWKT('POINTM(1 1 0.5)')) As d2pointm;

         d2point | d3point | d2pointm
---------+---------+----------
           2 |       3 |        3
                        

Name

ST_NPoints — Gibt die Anzahl der Punkte (Knoten) einer Geometrie zurück.

Synopsis

integer ST_NPoints(geometry g1);

Beschreibung

Gibt die Anzahl der Punkte einer Geometrie zurück. Funktioniert für alle Geometrien.

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen eingeführt.

[Note]

Vor 1.3.4 ist diese Funktion abgestürzt, wenn die Geometrien CURVES enthalten. Dies wurde mit 1.3.4+ behoben

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

SELECT ST_NPoints(ST_GeomFromText('LINESTRING(77.29 29.07,77.42 29.26,77.27 29.31,77.29 29.07)'));
--result
4

--Polygon im 3D Raum
SELECT ST_NPoints(ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(77.29 29.07 1,77.42 29.26 0,77.27 29.31 -1,77.29 29.07 3)'))
--result
4

Siehe auch

ST_NumPoints


Name

ST_NRings — Wenn es sich bei der Geometrie um ein Polygon oder um ein MultiPolygon handelt, wird die Anzahl der Ringe zurückgegeben.

Synopsis

integer ST_NRings(geometry geomA);

Beschreibung

Wenn es sich bei der Geometrie um ein Polygon oder um ein MultiPolygon handelt, wird die Anzahl der Ringe zurückgegeben. Anders als NumInteriorRings werden auch die äußeren Ringe gezählt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

SELECT ST_NRings(the_geom) As Nrings, ST_NumInteriorRings(the_geom) As ninterrings
                                        FROM (SELECT ST_GeomFromText('POLYGON((1 2, 3 4, 5 6, 1 2))') As the_geom) As foo;
         nrings | ninterrings
--------+-------------
          1 |           0
(1 row)

Name

ST_NumGeometries — Wenn es sich bei der Geometrie um eine GEOMETRYCOLLECTION (oder MULTI*) handelt, wird die Anzahl der Geometrien zurückgegeben, bei Einzelgeometrien wird 1, ansonsten NULL zurückgegeben.

Synopsis

integer ST_NumGeometries(geometry geom);

Beschreibung

Gibt die Anzahl an Geometrien aus. Wenn es sich bei der Geometrie um eine GEOMETRYCOLLECTION (oder MULTI*) handelt, wird die Anzahl der Geometrien zurückgegeben, bei Einzelgeometrien wird 1, ansonsten NULL zurückgegeben.

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen, Dreiecke und TIN eingeführt.

Änderung: 2.0.0 Bei früheren Versionen wurde NULL zurückgegeben, wenn die Geometrie nicht vom Typ GEOMETRYCOLLECTION/MULTI war. 2.0.0+ gibt nun 1 für Einzelgeometrien, wie POLYGON, LINESTRING, POINT zurück.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 9.1.4

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

Beispiele

--Frühere Versionen gaben hier den Wert NULL zurück -- ab 2.0.0 wird der Wert 1 zurückgegeben
SELECT ST_NumGeometries(ST_GeomFromText('LINESTRING(77.29 29.07,77.42 29.26,77.27 29.31,77.29 29.07)'));
--result
1

--Beispiel einer Geometriekollektion - Multis zählen als eine Geometrie in einer Kollektion
SELECT ST_NumGeometries(ST_GeomFromEWKT('GEOMETRYCOLLECTION(MULTIPOINT(-2 3 , -2 2),
LINESTRING(5 5 ,10 10),
POLYGON((-7 4.2,-7.1 5,-7.1 4.3,-7 4.2)))'));
--result
3

Name

ST_NumInteriorRings — Gibt die Anzahl der inneren Ringe einer Polygongeometrie aus.

Synopsis

integer ST_NumInteriorRings(geometry a_polygon);

Beschreibung

Gibt die Anzahl der inneren Ringe einer Polygongeometrie aus. Gibt NULL zurück, wenn die Geometrie kein Polygon ist.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 8.2.5

Änderung: 2.0.0 - In füheren Versionen war ein MULTIPOLYGON als Eingabe erlaubt, wobei die Anzahl der inneren Ringe des ersten Polygons ausgegeben wurde.

Beispiele

--Falls Sie ein normales Polygon haben
SELECT gid, field1, field2, ST_NumInteriorRings(the_geom) AS numholes
FROM sometable;

--Falls Sie Multipolygone haben
--und die Gesamtzahl der inneren Ringe im MULTIPOLYGON wissen wollen
SELECT gid, field1, field2, SUM(ST_NumInteriorRings(the_geom)) AS numholes
FROM (SELECT gid, field1, field2, (ST_Dump(the_geom)).geom As the_geom
        FROM sometable) As foo
GROUP BY gid, field1,field2;
                        

Name

ST_NumInteriorRing — Gibt die Anzahl der inneren Ringe eines Polygons in der Geometrie aus. Ist ein Synonym für ST_NumInteriorRings.

Synopsis

integer ST_NumInteriorRing(geometry a_polygon);


Name

ST_NumPatches — Gibt die Anzahl der Maschen einer polyedrischen Oberfläche aus. Gibt NULL zurück, wenn es sich nicht um polyedrische Geometrien handelt.

Synopsis

integer ST_NumPatches(geometry g1);

Beschreibung

Gibt die Anzahl der Maschen einer polyedrischen Oberfläche aus. Gibt NULL zurück, wenn es sich um keine polyedrische Geometrie handelt. Ist ein Synonym für ST_NumGeometries zur Unterstützung der MM Namensgebung. Wenn Ihnen die MM-Konvention egal ist, so ist die Verwendung von ST_NumGeometries schneller.

Verfügbarkeit: 2.0.0

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: ?

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

SELECT ST_NumPatches(ST_GeomFromEWKT('POLYHEDRALSURFACE( ((0 0 0, 0 0 1, 0 1 1, 0 1 0, 0 0 0)),
                ((0 0 0, 0 1 0, 1 1 0, 1 0 0, 0 0 0)), ((0 0 0, 1 0 0, 1 0 1, 0 0 1, 0 0 0)),
                ((1 1 0, 1 1 1, 1 0 1, 1 0 0, 1 1 0)),
                ((0 1 0, 0 1 1, 1 1 1, 1 1 0, 0 1 0)), ((0 0 1, 1 0 1, 1 1 1, 0 1 1, 0 0 1)) )'));
                --result
                6
                

Name

ST_NumPoints — Gibt die Anzahl der Stützpunkte eines ST_LineString oder eines ST_CircularString zurück.

Synopsis

integer ST_NumPoints(geometry g1);

Beschreibung

Gibt die Anzahl der Stützpunkte eines ST_LineString oder eines ST_CircularString zurück. Vor 1.4 funktionierte dies nur mit ST_LineString, wie von der Spezifikation festgelegt. Ab 1.4 aufwärts handelt es sich um einen Alias für ST_NPoints, das die Anzahl der Knoten nicht nur für Linienzüge ausgibt. Erwägen Sie stattdessen die Verwendung von ST_NPoints, das vielseitig ist und mit vielen Geometrietypen funktioniert.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 7.2.4

Beispiele

SELECT ST_NumPoints(ST_GeomFromText('LINESTRING(77.29 29.07,77.42 29.26,77.27 29.31,77.29 29.07)'));
                --result
                4
                

Siehe auch

ST_NPoints


Name

ST_PatchN — Gibt die auf 1-basierende n-te Geometrie (Masche) zurück, wenn es sich bei der Geometrie um ein POLYHEDRALSURFACE, oder ein POLYHEDRALSURFACEM handelt. Anderenfalls wird NULL zurückgegeben.

Synopsis

geometry ST_PatchN(geometry geomA, integer n);

Beschreibung

>Gibt die auf 1-basierende n-te Geometrie (Masche) zurück, wenn es sich bei der Geometrie um ein POLYHEDRALSURFACE, oder ein POLYHEDRALSURFACEM handelt. Anderenfalls wird NULL zurückgegeben. Gibt bei polyedrischen Oberflächen das selbe Ergebnis wie ST_GeometryN. Die Verwendung von ST_GeometryN ist schneller.

[Note]

Der Index ist auf 1 basiert.

[Note]

Falls Sie alle Geometrien einer Geometrie entnehmen wollen, so ist ST_Dump wesentlich leistungsfähiger.

Verfügbarkeit: 2.0.0

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: ?

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

--Entnimmt die 2te Fläche einer polyedrischen Oberfläche
SELECT ST_AsEWKT(ST_PatchN(geom, 2)) As geomewkt
FROM (
VALUES (ST_GeomFromEWKT('POLYHEDRALSURFACE( ((0 0 0, 0 0 1, 0 1 1, 0 1 0, 0 0 0)),
        ((0 0 0, 0 1 0, 1 1 0, 1 0 0, 0 0 0)), ((0 0 0, 1 0 0, 1 0 1, 0 0 1, 0 0 0)),
        ((1 1 0, 1 1 1, 1 0 1, 1 0 0, 1 1 0)),
        ((0 1 0, 0 1 1, 1 1 1, 1 1 0, 0 1 0)), ((0 0 1, 1 0 1, 1 1 1, 0 1 1, 0 0 1)) )')) ) As foo(geom);

              geomewkt
---+-----------------------------------------
 POLYGON((0 0 0,0 1 0,1 1 0,1 0 0,0 0 0))

Name

ST_PointN — Gibt den n-ten Punkt des ersten LineString's oder des kreisförmigen LineStrings's in der Geometrie zurück. Negative Werte werden rückwärts vom Ende des LineString's gezählt. Gibt NULL aus, wenn es sich bei der Geometrie nicht um einen LineString handelt.

Synopsis

geometry ST_PointN(geometry a_linestring, integer n);

Beschreibung

Gibt den n-ten Punkt des ersten LineString's oder des kreisförmigen LineStrings's einer Geometrie zurück. Negative Werte werden rückwärts, vom Ende des LineString's her gezählt, sodass -1 der Endpunkt ist. Gibt NULL aus, wenn die Geometrie keinen LineString enthält.

[Note]

Seit Version 0.8.0 ist der Index 1-basiert, so wie in der OGC Spezifikation. Rückwärtiges Indizieren (negativer Index) findet sich nicht in der OGC Spezifikation. Vorhergegangene Versionen waren 0-basiert.

[Note]

Falls Sie den n-ten Punkt eines jeden LineString's in einem MultiLinestring wollen, nutzen Sie diese Funktion gemeinsam mit ST_Dump.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 7.2.5, 7.3.5

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

[Note]

Änderung: 2.0.0 arbeitet nicht mehr mit MultiLinestring's, die nur eine einzelne Geometrie enthalten. In früheren Versionen von PostGIS gab die Funktion bei einem, aus einer einzelnen Linie bestehender MultiLinestring, den Anfangspunkt zurück. Ab 2.0.0 wird, so wie bei jedem anderen MultiLinestring auch, NULL zurückgegeben.

Änderung: 2.3.0 : negatives Indizieren verfügbar (-1 entspricht dem Endpunkt)

Beispiele

-- Entnimmt alle POINTs eines LINESTRINGs
SELECT ST_AsText(
   ST_PointN(
          column1,
          generate_series(1, ST_NPoints(column1))
   ))
FROM ( VALUES ('LINESTRING(0 0, 1 1, 2 2)'::geometry) ) AS foo;

 st_astext
------------
 POINT(0 0)
 POINT(1 1)
 POINT(2 2)
(3 rows)

--Beispiel für einen Kreisbogen
SELECT ST_AsText(ST_PointN(ST_GeomFromText('CIRCULARSTRING(1 2, 3 2, 1 2)'),2));

st_astext
----------
POINT(3 2)

SELECT st_astext(f)
FROM ST_GeometryFromtext('LINESTRING(0 0 0, 1 1 1, 2 2 2)') as g
        ,ST_PointN(g, -2) AS f -- 1 based index

st_astext
----------
"POINT Z (1 1 1)"

Siehe auch

ST_NPoints


Name

ST_Points — Gibt einen MultiPoint zurück, welcher alle Koordinaten einer Geometrie enthält.

Synopsis

geometry ST_Points( geometry geom );

Beschreibung

Gibt einen MultiPoint zurück, welcher alle Koordinaten einer Geometrie enthält. Duplizierte Punkte in der Eingabegeometrie, einschließlich der Anfangs- und Endpunkte von Ringgeometrien, werden nicht entfernt. (Wenn diese Verhaltensweise unerwünscht ist, können die Duplikate mit ST_RemoveRepeatedPoints entfernt werden).

Vorhandene M- und Z-Ordinaten werden erhalten.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Verfügbarkeit: 2.3.0

Beispiele

SELECT ST_AsText(ST_Points('POLYGON Z ((30 10 4,10 30 5,40 40 6, 30 10))'));

--result
MULTIPOINT Z (30 10 4,10 30 5,40 40 6, 30 10 4)
                        

Name

ST_SRID — Gibt den Identifikator des Koordinatenreferenzsystems, wie in der spatial_ref_sys Tabelle definiert, für die ST_Geometry aus.

Synopsis

integer ST_SRID(geometry g1);

Beschreibung

Gibt den Identifikator des Koordinatenreferenzsystems, wie in der spatial_ref_sys Tabelle definiert, für die ST_Geometry aus. Section 4.3.1, “Die SPATIAL_REF_SYS Tabelle und Koordinatenreferenzsysteme”

[Note]

In der spatial_ref_sys Tabelle werden alle Koordinatenreferenzsysteme, die PostGIS bekannt sind, katalogisiert und für Koordinatentransformationen herangezogen. Falls Sie jemals Koordinatentransformationen mit Ihren Geometrien durchführen wollen, sollten Sie sich vergewissern, dass die richtigen Identifikatoren für die Koordinatenreferenzsysteme dieser Geometrien eingetragen sind.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s2.1.1.1

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.5

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

SELECT ST_SRID(ST_GeomFromText('POINT(-71.1043 42.315)',4326));
                --result
                4326
                

Name

ST_StartPoint — Gibt den den Anfangspunkt einer LINESTRING Geometrie als POINT zurück.

Synopsis

geometry ST_StartPoint(geometry geomA);

Beschreibung

Gibt den Anfangspunkt einer LINESTRING oder CIRCULARLINESTRING Geometrie als POINT oder NULL zurück, falls es sich beim Eingabewert nicht um einen LINESTRING oder CIRCULARLINESTRING handelt.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 7.1.3

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

[Note]

Änderung: 2.0.0 unterstützt die Verarbeitung von MultiLinestring's die nur aus einer einzelnen Geometrie bestehen, nicht mehr. In früheren Versionen von PostGIS gab die Funktion bei einem aus einer einzelnen Linie bestehender MultiLinestring den Anfangspunkt zurück. Ab 2.0.0 gibt sie nur NULL zurück, so wie bei jedem anderen MultiLinestring. Die alte Verhaltensweise war undokumentiert, aber Anwender, die annahmen, dass Sie Ihre Daten als LINESTRING vorliegen haben, könnten in 2.0 dieses zurückgegebene NULL bemerken.

Beispiele

SELECT ST_AsText(ST_StartPoint('LINESTRING(0 1, 0 2)'::geometry));
 st_astext
------------
 POINT(0 1)
(1 row)

SELECT ST_StartPoint('POINT(0 1)'::geometry) IS NULL AS is_null;
  is_null
----------
 t
(1 row)

--3D Linie
SELECT ST_AsEWKT(ST_StartPoint('LINESTRING(0 1 1, 0 2 2)'::geometry));
 st_asewkt
------------
 POINT(0 1 1)
(1 row)

-- kreisförmiger Linienzug --
SELECT ST_AsText(ST_StartPoint('CIRCULARSTRING(5 2,-3 1.999999, -2 1, -4 2, 5 2)'::geometry));
 st_astext
------------
 POINT(5 2)

Name

ST_Summary — Gibt eine Zusammenfassung des Inhalts einer Geometrie wieder.

Synopsis

text ST_Summary(geometry g);

text ST_Summary(geography g);

Beschreibung

Gibt eine Zusammenfassung des Inhalts einer Geometrie wieder.

Die Bedeutung der Flags, welche in eckigen Klammern hinter dem Geometrietyp angezeigt werden, ist wie folgt:

  • M: besitzt eine M-Ordinate

  • Z: besitzt eine Z-Ordinate

  • B: besitzt ein zwischengespeichertes Umgebungsrechteck

  • G: ist geodätisch (Geographie)

  • S: besitzt ein räumliches Koordinatenreferenzsystem

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

Verfügbarkeit: 1.2.2

Erweiterung: 2.0.0 Unterstützung für geographische Koordinaten hinzugefügt

Erweiterung: 2.1.0 S-Flag, diese zeigt an ob das Koordinatenreferenzsystem bekannt ist

Erweiterung: 2.2.0 Unterstützung für TIN und Kurven

Beispiele

=# SELECT ST_Summary(ST_GeomFromText('LINESTRING(0 0, 1 1)')) as geom,
        ST_Summary(ST_GeogFromText('POLYGON((0 0, 1 1, 1 2, 1 1, 0 0))')) geog;
            geom             |          geog
-----------------------------+--------------------------
 LineString[B] with 2 points | Polygon[BGS] with 1 rings
                             | ring 0 has 5 points
                             :
(1 row)


=# SELECT ST_Summary(ST_GeogFromText('LINESTRING(0 0 1, 1 1 1)')) As geog_line,
        ST_Summary(ST_GeomFromText('SRID=4326;POLYGON((0 0 1, 1 1 2, 1 2 3, 1 1 1, 0 0 1))')) As geom_poly;
;
           geog_line             |        geom_poly
-------------------------------- +--------------------------
 LineString[ZBGS] with 2 points | Polygon[ZBS] with 1 rings
                                :    ring 0 has 5 points
                                :
(1 row)


Name

ST_X — Gibt die X-Koordinate eines Punktes, oder NULL wenn diese nicht vorhanden ist, zurück. Die Eingabe muss ein Punkt sein.

Synopsis

float ST_X(geometry a_point);

Beschreibung

Gibt die X-Koordinate eines Punktes, oder NULL wenn diese nicht vorhanden ist, zurück. Die Eingabe muss ein Punkt sein.

[Note]

Für die maximalen bzw. minimalen Werte einer beliebigen Geometrie benötigen, sh. die Funktionen ST_XMin und ST_XMax.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 6.1.3

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

SELECT ST_X(ST_GeomFromEWKT('POINT(1 2 3 4)'));
 st_x
------
        1
(1 row)

SELECT ST_Y(ST_Centroid(ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(1 2 3 4, 1 1 1 1)')));
 st_y
------
  1.5
(1 row)

                

Name

ST_XMax — Gibt das größte X des Umgebungsrechtecks in 2D, 3D oder als Geometrie zurück.

Synopsis

float ST_XMax(box3d aGeomorBox2DorBox3D);

Beschreibung

Gibt das größte X des Umgebungsrechtecks in 2D, 3D oder als Geometrie zurück.

[Note]

Obwohl diese Funktion nur für Box3D definiert ist, funktioniert sie auch für Box2D und für Geometrie, da eine automatische Typumwandlung für Geometrie und Box2D festgelegt ist. Allerdings kann eine Geometrie oder Box2D nicht in der Textdarstellung eingegeben werden, da es dann zu keiner automatischen Typumwandlung kommt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

SELECT ST_XMax('BOX3D(1 2 3, 4 5 6)');
st_xmax
-------
4

SELECT ST_XMax(ST_GeomFromText('LINESTRING(1 3 4, 5 6 7)'));
st_xmax
-------
5

SELECT ST_XMax(CAST('BOX(-3 2, 3 4)' As box2d));
st_xmax
-------
3
--DIES FUNKTIONIERT NICHT, da eine automatische Typumwandlung von einer Zeichenkette auf BOX3D erfolgt.
SELECT ST_XMax('LINESTRING(1 3, 5 6)');

--ERROR:  BOX3D parser - doesn't start with BOX3D(

SELECT ST_XMax(ST_GeomFromEWKT('CIRCULARSTRING(220268 150415 1,220227 150505 2,220227 150406 3)'));
st_xmax
--------
220288.248780547
                

Name

ST_XMin — Gibt das kleinste X des Umgebungsrechtecks in 2D, 3D oder als Geometrie zurück.

Synopsis

float ST_XMin(box3d aGeomorBox2DorBox3D);

Beschreibung

Gibt das kleinste X des Umgebungsrechtecks in 2D, 3D oder als Geometrie zurück.

[Note]

Obwohl diese Funktion nur für Box3D definiert ist, funktioniert sie auch für Box2D und für Geometrie, da eine automatische Typumwandlung für Geometrie und Box2D festgelegt ist. Allerdings kann eine Geometrie oder Box2D nicht in der Textdarstellung eingegeben werden, da es dann zu keiner automatischen Typumwandlung kommt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

SELECT ST_XMin('BOX3D(1 2 3, 4 5 6)');
st_xmin
-------
1

SELECT ST_XMin(ST_GeomFromText('LINESTRING(1 3 4, 5 6 7)'));
st_xmin
-------
1

SELECT ST_XMin(CAST('BOX(-3 2, 3 4)' As box2d));
st_xmin
-------
-3
--DIES FUNKTIONIERT NICHT, da eine automatische Typumwandlung von einer Zeichenkette auf BOX3D erfolgt.
SELECT ST_XMin('LINESTRING(1 3, 5 6)');

--ERROR:  BOX3D parser - doesn't start with BOX3D(

SELECT ST_XMin(ST_GeomFromEWKT('CIRCULARSTRING(220268 150415 1,220227 150505 2,220227 150406 3)'));
st_xmin
--------
220186.995121892
                

Name

ST_Y — Gibt die Y-Koordinate eines Punktes, oder NULL wenn diese nicht vorhanden ist, zurück. Die Eingabe muss ein Punkt sein.

Synopsis

float ST_Y(geometry a_point);

Beschreibung

Gibt die Y-Koordinate eines Punktes, oder NULL wenn diese nicht vorhanden ist, zurück. Die Eingabe muss ein Punkt sein.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 6.1.4

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

SELECT ST_Y(ST_GeomFromEWKT('POINT(1 2 3 4)'));
 st_y
------
        2
(1 row)

SELECT ST_Y(ST_Centroid(ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(1 2 3 4, 1 1 1 1)')));
 st_y
------
  1.5
(1 row)


                

Name

ST_YMax — Gibt das größte Y des Umgebungsrechtecks in 2D, 3D oder als Geometrie zurück.

Synopsis

float ST_YMax(box3d aGeomorBox2DorBox3D);

Beschreibung

Gibt das größte Y des Umgebungsrechtecks in 2D, 3D oder als Geometrie zurück.

[Note]

Obwohl diese Funktion nur für Box3D definiert ist, funktioniert sie auch für Box2D und für Geometrie, da eine automatische Typumwandlung für Geometrie und Box2D festgelegt ist. Allerdings kann eine Geometrie oder Box2D nicht in der Textdarstellung eingegeben werden, da es dann zu keiner automatischen Typumwandlung kommt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

SELECT ST_YMax('BOX3D(1 2 3, 4 5 6)');
st_ymax
-------
5

SELECT ST_YMax(ST_GeomFromText('LINESTRING(1 3 4, 5 6 7)'));
st_ymax
-------
6

SELECT ST_YMax(CAST('BOX(-3 2, 3 4)' As box2d));
st_ymax
-------
4
--DIES FUNKTIONIERT NICHT, da eine automatische Typumwandlung von einer Zeichenkette auf BOX3D erfolgt.
SELECT ST_YMax('LINESTRING(1 3, 5 6)');

--ERROR:  BOX3D parser - doesn't start with BOX3D(

SELECT ST_YMax(ST_GeomFromEWKT('CIRCULARSTRING(220268 150415 1,220227 150505 2,220227 150406 3)'));
st_ymax
--------
150506.126829327
                

Name

ST_YMin — Gibt das kleinste Y des Umgebungsrechtecks in 2D, 3D oder als Geometrie zurück.

Synopsis

float ST_YMin(box3d aGeomorBox2DorBox3D);

Beschreibung

Gibt das kleinste Y des Umgebungsrechtecks in 2D, 3D oder als Geometrie zurück.

[Note]

Obwohl diese Funktion nur für Box3D definiert ist, funktioniert sie auch für Box2D und für Geometrie, da eine automatische Typumwandlung für Geometrie und Box2D festgelegt ist. Allerdings kann eine Geometrie oder Box2D nicht in der Textdarstellung eingegeben werden, da es dann zu keiner automatischen Typumwandlung kommt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

SELECT ST_YMin('BOX3D(1 2 3, 4 5 6)');
st_ymin
-------
2

SELECT ST_YMin(ST_GeomFromText('LINESTRING(1 3 4, 5 6 7)'));
st_ymin
-------
3

SELECT ST_YMin(CAST('BOX(-3 2, 3 4)' As box2d));
st_ymin
-------
2
--DIES FUNKTIONIERT NICHT, da eine automatische Typumwandlung von einer Zeichenkette auf BOX3D erfolgt
SELECT ST_YMin('LINESTRING(1 3, 5 6)');

--ERROR:  BOX3D parser - doesn't start with BOX3D(

SELECT ST_YMin(ST_GeomFromEWKT('CIRCULARSTRING(220268 150415 1,220227 150505 2,220227 150406 3)'));
st_ymin
--------
150406
                

Name

ST_Z — Gibt die Z-Koordinate eines Punktes, oder NULL wenn diese nicht vorhanden ist, zurück. Die Eingabe muss ein Punkt sein.

Synopsis

float ST_Z(geometry a_point);

Beschreibung

Gibt die Z-Koordinate eines Punktes, oder NULL wenn diese nicht vorhanden ist, zurück. Die Eingabe muss ein Punkt sein.

This method implements the SQL/MM specification.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

SELECT ST_Z(ST_GeomFromEWKT('POINT(1 2 3 4)'));
 st_z
------
        3
(1 row)

                

Name

ST_ZMax — Gibt das kleinste Z des Umgebungsrechtecks in 2D, 3D oder als Geometrie zurück.

Synopsis

float ST_ZMax(box3d aGeomorBox2DorBox3D);

Beschreibung

Gibt das größte Z des Umgebungsrechtecks in 2D, 3D oder als Geometrie zurück.

[Note]

Obwohl diese Funktion nur für Box3D definiert ist, funktioniert sie auch für Box2D und für Geometrie, da eine automatische Typumwandlung für Geometrie und Box2D festgelegt ist. Allerdings kann eine Geometrie oder Box2D nicht in der Textdarstellung eingegeben werden, da es dann zu keiner automatischen Typumwandlung kommt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

SELECT ST_ZMax('BOX3D(1 2 3, 4 5 6)');
st_zmax
-------
6

SELECT ST_ZMax(ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(1 3 4, 5 6 7)'));
st_zmax
-------
7

SELECT ST_ZMax('BOX3D(-3 2 1, 3 4 1)' );
st_zmax
-------
1
--DIES FUNKTIONIERT NICHT, da eine automatische Typumwandlung von einer Zeichenkette auf BOX3D erfolgt
SELECT ST_ZMax('LINESTRING(1 3 4, 5 6 7)');

--ERROR:  BOX3D parser - doesn't start with BOX3D(

SELECT ST_ZMax(ST_GeomFromEWKT('CIRCULARSTRING(220268 150415 1,220227 150505 2,220227 150406 3)'));
st_zmax
--------
3
                

Name

ST_Zmflag — Gibt die ZM (semantische Dimension) Flag der Geometrie als Small Int zurück. Die Werte sind: 0=2D, 1=3DM, 2=3DZ, 3=4D.

Synopsis

smallint ST_Zmflag(geometry geomA);

Beschreibung

Gibt die ZM (semantische Dimension) Flag der Geometrie als Small Int zurück. Die Werte sind: 0=2D, 1=3DM, 2=3DZ, 3=4D.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

SELECT ST_Zmflag(ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(1 2, 3 4)'));
 st_zmflag
-----------
                 0

SELECT ST_Zmflag(ST_GeomFromEWKT('LINESTRINGM(1 2 3, 3 4 3)'));
 st_zmflag
-----------
                 1

SELECT ST_Zmflag(ST_GeomFromEWKT('CIRCULARSTRING(1 2 3, 3 4 3, 5 6 3)'));
 st_zmflag
-----------
                 2
SELECT ST_Zmflag(ST_GeomFromEWKT('POINT(1 2 3 4)'));
 st_zmflag
-----------
                 3

Name

ST_ZMin — Gibt das kleinste Z des Umgebungsrechtecks in 2D, 3D oder als Geometrie zurück.

Synopsis

float ST_ZMin(box3d aGeomorBox2DorBox3D);

Beschreibung

Gibt das kleinste Z einer 2D- oder 3D-"Bounding Box" oder einer Geometrie zurück.

[Note]

Obwohl diese Funktion nur für Box3D definiert ist, funktioniert sie auch für Box2D und für Geometrie, da eine automatische Typumwandlung für Geometrie und Box2D festgelegt ist. Allerdings kann eine Geometrie oder Box2D nicht in der Textdarstellung eingegeben werden, da es dann zu keiner automatischen Typumwandlung kommt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

SELECT ST_ZMin('BOX3D(1 2 3, 4 5 6)');
st_zmin
-------
3

SELECT ST_ZMin(ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(1 3 4, 5 6 7)'));
st_zmin
-------
4

SELECT ST_ZMin('BOX3D(-3 2 1, 3 4 1)' );
st_zmin
-------
1
--DIES FUNKTIONIERT NICHT, da eine automatische Typumwandlung von einer Zeichenkette auf BOX3D erfolgt
SELECT ST_ZMin('LINESTRING(1 3 4, 5 6 7)');

--ERROR:  BOX3D parser - doesn't start with BOX3D(

SELECT ST_ZMin(ST_GeomFromEWKT('CIRCULARSTRING(220268 150415 1,220227 150505 2,220227 150406 3)'));
st_zmin
--------
1
                

8.6. Geometrische Editoren

ST_AddPoint — Fügt einem Linienzug einen Punkt hinzu.
ST_Affine — Wendet eine affine 3D-Transformation auf die Geometrie an.
ST_Force2D — Die Geometrien in einen "2-dimensionalen Modus" zwingen.
ST_Force3D — Zwingt die Geometrien in einen XYZ Modus. Dies ist ein Alias für ST_Force3DZ.
ST_Force3DZ — Zwingt die Geometrien in einen XYZ Modus.
ST_Force3DM — Zwingt die Geometrien in einen XYM Modus.
ST_Force4D — Zwingt die Geometrien in einen XYZM Modus.
ST_ForcePolygonCCW — Richtet alle äußeren Ringe gegen den Uhrzeigersinn und alle inneren Ringe mit dem Uhrzeigersinn aus.
ST_ForceCollection — Wandelt eine Geometrie in eine GEOMETRYCOLLECTION um.
ST_ForcePolygonCW — Richtet alle äußeren Ringe im Uhrzeigersinn und alle inneren Ringe gegen den Uhrzeigersinn aus.
ST_ForceSFS — Erzwingt, dass Geometrien nur vom Typ SFS 1.1 sind.
ST_ForceRHR — Orientiert die Knoten in einem Polygon so, dass sie der Drei-Finger-Regel folgen.
ST_ForceCurve — Wandelt einen geometrischen in einen Kurven Datentyp um, soweit anwendbar.
ST_LineMerge — Gibt einen (Satz von) LineString(s) zurück, der aus einem MultiLinestring "zusammengebastelt" wird.
ST_CollectionExtract — Von einer gegebenen (Sammel)Geometrie wird eine (Sammel)Geometrie zurückgegeben, welche nur die Elemente des vorgegebenen Datentyps enthält.
ST_CollectionHomogenize — Von einer gegebenen Sammelgeometrie wird die "einfachste" Darstellung der Inhalte zurückgegeben.
ST_Multi — Gibt die Geometrie als MULTI* Geometrie zurück.
ST_Normalize — Gibt die Geometrie in Normalform zurück.
ST_RemovePoint — Entfernt einen Punkt aus einem Linienzug.
ST_Reverse — Gibt die Geometrie in umgekehrter Knotenreihenfolge zurück.
ST_Rotate — Dreht die Geometrie um rotRadians gegen den Uhrzeigersinn um ein Zentrum.
ST_RotateX — Dreht eine Geometrie um rotRadians um die X-Achse.
ST_RotateY — Dreht eine Geometrie um rotRadians um die Y-Achse.
ST_RotateZ — Dreht eine Geometrie um rotRadians um die Z-Achse.
ST_Scale — Skaliert eine Geometrie anhand der gegebenen Faktoren.
ST_Segmentize — Gibt eine veränderte Geometrie/Geographie zurück, bei der kein Sement länger als der gegebene Abstand ist.
ST_SetPoint — Einen Punkt eines Linienzuges durch einen gegebenen Punkt ersetzen.
ST_SetSRID — Weist der SRID einer Geometrie einen bestimmten Ganzzahlwert zu.
ST_SnapToGrid — Fängt alle Punkte der Eingabegeometrie auf einem regelmäßigen Gitter.
ST_Snap — Fängt die Segmente und Knoten einer Eingabegeometrie an den Knoten einer Referenzgeometrie.
ST_Transform — Gibt eine neue Geometrie zurück, wobei eine Koordinatentransformation in ein anderes räumliches Bezugsystem durchgeführt wird.
ST_Translate — Verschiebt eine Geometrie um die angegebenen Versätze.
ST_TransScale — Umwandlung einer Geometrie entsprechend den gegebenen Skalierungsfaktoren und Versätzen.

Name

ST_AddPoint — Fügt einem Linienzug einen Punkt hinzu.

Synopsis

geometry ST_AddPoint(geometry linestring, geometry point);

geometry ST_AddPoint(geometry linestring, geometry point, integer position);

Beschreibung

Fügt einen Punkt zu einem Linienzug hinzu; vor point <position> (Index zählt von 0 weg). Der dritte Parameter kann weggelassen werden oder zum Anhängen auf -1 gesetzt werden.

Verfügbarkeit: 1.1.0

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

--sicherstellen, das alle Linienzüge in einer Tabelle geschlossen sind,
--indem zu jedem nicht geschlossenen Linienzug, der Anfangspunkt als Endpunkt hinzugefügt wird
                UPDATE sometable
                SET the_geom = ST_AddPoint(the_geom, ST_StartPoint(the_geom))
                FROM sometable
                WHERE ST_IsClosed(the_geom) = false;

                --Einen Punkt zu einer 3-D Linie hinzufügen
                SELECT ST_AsEWKT(ST_AddPoint(ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(0 0 1, 1 1 1)'), ST_MakePoint(1, 2, 3)));

                --result
                st_asewkt
                ----------
                LINESTRING(0 0 1,1 1 1,1 2 3)
                        

Name

ST_Affine — Wendet eine affine 3D-Transformation auf die Geometrie an.

Synopsis

geometry ST_Affine(geometry geomA, float a, float b, float c, float d, float e, float f, float g, float h, float i, float xoff, float yoff, float zoff);

geometry ST_Affine(geometry geomA, float a, float b, float d, float e, float xoff, float yoff);

Beschreibung

Wendet eine affine 3D-Transformation auf die Geometrie an, um Dinge wie verschieben, rotieren und skalieren in einem Schritt zu erledigen.

Version 1: Der Aufruf

ST_Affine(geom, a, b, c, d, e, f, g, h, i, xoff, yoff, zoff) 

repräsentiert die Transformationsmatrix

/ a  b  c  xoff \
| d  e  f  yoff |
| g  h  i  zoff |
\ 0  0  0     1 /

und die Knoten werden wie folgt transformiert:

x' = a*x + b*y + c*z + xoff
y' = d*x + e*y + f*z + yoff
z' = g*x + h*y + i*z + zoff

Alle unteren verschiebenden / skalierenden Funktionen werden durch eine solche affine Transformation ausgedrückt.

Version 2: Wendet eine affine 2D-Transformation auf die Geometrie an. Der Aufruf

ST_Affine(geom, a, b, d, e, xoff, yoff)

stellt die Transformationsmatrix dar

/  a  b  0  xoff  \       /  a  b  xoff  \
|  d  e  0  yoff  | rsp.  |  d  e  yoff  |
|  0  0  1     0  |       \  0  0     1  /
\  0  0  0     1  /

und die Knoten werden wie folgt transformiert:

x' = a*x + b*y + xoff
y' = d*x + e*y + yoff
z' = z 

Dies ist ein Spezialfall der 3D-Methode oberhalb.

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen, Dreiecke und TIN eingeführt.

Verfügbarkeit: 1.1.2. Mit 1.2.2 wurde die Bezeichnung von Affine auf ST_Affine geändert

[Note]

Vor 1.3.4 ist diese Funktion abgestürzt, wenn die Geometrien CURVES enthalten. Dies wurde mit 1.3.4+ behoben

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

--Eine Linie um 180 Grad um die Z-Achse drehen/rotieren. Dies ist die lange Version von ST_Rotate();
 SELECT ST_AsEWKT(ST_Affine(the_geom,  cos(pi()), -sin(pi()), 0,  sin(pi()), cos(pi()), 0,  0, 0, 1,  0, 0, 0)) As using_affine,
         ST_AsEWKT(ST_Rotate(the_geom, pi())) As using_rotate
        FROM (SELECT ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(1 2 3, 1 4 3)') As the_geom) As foo;
        using_affine         |        using_rotate
-----------------------------+-----------------------------
 LINESTRING(-1 -2 3,-1 -4 3) | LINESTRING(-1 -2 3,-1 -4 3)
(1 row)

--Eine Linie um 180 Grad um die X-Achse und um die Z-Achse drehen.
SELECT ST_AsEWKT(ST_Affine(the_geom, cos(pi()), -sin(pi()), 0, sin(pi()), cos(pi()), -sin(pi()), 0, sin(pi()), cos(pi()), 0, 0, 0))
        FROM (SELECT ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(1 2 3, 1 4 3)') As the_geom) As foo;
           st_asewkt
-------------------------------
 LINESTRING(-1 -2 -3,-1 -4 -3)
(1 row)
                

Name

ST_Force2D — Die Geometrien in einen "2-dimensionalen Modus" zwingen.

Synopsis

geometry ST_Force2D(geometry geomA);

Beschreibung

Zwingt die Geometrien in einen "2-dimensionalen Modus", sodass in der Ausgabe nur die X- und Y-Koordinaten dargestellt werden. Nützlich um eine OGC-konforme Ausgabe zu erhalten (da OGC nur 2-D Geometrien spezifiziert).

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen eingeführt.

Änderung: 2.1.0. Bis zu 2.0.x wurde diese Funktion mit ST_Force_2D bezeichnet.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

SELECT ST_AsEWKT(ST_Force2D(ST_GeomFromEWKT('CIRCULARSTRING(1 1 2, 2 3 2, 4 5 2, 6 7 2, 5 6 2)')));
                st_asewkt
-------------------------------------
CIRCULARSTRING(1 1,2 3,4 5,6 7,5 6)

SELECT  ST_AsEWKT(ST_Force2D('POLYGON((0 0 2,0 5 2,5 0 2,0 0 2),(1 1 2,3 1 2,1 3 2,1 1 2))'));

                                  st_asewkt
----------------------------------------------
 POLYGON((0 0,0 5,5 0,0 0),(1 1,3 1,1 3,1 1))

                

Siehe auch

ST_Force3D


Name

ST_Force3D — Zwingt die Geometrien in einen XYZ Modus. Dies ist ein Alias für ST_Force3DZ.

Synopsis

geometry ST_Force3D(geometry geomA);

Beschreibung

Zwingt die Geometrien in einen XYZ Modus. Dies ist ein Alias für ST_Force3DZ. Wenn die Geometrie keine Z-Komponente aufweist, wird eine Z-Koordinate mit dem Wert 0 angeheftet.

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen eingeführt.

Änderung: 2.1.0. Bis zu 2.0.x wurde diese Funktion mit ST_Force_3D bezeichnet.

This function supports Polyhedral surfaces.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

--Wenn bereits eine 3D-Geometrie vorliegt, geschieht nichts
                SELECT ST_AsEWKT(ST_Force3D(ST_GeomFromEWKT('CIRCULARSTRING(1 1 2, 2 3 2, 4 5 2, 6 7 2, 5 6 2)')));
                                   st_asewkt
-----------------------------------------------
 CIRCULARSTRING(1 1 2,2 3 2,4 5 2,6 7 2,5 6 2)


SELECT  ST_AsEWKT(ST_Force3D('POLYGON((0 0,0 5,5 0,0 0),(1 1,3 1,1 3,1 1))'));

                                                 st_asewkt
--------------------------------------------------------------
 POLYGON((0 0 0,0 5 0,5 0 0,0 0 0),(1 1 0,3 1 0,1 3 0,1 1 0))
                

Name

ST_Force3DZ — Zwingt die Geometrien in einen XYZ Modus.

Synopsis

geometry ST_Force3DZ(geometry geomA);

Beschreibung

Zwingt die Geometrien in einen XYZ Modus. Dies ist ein Alias für ST_Force3DZ. Wenn die Geometrie keine Z-Komponente aufweist, wird eine Z-Koordinate mit dem Wert 0 angeheftet.

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen eingeführt.

Änderung: 2.1.0. Bis zu 2.0.x wurde diese Funktion mit ST_Force_3DZ bezeichnet.

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

--Wenn bereits eine 3D-Geometrie vorliegt, geschieht nichts 
SELECT ST_AsEWKT(ST_Force3DZ(ST_GeomFromEWKT('CIRCULARSTRING(1 1 2, 2 3 2, 4 5 2, 6 7 2, 5 6 2)')));
                                   st_asewkt
-----------------------------------------------
 CIRCULARSTRING(1 1 2,2 3 2,4 5 2,6 7 2,5 6 2)


SELECT  ST_AsEWKT(ST_Force3DZ('POLYGON((0 0,0 5,5 0,0 0),(1 1,3 1,1 3,1 1))'));

                                                 st_asewkt
--------------------------------------------------------------
 POLYGON((0 0 0,0 5 0,5 0 0,0 0 0),(1 1 0,3 1 0,1 3 0,1 1 0))
                

Name

ST_Force3DM — Zwingt die Geometrien in einen XYM Modus.

Synopsis

geometry ST_Force3DM(geometry geomA);

Beschreibung

Zwingt die Geometrien in einen XYM Modus. Wenn die Geometrie keine M-Komponente aufweist, wird eine M-Koordinate mit dem Wert 0 angeheftet. Falls die Geometrie eine Z-Komponente aufweist, wird diese gelöscht.

Änderung: 2.1.0. Bis zu 2.0.x wurde diese Funktion mit ST_Force_3DM bezeichnet.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

----Wenn bereits eine 3D-Geometrie vorliegt, geschieht nichts
SELECT ST_AsEWKT(ST_Force3DM(ST_GeomFromEWKT('CIRCULARSTRING(1 1 2, 2 3 2, 4 5 2, 6 7 2, 5 6 2)')));
                                   st_asewkt
------------------------------------------------
 CIRCULARSTRINGM(1 1 0,2 3 0,4 5 0,6 7 0,5 6 0)


SELECT  ST_AsEWKT(ST_Force3DM('POLYGON((0 0 1,0 5 1,5 0 1,0 0 1),(1 1 1,3 1 1,1 3 1,1 1 1))'));

                                                  st_asewkt
---------------------------------------------------------------
 POLYGONM((0 0 0,0 5 0,5 0 0,0 0 0),(1 1 0,3 1 0,1 3 0,1 1 0))

                

Name

ST_Force4D — Zwingt die Geometrien in einen XYZM Modus.

Synopsis

geometry ST_Force4D(geometry geomA);

Beschreibung

Zwingt die Geometrien in einen XYZM Modus. Fehlenden Z- und M-Dimensionen wird eine 0 angeheftet.

Änderung: 2.1.0. Bis zu 2.0.x wurde diese Funktion mit ST_Force_4D bezeichnet.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

--Wenn bereits eine 3D-Geometrie vorliegt, geschieht nichts
SELECT ST_AsEWKT(ST_Force4D(ST_GeomFromEWKT('CIRCULARSTRING(1 1 2, 2 3 2, 4 5 2, 6 7 2, 5 6 2)')));
                                                st_asewkt
---------------------------------------------------------
 CIRCULARSTRING(1 1 2 0,2 3 2 0,4 5 2 0,6 7 2 0,5 6 2 0)



SELECT  ST_AsEWKT(ST_Force4D('MULTILINESTRINGM((0 0 1,0 5 2,5 0 3,0 0 4),(1 1 1,3 1 1,1 3 1,1 1 1))'));

                                                                          st_asewkt
--------------------------------------------------------------------------------------
 MULTILINESTRING((0 0 0 1,0 5 0 2,5 0 0 3,0 0 0 4),(1 1 0 1,3 1 0 1,1 3 0 1,1 1 0 1))

                

Name

ST_ForcePolygonCCW — Richtet alle äußeren Ringe gegen den Uhrzeigersinn und alle inneren Ringe mit dem Uhrzeigersinn aus.

Synopsis

geometry ST_ForcePolygonCCW ( geometry geom );

Beschreibung

Zwingt (Multi)Polygone, den äusseren Ring gegen den Uhrzeigersinn und die inneren Ringe im Uhrzeigersinn zu orientieren. Andere Geometrien werden unverändert zurückgegeben.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports M coordinates.


Name

ST_ForceCollection — Wandelt eine Geometrie in eine GEOMETRYCOLLECTION um.

Synopsis

geometry ST_ForceCollection(geometry geomA);

Beschreibung

Wandelt eine Geometrie in eine GEOMETRYCOLLECTION um. Nützlich um eine WKB-Darstellung zu vereinfachen.

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen eingeführt.

Verfügbarkeit: 1.2.2, Vor 1.3.4 ist diese Funktion bei CURVES abgestürzt. Dies wurde mit 1.3.4+ behoben

Änderung: 2.1.0. Bis zu 2.0.x wurde diese Funktion mit ST_Force_Collection bezeichnet.

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

SELECT  ST_AsEWKT(ST_ForceCollection('POLYGON((0 0 1,0 5 1,5 0 1,0 0 1),(1 1 1,3 1 1,1 3 1,1 1 1))'));

                                                                   st_asewkt
----------------------------------------------------------------------------------
 GEOMETRYCOLLECTION(POLYGON((0 0 1,0 5 1,5 0 1,0 0 1),(1 1 1,3 1 1,1 3 1,1 1 1)))


  SELECT ST_AsText(ST_ForceCollection('CIRCULARSTRING(220227 150406,2220227 150407,220227 150406)'));
                                                                   st_astext
--------------------------------------------------------------------------------
 GEOMETRYCOLLECTION(CIRCULARSTRING(220227 150406,2220227 150407,220227 150406))
(1 row)

                
-- Beispiel für eine polyedrische Oberfläche --
SELECT ST_AsEWKT(ST_ForceCollection('POLYHEDRALSURFACE(((0 0 0,0 0 1,0 1 1,0 1 0,0 0 0)),
 ((0 0 0,0 1 0,1 1 0,1 0 0,0 0 0)),
 ((0 0 0,1 0 0,1 0 1,0 0 1,0 0 0)),
 ((1 1 0,1 1 1,1 0 1,1 0 0,1 1 0)),
 ((0 1 0,0 1 1,1 1 1,1 1 0,0 1 0)),
 ((0 0 1,1 0 1,1 1 1,0 1 1,0 0 1)))'))

                                                                   st_asewkt
----------------------------------------------------------------------------------
GEOMETRYCOLLECTION(
  POLYGON((0 0 0,0 0 1,0 1 1,0 1 0,0 0 0)),
  POLYGON((0 0 0,0 1 0,1 1 0,1 0 0,0 0 0)),
  POLYGON((0 0 0,1 0 0,1 0 1,0 0 1,0 0 0)),
  POLYGON((1 1 0,1 1 1,1 0 1,1 0 0,1 1 0)),
  POLYGON((0 1 0,0 1 1,1 1 1,1 1 0,0 1 0)),
  POLYGON((0 0 1,1 0 1,1 1 1,0 1 1,0 0 1))
)
                

Name

ST_ForcePolygonCW — Richtet alle äußeren Ringe im Uhrzeigersinn und alle inneren Ringe gegen den Uhrzeigersinn aus.

Synopsis

geometry ST_ForcePolygonCW ( geometry geom );

Beschreibung

Zwingt (Multi)Polygone, den äusseren Ring im Uhrzeigersinn und die inneren Ringe gegen den Uhrzeigersinn zu orientieren. Andere Geometrien werden unverändert zurückgegeben.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports M coordinates.


Name

ST_ForceSFS — Erzwingt, dass Geometrien nur vom Typ SFS 1.1 sind.

Synopsis

geometry ST_ForceSFS(geometry geomA);

geometry ST_ForceSFS(geometry geomA, text version);

Beschreibung

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports 3d and will not drop the z-index.


Name

ST_ForceRHR — Orientiert die Knoten in einem Polygon so, dass sie der Drei-Finger-Regel folgen.

Synopsis

geometry ST_ForceRHR(geometry g);

Beschreibung

Orientiert die Knoten in einem Polygon so, dass sie der Drei-Finger-Regel folgen. Dadurch kommt die durch das Polygon begrenzte Fläche auf der rechten Seite der Begrenzung zu liegen. Insbesondere sind der äussere Ring im Uhrzeigersinn und die inneren Ringe gegen den Uhrzeigersinn orientiert. Diese Funktion ist ein Synonym für ST_ForcePolygonCW

[Note]

Die obere Definition mit der Drei-Finger-Regel widerspricht den Definitionen, die in anderen Zusammenhängen verwendet werden. Um Verwirrung zu vermeiden, wird die Verwendung von ST_ForcePolygonCW empfohlen.

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen eingeführt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

SELECT ST_AsEWKT(
  ST_ForceRHR(
        'POLYGON((0 0 2, 5 0 2, 0 5 2, 0 0 2),(1 1 2, 1 3 2, 3 1 2, 1 1 2))'
  )
);
                                                  st_asewkt
--------------------------------------------------------------
 POLYGON((0 0 2,0 5 2,5 0 2,0 0 2),(1 1 2,3 1 2,1 3 2,1 1 2))
(1 row)

Name

ST_ForceCurve — Wandelt einen geometrischen in einen Kurven Datentyp um, soweit anwendbar.

Synopsis

geometry ST_ForceCurve(geometry g);

Beschreibung

Wandelt eine Geometrie in eine Kurvendarstellung um, soweit anwendbar: Linien werden CompundCurves, MultiLines werden MultiCurves, Polygone werden zu CurvePolygons, Multipolygons werden MultiSurfaces. Wenn die Geometrie bereits in Kurvendarstellung vorliegt, wird sie unverändert zurückgegeben.

Verfügbarkeit: 2.2.0

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

SELECT ST_AsText(
  ST_ForceCurve(
        'POLYGON((0 0 2, 5 0 2, 0 5 2, 0 0 2),(1 1 2, 1 3 2, 3 1 2, 1 1 2))'::geometry
  )
);
                              st_astext
----------------------------------------------------------------------
 CURVEPOLYGON Z ((0 0 2,5 0 2,0 5 2,0 0 2),(1 1 2,1 3 2,3 1 2,1 1 2))
(1 row)

Siehe auch

ST_LineToCurve


Name

ST_LineMerge — Gibt einen (Satz von) LineString(s) zurück, der aus einem MultiLinestring "zusammengebastelt" wird.

Synopsis

geometry ST_LineMerge(geometry amultilinestring);

Beschreibung

Gibt einen (Satz von) LineString(s) zurück, der aus den Bestandteilen eines MultiLinestring zusammengesetzt wird.

[Note]

Ist nur mit MULTILINESTRING/LINESTRING verwendbar. Wenn Sie ein Polygon oder eine Sammelgeometrie in diese Funktion einspeisen, wird eine leere GEOMETRYCOLLECTION zurückgegeben

Verfügbarkeit: 1.1.0

[Note]

benötigt GEOS >= 2.1.0

Beispiele

SELECT ST_AsText(ST_LineMerge(
ST_GeomFromText('MULTILINESTRING((-29 -27,-30 -29.7,-36 -31,-45 -33),(-45 -33,-46 -32))')
                )
);
st_astext
--------------------------------------------------------------------------------------------------
LINESTRING(-29 -27,-30 -29.7,-36 -31,-45 -33,-46 -32)
(1 row)

--Wenn ein Verschmelzen nicht möglich ist, wird der ursprüngliche MULTILINESTRING zurückgegeben
SELECT ST_AsText(ST_LineMerge(
ST_GeomFromText('MULTILINESTRING((-29 -27,-30 -29.7,-36 -31,-45 -33),(-45.2 -33.2,-46 -32))')
)
);
st_astext
----------------
MULTILINESTRING((-45.2 -33.2,-46 -32),(-29 -27,-30 -29.7,-36 -31,-45 -33))
                        

Name

ST_CollectionExtract — Von einer gegebenen (Sammel)Geometrie wird eine (Sammel)Geometrie zurückgegeben, welche nur die Elemente des vorgegebenen Datentyps enthält.

Synopsis

geometry ST_CollectionExtract(geometry collection, integer type);

Beschreibung

Von einer (Sammel)Geometrie wird eine (Mehrfach)Geometrie zurückgegeben, welche nur die Elemente des vorgegebenen Datentyps enthält. Teilgeometrien, die nicht dem vorgegebenen Datentyp entsprechen, werden ausgelassen. Wenn keine der Teilgeometrien den richtigen Datentyp aufweist, wird eine LEERE Geometrie zurückgegeben. Es werden nur Punkte, Linien und Polygone unterstützt. Die Kennungen sind 1 == POINT, 2 == LINESTRING, 3 == POLYGON.

Verfügbarkeit: 1.5.0

[Note]

Vor 1.5.3 gab diese Funktion, wenn die Eingabe keine Sammelgeometrie war, diese unabhängig vom Datentyp unangetastet zurück. Bei 1.5.3 wurde bei unpassenden Einzelgeometrien NULL zurückgegeben. Ab 2.0.0 wird bei fehlender Übereinstimmung immer eine LEERE Ausgabe zurückgegeben.

[Warning]

Wenn 3 == POLYGON angegeben ist, wird ein Mehrfachpolygon zurückgegeben, sogar dann wenn die Kanten gemeinsam genutzt werden. Dies endet in vielen Fällen einem invaliden Mehrfachpolygon, zum Beispiel wenn diese Funktion auf ein ST_Split Ergebnis angewendet wird.

Beispiele

-- Konstante: 1 == POINT, 2 == LINESTRING, 3 == POLYGON
SELECT ST_AsText(ST_CollectionExtract(ST_GeomFromText('GEOMETRYCOLLECTION(GEOMETRYCOLLECTION(POINT(0 0)))'),1));
st_astext
---------------
MULTIPOINT(0 0)
(1 row)

SELECT ST_AsText(ST_CollectionExtract(ST_GeomFromText('GEOMETRYCOLLECTION(GEOMETRYCOLLECTION(LINESTRING(0 0, 1 1)),LINESTRING(2 2, 3 3))'),2));
st_astext
---------------
MULTILINESTRING((0 0, 1 1), (2 2, 3 3))
(1 row)
                        

Name

ST_CollectionHomogenize — Von einer gegebenen Sammelgeometrie wird die "einfachste" Darstellung der Inhalte zurückgegeben.

Synopsis

geometry ST_CollectionHomogenize(geometry collection);

Beschreibung

Von einer Sammelgeometrie wird die "einfachste" Darstellung der Inhalte zurückgegeben. Einelementige Geometrien werden ebenso zurückgegeben. Einheitliche Sammelgeometrien werden, entsprechend dem Datentyp, als Mehrfachgeometrien ausgegeben

[Warning]

Wenn 3 == POLYGON angegeben ist, wird ein Mehrfachpolygon zurückgegeben, sogar dann wenn die Kanten gemeinsam genutzt werden. Dies endet in vielen Fällen einem invaliden Mehrfachpolygon, zum Beispiel wenn diese Funktion auf ein ST_Split Ergebnis angewendet wird.

Verfügbarkeit: 2.0.0

Beispiele

SELECT ST_AsText(ST_CollectionHomogenize('GEOMETRYCOLLECTION(POINT(0 0))'));

        st_astext
        ------------
         POINT(0 0)
        (1 row)

  SELECT ST_AsText(ST_CollectionHomogenize('GEOMETRYCOLLECTION(POINT(0 0),POINT(1 1))'));

        st_astext
        ---------------------
         MULTIPOINT(0 0,1 1)
        (1 row)

                                

Name

ST_Multi — Gibt die Geometrie als MULTI* Geometrie zurück.

Synopsis

geometry ST_Multi(geometry g1);

Beschreibung

Gibt die Geometrie als MULTI* Geometrie zurück. Falls es sich bereits um eine MULTI* Geometrie handelt, bleibt diese unverändert.

Beispiele

SELECT ST_AsText(ST_Multi(ST_GeomFromText('POLYGON((743238 2967416,743238 2967450,
                        743265 2967450,743265.625 2967416,743238 2967416))')));
                        st_astext
                        --------------------------------------------------------------------------------------------------
                        MULTIPOLYGON(((743238 2967416,743238 2967450,743265 2967450,743265.625 2967416,
                        743238 2967416)))
                        (1 row)
                        

Siehe auch

ST_AsText


Name

ST_Normalize — Gibt die Geometrie in Normalform zurück.

Synopsis

geometry ST_Normalize(geometry geom);

Beschreibung

Gibt die Geometrie in Normalform aus. Möglicherweise werden die Knoten der Polygonringe, die Ringe eines Polygons oder die Elemente eines Komplexes von Mehrfachgeometrien neu gereiht.

Hauptsächlich für Testzwecke sinnvoll (zum Vergleich von erwarteten und erhaltenen Ergebnissen).

Beispiele

SELECT ST_AsText(ST_Normalize(ST_GeomFromText(
  'GEOMETRYCOLLECTION(
    POINT(2 3),
    MULTILINESTRING((0 0, 1 1),(2 2, 3 3)),
    POLYGON(
      (0 10,0 0,10 0,10 10,0 10),
      (4 2,2 2,2 4,4 4,4 2),
      (6 8,8 8,8 6,6 6,6 8)
    )
  )'
)));
                                                                     st_astext
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 GEOMETRYCOLLECTION(POLYGON((0 0,0 10,10 10,10 0,0 0),(6 6,8 6,8 8,6 8,6 6),(2 2,4 2,4 4,2 4,2 2)),MULTILINESTRING((2 2,3 3),(0 0,1 1)),POINT(2 3))
(1 row)
                        

Siehe auch

ST_Equals,


Name

ST_RemovePoint — Entfernt einen Punkt aus einem Linienzug.

Synopsis

geometry ST_RemovePoint(geometry linestring, integer offset);

Beschreibung

Entfernt einen Punkt aus einem LineString; der Index beginnt mit 0. Nützlich, um einen geschlossenen Ring in einen offenen Linienzug umzuwandeln

Verfügbarkeit: 1.1.0

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

--stellt sicher, dass keine LINESTRINGS geschlossen sind,
--indem der Endpunkt entfernt wird. Unten wird angenommen, dass the_geom vom Datentyp LINESTRING ist
UPDATE sometable
        SET the_geom = ST_RemovePoint(the_geom, ST_NPoints(the_geom) - 1)
        FROM sometable
        WHERE ST_IsClosed(the_geom) = true;
                

Name

ST_Reverse — Gibt die Geometrie in umgekehrter Knotenreihenfolge zurück.

Synopsis

geometry ST_Reverse(geometry g1);

Beschreibung

Kann mit jedem geometrischen Datentyp verwendet werden; kehrt die Reihenfolge der Knoten um

Erweiterung: mit 2.4.0 wurde die Unterstützung für Kurven eingeführt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

SELECT ST_AsText(the_geom) as line, ST_AsText(ST_Reverse(the_geom)) As reverseline
FROM
(SELECT ST_MakeLine(ST_MakePoint(1,2),
                ST_MakePoint(1,10)) As the_geom) as foo;
--result
                line         |     reverseline
---------------------+----------------------
LINESTRING(1 2,1 10) | LINESTRING(1 10,1 2)

Name

ST_Rotate — Dreht die Geometrie um rotRadians gegen den Uhrzeigersinn um ein Zentrum.

Synopsis

geometry ST_Rotate(geometry geomA, float rotRadians);

geometry ST_Rotate(geometry geomA, float rotRadians, float x0, float y0);

geometry ST_Rotate(geometry geomA, float rotRadians, geometry pointOrigin);

Beschreibung

Dreht die Geometrie um rotRadians um ein Zentrum und zwar gegen den Uhrzeigersinn. Das Drehzentrum kann entweder durch eine Punktgeometrie oder über X- und Y-Koordinaten festgelegt werden. Wenn das Drehzentrum nicht angegeben ist, wird die Geometrie um POINT(0 0) gedreht.

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen, Dreiecke und TIN eingeführt.

Erweiterung: 2.0.0 zusätzliche Parameter zur Festlegung des Drehzentrums.

Verfügbarkeit: 1.1.2. Mit 1.2.2 wurde die Bezeichnung von Rotate auf ST_Rotate geändert.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

Beispiele

--Um 180 Grad drehen
SELECT ST_AsEWKT(ST_Rotate('LINESTRING (50 160, 50 50, 100 50)', pi()));
               st_asewkt
---------------------------------------
 LINESTRING(-50 -160,-50 -50,-100 -50)
(1 row)

--Von x=50, y=160 aus, gegen den Uhrzeigersinn um 30 Grad drehen
SELECT ST_AsEWKT(ST_Rotate('LINESTRING (50 160, 50 50, 100 50)', pi()/6, 50, 160));
                                 st_asewkt
---------------------------------------------------------------------------
 LINESTRING(50 160,105 64.7372055837117,148.301270189222 89.7372055837117)
(1 row)

--Vom geometrischen Schwerpunkt aus, im Uhrzeigersinn um 60 Grad drehen
SELECT ST_AsEWKT(ST_Rotate(geom, -pi()/3, ST_Centroid(geom)))
FROM (SELECT 'LINESTRING (50 160, 50 50, 100 50)'::geometry AS geom) AS foo;
                           st_asewkt
--------------------------------------------------------------
 LINESTRING(116.4225 130.6721,21.1597 75.6721,46.1597 32.3708)
(1 row)
                

Name

ST_RotateX — Dreht eine Geometrie um rotRadians um die X-Achse.

Synopsis

geometry ST_RotateX(geometry geomA, float rotRadians);

Beschreibung

Dreht die Geometrie "geomA" - rotRadians um die X-Achse.

[Note]

ST_RotateX(geomA, rotRadians) is short-hand for ST_Affine(geomA, 1, 0, 0, 0, cos(rotRadians), -sin(rotRadians), 0, sin(rotRadians), cos(rotRadians), 0, 0, 0).

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen, Dreiecke und TIN eingeführt.

Verfügbarkeit: 1.1.2. Mit 1.2.2 wurde die Bezeichnung von RotateX auf ST_RotateX geändert.

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

Beispiele

--Dreht eine Linie um 90 Grad entlang der X-Achse
SELECT ST_AsEWKT(ST_RotateX(ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(1 2 3, 1 1 1)'), pi()/2));
                 st_asewkt
---------------------------
 LINESTRING(1 -3 2,1 -1 1)

Name

ST_RotateY — Dreht eine Geometrie um rotRadians um die Y-Achse.

Synopsis

geometry ST_RotateY(geometry geomA, float rotRadians);

Beschreibung

Dreht die Geometrie "geomA" - rotRadians um die Y-Achse.

[Note]

ST_RotateY(geomA, rotRadians) ist die Kurzform für ST_Affine(geomA, cos(rotRadians), 0, sin(rotRadians), 0, 1, 0, -sin(rotRadians), 0, cos(rotRadians), 0, 0, 0).

Verfügbarkeit: 1.1.2. Mit 1.2.2 wurde die Bezeichnung von RotateY auf ST_RotateY geändert.

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen, Dreiecke und TIN eingeführt.

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

Beispiele

--Dreht eine Linie um 90 Grad entlang der Y-Achse
 SELECT ST_AsEWKT(ST_RotateY(ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(1 2 3, 1 1 1)'), pi()/2));
                 st_asewkt
---------------------------
 LINESTRING(3 2 -1,1 1 -1)

Name

ST_RotateZ — Dreht eine Geometrie um rotRadians um die Z-Achse.

Synopsis

geometry ST_RotateZ(geometry geomA, float rotRadians);

Beschreibung

Dreht die Geometrie "geomA" - rotRadians um die Z-Achse.

[Note]

Dies ist ein Synonym für ST_Rotate

[Note]

ST_RotateZ(geomA, rotRadians) ist die Kurzform für SELECT ST_Affine(geomA, cos(rotRadians), -sin(rotRadians), 0, sin(rotRadians), cos(rotRadians), 0, 0, 0, 1, 0, 0, 0).

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen, Dreiecke und TIN eingeführt.

Verfügbarkeit: 1.1.2. Mit 1.2.2 wurde die Bezeichnung von RotateZ auf ST_RotateZ geändert.

[Note]

Vor 1.3.4 ist diese Funktion abgestürzt, wenn die Geometrien CURVES enthalten. Dies wurde mit 1.3.4+ behoben

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

Beispiele

--Eine Linie um 90 Grad um die Z-Achse drehen
SELECT ST_AsEWKT(ST_RotateZ(ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(1 2 3, 1 1 1)'), pi()/2));
                 st_asewkt
---------------------------
 LINESTRING(-2 1 3,-1 1 1)

 --Einen Kreisbogen um die Z-Achse drehen
SELECT ST_AsEWKT(ST_RotateZ(the_geom, pi()/2))
FROM (SELECT ST_LineToCurve(ST_Buffer(ST_GeomFromText('POINT(234 567)'), 3)) As the_geom) As foo;

                                                                                                           st_asewkt
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 CURVEPOLYGON(CIRCULARSTRING(-567 237,-564.87867965644 236.12132034356,-564 234,-569.12132034356 231.87867965644,-567 237))


Name

ST_Scale — Skaliert eine Geometrie anhand der gegebenen Faktoren.

Synopsis

geometry ST_Scale(geometry geomA, float XFactor, float YFactor, float ZFactor);

geometry ST_Scale(geometry geomA, float XFactor, float YFactor);

geometry ST_Scale(geometry geom, geometry factor);

Beschreibung

Skaliert eine Geometrie auf eine neue Größe, indem die Ordinaten mit den entsprechenden Faktoren multipliziert werden.

Jene Version, die Geometrie als den Parameter factor entgegennimt, erlaubt die Eingabe eines 2D-, 3DM, 3DZ oder 4D-Punktes zum Setzen des Skalierungsfaktor in den unterstützten Dimensionen. Fehlt eine Dimension im Punkt factor, so wird diese Dimension nicht skaliert.

[Note]

Vor 1.3.4 ist diese Funktion abgestürzt, wenn die Geometrien CURVES enthalten. Dies wurde mit 1.3.4+ behoben

Verfügbarkeit: 1.1.0

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen, Dreiecke und TIN eingeführt.

Erweiterung: 2.2.0 Skalierbarkeit in allen Dimensionen (geometrischer Parameter) eingeführt.

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

This function supports M coordinates.

Beispiele

--Version 1: Skalierung von X, Y, Z
SELECT ST_AsEWKT(ST_Scale(ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(1 2 3, 1 1 1)'), 0.5, 0.75, 0.8));
                          st_asewkt
--------------------------------------
 LINESTRING(0.5 1.5 2.4,0.5 0.75 0.8)

--Version 2: Skalierung von X, Y
 SELECT ST_AsEWKT(ST_Scale(ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(1 2 3, 1 1 1)'), 0.5, 0.75));
                        st_asewkt
----------------------------------
 LINESTRING(0.5 1.5 3,0.5 0.75 1)

--Version 3: Skalierung von X, Y, Z, M
 SELECT ST_AsEWKT(ST_Scale(ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(1 2 3 4, 1 1 1 1)'),
   ST_MakePoint(0.5, 0.75, 2, -1)));
                               st_asewkt
----------------------------------------
 LINESTRING(0.5 1.5 6 -4,0.5 0.75 2 -1)



Name

ST_Segmentize — Gibt eine veränderte Geometrie/Geographie zurück, bei der kein Sement länger als der gegebene Abstand ist.

Synopsis

geometry ST_Segmentize(geometry geom, float max_segment_length);

geography ST_Segmentize(geography geog, float max_segment_length);

Beschreibung

Gibt eine veränderte Geometrie/Geographie zurück, bei der kein Sement länger als die gegebene max_segment_length ist. Die Entfernungsberechnung wird nur in 2D ausgeführt. Beim geometrischen Datentyp ist die Längeneinheit die Einheit des Koordinatenreferenzsystems. Beim geographischen Datentyp ist die Einheit Meter.

Verfügbarkeit: 1.2.2

Erweiterung: 2.3.0 - Das Segmentieren des geographischen Datentyps ergibt nun Segmente gleicher Länge

Erweiterung: mit 2.1.0 wurde die Unterstützung des geographischen Datentyps eingeführt.

Änderung: 2.1.0 Als Ergebnis der eingeführten Unterstützung für den geographischen Datentyp: Das Konstrukt SELECT ST_Segmentize('LINESTRING(1 2, 3 4)',0.5); resultiert in einen Funktionsfehler aufgrund von Mehrdeutigkeit. Sie benötigen korrekt typisierte Geoobjekte; Verwenden Sie z.B. ST_GeomFromText, ST_GeogFromText oder SELECT ST_Segmentize('LINESTRING(1 2, 3 4)'::geometry,0.5); für Ihre Geometrie-/Geographiespalte.

[Note]

Segmente werden lediglich verlängert. Die Länge von Segmenten, die kürzer als max_segment_length sind, wird nicht verändert.

Beispiele

SELECT ST_AsText(ST_Segmentize(
ST_GeomFromText('MULTILINESTRING((-29 -27,-30 -29.7,-36 -31,-45 -33),(-45 -33,-46 -32))')
                ,5)
);
st_astext
--------------------------------------------------------------------------------------------------
MULTILINESTRING((-29 -27,-30 -29.7,-34.886615700134 -30.758766735029,-36 -31,
-40.8809353009198 -32.0846522890933,-45 -33),
(-45 -33,-46 -32))
(1 row)

SELECT ST_AsText(ST_Segmentize(ST_GeomFromText('POLYGON((-29 28, -30 40, -29 28))'),10));
st_astext
-----------------------
POLYGON((-29 28,-29.8304547985374 37.9654575824488,-30 40,-29.1695452014626 30.0345424175512,-29 28))
(1 row)

                        

Name

ST_SetPoint — Einen Punkt eines Linienzuges durch einen gegebenen Punkt ersetzen.

Synopsis

geometry ST_SetPoint(geometry linestring, integer zerobasedposition, geometry point);

Beschreibung

Ersetzt den Punkt N eines Linienzuges mit dem gegebenen Punkt. Der Index beginnt mit 0. Negative Indizes werden rückwärts gezählt, sodasss -1 der letzte Punkt ist. Dies findet insbesondere bei Triggern verwendung, wenn man die Beziehung zwischen den Verbindungsstücken beim Verschieben von Knoten erhalten will

Verfügbarkeit: 1.1.0

Änderung: 2.3.0 : negatives Indizieren

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

--Ändert den ersten Punkt eines Linienzuges von -1 3 auf -1 1
SELECT ST_AsText(ST_SetPoint('LINESTRING(-1 2,-1 3)', 0, 'POINT(-1 1)'));
           st_astext
-----------------------
 LINESTRING(-1 1,-1 3)

---Ändert den Endpunkt eines Linienzuges (diesmal ein 3D-Linienzug)
SELECT ST_AsEWKT(ST_SetPoint(foo.the_geom, ST_NumPoints(foo.the_geom) - 1, ST_GeomFromEWKT('POINT(-1 1 3)')))
FROM (SELECT ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(-1 2 3,-1 3 4, 5 6 7)') As the_geom) As foo;
           st_asewkt
-----------------------
LINESTRING(-1 2 3,-1 3 4,-1 1 3)

SELECT ST_AsText(ST_SetPoint(g, -3, p))
FROM ST_GEomFromText('LINESTRING(0 0, 1 1, 2 2, 3 3, 4 4)') AS g
        , ST_PointN(g,1) as p;
           st_astext
-----------------------
LINESTRING(0 0,1 1,0 0,3 3,4 4)

                        

Name

ST_SetSRID — Weist der SRID einer Geometrie einen bestimmten Ganzzahlwert zu.

Synopsis

geometry ST_SetSRID(geometry geom, integer srid);

Beschreibung

Weist der SRID einer Geometrie einen bestimmten Ganzzahlwert zu. Nützlich um Umgebungsrechtecke für Abfragen zu erzeugen.

[Note]

Diese Funktion führt in keiner Weise eine Koordinatentransformation durch - sie setzt nur die Metadaten, welche das Koordinatenreferenzsystem definieren, in dem die Geometrie vorliegt. Verwenden Sie bitte ST_Transform, falls Sie die Geometrie in ein neues Koordinatensystem überführen wollen.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

-- Einem Punkt das geodätische Referenzsystem "WGS 84" zuweisen --

SELECT ST_SetSRID(ST_Point(-123.365556, 48.428611),4326) As wgs84long_lat;
-- EWKT-Darstellung (mit ST_AsEWKT umschließen) -
SRID=4326;POINT(-123.365556 48.428611)
                        

-- Einem Punkt das Referenzsystem WGS 84 zuweisen und nach Web Mercator (Spherical Mercator) transformieren --

SELECT ST_Transform(ST_SetSRID(ST_Point(-123.365556, 48.428611),4326),3785) As spere_merc;
-- EWKT-Darstellung (mit ST_AsEWKT umschließen)  -
SRID=3785;POINT(-13732990.8753491 6178458.96425423)
                        

Name

ST_SnapToGrid — Fängt alle Punkte der Eingabegeometrie auf einem regelmäßigen Gitter.

Synopsis

geometry ST_SnapToGrid(geometry geomA, float originX, float originY, float sizeX, float sizeY);

geometry ST_SnapToGrid(geometry geomA, float sizeX, float sizeY);

geometry ST_SnapToGrid(geometry geomA, float size);

geometry ST_SnapToGrid(geometry geomA, geometry pointOrigin, float sizeX, float sizeY, float sizeZ, float sizeM);

Beschreibung

Variante 1, 2 und 3: Fängt alle Punkte der Eingabegeometrie auf den Gitterpunkten, die durch Ursprung und Gitterkästchengröße festgelegt sind. Aufeinanderfolgende Punkte, die in dasselbe Gitterkästchen fallen, werden gelöscht, wobei NULL zurückgegeben wird, wenn nicht mehr genug Punkte für den jeweiligen geometrischen Datentyp vorhanden sind. Collapsed geometries in a collection are stripped from it. Kollabierte Geometrien einer Kollektion werden von dieser entfernt. Nützlich um die Genauigkeit zu verringern.

Variante 4: wurde mit 1.1.0 eingeführt - Fängt alle Punkte der Eingabegeometrie auf den Gitterpunkten, welche durch den Ursprung des Gitters (der zweite Übergabewert muss ein Punkt sein) und die Gitterkästchengröße bestimmt sind. Geben Sie 0 als Größe für jene Dimension an, die nicht auf den Gitterpunkten gefangen werden soll.

[Note]

Die zurückgegebene Geometrie kann ihre Simplizität verlieren (siehe ST_IsSimple).

[Note]

Vor Release 1.1.0 gab diese Funktion immer eine 2D-Geometrie zurück. Ab 1.1.0 hat die zurückgegebene Geometrie dieselbe Dimensionalität wie die Eingabegemetrie, wobei höhere Dimensionen unangetastet bleiben. Verwenden Sie die Version, welche einen zweiten geometrischen Übergabewert annimmt, um sämtliche Grid-Dimensionen zu bestimmen.

Verfügbarkeit: 1.0.0RC1

Verfügbarkeit: 1.1.0, Unterstützung für Z und M

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

--Fängt die Geometrien an einem Gitter mit einer Genauigkeit von 10^-3
UPDATE mytable
   SET the_geom = ST_SnapToGrid(the_geom, 0.001);

SELECT ST_AsText(ST_SnapToGrid(
                        ST_GeomFromText('LINESTRING(1.1115678 2.123, 4.111111 3.2374897, 4.11112 3.23748667)'),
                        0.001)
                );
                          st_astext
-------------------------------------
 LINESTRING(1.112 2.123,4.111 3.237)
 --Fängt eine 4D-Geometrie
SELECT ST_AsEWKT(ST_SnapToGrid(
        ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(-1.1115678 2.123 2.3456 1.11111,
                4.111111 3.2374897 3.1234 1.1111, -1.11111112 2.123 2.3456 1.1111112)'),
 ST_GeomFromEWKT('POINT(1.12 2.22 3.2 4.4444)'),
 0.1, 0.1, 0.1, 0.01) );
                                                                  st_asewkt
------------------------------------------------------------------------------
 LINESTRING(-1.08 2.12 2.3 1.1144,4.12 3.22 3.1 1.1144,-1.08 2.12 2.3 1.1144)


--Bei einer 4D-Geometrie - ST_SnapToGrid(geom,size) behandelt nur die X- und Y-Koordinaten und belässt die M- und Z-Koordinaten
SELECT ST_AsEWKT(ST_SnapToGrid(ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(-1.1115678 2.123 3 2.3456,
                4.111111 3.2374897 3.1234 1.1111)'),
           0.01)      );
                                                st_asewkt
---------------------------------------------------------
 LINESTRING(-1.11 2.12 3 2.3456,4.11 3.24 3.1234 1.1111)

                

Name

ST_Snap — Fängt die Segmente und Knoten einer Eingabegeometrie an den Knoten einer Referenzgeometrie.

Synopsis

geometry ST_Snap(geometry input, geometry reference, float tolerance);

Beschreibung

Fängt die Knoten und Segmente einer Geometrie an den Knoten einer anderen Geometrie. Eine Entfernungstoleranz bestimmt, wo das Fangen durchgeführt wird. Die Ergebnisgeometrie ist die Eingabegeometrie mit gefangenen Knoten. Wenn kein Fangen auftritt, wird die Eingabegeometrie unverändert ausgegeben..

Eine Geometrie an einer anderen zu fangen, kann die Robustheit von Überlagerungs-Operationen verbessern, indem nahe zusammenfallende Kanten beseitigt werden (diese verursachen Probleme bei der Knoten- und Verschneidungsberechnung).

Übermäßiges Fangen kann zu einer invaliden Topologie führen. Die Anzahl und der Ort an dem Knoten sicher gefangen werden können wird mittels Heuristik bestimmt. Dies kann allerdings dazu führen, dass einige potentielle Knoten nicht gefangen werden.

[Note]

Die zurückgegebene Geometrie kann ihre Simplizität (see ST_IsSimple) und Valididät (see ST_IsValid) verlieren.

Verfügbarkeit: 2.0.0 benötigt GEOS >= 3.3.0.

Beispiele

Ein Mehrfachpolygon mit einem Linienzug (vor dem Fangen)

Ein Mehrfachpolygon das an einem Linienzug gefangen wird; die Toleranz beträgt 1.01 der Entfernung. Das neue Mehrfachpolygon wird mit dem betreffenden Linienzug angezeigt.

SELECT ST_AsText(ST_Snap(poly,line, ST_Distance(poly,line)*1.01)) AS polysnapped
FROM (SELECT
   ST_GeomFromText('MULTIPOLYGON(
     ((26 125, 26 200, 126 200, 126 125, 26 125 ),
      ( 51 150, 101 150, 76 175, 51 150 )),
      (( 151 100, 151 200, 176 175, 151 100 )))') As poly,
       ST_GeomFromText('LINESTRING (5 107, 54 84, 101 100)') As line

        ) As foo;

                             polysnapped
---------------------------------------------------------------------
 MULTIPOLYGON(((26 125,26 200,126 200,126 125,101 100,26 125),
 (51 150,101 150,76 175,51 150)),((151 100,151 200,176 175,151 100)))
                                

Ein Mehrfachpolygon das an einem Linienzug gefangen wird; die Toleranz beträgt 1.25 der Entfernung. Das neue Mehrfachpolygon wird mit dem betreffenden Linienzug angezeigt.

SELECT ST_AsText(
    ST_Snap(poly,line, ST_Distance(poly,line)*1.25)
  ) AS polysnapped
FROM (SELECT
  ST_GeomFromText('MULTIPOLYGON(
    (( 26 125, 26 200, 126 200, 126 125, 26 125 ),
      ( 51 150, 101 150, 76 175, 51 150 )),
      (( 151 100, 151 200, 176 175, 151 100 )))') As poly,
       ST_GeomFromText('LINESTRING (5 107, 54 84, 101 100)') As line

        ) As foo;

                             polysnapped
---------------------------------------------------------------------
MULTIPOLYGON(((5 107,26 200,126 200,126 125,101 100,54 84,5 107),
(51 150,101 150,76 175,51 150)),((151 100,151 200,176 175,151 100)))
                                

Ein Linienzug der an dem ursprünglichen Mehrfachpolygon gefangen wird; die Toleranz beträgt 1.01 der Entfernung. Das neue Linienzug wird mit dem betreffenden Mehrfachpolygon angezeigt.

SELECT ST_AsText(
   ST_Snap(line, poly, ST_Distance(poly,line)*1.01)
  ) AS linesnapped
FROM (SELECT
  ST_GeomFromText('MULTIPOLYGON(
     ((26 125, 26 200, 126 200, 126 125, 26 125),
      (51 150, 101 150, 76 175, 51 150 )),
      ((151 100, 151 200, 176 175, 151 100)))') As poly,
       ST_GeomFromText('LINESTRING (5 107, 54 84, 101 100)') As line
        ) As foo;

              linesnapped
----------------------------------------
 LINESTRING(5 107,26 125,54 84,101 100)
                                

Ein Linienzug der an dem ursprünglichen Mehrfachpolygon gefangen wird; die Toleranz beträgt 1.25 der Entfernung. Das neue Linienzug wird mit dem betreffenden Mehrfachpolygon angezeigt.

SELECT ST_AsText(
 ST_Snap(line, poly, ST_Distance(poly,line)*1.25)
  ) AS linesnapped
FROM (SELECT
  ST_GeomFromText('MULTIPOLYGON(
     (( 26 125, 26 200, 126 200, 126 125, 26 125 ),
      (51 150, 101 150, 76 175, 51 150 )),
      ((151 100, 151 200, 176 175, 151 100 )))') As poly,
       ST_GeomFromText('LINESTRING (5 107, 54 84, 101 100)') As line
        ) As foo;
              linesnapped
---------------------------------------
LINESTRING(26 125,54 84,101 100)
                                

Siehe auch

ST_SnapToGrid


Name

ST_Transform — Gibt eine neue Geometrie zurück, wobei eine Koordinatentransformation in ein anderes räumliches Bezugsystem durchgeführt wird.

Synopsis

geometry ST_Transform(geometry g1, integer srid);

geometry ST_Transform(geometry geom, text to_proj);

geometry ST_Transform(geometry geom, text from_proj, text to_proj);

geometry ST_Transform(geometry geom, text from_proj, integer to_srid);

Beschreibung

Gibt eine neue Geometrie zurück, wobei eine Koordinatentransformation in ein anderes Koordinatenreferenzsystem durchgeführt wird. Das Zielkoordinatensystem to_srid kann durch einen gültigen, ganzzahligen SRID-Parameter (insbesondere muss es in der Tabelle spatial_ref_sys existieren) angegeben werden. Alternativ kann das Koordinatenreferenzsystem als PROJ.4 Zeichenkette definiert, fürto_proj und/oder from_proj benutzt werden; Allerdings sind diese Methoden nicht optimiert. Falls das Koordinatenreferenzsystem mit einer PROJ.4 Zeichenkette anstatt über die SRID ausgedrückt ist, so wird die SRID der Ausgabegeometrie auf null gesetzt. Ausgenommen der Funktionen mit from_proj benötigt die Eingabegeometrie eine definierte SRID.

ST_Transform wird oft mit ST_SetSRID() verwechselt. ST_Transform ändert die Koordinaten der Geometrie von einem Koordinatenreferenzsystem auf ein anderes, während ST_SetSRID() nur den Identifikator "SRID" ändert.

[Note]

Setzt voraus, dass PostGIS mit Proj-Unterstützung kompiliert wurde. Verwenden Sie bitte PostGIS_Full_Version, um festzustellen ob mit proj kompiliert wurde.

[Note]

Falls mehrere Koordinatentransormationssysteme verwendet werden, ist es sinnvoll funktionale Indizes auf die üblichen Transformationen zu legen, um die Vorteile der Indexverwendung auszunutzen.

[Note]

Vor 1.3.4 ist diese Funktion abgestürzt, wenn die Geometrien CURVES enthalten. Dies wurde mit 1.3.4+ behoben

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen eingeführt.

Erweiterung: 2.3.0 - die Unterstützung von direktem PROJ.4 Text wurde eingeführt

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.6

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

Transformation einer "Massachusetts state plane US feet" Geometrie nach WGS 84 Länge und Breite

SELECT ST_AsText(ST_Transform(ST_GeomFromText('POLYGON((743238 2967416,743238 2967450,
        743265 2967450,743265.625 2967416,743238 2967416))',2249),4326)) As wgs_geom;

 wgs_geom
---------------------------
 POLYGON((-71.1776848522251 42.3902896512902,-71.1776843766326 42.3903829478009,
-71.1775844305465 42.3903826677917,-71.1775825927231 42.3902893647987,-71.177684
8522251 42.3902896512902));
(1 row)

--Beispiel für einen 3D Kreisbogen
SELECT ST_AsEWKT(ST_Transform(ST_GeomFromEWKT('SRID=2249;CIRCULARSTRING(743238 2967416 1,743238 2967450 2,743265 2967450 3,743265.625 2967416 3,743238 2967416 4)'),4326));

                                 st_asewkt
--------------------------------------------------------------------------------------
 SRID=4326;CIRCULARSTRING(-71.1776848522251 42.3902896512902 1,-71.1776843766326 42.3903829478009 2,
 -71.1775844305465 42.3903826677917 3,
 -71.1775825927231 42.3902893647987 3,-71.1776848522251 42.3902896512902 4)

                

Ein Beispiel für die Erzeugung eines funktionalen, partiellen Index. Für Tabellen, bei denen nicht alle Geometrien ausgefüllt sind, verwendet man am Besten einen partiellen Index, welcher die NULL-Geometrien auslässt. Dies spart Speicherplatz und macht den Index kleiner und effizienter.

CREATE INDEX idx_the_geom_26986_parcels
  ON parcels
  USING gist
  (ST_Transform(the_geom, 26986))
  WHERE the_geom IS NOT NULL;
                

Beispiele zur Benutzung des PROJ.4 Textes, um in benutzerdefinierte Koordinatenreferenzsysteme zu transformieren.

-- Die Verschneidung zweier Polygone in der Nähe des Nordpols mit einer Projektion eruieren
-- See http://boundlessgeo.com/2012/02/flattening-the-peel/
 WITH data AS (
   SELECT
     ST_GeomFromText('POLYGON((170 50,170 72,-130 72,-130 50,170 50))', 4326) AS p1,
     ST_GeomFromText('POLYGON((-170 68,-170 90,-141 90,-141 68,-170 68))', 4326) AS p2,
     '+proj=gnom +ellps=WGS84 +lat_0=70 +lon_0=-160 +no_defs'::text AS gnom
 )
 SELECT ST_AsText(
   ST_Transform(
     ST_Intersection(ST_Transform(p1, gnom), ST_Transform(p2, gnom)),
   gnom, 4326))
 FROM data;
                                          st_astext
 --------------------------------------------------------------------------------
  POLYGON((-170 74.053793645338,-141 73.4268621378904,-141 68,-170 68,-170 74.053793645338))
                

Konfiguration des Transformationsverhalten

Manchmal kann eine Koordinatentransformation versagen, wenn diese eine Gradnetzverschiebung/grid-shift mit einbezieht; zum Beispiel wenn PROJ.4 nicht mit grid-shift Dateien kompiliert wurde oder die Koordinate außerhalb des durch die grid-shift Datei festgelegten Bereiches liegt. Standardmäßig gibt PostGIS eine Fehlermeldung aus, wenn keine grid-shift Datei vorhanden ist. Dieses Verhalten kann allerdings durch SRID basiertes ausprobieren von unterschiedlichen to_proj Werten des PROJ.4 Textes, oder durch Änderung des proj4text Wertes in der Tabelle spatial_ref_sys konfiguriert werden.

Zum Beispiel ist der proj4text Parameter +datum=NAD87 die Kurzform für die folgenden +nadgrids Parameter:

+nadgrids=@conus,@alaska,@ntv2_0.gsb,@ntv1_can.dat

Der Präfix @ bedeutet, dass kein Fehler gemeldet wird, wenn die Dateien nicht vorhanden sind, aber wenn das Ende der Liste erreicht ist und keine Datei geeignet war (insbes. gefunden und überlagert wurde) so wird ein Fehler gemeldet.

Umgekehrt, wenn Sie sicherstellen wollen, dass zumindest die Standarddateien vorhanden sind, aber wenn alle Dateien ohne Treffer durchsucht wurden keine Transformation stattfindet, so können Sie folgendes verwenden:

+nadgrids=@conus,@alaska,@ntv2_0.gsb,@ntv1_can.dat,null

Die null-grid-shift Datei ist eine gültige grid-shift Datei, welche die gesamte Erde umfasst und zu keiner Verschiebung führt. Für ein vollständiges Beispiel, wenn Sie PostGIS so abändern wollen, dass Transformationen nach SRID 4267, welche nicht in dem zutreffenden Bereich liegen, zu keinem Fehler führen, können Sie folgendes anwenden:

UPDATE spatial_ref_sys SET proj4text = '+proj=longlat +ellps=clrk66 +nadgrids=@conus,@alaska,@ntv2_0.gsb,@ntv1_can.dat,null +no_defs' WHERE srid = 4267;

Name

ST_Translate — Verschiebt eine Geometrie um die angegebenen Versätze.

Synopsis

geometry ST_Translate(geometry g1, float deltax, float deltay);

geometry ST_Translate(geometry g1, float deltax, float deltay, float deltaz);

Beschreibung

Gibt eine neue Geometrie zurück, deren Koordinaten umgewandelte delta x, delta y, delta z Einheiten sind. Die Einheiten basieren auf jenen Einheiten, die im Koordinatenreferenzsystem (SRID) für diese Geometrie vorgegeben sind.

[Note]

Vor 1.3.4 ist diese Funktion abgestürzt, wenn die Geometrien CURVES enthalten. Dies wurde mit 1.3.4+ behoben

Verfügbarkeit: 1.2.2

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

Einen Punkt um 1 Grad Länge verschieben

SELECT ST_AsText(ST_Translate(ST_GeomFromText('POINT(-71.01 42.37)',4326),1,0)) As wgs_transgeomtxt;

        wgs_transgeomtxt
        ---------------------
        POINT(-70.01 42.37)
                

Einen Linienzug um 1 Grad Länge und 1/2 Grad Breite verschieben

SELECT ST_AsText(ST_Translate(ST_GeomFromText('LINESTRING(-71.01 42.37,-71.11 42.38)',4326),1,0.5)) As wgs_transgeomtxt;
                   wgs_transgeomtxt
        ---------------------------------------
        LINESTRING(-70.01 42.87,-70.11 42.88)
                

Einen 3D-Punkt verschieben

SELECT ST_AsEWKT(ST_Translate(CAST('POINT(0 0 0)' As geometry), 5, 12,3));
        st_asewkt
        ---------
        POINT(5 12 3)
                

Eine Kurve und einen Punkt verschieben

SELECT ST_AsText(ST_Translate(ST_Collect('CURVEPOLYGON(CIRCULARSTRING(4 3,3.12 0.878,1 0,-1.121 5.1213,6 7, 8 9,4 3))','POINT(1 3)'),1,2));
                                                                                                                 st_astext
------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 GEOMETRYCOLLECTION(CURVEPOLYGON(CIRCULARSTRING(5 5,4.12 2.878,2 2,-0.121 7.1213,7 9,9 11,5 5)),POINT(2 5))

Name

ST_TransScale — Umwandlung einer Geometrie entsprechend den gegebenen Skalierungsfaktoren und Versätzen.

Synopsis

geometry ST_TransScale(geometry geomA, float deltaX, float deltaY, float XFactor, float YFactor);

Beschreibung

Verschiebt die Geometrie entsprechend den Argumenten deltaX und deltaY; skaliert anschließend mittels der Argumente XFactor und YFactor. Funktioniert nur in 2D.

[Note]

ST_TransScale(geomA, deltaX, deltaY, XFactor, YFactor) ist die Kurzform für ST_Affine(geomA, XFactor, 0, 0, 0, YFactor, 0, 0, 0, 1, deltaX*XFactor, deltaY*YFactor, 0).

[Note]

Vor 1.3.4 ist diese Funktion abgestürzt, wenn die Geometrien CURVES enthalten. Dies wurde mit 1.3.4+ behoben

Verfügbarkeit: 1.1.0

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

SELECT ST_AsEWKT(ST_TransScale(ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(1 2 3, 1 1 1)'), 0.5, 1, 1, 2));
                  st_asewkt
-----------------------------
 LINESTRING(1.5 6 3,1.5 4 1)


--Puffert einen Punkt, um die Näherung eines Kreises zu erhalten; wandelt ihn in eine Kurve um, verschiebt diese um 1,2 und skaliert diese um 3,4
  SELECT ST_AsText(ST_Transscale(ST_LineToCurve(ST_Buffer('POINT(234 567)', 3)),1,2,3,4));
                                                                                                                  st_astext
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 CURVEPOLYGON(CIRCULARSTRING(714 2276,711.363961030679 2267.51471862576,705 2264,698.636038969321 2284.48528137424,714 2276))

8.7. Geometrie Ausgabe

ST_AsBinary — Gibt die Well-known-Binary(WKB)-Darstellung der Geometrie/Geographie ohne die SRID Metadaten zurück.
ST_AsEncodedPolyline — Erzeugt eine codierte Polylinie aus einer LineString Geometrie.
ST_AsEWKB — Gibt die Well-known-Binary(WKB)-Darstellung der Geometrie mit den SRID Metadaten zurück.
ST_AsEWKT — Gibt die Well-known-Text(WKT) Darstellung der Geometrie mit den SRID-Metadaten zurück.
ST_AsGeoJSON — Gibt die Geometrie eines GeoJSON Elements zurück.
ST_AsGML — Gibt die Geometrie als GML-Element - Version 2 oder 3 - zurück.
ST_AsHEXEWKB — Gibt eine Geometrie im HEXEWKB Format (als Text) aus; verwendet entweder die Little-Endian (NDR) oder die Big-Endian (XDR) Zeichenkodierung.
ST_AsKML — Gibt die Geometrie als ein KML Element aus. Mehrere Varianten. Standardmäßig ist version=2 und precision=15
ST_AsLatLonText — Gibt die "Grad, Minuten, Sekunden"-Darstellung für den angegebenen Punkt aus.
ST_AsSVG — Gibt ein Geoobjekt als SVG-Pfadgeometrie zurück. Unterstützt den geometrischen und den geographischen Datentyp.
ST_AsText — Gibt die Well-known-Text(WKT) Darstellung der Geometrie/Geographie ohne die SRID Metadaten zurück.
ST_AsTWKB — Gibt die Geometrie als TWKB, aka "Tiny Well-known Binary" zurück
ST_AsX3D — Gibt eine Geometrie im X3D XML Knotenelement-Format zurück: ISO-IEC-19776-1.2-X3DEncodings-XML
ST_GeoHash — Gibt die Geometrie in der GeoHash Darstellung aus.
ST_AsGeobuf — Gibt eine Menge an Zeilen in der Geobuf Darstellung aus.
ST_AsMVTGeom — Transformiert eine Geometrie in das Koordinatensystem eines Mapbox Vector Tiles.
ST_AsMVT — Gibt Zeilen in der Mapbox Vector Tile Darstellung aus.

Name

ST_AsBinary — Gibt die Well-known-Binary(WKB)-Darstellung der Geometrie/Geographie ohne die SRID Metadaten zurück.

Synopsis

bytea ST_AsBinary(geometry g1);

bytea ST_AsBinary(geometry g1, text NDR_or_XDR);

bytea ST_AsBinary(geography g1);

bytea ST_AsBinary(geography g1, text NDR_or_XDR);

Beschreibung

Gibt die Well-known Binary Darstellung der Geometrie aus. Die Funktion hat 2 Varianten. Die erste Variante nimmt einen nicht als Endian kodierten Parameter entgegen und setzt diesen in das Endian der Rechnerarchitektur um. Die zweite Variante nimmt ein zweites Argument, welches die Zeichenkodierung festlegt - nämlich Little-Endian ('NDR') oder Big-Endian ('XDR') Zeichenkodierung.

Dies ist nützlich mit binären Cursor, um Daten aus der Datenbank zu holen ohne dass diese in eine Zeichenkette-Darstellung konvertiert werden.

[Note]

Die WKB Spezifikation bezieht die SRID nicht mit ein. Um eine WKB-Darstellung im SRID-Format zu erhalten verwenden Sie bitte ST_AsEWKB.

[Note]

ST_AsBinary ist das Gegenstück von ST_GeomFromWKB für Geometrie. Verwenden Sie ST_GeomFromWKB um eine ST_AsBinary Darstellung in eine PostGIS Geometrie zu konvertieren.

[Note]

Das Standardverhalten von PostgreSQL 9.0 wurde dahingegen geändert, dass die Ausgabe von BYTEA jetzt in hexadezimaler Kodierung erfolgt. ST_AsBinary ist das Gegenteil von ST_GeomFromWKB für Geometrie. Falls Ihre graphischen Werkzeuge die alte Verhaltensweise benötigen, dann führen Sie bitte SET bytea_output='excape' in Ihrer Datenbank aus.

Erweiterung: 2.0.0 - Unterstützung für polyedrische Oberflächen, Dreiecke und TIN eingeführt.

Erweiterung: 2.0.0 - Unterstützung für höherdimensionale Koordinatensysteme eingeführt.

Erweiterung: 2.0.0 Unterstützung zum Festlegen des Endian beim geographischen Datentyp eingeführt.

Verfügbarkeit: 1.5.0 Unterstützung von geograpischen Koordinaten.

Änderung: 2.0.0 - Eingabewerte für diese Funktion dürfen nicht "unknown" sein -- es muss sich um eine Geometrie handeln. Konstrukte, wie ST_AsBinary('POINT(1 2)'), sind nicht länger gültig und geben folgende Fehlermeldung aus: n st_asbinary(unknown) is not unique error. Dieser Code muss in ST_AsBinary('POINT(1 2)'::geometry); geändert werden. Falls dies nicht möglich ist, so installieren Sie bitte legacy.sql.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s2.1.1.1

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.37

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

SELECT ST_AsBinary(ST_GeomFromText('POLYGON((0 0,0 1,1 1,1 0,0 0))',4326));

                   st_asbinary
--------------------------------
\001\003\000\000\000\001\000\000\000\005
\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000
\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000
\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000
\000\000\000\360?\000\000\000\000\000\000
\360?\000\000\000\000\000\000\360?\000\000
\000\000\000\000\360?\000\000\000\000\000
\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000
\000\000\000\000\000\000\000\000
(1 row)
SELECT ST_AsBinary(ST_GeomFromText('POLYGON((0 0,0 1,1 1,1 0,0 0))',4326), 'XDR');
                   st_asbinary
--------------------------------
\000\000\000\000\003\000\000\000\001\000\000\000\005\000\000\000\000\000
\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000
\000?\360\000\000\000\000\000\000?\360\000\000\000\000\000\000?\360\000\000
\000\000\000\000?\360\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000
\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000
(1 row)

Name

ST_AsEncodedPolyline — Erzeugt eine codierte Polylinie aus einer LineString Geometrie.

Synopsis

text ST_AsEncodedPolyline(geometry geom, integer precision=5);

Beschreibung

Gibt die Geometrie als codierte Polylinie zurück. Dieses Format ist geeignet, wenn Sie Google Maps verwenden.

Verfügbarkeit: 2.2.0

Beispiele

Grundlegendes

SELECT ST_AsEncodedPolyline(GeomFromEWKT('SRID=4326;LINESTRING(-120.2 38.5,-120.95 40.7,-126.453 43.252)'));
        --result--
        |_p~iF~ps|U_ulLnnqC_mqNvxq`@
        

Anwendung in Verbindung mit LINESTRING und ST_Segmentize für den geographischen Datentyp, und auf Google Maps stellen

-- das SQL von Boston nach San Francisco, segmentiert alle 100 KM
        SELECT ST_AsEncodedPolyline(
                ST_Segmentize(
                        ST_GeogFromText('LINESTRING(-71.0519 42.4935,-122.4483 37.64)'),
                                100000)::geometry) As encodedFlightPath;

In JavaScript sieht dies ungefähr wie folgt aus, wobei die $ Variable durch das Abfrageergebnis ersetzt wird

<script type="text/javascript" src="http://maps.googleapis.com/maps/api/js?libraries=geometry"
></script>
<script type="text/javascript">
         flightPath = new google.maps.Polyline({
                        path:  google.maps.geometry.encoding.decodePath("$encodedFlightPath"),
                        map: map,
                        strokeColor: '#0000CC',
                        strokeOpacity: 1.0,
                        strokeWeight: 4
                });
</script>
        

Name

ST_AsEWKB — Gibt die Well-known-Binary(WKB)-Darstellung der Geometrie mit den SRID Metadaten zurück.

Synopsis

bytea ST_AsEWKB(geometry g1);

bytea ST_AsEWKB(geometry g1, text NDR_or_XDR);

Beschreibung

Gibt die Well-known Binary Darstellung der Geometrie mit den SRID Metadaten aus. Die Funktion hat 2 Varianten. Die erste Variante nimmt einen nicht als Endian kodierten Parameter entgegen und setzt diesen auf Little-Endian. Die zweite Variante nimmt ein zweites Argument, welches die Zeichenkodierung festlegt - nämlich Little-Endian ('NDR') oder Big-Endian ('XDR') Zeichenkodierung.

Dies ist nützlich mit binären Cursor, um Daten aus der Datenbank zu holen ohne dass diese in eine Zeichenkette-Darstellung konvertiert werden.

[Note]

Die WKT Spezifikation bezieht die SRID nicht mit ein. Für die OGC WKB-Darstellung verwenden Sie bitte ST_AsBinary.

[Note]

ST_AsEWKB ist das Gegenstück von ST_GeomFromEWKB.. Verwenden Sie ST_GeomFromEWKB um eine ST_AsEWKB Darstellung in eine PostGIS Geometrie zu konvertieren.

Erweiterung: 2.0.0 - Unterstützung für polyedrische Oberflächen, Dreiecke und TIN eingeführt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

Beispiele

SELECT ST_AsEWKB(ST_GeomFromText('POLYGON((0 0,0 1,1 1,1 0,0 0))',4326));

                   st_asewkb
--------------------------------
\001\003\000\000 \346\020\000\000\001\000
\000\000\005\000\000\000\000
\000\000\000\000\000\000\000\000
\000\000\000\000\000\000\000\000\000
\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000
\000\000\360?\000\000\000\000\000\000\360?
\000\000\000\000\000\000\360?\000\000\000\000\000
\000\360?\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000
\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000
(1 row)
SELECT ST_AsEWKB(ST_GeomFromText('POLYGON((0 0,0 1,1 1,1 0,0 0))',4326), 'XDR');
                   st_asewkb
--------------------------------
\000 \000\000\003\000\000\020\346\000\000\000\001\000\000\000\005\000\000\000\000\
000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000?
\360\000\000\000\000\000\000?\360\000\000\000\000\000\000?\360\000\000\000\000
\000\000?\360\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000
\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000\000
                

Name

ST_AsEWKT — Gibt die Well-known-Text(WKT) Darstellung der Geometrie mit den SRID-Metadaten zurück.

Synopsis

text ST_AsEWKT(geometry g1);

text ST_AsEWKT(geography g1);

Beschreibung

Gibt die Well-known-Text Darstellung der Geometrie mit vorausgestellter SRID zurück.

[Note]

Die WKT Spezifikation bezieht die SRID nicht mit ein. Für die OGC WKT-Darstellung verwenden Sie bitte ST_AsText.

Das WKT Format erhält die Genauigkeit von Fließpunktzahlen nicht. Um das Abschneiden von Kommastellen zu verhindern, benutzen Sie bitte das ST_AsBinary oder das ST_AsEWBK Format für die Übertragung.

[Note]

ST_AsEWKT ist die Umkehrfunktion von ST_GeomFromEWKT. Verwenden Sie bitte ST_GeomFromEWKT um eine PostGIS Geometrie aus einer ST_AsEWKT Darstellung zu erstellen.

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für den geographischen Datentyp, polyedrische Oberflächen, Dreiecke und TIN eingeführt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

Beispiele

SELECT ST_AsEWKT('0103000020E61000000100000005000000000000
                        000000000000000000000000000000000000000000000000000000
                        F03F000000000000F03F000000000000F03F000000000000F03
                        F000000000000000000000000000000000000000000000000'::geometry);

                   st_asewkt
--------------------------------
SRID=4326;POLYGON((0 0,0 1,1 1,1 0,0 0))
(1 row)

SELECT ST_AsEWKT('0108000080030000000000000060E30A4100000000785C0241000000000000F03F0000000018
E20A4100000000485F024100000000000000400000000018
E20A4100000000305C02410000000000000840')

--st_asewkt---
CIRCULARSTRING(220268 150415 1,220227 150505 2,220227 150406 3)

Name

ST_AsGeoJSON — Gibt die Geometrie eines GeoJSON Elements zurück.

Synopsis

text ST_AsGeoJSON(geometry geom, integer maxdecimaldigits=15, integer options=0);

text ST_AsGeoJSON(geography geog, integer maxdecimaldigits=15, integer options=0);

text ST_AsGeoJSON(integer gj_version, geometry geom, integer maxdecimaldigits=15, integer options=0);

text ST_AsGeoJSON(integer gj_version, geography geog, integer maxdecimaldigits=15, integer options=0);

Beschreibung

Gibt die Geometrie als Geometrische Javascript Objekt Notation (GeoJSON) Element aus. (Vggl. GeoJSON specifications 1.0). Es werden sowohl 2D- als auch 3D-Geometrien unterstützt. GeoJSON unterstützt lediglich den geometrischer Datentyp SFS 1.1 (hat z.B. keine Unterstützung für Kurven).

Der Paramter gj_version ist die Hauptversion der GeoJSON Spezifikation. Diese muss 1 sein, wenn angegeben. Dies stellt die Version der GeoJSON Spezifikation dar.

Das dritte Argument kann verwendet werden um die maximale Anzahl der Dezimalstellen in der Ausgabe zu beschränken (Sandardwert ist 15).

Mit dem letzten 'options' Argument kann eine BBox oder ein CRS zur GeoJSON Ausgabe hinzugefügt werden:

  • 0: bedeutet keine Option (Standardwert)

  • 1: GeoJSON Bbox

  • 2: GeoJSON CRS-Kurzform (z.B. EPSG:4326)

  • 4: GeoJSON CRS-Langform (z.B. urn:ogc:def:crs:EPSG::4326)

Version 1: ST_AsGeoJSON(geom) / precision=15 version=1 options=0

Version 2: ST_AsGeoJSON(geom, precision) / version=1 options=0

Version 3: ST_AsGeoJSON(geom, precision, options) / version=1

Version 4: ST_AsGeoJSON(gj_version, geom) / precision=15 options=0

Version 5: ST_AsGeoJSON(gj_version, geom, precision) /options=0

Version 6: ST_AsGeoJSON(gj_version, geom, precision,options)

Verfügbarkeit: 1.3.4

Verfügbarkeit: 1.5.0 Unterstützung von geograpischen Koordinaten.

Änderung: 2.0.0 Unterstützung für Standardargumente und benannte Argumente.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

Das GeoJSON Format ist im Allgemeinen bei AJAX-Karten effizienter als andere Formate. Ein beliebter JavaScript Client der dies unterstützt ist OpenLayers. Ein Anwendungsbeispiel finden Sie unter GeoJSON specifications 1.0

SELECT ST_AsGeoJSON(the_geom) from fe_edges limit 1;
                                           st_asgeojson
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------

{"type":"MultiLineString","coordinates":[[[-89.734634999999997,31.492072000000000],
[-89.734955999999997,31.492237999999997]]]}
(1 row)
--3d point
SELECT ST_AsGeoJSON('LINESTRING(1 2 3, 4 5 6)');

st_asgeojson
-----------------------------------------------------------------------------------------
 {"type":"LineString","coordinates":[[1,2,3],[4,5,6]]}


Name

ST_AsGML — Gibt die Geometrie als GML-Element - Version 2 oder 3 - zurück.

Synopsis

text ST_AsGML(geometry geom, integer maxdecimaldigits=15, integer options=0);

text ST_AsGML(geography geog, integer maxdecimaldigits=15, integer options=0);

text ST_AsGML(integer version, geometry geom, integer maxdecimaldigits=15, integer options=0, text nprefix=null, text id=null);

text ST_AsGML(integer version, geography geog, integer maxdecimaldigits=15, integer options=0, text nprefix=null, text id=null);

Beschreibung

Gibt die Geometrie als ein Geography Markup Language (GML) Element zurück. Der Versionsparameter kann 2 oder 3 sein, falls angegeben. Wenn kein Versionsparameter angegeben ist, wird dieser standardmäßig mit 2 angenommen. Das Genauigkeitsargument "precision" kann verwendet werden, um die Anzahl der Dezimalstellen (maxdecimaldigits)  bei der Ausgabe zu reduzieren (standardmäßig 15).

GML 2 verweist auf Version 2.1.2, GML 3 auf Version 3.1.1

Der Übergabewert "options" ist ein Bitfeld. Es kann verwendet werden um das Koordinatenreferenzsystem bei der GML Ausgabe zu bestimmen und um die Daten in Länge/Breite anzugeben.

  • 0: GML Kurzform für das CRS (z.B. EPSG:4326), Standardwert

  • 1: GML Langform für das CRS (z.B. urn:ogc:def:crs:EPSG::4326)

  • 2: Nur für GML 3, entfernt das srsDimension Attribut von der Ausgabe.

  • 4: Nur für GML 3, Für Linien verwenden Sie bitte den Tag <LineString> anstatt <Curve>.

  • 16: Deklarieren, dass die Daten in Breite/Länge (z.B. SRID=4326) vorliegen. Standardmäßig wird angenommen, dass die Daten planar sind. Diese Option ist nur bei Ausgabe in GML 3.1.1, in Bezug auf die Anordnung der Achsen sinnvoll. Falls Sie diese setzen, werden die Koordinaten von Länge/Breite auf Breite/Länge vertauscht.

  • 32: Ausgabe der BBox der Geometrie (Umhüllende/Envelope).

Der Übergabewert 'namespace prefix' kann verwendet werden, um ein benutzerdefiniertes Präfix für den Namensraum anzugeben, oder kein Präfix (wenn leer). Wenn Null oder weggelassen, so wird das Präfix "gml" verwendet.

Verfügbarkeit: 1.3.2

Verfügbarkeit: 1.5.0 Unterstützung von geograpischen Koordinaten.

Erweiterung: 2.0.0 Unterstützung durch Präfix eingeführt. Für GML3 wurde die Option 4 eingeführt, um die Verwendung von LineString anstatt von Kurven für Linien zu erlauben. Ebenfalls wurde die GML3 Unterstützung für polyedrische Oberflächen und TINS eingeführt, sowie die Option 32 zur Ausgabe der BBox.

Änderung: 2.0.0 verwendet standardmäßig benannte Argumente.

Erweiterung: 2.1.0 Für GML 3 wurde die Unterstützung einer ID eingeführt.

[Note]

Nur die Version 3+ von ST_AsGML unterstützt polyedrische Oberflächen und TINs.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

Beispiele: Version 2

SELECT ST_AsGML(ST_GeomFromText('POLYGON((0 0,0 1,1 1,1 0,0 0))',4326));
                st_asgml
                --------
                <gml:Polygon srsName="EPSG:4326"
><gml:outerBoundaryIs
><gml:LinearRing
><gml:coordinates
>0,0 0,1 1,1 1,0 0,0</gml:coordinates
></gml:LinearRing
></gml:outerBoundaryIs
></gml:Polygon
>
                        

Beispiele: Version 3

-- Koordinaten umdrehen und Ausgabe in erweitertem EPSG (16 | 1)--
SELECT ST_AsGML(3, ST_GeomFromText('POINT(5.234234233242 6.34534534534)',4326), 5, 17);
                        st_asgml
                        --------
                <gml:Point srsName="urn:ogc:def:crs:EPSG::4326"
><gml:pos
>6.34535 5.23423</gml:pos
></gml:Point
>
                        
-- Die Umhüllende/Envelope ausgeben (32) --
SELECT ST_AsGML(3, ST_GeomFromText('LINESTRING(1 2, 3 4, 10 20)',4326), 5, 32);
                st_asgml
                --------
        <gml:Envelope srsName="EPSG:4326">
                <gml:lowerCorner
>1 2</gml:lowerCorner>
                <gml:upperCorner
>10 20</gml:upperCorner>
        </gml:Envelope
>
                        
-- Die Umhüllende (32) ausgeben, umgedreht (Breite/Länge anstatt Länge/Bereite) (16), long srs (1)= 32 | 16 | 1 = 49 --
SELECT ST_AsGML(3, ST_GeomFromText('LINESTRING(1 2, 3 4, 10 20)',4326), 5, 49);
        st_asgml
        --------
<gml:Envelope srsName="urn:ogc:def:crs:EPSG::4326">
        <gml:lowerCorner
>2 1</gml:lowerCorner>
        <gml:upperCorner
>20 10</gml:upperCorner>
</gml:Envelope
>
                        
-- Polyeder Beispiel --
SELECT ST_AsGML(3, ST_GeomFromEWKT('POLYHEDRALSURFACE( ((0 0 0, 0 0 1, 0 1 1, 0 1 0, 0 0 0)),
((0 0 0, 0 1 0, 1 1 0, 1 0 0, 0 0 0)), ((0 0 0, 1 0 0, 1 0 1, 0 0 1, 0 0 0)),
((1 1 0, 1 1 1, 1 0 1, 1 0 0, 1 1 0)),
((0 1 0, 0 1 1, 1 1 1, 1 1 0, 0 1 0)), ((0 0 1, 1 0 1, 1 1 1, 0 1 1, 0 0 1)) )'));
        st_asgml
        --------
 <gml:PolyhedralSurface>
<gml:polygonPatches>
   <gml:PolygonPatch>
                <gml:exterior>
                          <gml:LinearRing>
                                   <gml:posList srsDimension="3"
>0 0 0 0 0 1 0 1 1 0 1 0 0 0 0</gml:posList>
                          </gml:LinearRing>
                </gml:exterior>
   </gml:PolygonPatch>
   <gml:PolygonPatch>
                <gml:exterior>
                          <gml:LinearRing>
                                   <gml:posList srsDimension="3"
>0 0 0 0 1 0 1 1 0 1 0 0 0 0 0</gml:posList>
                          </gml:LinearRing>
                </gml:exterior>
   </gml:PolygonPatch>
   <gml:PolygonPatch>
                <gml:exterior>
                          <gml:LinearRing>
                                   <gml:posList srsDimension="3"
>0 0 0 1 0 0 1 0 1 0 0 1 0 0 0</gml:posList>
                          </gml:LinearRing>
                </gml:exterior>
   </gml:PolygonPatch>
   <gml:PolygonPatch>
                <gml:exterior>
                          <gml:LinearRing>
                                   <gml:posList srsDimension="3"
>1 1 0 1 1 1 1 0 1 1 0 0 1 1 0</gml:posList>
                          </gml:LinearRing>
                </gml:exterior>
   </gml:PolygonPatch>
   <gml:PolygonPatch>
                <gml:exterior>
                          <gml:LinearRing>
                                   <gml:posList srsDimension="3"
>0 1 0 0 1 1 1 1 1 1 1 0 0 1 0</gml:posList>
                          </gml:LinearRing>
                </gml:exterior>
   </gml:PolygonPatch>
   <gml:PolygonPatch>
                <gml:exterior>
                          <gml:LinearRing>
                                   <gml:posList srsDimension="3"
>0 0 1 1 0 1 1 1 1 0 1 1 0 0 1</gml:posList>
                          </gml:LinearRing>
                </gml:exterior>
   </gml:PolygonPatch>
</gml:polygonPatches>
</gml:PolyhedralSurface
>
                        

Siehe auch

ST_GeomFromGML


Name

ST_AsHEXEWKB — Gibt eine Geometrie im HEXEWKB Format (als Text) aus; verwendet entweder die Little-Endian (NDR) oder die Big-Endian (XDR) Zeichenkodierung.

Synopsis

text ST_AsHEXEWKB(geometry g1, text NDRorXDR);

text ST_AsHEXEWKB(geometry g1);

Beschreibung

Gibt eine Geometrie im HEXEWKB Format (als Text) aus; verwendet entweder die Little-Endian (NDR) oder die Big-Endian (XDR) Zeichenkodierung. Wenn keine Zeichenkodierung angegeben wurde, wird NDR verwendet.

[Note]

Verfügbarkeit: 1.2.2

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

SELECT ST_AsHEXEWKB(ST_GeomFromText('POLYGON((0 0,0 1,1 1,1 0,0 0))',4326));
               --gibt die selbe Antword wie

                SELECT ST_GeomFromText('POLYGON((0 0,0 1,1 1,1 0,0 0))',4326)::text;

                st_ashexewkb
                --------
                0103000020E6100000010000000500
                00000000000000000000000000000000
                00000000000000000000000000000000F03F
                000000000000F03F000000000000F03F000000000000F03
                F000000000000000000000000000000000000000000000000

Name

ST_AsKML — Gibt die Geometrie als ein KML Element aus. Mehrere Varianten. Standardmäßig ist version=2 und precision=15

Synopsis

text ST_AsKML(geometry geom, integer maxdecimaldigits=15);

text ST_AsKML(geography geog, integer maxdecimaldigits=15);

text ST_AsKML(integer version, geometry geom, integer maxdecimaldigits=15, text nprefix=NULL);

text ST_AsKML(integer version, geography geog, integer maxdecimaldigits=15, text nprefix=NULL);

Beschreibung

Gibt die Geometrie als ein Keyhole Markup Language (KML) Element zurück. Diese Funktion verfügt über mehrere Varianten. Die maximale Anzahl der Dezimalstellen die bei der Ausgabe verwendet wird (standardmäßig 15), die Version ist standardmäßig 2 und der Standardnamensraum hat kein Präfix.

Version 1: ST_AsKML(geom_or_geog, maxdecimaldigits) / version=2 / maxdecimaldigits=15

Version 2: ST_AsKML(version, geom_or_geog, maxdecimaldigits, nprefix) maxdecimaldigits=15 / nprefix=NULL

[Note]

Setzt voraus, dass PostGIS mit Proj-Unterstützung kompiliert wurde. Verwenden Sie bitte PostGIS_Full_Version, um festzustellen ob mit proj kompiliert wurde.

[Note]

Verfügbarkeit: 1.2.2 - spätere Varianten ab 1.3.2 nehmen den Versionsparameter mit auf

[Note]

Erweiterung: 2.0.0 - Präfix Namensraum hinzugefügt. Standardmäßig kein Präfix

[Note]

Änderung: 2.0.0 verwendet Standardargumente und unterstützt benannte Argumente.

[Note]

Die Ausgabe AsKML funktioniert nicht bei Geometrien ohne SRID

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

SELECT ST_AsKML(ST_GeomFromText('POLYGON((0 0,0 1,1 1,1 0,0 0))',4326));

                st_askml
                --------
                <Polygon
><outerBoundaryIs
><LinearRing
><coordinates
>0,0 0,1 1,1 1,0 0,0</coordinates
></LinearRing
></outerBoundaryIs
></Polygon>

                --3D Linienzug
                SELECT ST_AsKML('SRID=4326;LINESTRING(1 2 3, 4 5 6)');
                <LineString
><coordinates
>1,2,3 4,5,6</coordinates
></LineString>
                
                

Siehe auch

ST_AsSVG, ST_AsGML


Name

ST_AsLatLonText — Gibt die "Grad, Minuten, Sekunden"-Darstellung für den angegebenen Punkt aus.

Synopsis

text ST_AsLatLonText(geometry pt, text format='');

Beschreibung

Gibt die "Grad, Minuten, Sekunden"-Darstellung des Punktes aus.

[Note]

Es wird angenommen, dass der Punkt in einer Breite/Länge-Projektion vorliegt. Die X (Länge) und Y (Breite) Koordinaten werden bei der Ausgabe in den "üblichen" Bereich (-180 to +180 für die Länge, -90 to +90 für die Breite) normalisiert.

Der Textparameter ist eine Zeichenkette für die Formatierung der Ausgabe, ähnlich wie die Zeichenkette für die Formatierung der Datumsausgabe. Gültige Zeichen sind "D" für Grad/Degrees, "M" für Minuten, "S" für Sekunden, und "C" für die Himmelsrichtung (NSEW). DMS Zeichen können wiederholt werden, um die gewünschte Zeichenbreite und Genauigkeit anzugeben ("SSS.SSSS" bedeutet z.B. " 1.0023").

"M", "S", und "C" sind optional. Wenn "C" weggelassen wird, werden Grad mit einem "-" Zeichen versehen, wenn Süd oder West. Wenn "S" weggelassen wird, werden die Minuten als Dezimalzahl mit der vorgegebenen Anzahl an Kommastellen angezeigt. Wenn "M" wegggelassen wird, werden die Grad als Dezimalzahl mit der vorgegebenen Anzahl an Kommastellen angezeigt.

Wenn die Zeichenkette für das Ausgabeformat weggelassen wird (oder leer ist) wird ein Standardformat verwendet.

Verfügbarkeit: 2.0

Beispiele

Standardformat.

SELECT (ST_AsLatLonText('POINT (-3.2342342 -2.32498)'));
      st_aslatlontext
----------------------------
 2°19'29.928"S 3°14'3.243"W

Ein Format angeben (identisch mit Standardformat).

SELECT (ST_AsLatLonText('POINT (-3.2342342 -2.32498)', 'D°M''S.SSS"C'));
      st_aslatlontext
----------------------------
 2°19'29.928"S 3°14'3.243"W

Andere Zeichen als D, M, S, C und "." werden lediglich durchgereicht.

SELECT (ST_AsLatLonText('POINT (-3.2342342 -2.32498)', 'D degrees, M minutes, S seconds to the C'));
                                   st_aslatlontext
--------------------------------------------------------------------------------------
 2 degrees, 19 minutes, 30 seconds to the S 3 degrees, 14 minutes, 3 seconds to the W

Grad mit einem Vorzeichen versehen - anstatt der Himmelsrichtung.

SELECT (ST_AsLatLonText('POINT (-3.2342342 -2.32498)', 'D°M''S.SSS"'));
      st_aslatlontext
----------------------------
 -2°19'29.928" -3°14'3.243"

Dezimalgrad.

SELECT (ST_AsLatLonText('POINT (-3.2342342 -2.32498)', 'D.DDDD degrees C'));
          st_aslatlontext
-----------------------------------
 2.3250 degrees S 3.2342 degrees W

Überhöhte Werte werden normalisiert.

SELECT (ST_AsLatLonText('POINT (-302.2342342 -792.32498)'));
        st_aslatlontext
-------------------------------
 72°19'29.928"S 57°45'56.757"E

Name

ST_AsSVG — Gibt ein Geoobjekt als SVG-Pfadgeometrie zurück. Unterstützt den geometrischen und den geographischen Datentyp.

Synopsis

text ST_AsSVG(geometry geom, integer rel=0, integer maxdecimaldigits=15);

text ST_AsSVG(geography geog, integer rel=0, integer maxdecimaldigits=15);

Beschreibung

Gibt die Geometrie als Skalare Vektor Graphik (SVG-Pfadgeometrie) aus. Verwenden Sie 1 als zweiten Übergabewert um die Pfadgeometrie in relativen Schritten zu implementieren; Standardmäßig (oder 0) verwendet absolute Schritte. Der dritte Übergabewert kann verwendet werden, um die maximale Anzahl der Dezimalstellen bei der Ausgabe einzuschränken (standardmäßig 15). Punktgeometrie wird als cx/cy übersetzt wenn der Übergabewert 'rel' gleich 0 ist, x/y wenn 'rel' 1 ist. Mehrfachgeometrie wird durch Beistriche (",") getrennt, Sammelgeometrie wird durch Strichpunkt (";") getrennt.

[Note]

Verfügbarkeit: 1.2.2. Änderung: 1.4.0 L-Befehl beim absoluten Pfad aufgenommen, um mit http://www.w3.org/TR/SVG/paths.html#PathDataBNF konform zu sein.

Änderung: 2.0.0 verwendet Standardargumente und unterstützt benannte Argumente.

Beispiele

SELECT ST_AsSVG(ST_GeomFromText('POLYGON((0 0,0 1,1 1,1 0,0 0))',4326));

                st_assvg
                --------
                M 0 0 L 0 -1 1 -1 1 0 Z

Name

ST_AsText — Gibt die Well-known-Text(WKT) Darstellung der Geometrie/Geographie ohne die SRID Metadaten zurück.

Synopsis

text ST_AsText(geometry g1);

text ST_AsText(geography g1);

Beschreibung

Gibt die Well-known-Text Darstellung der Geometrie/Geographie zurück.

[Note]

Die WKT Spezifikation bezieht die SRID nicht mit ein. Um SRID als einen Teil der Daten zu erhalten, verwenden Sie bitte die nicht standardkonforme PostGIS Funktion ST_AsEWKT

Das WKT Format erhält die Genauigkeit von Fließpunktzahlen nicht. Um das Abschneiden von Kommastellen zu verhindern, benutzen Sie bitte das ST_AsBinary oder das ST_AsEWBK Format für die Übertragung.

[Note]

ST_AsText ist die Umkehrfunktion von ST_GeomFromText. Verwenden Sie bitte ST_GeomFromText um eine PostGIS Geometrie aus einer ST_AsText Darstellung zu konvertieren.

Verfügbarkeit: 1.5 - Unterstützung von geograpischen Koordinaten.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1. s2.1.1.1

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 5.1.25

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

SELECT ST_AsText('01030000000100000005000000000000000000
000000000000000000000000000000000000000000000000
F03F000000000000F03F000000000000F03F000000000000F03
F000000000000000000000000000000000000000000000000');

                   st_astext
--------------------------------
 POLYGON((0 0,0 1,1 1,1 0,0 0))
(1 row)

Name

ST_AsTWKB — Gibt die Geometrie als TWKB, aka "Tiny Well-known Binary" zurück

Synopsis

bytea ST_AsTWKB(geometry g1, integer decimaldigits_xy=0, integer decimaldigits_z=0, integer decimaldigits_m=0, boolean include_sizes=false, boolean include_bounding boxes=false);

bytea ST_AsTWKB(geometry[] geometries, bigint[] unique_ids, integer decimaldigits_xy=0, integer decimaldigits_z=0, integer decimaldigits_m=0, boolean include_sizes=false, boolean include_bounding_boxes=false);

Beschreibung

Gibt die Geometrie im TWKB ("Tiny Well-Known Binary") Format aus. TWKB ist ein komprimiertes binäres Format mit dem Schwerpunkt, die Ausgabegröße zu minimieren.

Der Parameter 'decimaldigits' bestimmt die Anzahl der Dezimalstellen bei der Ausgabe. Standardmäßig werden die Werte vor der Zeichenkodierung auf die Einserstelle gerundet. Wenn Sie die Daten mit höherer Genauigkeit übergeben wollen, erhöhen Sie bitte die Anzahl der Dezimalstellen. Zum Beispiel bedeutet ein Wert von 1, dass die erste Dezimalstelle erhalten bleibt.

Die Parameter "sizes" und "bounding_boxes" bestimmen ob zusätzliche Information über die kodierte Länge und die Abgrenzung des Objektes in der Ausgabe eingebunden werden. Standardmäßig passiert dies nicht. Drehen Sie diese bitte nicht auf, solange dies nicht von Ihrer Client-Software benötigt wird, da dies nur unnötig Speicherplatz verbraucht (Einsparen von Speicherplatz ist der Sinn von TWKB).

Das Feld-Eingabeformat dieser Funktion wird verwendet um eine Sammelgeometriee und eindeutige Identifikatoren in eine TWKB-Collection zu konvertieren, welche die Identifikatoren erhält. Dies ist nützlich für Clients, die davon ausgehen, eine Sammelgeometrie auszupacken, um so auf zusätzliche Information über die internen Objekte zuzugreifen. Sie können das Feld mit der Funktion array_agg erstellen. Die anderen Parameter bewirken dasselbe wie bei dem einfachen Format dieser Funktion.

[Note]

Die Formatspezifikation steht Online unter https://github.com/TWKB/Specification zur Verfügung, und Code zum Aufbau eines JavaScript Clints findet sich unter https://github.com/TWKB/twkb.js.

Enhanced: 2.4.0 memory and speed improvements.

Verfügbarkeit: 2.2.0

Beispiele

SELECT ST_AsTWKB('LINESTRING(1 1,5 5)'::geometry);
                 st_astwkb
--------------------------------------------
\x02000202020808

Um ein aggregiertes TWKB-Objekt inklusive Identifikatoren zu erzeugen, fassen Sie bitte die gewünschte Geometrie und Objekte zuerst mittels "array_agg()" zusammen und rufen anschließend die passende TWKB Funktion auf.

SELECT ST_AsTWKB(array_agg(geom), array_agg(gid)) FROM mytable;
                 st_astwkb
--------------------------------------------
\x040402020400000202

Name

ST_AsX3D — Gibt eine Geometrie im X3D XML Knotenelement-Format zurück: ISO-IEC-19776-1.2-X3DEncodings-XML

Synopsis

text ST_AsX3D(geometry g1, integer maxdecimaldigits=15, integer options=0);

Beschreibung

Gibt eine Geometrie als X3D knotenformatiertes XML Element zurück http://www.web3d.org/standards/number/19776-1. Falls maxdecimaldigits (Genauigkeit) nicht angegeben ist, wird sie standardmäßig 15.

[Note]

Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine PostGIS Geometrie in X3D zu übersetzen, da sich der X3D Geometrietyp nicht direkt in den geometrischen Datentyp von PostGIS abbilden lässt. Einige neuere X3D Datentypen, die sich besser abbilden lassen könnten haben wir vermieden, da diese von den meisten Rendering-Tools zurzeit nicht untestützt werden. Dies sind die Abbildungen für die wir uns entschieden haben. Falls Sie Ideen haben, wie wir es den Anwendern ermöglichen können ihre bevorzugten Abbildungen anzugeben, können Sie gerne ein Bug-Ticket senden.

Im Folgenden wird beschrieben, wie der PostGIS 2D/3D Datentyp derzeit in den X3D Datentyp abgebildet wird

Das Argument 'options' ist ein Bitfeld. Ab PostGIS 2.2+ wird dieses verwendet, um anzuzeigen ob die Koordinaten als X3D geospatiale Knoten in GeoKoordinaten dargestellt werden und auch ob X- und Y-Achse vertauscht werden sollen. Standardmäßig erfolgt die Ausgabe durch ST_AsX3D im Datenbankformat (Länge, Breite oder X,Y), aber es kann auch der X3D Standard mit Breite/Länge oder Y/X bevorzugt werden.

  • 0: X/Y in der Datenbankreihenfolge (z.B. ist Länge/Breite = X,Y die standardmäßige Datenbankreihenfolge), Standardwert, und nicht-spatiale Koordinaten (nur der normale alte Koordinaten-Tag).

  • 1: X und Y umdrehen. In Verbindung mit der Option für GeoKoordinaten wird bei der Standardausgabe die Breite zuerst/"latitude_first" ausgegeben und die Koordinaten umgedreht.

  • 2: Die Koordinaten werden als geospatiale GeoKoordinaten ausgegeben. Diese Option gibt eine Fehlermeldung aus, falls die Geometrie nicht in WGS 84 Länge/Breite (SRID: 4326) vorliegt. Dies ist zurzeit der einzige GeoKoordinaten-Typ der unterstützt wird.Siehe die X3D Spezifikation für Koordinatenreferenzsysteme. Die Standardausgabe ist GeoCoordinate geoSystem='"GD" "WE" "longitude_first"'. Wenn Sie den X3D Standard bevorzugen GeoCoordinate geoSystem='"GD" "WE" "latitude_first"' verwenden Sie bitte (2+1) = 3

PostGIS Datentyp2D X3D Datentyp3D X3D Datentyp
LINESTRINGzurzeit nicht implementiert - wird PolyLine2DLineSet
MULTILINESTRINGzurzeit nicht implementiert - wird PolyLine2DIndexedLineSet
MULTIPOINTPolypoint2DPointSet
POINTgibt leerzeichengetrennte Koordinaten ausgibt leerzeichengetrennte Koordinaten aus
(MULTI) POLYGON, POLYHEDRALSURFACEUngültiges X3D MarkupIndexedFaceSet (die inneren Ringe werden zurzeit als ein weiteres FaceSet abgebildet)
TINTriangleSet2D (zurzeit nicht implementiert)IndexedTriangleSet
[Note]

Die Unterstützung von 2D-Geometrie ist noch nicht vollständig. Die inneren Ringe werden zur Zeit lediglich als gesonderte Polygone abgebildet. Wir arbeiten daran.

Bezüglich 3D sind viele Weiterentwicklungen im Gange, insbesondere in Bezug auf X3D Integration mit HTML5

Es gibt auch einen feinen OpenSource X3D Viewer, den Sie benützen können, um Geometrien darzustellen. Free Wrl http://freewrl.sourceforge.net/ Binärdateien sind für Mac, Linux und Windows verfügbar. Sie können den mitgelieferten FreeWRL_Launcher verwenden, um Gemetrien darzustellen.

Riskieren Sie auch einen Blick auf PostGIS minimalist X3D viewer, der diese Funktionalität einsetzt und auf x3dDom HTML/JS OpenSource Toolkit.

Verfügbarkeit: 2.0.0: ISO-IEC-19776-1.2-X3DEncodings-XML

Erweiterung: 2.2.0: Unterstützung für geographische Koordinaten und Vertauschen der Achsen (x/y, Länge/Breite). Für nähere Details siehe Optionen.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

Beispiel: Erzeugung eines voll funktionsfähigen X3D Dokuments - Dieses erzeugt einen Würfel, den man sich mit FreeWrl und anderen X3D-Viewern ansehen kann.

SELECT '<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE X3D PUBLIC "ISO//Web3D//DTD X3D 3.0//EN" "http://www.web3d.org/specifications/x3d-3.0.dtd">
<X3D>
  <Scene>
    <Transform>
      <Shape>
       <Appearance>
            <Material emissiveColor=''0 0 1''/>
       </Appearance
> ' ||
       ST_AsX3D( ST_GeomFromEWKT('POLYHEDRALSURFACE( ((0 0 0, 0 0 1, 0 1 1, 0 1 0, 0 0 0)),
((0 0 0, 0 1 0, 1 1 0, 1 0 0, 0 0 0)), ((0 0 0, 1 0 0, 1 0 1, 0 0 1, 0 0 0)),
((1 1 0, 1 1 1, 1 0 1, 1 0 0, 1 1 0)),
((0 1 0, 0 1 1, 1 1 1, 1 1 0, 0 1 0)), ((0 0 1, 1 0 1, 1 1 1, 0 1 1, 0 0 1)) )')) ||
      '</Shape>
    </Transform>
  </Scene>
</X3D
>' As x3ddoc;

                x3ddoc
                --------
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!DOCTYPE X3D PUBLIC "ISO//Web3D//DTD X3D 3.0//EN" "http://www.web3d.org/specifications/x3d-3.0.dtd">
<X3D>
  <Scene>
    <Transform>
      <Shape>
       <Appearance>
            <Material emissiveColor='0 0 1'/>
       </Appearance>
       <IndexedFaceSet  coordIndex='0 1 2 3 -1 4 5 6 7 -1 8 9 10 11 -1 12 13 14 15 -1 16 17 18 19 -1 20 21 22 23'>
            <Coordinate point='0 0 0 0 0 1 0 1 1 0 1 0 0 0 0 0 1 0 1 1 0 1 0 0 0 0 0 1 0 0 1 0 1 0 0 1 1 1 0 1 1 1 1 0 1 1 0 0 0 1 0 0 1 1 1 1 1 1 1 0 0 0 1 1 0 1 1 1 1 0 1 1' />
      </IndexedFaceSet>
      </Shape>
    </Transform>
  </Scene>
</X3D
>

Beispiel: Ein Achteck, um 3 Einheiten gehoben und mit einer dezimalen Genauigkeit von 6

SELECT ST_AsX3D(
ST_Translate(
    ST_Force_3d(
        ST_Buffer(ST_Point(10,10),5, 'quad_segs=2')), 0,0,
    3)
  ,6) As x3dfrag;

x3dfrag
--------
<IndexedFaceSet coordIndex="0 1 2 3 4 5 6 7">
    <Coordinate point="15 10 3 13.535534 6.464466 3 10 5 3 6.464466 6.464466 3 5 10 3 6.464466 13.535534 3 10 15 3 13.535534 13.535534 3 " />
</IndexedFaceSet
>

Beispiel: TIN

SELECT ST_AsX3D(ST_GeomFromEWKT('TIN (((
                0 0 0,
                0 0 1,
                0 1 0,
                0 0 0
            )), ((
                0 0 0,
                0 1 0,
                1 1 0,
                0 0 0
            ))
            )')) As x3dfrag;

                x3dfrag
                --------
<IndexedTriangleSet  index='0 1 2 3 4 5'
><Coordinate point='0 0 0 0 0 1 0 1 0 0 0 0 0 1 0 1 1 0'/></IndexedTriangleSet
>

Beispiel: Geschlossener MultiLinestring (die Begrenzung eines Polygons mit Lücken)

SELECT ST_AsX3D(
                    ST_GeomFromEWKT('MULTILINESTRING((20 0 10,16 -12 10,0 -16 10,-12 -12 10,-20 0 10,-12 16 10,0 24 10,16 16 10,20 0 10),
  (12 0 10,8 8 10,0 12 10,-8 8 10,-8 0 10,-8 -4 10,0 -8 10,8 -4 10,12 0 10))')
) As x3dfrag;

                x3dfrag
                --------
<IndexedLineSet  coordIndex='0 1 2 3 4 5 6 7 0 -1 8 9 10 11 12 13 14 15 8'>
    <Coordinate point='20 0 10 16 -12 10 0 -16 10 -12 -12 10 -20 0 10 -12 16 10 0 24 10 16 16 10 12 0 10 8 8 10 0 12 10 -8 8 10 -8 0 10 -8 -4 10 0 -8 10 8 -4 10 ' />
 </IndexedLineSet
>

Name

ST_GeoHash — Gibt die Geometrie in der GeoHash Darstellung aus.

Synopsis

text ST_GeoHash(geometry geom, integer maxchars=full_precision_of_point);

Beschreibung

Gibt die Geometrie in der GeoHash-Darstellung (http://en.wikipedia.org/wiki/Geohash) aus. Ein GeoHash codiert einen Punkt in einem Textformat, das über Präfixe sortierbar und durchsuchbar ist. Ein kürzer codierter GeoHash ergibt eine ungenauere Darstellung des Punktes. Man kann sich einen GeoHash auch als eine Box vorstellen, welche den tatsächlichen Punkt enthält.

Wenn maxchars nicht angegeben wird, gibt ST_GeoHash einen GeoHash mit der vollen Genauigkeit der Eingabegeometrie zurück. Punkte ergeben so einen GeoHash mit einer Genauigkeit von 20 Zeichen (dies sollte ausreichen um die Eingabe in Double Precision zur Gänze abzuspeichern). Andere Varianten geben einen Geohash, basierend auf der Größe des Geoobjektes, mit veränderlicher Genauigkeit zurück, Größere Geoobjekte werden mit geringerer, kleinere Geoobjekte mit höherer Genauigkeit dargestellt. Die Idee dahinter ist, dass die durch den GeoHash implizierte Box immer das gegebene Geoobjekt beinhaltet.

Wenn maxchars angegeben wird, gibt ST_GeoHash einen GeoHash zurück, der maximal die Anzahl dieser Zeichen aufweist. Auf diese Weise ist es möglich die Eingabegeometrie mit einer geringeren Präzision darzustellen. Bei Nicht-Punkten befindet sich der Anfangspunkt der Berechnung im Mittelpunkt des Umgebungsrechtecks der Geometrie.

Verfügbarkeit: 1.4.0

[Note]

ST_GeoHash funktioniert nicht, wenn die Geometrien nicht in geographischen (Länge/Breite) Koordinaten vorliegen.

This method supports Circular Strings and Curves

Beispiele

SELECT ST_GeoHash(ST_SetSRID(ST_MakePoint(-126,48),4326));

         st_geohash
----------------------
 c0w3hf1s70w3hf1s70w3

SELECT ST_GeoHash(ST_SetSRID(ST_MakePoint(-126,48),4326),5);

 st_geohash
------------
 c0w3h
                
                

Name

ST_AsGeobuf — Gibt eine Menge an Zeilen in der Geobuf Darstellung aus.

Synopsis

bytea ST_AsGeobuf(anyelement set row);

bytea ST_AsGeobuf(anyelement row, text geom_name);

Beschreibung

Gibt Zeilen einer FeatureCollection in der Geobuf Darstellung (https://github.com/mapbox/geobuf) aus. Von jeder Eingabegeometrie wird die maximale Genauigkeit analysiert, um eine optimale Speicherung zu erreichen. Anmerkung: In der jetzigen Form kann Geobuf nicht "gestreamt" werden, wodurch die gesamte Ausgabe im Arbeitsspeicher zusammengestellt wird.

row Datenzeilen mit zumindest einer Geometriespalte.

geom_name ist die Bezeichnung der Geometriespalte in den Datenzeilen. Wenn NULL, dann wird standardmäßig die erste aufgefundene Geometriespalte verwendet.

Verfügbarkeit: 2.4.0

Beispiele

SELECT encode(ST_AsGeobuf(q, 'geom'), 'base64')
    FROM (SELECT ST_GeomFromText('POLYGON((0 0,0 1,1 1,1 0,0 0))') AS geom) AS q;
 st_asgeobuf
----------------------------------
 GAAiEAoOCgwIBBoIAAAAAgIAAAE=

                
                

Name

ST_AsMVTGeom — Transformiert eine Geometrie in das Koordinatensystem eines Mapbox Vector Tiles.

Synopsis

geometry ST_AsMVTGeom(geometry geom, box2d bounds, integer extent=4096, integer buffer=256, boolean clip_geom=true);

Beschreibung

Transformiert eine Geometrie in das Koordinatensystem eines Mapbox Vector Tiles aus Zeilen die einem Layer entsprechen. Unternimmt alle Anstrengungen, damit die Geometrie valide bleibt oder korrigiert sie eventuell sogar. Bei diesem Prozess kann es vorkommen, dass die Geometrie in eine niedrigere Dimension übergeführt wird.

geom Die zu Transformierende Geometrie.

bounds ist die geometrische Abgrenzung des Inhalts der Kachel ohne Puffer.

extent ist die Größe der Kachel, angegeben im Koordinatensystem der Vektorkacheln und so wie in der Spezifikation festgelegt. Wenn dieser Wert NULL ist, wird der Standardwert 4096 angenommen.

buffer ist die Puffergröße im Koordinatensystem der Vektorkacheln, an der die Geometrie optional ausgeschnitten werden kann. Wenn NULL, dann wird der Standardwert 256 angenommen.

clip_geom ist ein boolescher Eingabewert, der bestimmt ob die Geometrie ausgeschnitten werden soll, oder so wie sie vorliegt codiert wird. Wenn der Wert NULL ist, wird der Standardwert TRUE angenommen.

Verfügbarkeit: 2.4.0

Beispiele

SELECT ST_AsText(ST_AsMVTGeom(
        ST_GeomFromText('POLYGON ((0 0, 10 0, 10 5, 0 -5, 0 0))'),
        ST_MakeBox2D(ST_Point(0, 0), ST_Point(4096, 4096)),
        4096, 0, false));
                              st_astext
--------------------------------------------------------------------
 MULTIPOLYGON(((5 4096,10 4096,10 4091,5 4096)),((5 4096,0 4096,0 4101,5 4096)))

                
                

Name

ST_AsMVT — Gibt Zeilen in der Mapbox Vector Tile Darstellung aus.

Synopsis

bytea ST_AsMVT(anyelement set row);

bytea ST_AsMVT(anyelement row, text name);

bytea ST_AsMVT(anyelement row, text name, integer extent);

bytea ST_AsMVT(anyelement row, text name, integer extent, text geom_name);

Beschreibung

Gibt eine Menge an Zeilen, die einem Layer entsprechen, in der Mapbox Vector Tile Darstellung aus. Mehrere Aufrufe können aneinandergereiht werden, um eine Kachel mit mehreren Layern zu erstellen. Es wird angenommen, dass die Geometrie im Koordinatensystem der Vektorkacheln vorliegt und entsprechend derSpezifikation valide ist. Üblicherweise wird ST_AsMVTGeom verwendet, um die Geometrie in das Koordinatensystem der Vektorkacheln zu transformieren. Die übrigen Daten werden als Attribute codiert.

Das Mapbox Vector Tile Format kann Geoobjekte mit unterschiedlichen Attributen pro Feature speichern. Um dies zu nutzen, legen Sie bitte eine JSONB-Spalte mit JSON-Objekten in den Rohdaten an. Die Schlüssel und Werte in dem Objekt werden in die Feature-Attribute zerlegt.

[Important]

Do not call with a GEOMETRYCOLLECTION as an element in the row. However you can use ST_AsMVTGeom to prep a geometry collection for inclusion.

row Datenzeilen mit zumindest einer Geometriespalte.

name ist der Name des Layers. Wenn NULL, dann wird die Zeichenfolge "default" verwendet.

extent ist die Kachelausdehnung in Bildschirmeinheiten, so wie in der Spezifikation festgelegt. Wenn NULL, wird der Standardwert 4096 angenommen.

geom_name ist die Bezeichnung der Geometriespalte in den Datenzeilen. Wenn NULL, dann wird standardmäßig die erste aufgefundene Geometriespalte verwendet.

Verfügbarkeit: 2.4.0

Beispiele

SELECT ST_AsMVT(q, 'test', 4096, 'geom') FROM (SELECT 1 AS c1,
    ST_AsMVTGeom(ST_GeomFromText('POLYGON ((35 10, 45 45, 15 40, 10 20, 35 10), (20 30, 35 35, 30 20, 20 30))'),
    ST_MakeBox2D(ST_Point(0, 0), ST_Point(4096, 4096)), 4096, 0, false) AS geom) AS q;
                              st_asmvt
--------------------------------------------------------------------
 \x1a320a0474657374121d12020000180322150946ec3f1a14453b0a09280f091413121e09091e0f1a026331220228012880207802

                
                

Siehe auch

ST_AsMVTGeom

8.8. Operatoren

&& — Gibt TRUE zurück, wenn die 2D Bounding Box von A die 2D Bounding Box von B schneidet.
&&(geometry,box2df) — Gibt TRUE zurück, wenn sich die 2D Bounding Box (cached) einer Geometrie mit einer 2D Bounding Box mit Gleitpunktgenauigkeit (BOX2DF) überschneidet.
&&(box2df,geometry) — Gibt TRUE zurück, wenn eine 2D float precision bounding box (BOX2DF) eine Geometrie (cached) 2D bounding box schneidet.
&&(box2df,box2df) — Gibt TRUE zurück, wenn sich zwei 2D float precision Bounding Boxes (BOX2DF) überschneiden.
&&& — Gibt TRUE zurück, wenn A's n-D bounding box B's n-D bounding box schneidet.
&&&(geometry,gidx) — Gibt TRUE zurück, wenn die (cached) n-D bounding box einer Geometrie eine n-D float precision bounding box (GIDX) schneidet.
&&&(gidx,geometry) — Gibt TRUE zurück, wenn eine n-D float precision bounding box (GIDX) eine (cached) n-D bounding box einer Geometrie schneidet.
&&&(gidx,gidx) — Gibt TRUE zurück, wenn sich zwei n-D float precision bounding boxes (GIDX) gegenseitig überschneiden.
&< — Gibt TRUE zurück, wenn die bounding box der Geometrie A, die bounding box der Geometrie B überlagert oder links davon liegt.
&<| — Gibt TRUE zurück, wenn die bounding box von A jene von B überlagert oder unterhalb liegt.
&> — Gibt TRUE zurück, wenn die Bounding Box von A jene von B überlagert oder rechts davon liegt.
<< — Gibt TRUE zurück, wenn die Bounding Box von A zur Gänze links von der von B liegt.
<<| — Gibt TRUE zurück, wenn A's Bounding Box zur Gänze unterhalb von der von B liegt.
= — Returns TRUE if the coordinates and coordinate order geometry/geography A are the same as the coordinates and coordinate order of geometry/geography B.
>> — Gibt TRUE zurück, wenn A's bounding box zur Gänze rechts von der von B liegt.
@ — Gibt TRUE zurück, wenn die Bounding Box von A in jener von B enthalten ist.
@(geometry,box2df) — Gibt TRUE zurück, wenn die 2D Bounding Box einer Geometrie in einer 2D float precision Bbounding Box (BOX2DF) enthalten ist.
@(box2df,geometry) — Gibt TRUE zurück, wenn eine 2D float precision bounding box (BOX2DF) in der 2D Bounding Box einer Geometrie enthalten ist..
@(box2df,box2df) — Gibt TRUE zurück, wenn eine 2D float precision bounding box (BOX2DF) innerhalb einer anderen 2D float precision bounding box enthalten ist.
|&> — Gibt TRUE zurück, wenn A's bounding box diejenige von B überlagert oder oberhalb von B liegt.
|>> — Gibt TRUE zurück, wenn A's bounding box is zur Gänze oberhalb der von B liegt.
~ — Gibt TRUE zurück, wenn A's bounding box die von B enthält.
~(geometry,box2df) — Gibt TRUE zurück, wenn die 2D bounding box einer Geometrie eine 2D float precision bounding box (GIDX) enthält.
~(box2df,geometry) — Gibt TRUE zurück, wenn eine 2D float precision bounding box (BOX2DF) die 2D Bounding Box einer Geometrie enthält.
~(box2df,box2df) — Gibt TRUE zurück, wenn eine 2D float precision bounding box (BOX2DF) eine andere 2D float precision bounding box (BOX2DF) enthält.
~= — Gibt TRUE zurück, wenn die bounding box von A ident mit jener von B ist.
<-> — Gibt die 2D Entfernung zwischen A und B zurück.
|=| — Gibt die Entfernung zwischen den Trajektorien A und B, am Ort der dichtesten Annäherung, an.
<#> — Gibt die 2D Entfernung zwischen den Bounding Boxes von A und B zurück
<<->> — Gibt die n-D Entfernung zwischen den geometrischen Schwerpunkten der Begrenzungsrechtecke/Bounding Boxes von A und B zurück.
<<#>> — Gibt die n-D Entfernung zwischen den Bounding Boxes von A und B zurück.

Name

&& — Gibt TRUE zurück, wenn die 2D Bounding Box von A die 2D Bounding Box von B schneidet.

Synopsis

boolean &&( geometry A , geometry B );

boolean &&( geography A , geography B );

Beschreibung

Der && Operator gibt TRUE zurück, wenn die 2D Bounding Box von Geometrie A die 2D Bounding Box der Geometrie von B schneidet.

[Note]

Dieser Operand benützt jeden Index, der für die Geometrie zur Verfügung stellt.

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde die Unterstützung für polyedrische Oberflächen eingeführt.

Verfügbarkeit: Mit 1.5.0 wurde die Unterstützung von geograpischen Koordinaten eingeführt

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

SELECT tbl1.column1, tbl2.column1, tbl1.column2 && tbl2.column2 AS overlaps
FROM ( VALUES
        (1, 'LINESTRING(0 0, 3 3)'::geometry),
        (2, 'LINESTRING(0 1, 0 5)'::geometry)) AS tbl1,
( VALUES
        (3, 'LINESTRING(1 2, 4 6)'::geometry)) AS tbl2;

 column1 | column1 | overlaps
---------+---------+----------
           1 |       3 | t
           2 |       3 | f
(2 rows)

Siehe auch

|&>, &>, &<|, &<, ~, @


Name

&&(geometry,box2df) — Gibt TRUE zurück, wenn sich die 2D Bounding Box (cached) einer Geometrie mit einer 2D Bounding Box mit Gleitpunktgenauigkeit (BOX2DF) überschneidet.

Synopsis

boolean &&( geometry A , box2df B );

Beschreibung

Der && Operator gibt TRUE zurück, wenn die im Cache befindliche 2D Bounding Box der Geometrie A sich mit der 2D Bounding Box von B, unter Verwendung von Gleitpunktgenauigkeit überschneidet. D.h.: falls B eine (double precision) box2d ist, wird diese intern in eine auf Gleitpunkt genaue 2D Bounding Box (BOX2DF) umgewandelt.

[Note]

Dieser Operand ist eher für die interne Nutzung durch BRIN Indizes, als durch die Anwender, gedacht.

Verfügbarkeit: Mit 2.3.0 wurde die Unterstützung von Block Range INdexes (BRIN) eingeführt. Erfordert PostgreSQL 9.5+.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

SELECT ST_MakePoint(1,1) && ST_MakeBox2D(ST_MakePoint(0,0), ST_MakePoint(2,2)) AS overlaps;

 overlaps
----------
 t
(1 row)

Name

&&(box2df,geometry) — Gibt TRUE zurück, wenn eine 2D float precision bounding box (BOX2DF) eine Geometrie (cached) 2D bounding box schneidet.

Synopsis

boolean &&( box2df A , geometry B );

Beschreibung

Der && Operator gibt TRUE zurück, wenn die 2D Bounding Box A die zwischengespeicherte 2D Bounding Box der Geometrie B, unter Benutzung von Fließpunktgenauigkeit, schneidet. D.h.: wenn A eine (double precision) box2d ist, wird diese intern in eine float precision 2D bounding box (BOX2DF) umgewandelt.

[Note]

Dieser Operand ist eher für die interne Nutzung durch BRIN Indizes, als durch die Anwender, gedacht.

Verfügbarkeit: Mit 2.3.0 wurde die Unterstützung von Block Range INdexes (BRIN) eingeführt. Erfordert PostgreSQL 9.5+.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

SELECT ST_MakeBox2D(ST_MakePoint(0,0), ST_MakePoint(2,2)) && ST_MakePoint(1,1) AS overlaps;

 overlaps
----------
 t
(1 row)

Name

&&(box2df,box2df) — Gibt TRUE zurück, wenn sich zwei 2D float precision Bounding Boxes (BOX2DF) überschneiden.

Synopsis

boolean &&( box2df A , box2df B );

Beschreibung

Der && Operator gibt TRUE zurück, wenn sich zwei 2D Bounding Boxes A und B, unter Benutzung von float precision, gegenseitig überschneiden. D.h.: Wenn A (oder B) eine (double precision) box2d ist, wird diese intern in eine float precision 2D bounding box (BOX2DF) umgewandelt

[Note]

Dieser Operator ist für die interne Nutzung durch BRIN Indizes, und nicht so sehr durch Anwender, vorgesehen.

Verfügbarkeit: Mit 2.3.0 wurde die Unterstützung von Block Range INdexes (BRIN) eingeführt. Erfordert PostgreSQL 9.5+.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

SELECT ST_MakeBox2D(ST_MakePoint(0,0), ST_MakePoint(2,2)) && ST_MakeBox2D(ST_MakePoint(1,1), ST_MakePoint(3,3)) AS overlaps;

 overlaps
----------
 t
(1 row)

Name

&&& — Gibt TRUE zurück, wenn A's n-D bounding box B's n-D bounding box schneidet.

Synopsis

boolean &&&( geometry A , geometry B );

Beschreibung

Der &&& Operator gibt TRUE zurück, wenn die n-D bounding box der Geometrie A die n-D bounding box der Geometrie B schneidet.

[Note]

Dieser Operand benützt jeden Index, der für die Geometrie zur Verfügung stellt.

Verfügbarkeit: 2.0.0

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele: 3D LineStrings

SELECT tbl1.column1, tbl2.column1, tbl1.column2 &&& tbl2.column2 AS overlaps_3d,
                                    tbl1.column2 && tbl2.column2 AS overlaps_2d
FROM ( VALUES
        (1, 'LINESTRING Z(0 0 1, 3 3 2)'::geometry),
        (2, 'LINESTRING Z(1 2 0, 0 5 -1)'::geometry)) AS tbl1,
( VALUES
        (3, 'LINESTRING Z(1 2 1, 4 6 1)'::geometry)) AS tbl2;

 column1 | column1 | overlaps_3d | overlaps_2d
---------+---------+-------------+-------------
       1 |       3 | t           | t
       2 |       3 | f           | t

Beispele: 3M LineStrings

SELECT tbl1.column1, tbl2.column1, tbl1.column2 &&& tbl2.column2 AS overlaps_3zm,
                                    tbl1.column2 && tbl2.column2 AS overlaps_2d
FROM ( VALUES
        (1, 'LINESTRING M(0 0 1, 3 3 2)'::geometry),
        (2, 'LINESTRING M(1 2 0, 0 5 -1)'::geometry)) AS tbl1,
( VALUES
        (3, 'LINESTRING M(1 2 1, 4 6 1)'::geometry)) AS tbl2;

 column1 | column1 | overlaps_3zm | overlaps_2d
---------+---------+-------------+-------------
       1 |       3 | t           | t
       2 |       3 | f           | t

Siehe auch

&&


Name

&&&(geometry,gidx) — Gibt TRUE zurück, wenn die (cached) n-D bounding box einer Geometrie eine n-D float precision bounding box (GIDX) schneidet.

Synopsis

boolean &&&( geometry A , gidx B );

Beschreibung

Der &&& Operator gibt TRUE zurück, wenn die zwischengespeicherte n-D bounding box der Geometrie A die n-D bounding box B, unter Benutzung von float precision, schneidet. D.h.: Wenn B eine (double precision) box3d ist, wird diese intern in eine float precision 3D bounding box (GIDX) umgewandelt

[Note]

Dieser Operator ist für die interne Nutzung durch BRIN Indizes, und nicht so sehr durch Anwender, vorgesehen.

Verfügbarkeit: Mit 2.3.0 wurde die Unterstützung von Block Range INdexes (BRIN) eingeführt. Erfordert PostgreSQL 9.5+.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

SELECT ST_MakePoint(1,1,1) &&& ST_3DMakeBox(ST_MakePoint(0,0,0), ST_MakePoint(2,2,2)) AS overlaps;

 overlaps
----------
 t
(1 row)

Name

&&&(gidx,geometry) — Gibt TRUE zurück, wenn eine n-D float precision bounding box (GIDX) eine (cached) n-D bounding box einer Geometrie schneidet.

Synopsis

boolean &&&( gidx A , geometry B );

Beschreibung

Der &&& Operator gibt TRUE zurück, wenn die n-D bounding box A die cached n-D bounding box der Geometrie B, unter Benutzung von float precision, schneidet. D.h.: wenn A eine (double precision) box3d ist, wir diese intern in eine float precision 3D bounding box (GIDX) umgewandelt

[Note]

Dieser Operator ist für die interne Nutzung durch BRIN Indizes, und nicht so sehr durch Anwender, vorgesehen.

Verfügbarkeit: Mit 2.3.0 wurde die Unterstützung von Block Range INdexes (BRIN) eingeführt. Erfordert PostgreSQL 9.5+.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

SELECT ST_3DMakeBox(ST_MakePoint(0,0,0), ST_MakePoint(2,2,2)) &&& ST_MakePoint(1,1,1) AS overlaps;

 overlaps
----------
 t
(1 row)

Name

&&&(gidx,gidx) — Gibt TRUE zurück, wenn sich zwei n-D float precision bounding boxes (GIDX) gegenseitig überschneiden.

Synopsis

boolean &&&( gidx A , gidx B );

Beschreibung

Der &&& Operator gibt TRUE zurück, wenn sich zwei n-D bounding boxes A und B, unter Benutzung von float precision, gegenseitig überschneiden. D.h.: wenn A (oder B) eine (double precision) box3d ist, wird diese intern in eine float precision 3D bounding box (GIDX) umgewandelt

[Note]

Dieser Operator ist für die interne Nutzung durch BRIN Indizes, und nicht so sehr durch Anwender, vorgesehen.

Verfügbarkeit: Mit 2.3.0 wurde die Unterstützung von Block Range INdexes (BRIN) eingeführt. Erfordert PostgreSQL 9.5+.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

This function supports 3d and will not drop the z-index.

Beispiele

SELECT ST_3DMakeBox(ST_MakePoint(0,0,0), ST_MakePoint(2,2,2)) &&& ST_3DMakeBox(ST_MakePoint(1,1,1), ST_MakePoint(3,3,3)) AS overlaps;

 overlaps
----------
 t
(1 row)

Name

&< — Gibt TRUE zurück, wenn die bounding box der Geometrie A, die bounding box der Geometrie B überlagert oder links davon liegt.

Synopsis

boolean &<( geometry A , geometry B );

Beschreibung

Der &< Operator gibt TRUE zurück, wenn die bounding box der Geometrie A die bounding box der Geometrie B überlagert oder links davon liegt, oder präziser, überlagert und NICHT rechts von der bounding box der Geometrie B liegt.

[Note]

Dieser Operand benützt jeden Index, der für die Geometrie zur Verfügung stellt.

Beispiele

SELECT tbl1.column1, tbl2.column1, tbl1.column2 &< tbl2.column2 AS overleft
FROM
  ( VALUES
        (1, 'LINESTRING(1 2, 4 6)'::geometry)) AS tbl1,
  ( VALUES
        (2, 'LINESTRING(0 0, 3 3)'::geometry),
        (3, 'LINESTRING(0 1, 0 5)'::geometry),
        (4, 'LINESTRING(6 0, 6 1)'::geometry)) AS tbl2;

 column1 | column1 | overleft
---------+---------+----------
           1 |       2 | f
           1 |       3 | f
           1 |       4 | t
(3 rows)

Siehe auch

&&, |&>, &>, &<|


Name

&<| — Gibt TRUE zurück, wenn die bounding box von A jene von B überlagert oder unterhalb liegt.

Synopsis

boolean &<|( geometry A , geometry B );

Beschreibung

Der &<| Operator gibt TRUE zurück, wenn die Bounding Box der Geometrie A die Bounding Box der Geometrie B überlagert oder unterhalb liegt, oder präziser, überlagert oder NICHT oberhalb der Bounding der Geometrie B liegt.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

[Note]

Dieser Operand benützt jeden Index, der für die Geometrie zur Verfügung stellt.

Beispiele

SELECT tbl1.column1, tbl2.column1, tbl1.column2 &<| tbl2.column2 AS overbelow
FROM
  ( VALUES
        (1, 'LINESTRING(6 0, 6 4)'::geometry)) AS tbl1,
  ( VALUES
        (2, 'LINESTRING(0 0, 3 3)'::geometry),
        (3, 'LINESTRING(0 1, 0 5)'::geometry),
        (4, 'LINESTRING(1 2, 4 6)'::geometry)) AS tbl2;

 column1 | column1 | overbelow
---------+---------+-----------
           1 |       2 | f
           1 |       3 | t
           1 |       4 | t
(3 rows)

Siehe auch

&&, |&>, &>, &<


Name

&> — Gibt TRUE zurück, wenn die Bounding Box von A jene von B überlagert oder rechts davon liegt.

Synopsis

boolean &>( geometry A , geometry B );

Beschreibung

Der &> Operator gibt TRUE zurück, wenn die Bounding Box der Geometrie A die Bounding Box der Geometrie B überlagert oder rechts von ihr liegt, oder präziser, überlagert und NICHT links von der Bounding Box der Geometrie B liegt.

[Note]

Dieser Operand benützt jeden Index, der für die Geometrie zur Verfügung stellt.

Beispiele

SELECT tbl1.column1, tbl2.column1, tbl1.column2 &> tbl2.column2 AS overright
FROM
  ( VALUES
        (1, 'LINESTRING(1 2, 4 6)'::geometry)) AS tbl1,
  ( VALUES
        (2, 'LINESTRING(0 0, 3 3)'::geometry),
        (3, 'LINESTRING(0 1, 0 5)'::geometry),
        (4, 'LINESTRING(6 0, 6 1)'::geometry)) AS tbl2;

 column1 | column1 | overright
---------+---------+-----------
           1 |       2 | t
           1 |       3 | t
           1 |       4 | f
(3 rows)

Siehe auch

&&, |&>, &<|, &<


Name

<< — Gibt TRUE zurück, wenn die Bounding Box von A zur Gänze links von der von B liegt.

Synopsis

boolean <<( geometry A , geometry B );

Beschreibung

Der << Operator gibt TRUE zurück, wenn die Bounding Box der Geometrie A zur Gänze links der Bounding Box der Geometrie B liegt.

[Note]

Dieser Operand benützt jeden Index, der für die Geometrie zur Verfügung stellt.

Beispiele

SELECT tbl1.column1, tbl2.column1, tbl1.column2 << tbl2.column2 AS left
FROM
  ( VALUES
        (1, 'LINESTRING (1 2, 1 5)'::geometry)) AS tbl1,
  ( VALUES
        (2, 'LINESTRING (0 0, 4 3)'::geometry),
        (3, 'LINESTRING (6 0, 6 5)'::geometry),
        (4, 'LINESTRING (2 2, 5 6)'::geometry)) AS tbl2;

 column1 | column1 | left
---------+---------+------
           1 |       2 | f
           1 |       3 | t
           1 |       4 | t
(3 rows)

Siehe auch

>>, |>>, <<|


Name

<<| — Gibt TRUE zurück, wenn A's Bounding Box zur Gänze unterhalb von der von B liegt.

Synopsis

boolean <<|( geometry A , geometry B );

Beschreibung

Der <<| Operator gibt TRUE zurück, wenn die Bounding Box der Geometrie A zur Gänze unterhalb der Bounding Box von Geometrie B liegt.

[Note]

Dieser Operand benützt jeden Index, der für die Geometrie zur Verfügung stellt.

Beispiele

SELECT tbl1.column1, tbl2.column1, tbl1.column2 <<| tbl2.column2 AS below
FROM
  ( VALUES
        (1, 'LINESTRING (0 0, 4 3)'::geometry)) AS tbl1,
  ( VALUES
        (2, 'LINESTRING (1 4, 1 7)'::geometry),
        (3, 'LINESTRING (6 1, 6 5)'::geometry),
        (4, 'LINESTRING (2 3, 5 6)'::geometry)) AS tbl2;

 column1 | column1 | below
---------+---------+-------
           1 |       2 | t
           1 |       3 | f
           1 |       4 | f
(3 rows)

Siehe auch

<<, >>, |>>


Name

= — Returns TRUE if the coordinates and coordinate order geometry/geography A are the same as the coordinates and coordinate order of geometry/geography B.

Synopsis

boolean =( geometry A , geometry B );

boolean =( geography A , geography B );

Beschreibung

The = operator returns TRUE if the coordinates and coordinate order geometry/geography A are the same as the coordinates and coordinate order of geometry/geography B. PostgreSQL uses the =, <, and > operators defined for geometries to perform internal orderings and comparison of geometries (ie. in a GROUP BY or ORDER BY clause).

[Note]

Only geometry/geography that are exactly equal in all respects, with the same coordinates, in the same order, are considered equal by this operator. For "spatial equality", that ignores things like coordinate order, and can detect features that cover the same spatial area with different representations, use ST_OrderingEquals or ST_Equals

[Caution]

This operand will NOT make use of any indexes that may be available on the geometries. For an index assisted exact equality test, combine = with &&.

Changed: 2.4.0, in prior versions this was bounding box equality not a geometric equality. If you need bounding box equality, use ~= instead.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

SELECT 'LINESTRING(0 0, 0 1, 1 0)'::geometry = 'LINESTRING(1 1, 0 0)'::geometry;
 ?column?
----------
 f
(1 row)

SELECT ST_AsText(column1)
FROM ( VALUES
        ('LINESTRING(0 0, 1 1)'::geometry),
        ('LINESTRING(1 1, 0 0)'::geometry)) AS foo;
          st_astext
---------------------
 LINESTRING(0 0,1 1)
 LINESTRING(1 1,0 0)
(2 rows)

-- Note: the GROUP BY uses the "=" to compare for geometry equivalency.
SELECT ST_AsText(column1)
FROM ( VALUES
        ('LINESTRING(0 0, 1 1)'::geometry),
        ('LINESTRING(1 1, 0 0)'::geometry)) AS foo
GROUP BY column1;
      st_astext
---------------------
 LINESTRING(0 0,1 1)
 LINESTRING(1 1,0 0)
(2 rows)

-- In versions prior to 2.0, this used to return true --
 SELECT ST_GeomFromText('POINT(1707296.37 4820536.77)') =
        ST_GeomFromText('POINT(1707296.27 4820536.87)') As pt_intersect;

--pt_intersect --
f

Name

>> — Gibt TRUE zurück, wenn A's bounding box zur Gänze rechts von der von B liegt.

Synopsis

boolean >>( geometry A , geometry B );

Beschreibung

Der >> Operator gibt TRUE zurück, wenn die Bounding Box von Geometrie A zur Gänze rechts der Bounding Box von Geometrie B liegt.

[Note]

Dieser Operand benützt jeden Index, der für die Geometrie zur Verfügung stellt.

Beispiele

SELECT tbl1.column1, tbl2.column1, tbl1.column2 >> tbl2.column2 AS right
FROM
  ( VALUES
        (1, 'LINESTRING (2 3, 5 6)'::geometry)) AS tbl1,
  ( VALUES
        (2, 'LINESTRING (1 4, 1 7)'::geometry),
        (3, 'LINESTRING (6 1, 6 5)'::geometry),
        (4, 'LINESTRING (0 0, 4 3)'::geometry)) AS tbl2;

 column1 | column1 | right
---------+---------+-------
           1 |       2 | t
           1 |       3 | f
           1 |       4 | f
(3 rows)

Siehe auch

<<, |>>, <<|


Name

@ — Gibt TRUE zurück, wenn die Bounding Box von A in jener von B enthalten ist.

Synopsis

boolean @( geometry A , geometry B );

Beschreibung

Der @ Operator gibt TRUE zurück, wenn die Bounding Box der Geometrie A vollstänig in der Bounding Box der Geometrie B enthalten ist.

[Note]

Dieser Operand benützt jeden Index, der für die Geometrie zur Verfügung stellt.

Beispiele

SELECT tbl1.column1, tbl2.column1, tbl1.column2 @ tbl2.column2 AS contained
FROM
  ( VALUES
        (1, 'LINESTRING (1 1, 3 3)'::geometry)) AS tbl1,
  ( VALUES
        (2, 'LINESTRING (0 0, 4 4)'::geometry),
        (3, 'LINESTRING (2 2, 4 4)'::geometry),
        (4, 'LINESTRING (1 1, 3 3)'::geometry)) AS tbl2;

 column1 | column1 | contained
---------+---------+-----------
           1 |       2 | t
           1 |       3 | f
           1 |       4 | t
(3 rows)

Siehe auch

~, &&


Name

@(geometry,box2df) — Gibt TRUE zurück, wenn die 2D Bounding Box einer Geometrie in einer 2D float precision Bbounding Box (BOX2DF) enthalten ist.

Synopsis

boolean @( geometry A , box2df B );

Beschreibung

Der @ Operator gibt TRUE zurück, wenn die 2D Bounding Box der Geometrie A in der 2D Bounding Box der Geometrie B , unter Benutzung von float precision, enthalten ist. D.h.: wenn B eine (double precision) box2d ist, wird diese intern in eine float precision 2D bounding box (BOX2DF) übersetzt.

[Note]

Dieser Operand ist eher für die interne Nutzung durch BRIN Indizes, als durch die Anwender, gedacht.

Verfügbarkeit: Mit 2.3.0 wurde die Unterstützung von Block Range INdexes (BRIN) eingeführt. Erfordert PostgreSQL 9.5+.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

SELECT ST_Buffer(ST_GeomFromText('POINT(2 2)'), 1) @ ST_MakeBox2D(ST_MakePoint(0,0), ST_MakePoint(5,5)) AS is_contained;

 is_contained
--------------
 t
(1 row)

Name

@(box2df,geometry) — Gibt TRUE zurück, wenn eine 2D float precision bounding box (BOX2DF) in der 2D Bounding Box einer Geometrie enthalten ist..

Synopsis

boolean @( box2df A , geometry B );

Beschreibung

Der @ Operator gibt TRUE zurück, wenn die 2D bounding box A in der 2D bounding box der Geometrie B, unter Verwendung von float precision, enthalten ist. D.h.: wenn B eine (double precision) box2d ist, wird diese intern in eine float precision 2D bounding box (BOX2DF) umgewandelt

[Note]

Dieser Operand ist eher für die interne Nutzung durch BRIN Indizes, als durch die Anwender, gedacht.

Verfügbarkeit: Mit 2.3.0 wurde die Unterstützung von Block Range INdexes (BRIN) eingeführt. Erfordert PostgreSQL 9.5+.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

SELECT ST_MakeBox2D(ST_MakePoint(2,2), ST_MakePoint(3,3)) @ ST_Buffer(ST_GeomFromText('POINT(1 1)'), 10) AS is_contained;

 is_contained
--------------
 t
(1 row)

Name

@(box2df,box2df) — Gibt TRUE zurück, wenn eine 2D float precision bounding box (BOX2DF) innerhalb einer anderen 2D float precision bounding box enthalten ist.

Synopsis

boolean @( box2df A , box2df B );

Beschreibung

Der @ Operator gibt TRUE zurück, wenn die 2D bounding box A innerhalb der 2D bounding box B, unter Verwendung von float precision, enthalten ist. D.h.: wenn A (oder B) eine (double precision) box2d ist, wird diese intern in eine float precision 2D bounding box (BOX2DF) umgewandelt.

[Note]

Dieser Operand ist eher für die interne Nutzung durch BRIN Indizes, als durch die Anwender, gedacht.

Verfügbarkeit: Mit 2.3.0 wurde die Unterstützung von Block Range INdexes (BRIN) eingeführt. Erfordert PostgreSQL 9.5+.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

SELECT ST_MakeBox2D(ST_MakePoint(2,2), ST_MakePoint(3,3)) @ ST_MakeBox2D(ST_MakePoint(0,0), ST_MakePoint(5,5)) AS is_contained;

 is_contained
--------------
 t
(1 row)

Name

|&> — Gibt TRUE zurück, wenn A's bounding box diejenige von B überlagert oder oberhalb von B liegt.

Synopsis

boolean |&>( geometry A , geometry B );

Beschreibung

Der |&> Operator gibt TRUE zurück, wenn die bounding box der Geometrie A die bounding box der Geometrie B überlagert oder oberhalb liegt, oder präziser, überlagert oder NICHT unterhalb der Bounding Box der Geometrie B liegt.

[Note]

Dieser Operand benützt jeden Index, der für die Geometrie zur Verfügung stellt.

Beispiele

SELECT tbl1.column1, tbl2.column1, tbl1.column2 |&> tbl2.column2 AS overabove
FROM
  ( VALUES
        (1, 'LINESTRING(6 0, 6 4)'::geometry)) AS tbl1,
  ( VALUES
        (2, 'LINESTRING(0 0, 3 3)'::geometry),
        (3, 'LINESTRING(0 1, 0 5)'::geometry),
        (4, 'LINESTRING(1 2, 4 6)'::geometry)) AS tbl2;

 column1 | column1 | overabove
---------+---------+-----------
           1 |       2 | t
           1 |       3 | f
           1 |       4 | f
(3 rows)

Siehe auch

&&, &>, &<|, &<


Name

|>> — Gibt TRUE zurück, wenn A's bounding box is zur Gänze oberhalb der von B liegt.

Synopsis

boolean |>>( geometry A , geometry B );

Beschreibung

Der Operator |>> gibt TRUE zurück, wenn die Bounding Box der Geometrie A zur Gänze oberhalb der Bounding Box von Geometrie B liegt.

[Note]

Dieser Operand benützt jeden Index, der für die Geometrie zur Verfügung stellt.

Beispiele

SELECT tbl1.column1, tbl2.column1, tbl1.column2 |>> tbl2.column2 AS above
FROM
  ( VALUES
        (1, 'LINESTRING (1 4, 1 7)'::geometry)) AS tbl1,
  ( VALUES
        (2, 'LINESTRING (0 0, 4 2)'::geometry),
        (3, 'LINESTRING (6 1, 6 5)'::geometry),
        (4, 'LINESTRING (2 3, 5 6)'::geometry)) AS tbl2;

 column1 | column1 | above
---------+---------+-------
           1 |       2 | t
           1 |       3 | f
           1 |       4 | f
(3 rows)

Siehe auch

<<, >>, <<|


Name

~ — Gibt TRUE zurück, wenn A's bounding box die von B enthält.

Synopsis

boolean ~( geometry A , geometry B );

Beschreibung

Der ~ Operator gibt TRUE zurück, wenn die bounding box der Geometrie A zur Gänze die bounding box der Geometrie B enthält.

[Note]

Dieser Operand benützt jeden Index, der für die Geometrie zur Verfügung stellt.

Beispiele

SELECT tbl1.column1, tbl2.column1, tbl1.column2 ~ tbl2.column2 AS contains
FROM
  ( VALUES
        (1, 'LINESTRING (0 0, 3 3)'::geometry)) AS tbl1,
  ( VALUES
        (2, 'LINESTRING (0 0, 4 4)'::geometry),
        (3, 'LINESTRING (1 1, 2 2)'::geometry),
        (4, 'LINESTRING (0 0, 3 3)'::geometry)) AS tbl2;

 column1 | column1 | contains
---------+---------+----------
           1 |       2 | f
           1 |       3 | t
           1 |       4 | t
(3 rows)

Siehe auch

@, &&


Name

~(geometry,box2df) — Gibt TRUE zurück, wenn die 2D bounding box einer Geometrie eine 2D float precision bounding box (GIDX) enthält.

Synopsis

boolean ~( geometry A , box2df B );

Beschreibung

Der ~ Operator gibt TRUE zurück, wenn die 2D bounding box einer Geometrie A die 2D bounding box B, unter Verwendung von float precision, enthält. D.h.: wenn B eine (double precision) box2d ist, wird diese intern in eine float precision 2D bounding box (BOX2DF) übersetzt

[Note]

Dieser Operand ist eher für die interne Nutzung durch BRIN Indizes, als durch die Anwender, gedacht.

Verfügbarkeit: Mit 2.3.0 wurde die Unterstützung von Block Range INdexes (BRIN) eingeführt. Erfordert PostgreSQL 9.5+.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

SELECT ST_Buffer(ST_GeomFromText('POINT(1 1)'), 10) ~ ST_MakeBox2D(ST_MakePoint(0,0), ST_MakePoint(2,2)) AS contains;

 contains
----------
 t
(1 row)

Name

~(box2df,geometry) — Gibt TRUE zurück, wenn eine 2D float precision bounding box (BOX2DF) die 2D Bounding Box einer Geometrie enthält.

Synopsis

boolean ~( box2df A , geometry B );

Beschreibung

Der ~ Operator gibt TRUE zurück, wenn die 2D bounding box A die Bounding Box der Geometrie B, unter Verwendung von float precision, enthält. D.h.: wenn A eine (double precision) box2d ist, wird diese intern in eine float precision 2D bounding box (BOX2DF) umgewandelt.

[Note]

Dieser Operand ist eher für die interne Nutzung durch BRIN Indizes, als durch die Anwender, gedacht.

Verfügbarkeit: Mit 2.3.0 wurde die Unterstützung von Block Range INdexes (BRIN) eingeführt. Erfordert PostgreSQL 9.5+.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

SELECT ST_MakeBox2D(ST_MakePoint(0,0), ST_MakePoint(5,5)) ~ ST_Buffer(ST_GeomFromText('POINT(2 2)'), 1) AS contains;

 contains
----------
 t
(1 row)

Name

~(box2df,box2df) — Gibt TRUE zurück, wenn eine 2D float precision bounding box (BOX2DF) eine andere 2D float precision bounding box (BOX2DF) enthält.

Synopsis

boolean ~( box2df A , box2df B );

Beschreibung

Der ~ Operator gibt TRUE zurück, wenn die 2D bounding box A die 2D bounding box B, unter Verwendung von float precision, enthält. D.h.: wenn A eine (double precision) box2d ist, wird diese intern in eine float precision 2D bounding box (BOX2DF) umgewandelt

[Note]

Dieser Operand ist eher für die interne Nutzung durch BRIN Indizes, als durch die Anwender, gedacht.

Verfügbarkeit: Mit 2.3.0 wurde die Unterstützung von Block Range INdexes (BRIN) eingeführt. Erfordert PostgreSQL 9.5+.

This method supports Circular Strings and Curves

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

SELECT ST_MakeBox2D(ST_MakePoint(0,0), ST_MakePoint(5,5)) ~ ST_MakeBox2D(ST_MakePoint(2,2), ST_MakePoint(3,3)) AS contains;

 contains
----------
 t
(1 row)

Name

~= — Gibt TRUE zurück, wenn die bounding box von A ident mit jener von B ist.

Synopsis

boolean ~=( geometry A , geometry B );

Beschreibung

Der ~= Operator gibt TRUE zurück, wenn die bounding box der Geometrie/Geographie A ident mit der bounding box der Geometrie/Geographie B ist.

[Note]

Dieser Operand benützt jeden Index, der für die Geometrie zur Verfügung stellt.

Verfügbarkeit: 1.5.0 "Verhaltensänderung"

This function supports Polyhedral surfaces.

[Warning]

This operator has changed behavior in PostGIS 1.5 from testing for actual geometric equality to only checking for bounding box equality. To complicate things it also depends on if you have done a hard or soft upgrade which behavior your database has. To find out which behavior your database has you can run the query below. To check for true equality use ST_OrderingEquals or ST_Equals.

Beispiele

select 'LINESTRING(0 0, 1 1)'::geometry ~= 'LINESTRING(0 1, 1 0)'::geometry as equality;
 equality   |
-----------------+
          t    |
                        

Name

<-> — Gibt die 2D Entfernung zwischen A und B zurück.

Synopsis

double precision <->( geometry A , geometry B );

double precision <->( geography A , geography B );

Beschreibung

Der <-> Operator gibt die 2D Entfernung zwischen zwei Geometrien zurück. Wird er in einer "ORDER BY" Klausel verwendet, so liefert er Index-unterstützte nearest-neighbor Ergebnismengen. PostgreSQL Versionen unter 9.5 geben jedoch lediglich die Entfernung der Centroide der bounding boxes zurück, während PostgreSQL 9.5+ mittels KNN-Methode die tatsächliche Entfernung zwischen den Geometrien, bei geographischen Koordinaten die Entfernung auf der Späre, widergibt.

[Note]

Dieser Operand verwendet 2D GiST Indizes, falls diese für die Geometrien vorhanden sind. Er unterscheidet sich insofern von anderen Operatoren, die räumliche Indizes verwenden, indem der räumliche Index nur dann verwendet wird, wenn sich der Operator in einer ORDER BY Klausel befindet.

[Note]

Der Index kommt nur zum Tragen, wenn eine der Geometrien eine Konstante ist (sich nicht in einer Subquery/CTE befindet). Z.B. 'SRID=3005;POINT(1011102 450541)'::geometry und nicht a.geom

Siehe OpenGeo workshop: Nearest-Neighbour Searching für ein praxisbezogenes Anwendungsbeispiel.

Verbesserung: 2.2.0 -- Echtes KNN ("K nearest neighbor") Verhalten für Geometrie und Geographie ab PostgreSQL 9.5+. Beachten Sie bitte, das KNN für Geographie auf der Späre und nicht auf dem Sphäroid beruht. Für PostgreSQL 9.4 und darunter, wird die Berechnung nur auf Basis des Centroids der Box unterstützt.

Änderung: 2.2.0 -- Da für Anwender von PostgreSQL 9.5 der alte hybride Syntax langsamer sein kann, möchten sie diesen Hack eventuell loswerden, falls der Code nur auf PostGIS 2.2+ 9.5+ läuft. Siehe die unteren Beispiele.

Verfügbarkeit: 2.0.0 -- Weak KNN liefert nearest neighbors, welche sich auf die Entfernung der Centroide der Geometrien, anstatt auf den tatsächlichen Entfernungen, stützen. Genaue Ergebnisse für Punkte, ungenau für alle anderen Geometrietypen. Verfügbar ab PostgreSQL 9.1+.

Beispiele

SELECT ST_Distance(geom, 'SRID=3005;POINT(1011102 450541)'::geometry) as d,edabbr, vaabbr
FROM va2005
ORDER BY d limit 10;

        d         | edabbr | vaabbr
------------------+--------+--------
                0 | ALQ    | 128
 5541.57712511724 | ALQ    | 129A
 5579.67450712005 | ALQ    | 001
  6083.4207708641 | ALQ    | 131
  7691.2205404848 | ALQ    | 003
 7900.75451037313 | ALQ    | 122
 8694.20710669982 | ALQ    | 129B
 9564.24289057111 | ALQ    | 130
  12089.665931705 | ALQ    | 127
 18472.5531479404 | ALQ    | 002
(10 rows)

Then the KNN raw answer:

SELECT st_distance(geom, 'SRID=3005;POINT(1011102 450541)'::geometry) as d,edabbr, vaabbr
FROM va2005
ORDER BY geom <-> 'SRID=3005;POINT(1011102 450541)'::geometry limit 10;

        d         | edabbr | vaabbr
------------------+--------+--------
                0 | ALQ    | 128
 5541.57712511724 | ALQ    | 129A
 5579.67450712005 | ALQ    | 001
  6083.4207708641 | ALQ    | 131
  7691.2205404848 | ALQ    | 003
 7900.75451037313 | ALQ    | 122
 8694.20710669982 | ALQ    | 129B
 9564.24289057111 | ALQ    | 130
  12089.665931705 | ALQ    | 127
 18472.5531479404 | ALQ    | 002
(10 rows)

Wenn Sie "EXPLAIN ANALYZE" an den zwei Abfragen ausführen, sollte eine Performance Verbesserung im Ausmaß von einer Sekunde auftreten.

Anwender von PostgreSQL < 9.5 können eine hybride Abfrage erstellen, um die echten nearest neighbors aufzufinden. Zuerst eine CTE-Abfrage, welche die Index-unterstützten KNN-Methode anwendet, dann eine exakte Abfrage um eine korrekte Sortierung zu erhalten:

WITH index_query AS (
  SELECT ST_Distance(geom, 'SRID=3005;POINT(1011102 450541)'::geometry) as d,edabbr, vaabbr
        FROM va2005
  ORDER BY geom <-> 'SRID=3005;POINT(1011102 450541)'::geometry LIMIT 100)
  SELECT *
        FROM index_query
  ORDER BY d limit 10;

        d         | edabbr | vaabbr
------------------+--------+--------
                0 | ALQ    | 128
 5541.57712511724 | ALQ    | 129A
 5579.67450712005 | ALQ    | 001
  6083.4207708641 | ALQ    | 131
  7691.2205404848 | ALQ    | 003
 7900.75451037313 | ALQ    | 122
 8694.20710669982 | ALQ    | 129B
 9564.24289057111 | ALQ    | 130
  12089.665931705 | ALQ    | 127
 18472.5531479404 | ALQ    | 002
(10 rows)

                        

Name

|=| — Gibt die Entfernung zwischen den Trajektorien A und B, am Ort der dichtesten Annäherung, an.

Synopsis

double precision |=|( geometry A , geometry B );

Beschreibung

Der |=| Operator gibt die 3D Entfernung zwischen zwei Trajektorien (Siehe ST_IsValidTrajectory). Dieser entspricht ST_DistanceCPA, da es sich jedoch um einen Operator handelt, kann dieser für nearest neightbor searches mittels eines N-dimensionalen Index verwendet werden (verlangt PostgreSQL 9.5.0 oder höher).

[Note]

Dieser Operand verwendet die ND GiST Indizes, welche für Geometrien vorhanden sein können. Er unterscheidet sich insofern von anderen Operatoren, die ebenfalls räumliche Indizes verwenden, als der räumliche Index nur dann angewandt wird, wenn sich der Operand in einer ORDER BY Klausel befindet.

[Note]

Der Index kommt nur zum Tragen, wenn eine der Geometrien eine Konstante ist (sich nicht in einer Subquery/CTE befindet). Z.B. 'SRID=3005;LINESTRINGM(0 0 0,0 0 1)'::geometry und nicht a.geom

Verfügbarkeit: 2.2.0. Index-unterstützt steht erst ab PostgreSQL 9.5+ zur Verfügung.

Beispiele

-- Save a literal query trajectory in a psql variable...
\set qt 'ST_AddMeasure(ST_MakeLine(ST_MakePointM(-350,300,0),ST_MakePointM(-410,490,0)),10,20)'
-- Run the query !
SELECT track_id, dist FROM (
  SELECT track_id, ST_DistanceCPA(tr,:qt) dist
  FROM trajectories
  ORDER BY tr |=| :qt
  LIMIT 5
) foo;
 track_id        dist
----------+-------------------
      395 | 0.576496831518066
      380 |  5.06797130410151
      390 |  7.72262293958322
      385 |   9.8004461358071
      405 |  10.9534397988433
(5 rows)

Name

<#> — Gibt die 2D Entfernung zwischen den Bounding Boxes von A und B zurück

Synopsis

double precision <#>( geometry A , geometry B );

Beschreibung

Der <#> Operator gibt die Entfernung zwischen zwei floating point bounding boxes zurück, wobei diese eventuell vom räumlichen Index ausgelesen wird (PostgreSQL 9.1+ vorausgesetzt). Praktikabel falls man eine nearest neighbor Abfrage approximate nach der Entfernung sortieren will.

[Note]

Dieser Operand verwendet sämtliche Indizes, welche für die Geometrien vorhanden sind. Er unterscheidet sich insofern von anderen Operatoren, welche ebenfalls räumliche Indizes verwenden, als der räumliche Index nur dann verwendet wird, falls sich der Operand in einer ORDER BY Klausel befindet.

[Note]

Der Index kommt nur zum Tragen, wenn eine der Geometrien eine Konstante ist; z.B.: ORDER BY (ST_GeomFromText('POINT(1 2)') <#> geom) anstatt g1.geom <#>.

Verfügbarkeit: 2.0.0 -- KNN steht erst ab PostgreSQL 9.1+ zur Verfügung

Beispiele

SELECT *
FROM (
SELECT b.tlid, b.mtfcc,
        b.geom <#
> ST_GeomFromText('LINESTRING(746149 2948672,745954 2948576,
                745787 2948499,745740 2948468,745712 2948438,
                745690 2948384,745677 2948319)',2249) As b_dist,
                ST_Distance(b.geom, ST_GeomFromText('LINESTRING(746149 2948672,745954 2948576,
                745787 2948499,745740 2948468,745712 2948438,
                745690 2948384,745677 2948319)',2249)) As act_dist
    FROM bos_roads As b
    ORDER BY b_dist, b.tlid
    LIMIT 100) As foo
    ORDER BY act_dist, tlid LIMIT 10;

   tlid    | mtfcc |      b_dist      |     act_dist
-----------+-------+------------------+------------------
  85732027 | S1400 |                0 |                0
  85732029 | S1400 |                0 |                0
  85732031 | S1400 |                0 |                0
  85734335 | S1400 |                0 |                0
  85736037 | S1400 |                0 |                0
 624683742 | S1400 |                0 | 128.528874268666
  85719343 | S1400 | 260.839270432962 | 260.839270432962
  85741826 | S1400 | 164.759294123275 | 260.839270432962
  85732032 | S1400 |           277.75 | 311.830282365264
  85735592 | S1400 |           222.25 | 311.830282365264
(10 rows)

Name

<<->> — Gibt die n-D Entfernung zwischen den geometrischen Schwerpunkten der Begrenzungsrechtecke/Bounding Boxes von A und B zurück.

Synopsis

double precision <<->>( geometry A , geometry B );

Beschreibung

Der <<->> Operator gibt die n-D (euklidische) Entfernung zwischen den geometrischen Schwerpunkten der Begrenzungsrechtecke zweier Geometrien zurück. Praktikabel für nearest neighbor approximate distance ordering.

[Note]

Dieser Operator verwendet n-D GiST Indizes, falls diese für die Geometrien vorhanden sind. Er unterscheidet sich insofern von anderen Operatoren, die räumliche Indizes verwenden, indem der räumliche Index nur dann verwendet wird, wenn sich der Operator in einer ORDER BY Klausel befindet.

[Note]

Der Index kommt nur zum Tragen, wenn eine der Geometrien eine Konstante ist (sich nicht in einer Subquery/CTE befindet). Z.B. 'SRID=3005;POINT(1011102 450541)'::geometry und nicht a.geom

Verfügbarkeit: 2.2.0 -- KNN steht erst ab PostgreSQL 9.1+ zur Verfügung.

Siehe auch

<<#>>, <->


Name

<<#>> — Gibt die n-D Entfernung zwischen den Bounding Boxes von A und B zurück.

Synopsis

double precision <<#>>( geometry A , geometry B );

Beschreibung

Der <<#>> Operator gibt die Entfernung zwischen zwei floating point bounding boxes zurück, wobei diese eventuell vom räumlichen Index ausgelesen wird (PostgreSQL 9.1+ vorausgesetzt). Praktikabel falls man eine nearest neighbor Abfrage nach der Entfernung sortieren will / approximate distance ordering.

[Note]

Dieser Operand verwendet sämtliche Indizes, welche für die Geometrien vorhanden sind. Er unterscheidet sich insofern von anderen Operatoren, welche ebenfalls räumliche Indizes verwenden, als der räumliche Index nur dann verwendet wird, falls sich der Operand in einer ORDER BY Klausel befindet.

[Note]

Der Index kommt nur zum Tragen, wenn eine der Geometrien eine Konstante ist; z.B.: ORDER BY (ST_GeomFromText('POINT(1 2)') <<#>> geom) anstatt g1.geom <<#>>.

Verfügbarkeit: 2.2.0 -- KNN steht erst ab PostgreSQL 9.1+ zur Verfügung.

Siehe auch

<<->>, <#>

8.9. Lagevergleiche und Metrik

ST_3DClosestPoint — Gibt den 3-dimensionalen Punkt auf g1 zurück, der den kürzesten Abstand zu g2 hat. Dies ist der Anfangspunkt des kürzesten Abstands in 3D.
ST_3DDistance — Für den geometrischen Datentyp. Es wird der geringste 3-dimensionale kartesische Abstand (basierend auf dem Koordinatenreferenzsystem) zwischen zwei geometrischen Objekten in projizierten Einheiten zurückgegeben.
ST_3DDWithin — Für den geometrischen Datentyp in 3D (z). Gibt TRUE zurück, wenn die 3D-Distanz zwischen zwei geometrischen Objekten innerhalb der gegebenen Einheiten liegt.
ST_3DDFullyWithin — Gibt TRUE zurück, wenn sich die gesamte 3D-Geometrie innerhalb einer bestimmten Entfernung zueinander befindet.
ST_3DIntersects — Gibt TRUE zurück, wenn sich die geometrischen Objekte in 3D "räumlich schneiden" - nur für Punkte, Linienzüge, Polygone und polyedrische Oberflächen (Flächen). Wenn das Back-end "SFCGAL" aktiviert ist, werden auch TINs unterstützt
ST_3DLongestLine — Gibt die größte 3-dimensionale Distanz zwischen zwei geometrischen Objekten als Linie zurück
ST_3DMaxDistance — Für den geometrischen Datentyp. Gibt die maximale 3-dimensionale kartesische Distanz (basierend auf dem Koordinatenreferenzsystem) zwischen zwei geometrischen Objekten in projizierten Einheiten zurück.
ST_3DShortestLine — Gibt den kürzesten 3-dimensionalen Abstand zwischen zwei geometrischen Objekten als Linie zurück
ST_Area — Gibt den Flächeninhalt der Oberfläche von Polygonen oder Mehrfachpolygonen zurück. Beim geometrischen Datentyp wird der kartesische Flächeninhalt in 2D ermittelt und in den Einheiten der SRID ausgegeben. Beim geographischen Datentyp wird der Flächeninhalt auf einer gekrümmten Oberfläche ermittelt und in Quadratmeter ausgegeben.
ST_Azimuth — Gibt den auf die Nordrichtung bezogenen Azimut in Radiant zurück. Der Winkel wird von einer Senkrechten auf "pointA" nach pointB im Uhrzeigersinn gemessen.
ST_Centroid — Gibt den geometrischen Schwerpunkt der Geometrie zurück.
ST_ClosestPoint — Gibt den 2-dimensionalen Punkt auf "g1" zurück, der am nächsten zu "g2" liegt. Dies ist der Anfangspunkt der kürzesten Linie.
ST_ClusterDBSCAN — Windowing function that returns integer id for the cluster each input geometry is in based on 2D implementation of Density-based spatial clustering of applications with noise (DBSCAN) algorithm.
ST_ClusterIntersecting — Aggregate. Returns an array with the connected components of a set of geometries
ST_ClusterKMeans — Windowing function that returns integer id for the cluster each input geometry is in.
ST_ClusterWithin — Aggregate. Returns an array of GeometryCollections, where each GeometryCollection represents a set of geometries separated by no more than the specified distance.
ST_Contains — Gibt dann und nur dann TRUE zurück, wenn kein Punkt von B im Äußeren von A liegt und zumindest ein Punkt im Inneren von B auch im Inneren von A liegt.
ST_ContainsProperly — Gibt TRUE zurück, wenn B das Innere von A schneidet, aber nicht die Begrenzung (oder das Äußere) von A. A enthält sich selbst, aber enthält sich nicht zur Gänze selbst.
ST_Covers — Gibt 1 (TRUE) zurück, falls kein Punkt der Geometrie B außerhalb von Geometry A liegt
ST_CoveredBy — Gibt 1 (TRUE) zurück, falls kein Punkt der Geometrie/Geographie A außerhalb von Geometry/Geographie B liegt
ST_Crosses — Gibt TRUE zurück, wenn die übergebenen geometrischen Objekte einige aber nicht alle Punkte im Inneren gemeinsam haben.
ST_LineCrossingDirection — Given 2 linestrings, returns a number between -3 and 3 denoting what kind of crossing behavior. 0 is no crossing.
ST_Disjoint — Gibt TRUE zurück, wenn sich die Geometrien nicht "räumlich schneiden" - wenn sie sich keinen gemeinsamen Raum teilen
ST_Distance — For geometry type Returns the 2D Cartesian distance between two geometries in projected units (based on spatial ref). For geography type defaults to return minimum geodesic distance between two geographies in meters.
ST_MinimumClearance — Returns the minimum clearance of a geometry, a measure of a geometry's robustness.
ST_MinimumClearanceLine — Returns the two-point LineString spanning a geometry's minimum clearance.
ST_HausdorffDistance — Gibt die Hausdorff-Metrik von zwei geometrischen Objekten zurück. Dies ist ein grundsätzliches Maß für die Ähnlichkeit oder Unähnlichkeit von 2 geometrischen Objekten. Die Einheiten sind in den Einheiten des Koordinatenreferenzsystems der Geometrie.
ST_FrechetDistance — Returns the Fréchet distance between two geometries. This is a measure of similarity between curves that takes into account the location and ordering of the points along the curves. Units are in the units of the spatial reference system of the geometries.
ST_MaxDistance — Returns the 2-dimensional largest distance between two geometries in projected units.
ST_DistanceSphere — Returns minimum distance in meters between two lon/lat geometries. Uses a spherical earth and radius derived from the spheroid defined by the SRID. Faster than ST_DistanceSpheroid ST_DistanceSpheroid, but less accurate. PostGIS versions prior to 1.5 only implemented for points.
ST_DistanceSpheroid — Returns the minimum distance between two lon/lat geometries given a particular spheroid. PostGIS versions prior to 1.5 only support points.
ST_DFullyWithin — Gibt TRUE zurück wenn alle geometrischen Objekte innerhalb einer bestimmten Entfernung zueinander liegen
ST_DWithin — Returns true if the geometries are within the specified distance of one another. For geometry units are in those of spatial reference and For geography units are in meters and measurement is defaulted to use_spheroid=true (measure around spheroid), for faster check, use_spheroid=false to measure along sphere.
ST_Equals — Returns true if the given geometries represent the same geometry. Directionality is ignored.
ST_GeometricMedian — Gibt den geometrischen Median eines Mehrfachpunktes zurück.
ST_HasArc — Gibt TRUE zurück, wenn eine Geometrie oder eine Sammelgeometrie einen Kreisbogen enthält
ST_Intersects — Returns TRUE if the Geometries/Geography "spatially intersect in 2D" - (share any portion of space) and FALSE if they don't (they are Disjoint). For geography -- tolerance is 0.00001 meters (so any points that close are considered to intersect)
ST_Length — Returns the 2D length of the geometry if it is a LineString or MultiLineString. geometry are in units of spatial reference and geography are in meters (default spheroid)
ST_Length2D — Returns the 2-dimensional length of the geometry if it is a linestring or multi-linestring. This is an alias for ST_Length
ST_3DLength — Returns the 3-dimensional or 2-dimensional length of the geometry if it is a linestring or multi-linestring.
ST_LengthSpheroid — Calculates the 2D or 3D length/perimeter of a geometry on an ellipsoid. This is useful if the coordinates of the geometry are in longitude/latitude and a length is desired without reprojection.
ST_Length2D_Spheroid — Calculates the 2D length/perimeter of a geometry on an ellipsoid. This is useful if the coordinates of the geometry are in longitude/latitude and a length is desired without reprojection.
ST_LongestLine — Returns the 2-dimensional longest line points of two geometries. The function will only return the first longest line if more than one, that the function finds. The line returned will always start in g1 and end in g2. The length of the line this function returns will always be the same as st_maxdistance returns for g1 and g2.
ST_OrderingEquals — Gibt TRUE zurück, wenn die gegebenen geometrischen Objekte ident sind und deren Punkte in der selben Reihenfolge ausgerichtet sind.
ST_Overlaps — Gibt TRUE zurück, wenn sich die geometrischen Objekte einen Raum teilen, die gleiche Dimension haben, aber sich nicht zur Gänze beinhalten.
ST_Perimeter — Return the length measurement of the boundary of an ST_Surface or ST_MultiSurface geometry or geography. (Polygon, MultiPolygon). geometry measurement is in units of spatial reference and geography is in meters.
ST_Perimeter2D — Returns the 2-dimensional perimeter of the geometry, if it is a polygon or multi-polygon. This is currently an alias for ST_Perimeter.
ST_3DPerimeter — Returns the 3-dimensional perimeter of the geometry, if it is a polygon or multi-polygon.
ST_PointOnSurface — Returns a POINT guaranteed to lie on the surface.
ST_Project — Returns a POINT projected from a start point using a distance in meters and bearing (azimuth) in radians.
ST_Relate — Returns true if this Geometry is spatially related to anotherGeometry, by testing for intersections between the Interior, Boundary and Exterior of the two geometries as specified by the values in the intersectionMatrixPattern. If no intersectionMatrixPattern is passed in, then returns the maximum intersectionMatrixPattern that relates the 2 geometries.
ST_RelateMatch — Returns true if intersectionMattrixPattern1 implies intersectionMatrixPattern2
ST_ShortestLine — Gibt die 2-dimenionale kürzeste Strecke zwischen zwei Geometrien als Linie zurück
ST_Touches — Returns TRUE if the geometries have at least one point in common, but their interiors do not intersect.
ST_Within — Gibt TRUE zurück, wenn Geometrie A zur Gänze innerhalb von Geometrie B liegt

Name

ST_3DClosestPoint — Gibt den 3-dimensionalen Punkt auf g1 zurück, der den kürzesten Abstand zu g2 hat. Dies ist der Anfangspunkt des kürzesten Abstands in 3D.

Synopsis

geometry ST_3DClosestPoint(geometry g1, geometry g2);

Beschreibung

Gibt den 3-dimensionalen Punkt auf g1 zurück, der den kürzesten Abstand zu g2 hat. Dies ist der Anfangspunkt des kürzesten Abstands in 3D. Die Länge des kürzesten Abstands in 3D ergibt sich aus der 3D-Distanz.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

Verfügbarkeit: 2.0.0

Änderung: 2.2.0 - Wenn 2 geometrische Objekte in 2D übergegeben werden, wird ein 2D-Punkt zurückgegeben (anstelle wie früher 0 für ein fehlendes Z). Im Falle von 2D und 3D, wird für fehlende Z nicht länger 0 angenommen.

Beispiele

Linienstück und Punkt -- Punkt mit kürzestem Abstand; in 3D und in 2D

SELECT ST_AsEWKT(ST_3DClosestPoint(line,pt)) AS cp3d_line_pt,
                ST_AsEWKT(ST_ClosestPoint(line,pt)) As cp2d_line_pt
        FROM (SELECT 'POINT(100 100 30)'::geometry As pt,
                        'LINESTRING (20 80 20, 98 190 1, 110 180 3, 50 75 1000)'::geometry As line
                ) As foo;


 cp3d_line_pt                                                |               cp2d_line_pt
-----------------------------------------------------------+------------------------------------------
 POINT(54.6993798867619 128.935022917228 11.5475869506606) | POINT(73.0769230769231 115.384615384615)
                                        

Linienstück und Mehrfachpunkt - Punkt mit kürzestem Abstand; in 3D und in 2D

SELECT ST_AsEWKT(ST_3DClosestPoint(line,pt)) AS cp3d_line_pt,
                ST_AsEWKT(ST_ClosestPoint(line,pt)) As cp2d_line_pt
        FROM (SELECT 'MULTIPOINT(100 100 30, 50 74 1000)'::geometry As pt,
                        'LINESTRING (20 80 20, 98 190 1, 110 180 3, 50 75 900)'::geometry As line
                ) As foo;


                       cp3d_line_pt                        | cp2d_line_pt
-----------------------------------------------------------+--------------
 POINT(54.6993798867619 128.935022917228 11.5475869506606) | POINT(50 75)
                                        

Mehrfachlinie und Polygon - Punkt mit kürzestem Abstand; in 3D und in 2D

SELECT ST_AsEWKT(ST_3DClosestPoint(poly, mline)) As cp3d,
    ST_AsEWKT(ST_ClosestPoint(poly, mline)) As cp2d
        FROM (SELECT  ST_GeomFromEWKT('POLYGON((175 150 5, 20 40 5, 35 45 5, 50 60 5, 100 100 5, 175 150 5))') As poly,
                ST_GeomFromEWKT('MULTILINESTRING((175 155 2, 20 40 20, 50 60 -2, 125 100 1, 175 155 1),
                (1 10 2, 5 20 1))') As mline ) As foo;
                   cp3d                    |     cp2d
-------------------------------------------+--------------
 POINT(39.993580415989 54.1889925532825 5) | POINT(20 40)
             


Name

ST_3DDistance — Für den geometrischen Datentyp. Es wird der geringste 3-dimensionale kartesische Abstand (basierend auf dem Koordinatenreferenzsystem) zwischen zwei geometrischen Objekten in projizierten Einheiten zurückgegeben.

Synopsis

float ST_3DDistance(geometry g1, geometry g2);

Beschreibung

Für den geometrischen Datentyp. Es wird der geringste 3-dimensionale kartesische Abstand zwischen zwei geometrischen Objekten in projizierten Einheiten (Einheiten des Koordinatenreferenzsystem) zurückgegeben.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM ?

This method is also provided by SFCGAL backend.

Verfügbarkeit: 2.0.0

Änderung: 2.2.0 - Im Falle von 2D und 3D wird für ein fehlendes Z nicht mehr 0 angenommen.

Beispiele

-- Beispiel Geometrie - Einheiten in Meter (SRID: 2163 US National Atlas Equal area) (Abstand zwischen Punkt und Linie; Vergleich zwischen 3D und 2D)
-- Anmerkung: zur Zeit gibt es keine Unterstützung für ein Höhendatum, daher wird Z unverändert übernommen und nicht transformiert.
SELECT ST_3DDistance(
                        ST_Transform(ST_GeomFromEWKT('SRID=4326;POINT(-72.1235 42.3521 4)'),2163),
                        ST_Transform(ST_GeomFromEWKT('SRID=4326;LINESTRING(-72.1260 42.45 15, -72.123 42.1546 20)'),2163)
                ) As dist_3d,
                ST_Distance(
                        ST_Transform(ST_GeomFromText('POINT(-72.1235 42.3521)',4326),2163),
                        ST_Transform(ST_GeomFromText('LINESTRING(-72.1260 42.45, -72.123 42.1546)', 4326),2163)
                ) As dist_2d;

     dist_3d      |     dist_2d
------------------+-----------------
 127.295059324629 | 126.66425605671
-- MultiLinestring und Polygon, Distanz in 3D und in 2D
-- Gleiches Beispiel wie das mit dem nächstliegenden Punkt in 3D
SELECT ST_3DDistance(poly, mline) As dist3d,
    ST_Distance(poly, mline) As dist2d
        FROM (SELECT  ST_GeomFromEWKT('POLYGON((175 150 5, 20 40 5, 35 45 5, 50 60 5, 100 100 5, 175 150 5))') As poly,
                ST_GeomFromEWKT('MULTILINESTRING((175 155 2, 20 40 20, 50 60 -2, 125 100 1, 175 155 1),
                (1 10 2, 5 20 1))') As mline ) As foo;
      dist3d       | dist2d
-------------------+--------
 0.716635696066337 |      0

Name

ST_3DDWithin — Für den geometrischen Datentyp in 3D (z). Gibt TRUE zurück, wenn die 3D-Distanz zwischen zwei geometrischen Objekten innerhalb der gegebenen Einheiten liegt.

Synopsis

boolean ST_3DDWithin(geometry g1, geometry g2, double precision distance_of_srid);

Beschreibung

Für den geometrischen Datentyp. Gibt TRUE zurück, wenn die kürzeste 3-dimensionale Distanz zwischen zwei Objekten innerhalb der in "distance_of_srid" gegebenen projizierten Einheiten (Einheiten des Koordinatenreferenzsystem) liegt.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM ?

Verfügbarkeit: 2.0.0

Beispiele

-- Beispiel geometrischer Datentyp - Einheiten in Meter (SRID: 2163 US National Atlas Equal area) (Abstand zwischen Punkt und Linie; Vergleich zwischen 3D und 2D)
-- Anmerkung: zur Zeit gibt es keine Unterstützung für ein Höhendatum, daher wird Z unverändert übernommen und nicht transformiert.
SELECT ST_3DDWithin(
                        ST_Transform(ST_GeomFromEWKT('SRID=4326;POINT(-72.1235 42.3521 4)'),2163),
                        ST_Transform(ST_GeomFromEWKT('SRID=4326;LINESTRING(-72.1260 42.45 15, -72.123 42.1546 20)'),2163),
                        126.8
                ) As within_dist_3d,
ST_DWithin(
                        ST_Transform(ST_GeomFromEWKT('SRID=4326;POINT(-72.1235 42.3521 4)'),2163),
                        ST_Transform(ST_GeomFromEWKT('SRID=4326;LINESTRING(-72.1260 42.45 15, -72.123 42.1546 20)'),2163),
                        126.8
                ) As within_dist_2d;

 within_dist_3d | within_dist_2d
----------------+----------------
 f              | t

Name

ST_3DDFullyWithin — Gibt TRUE zurück, wenn sich die gesamte 3D-Geometrie innerhalb einer bestimmten Entfernung zueinander befindet.

Synopsis

boolean ST_3DDFullyWithin(geometry g1, geometry g2, double precision distance);

Beschreibung

Gibt TRUE zurück, wenn die 3D-Geometrie zur Gänze innerhalb der festgelegten Entfernung zueinander liegt. Die Entfernung wird in den Einheiten des Koordinatenreferenzsystems der Geometrie angegeben. Damit diese Funktion sinnvoll angewendet werden kann, muss die Ausgangsgeometrie die gleiche Projektion und die gleiche SRID haben.

[Note]

Dieser Funktionsaufruf bezieht einen automatischen Lagevergleich der umschreibenden Rechtecke mit ein. Dadurch werden sämtliche Indizes genutzt, die für die geometrischen Objekte vorhanden sind,

Verfügbarkeit: 2.0.0

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

-- Vergleicht den Unterschied zwischen "zur Gänze im Inneren" und "innerhalb einer Distanz".
 -- Weiters wird "zur Gänze innerhalb einer Distanz" für die 2D Abbildung der Linie/des Punktes gegebenüber "zur Gänze innerhalb" in 3D verglichen
                SELECT ST_3DDFullyWithin(geom_a, geom_b, 10) as D3DFullyWithin10, ST_3DDWithin(geom_a, geom_b, 10) as D3DWithin10,
        ST_DFullyWithin(geom_a, geom_b, 20) as D2DFullyWithin20,
        ST_3DDFullyWithin(geom_a, geom_b, 20) as D3DFullyWithin20 from
                (select ST_GeomFromEWKT('POINT(1 1 2)') as geom_a,
                ST_GeomFromEWKT('LINESTRING(1 5 2, 2 7 20, 1 9 100, 14 12 3)') as geom_b) t1;
 d3dfullywithin10 | d3dwithin10 | d2dfullywithin20 | d3dfullywithin20
------------------+-------------+------------------+------------------
 f                | t           | t                | f 

Name

ST_3DIntersects — Gibt TRUE zurück, wenn sich die geometrischen Objekte in 3D "räumlich schneiden" - nur für Punkte, Linienzüge, Polygone und polyedrische Oberflächen (Flächen). Wenn das Back-end "SFCGAL" aktiviert ist, werden auch TINs unterstützt

Synopsis

boolean ST_3DIntersects( geometry geomA , geometry geomB );

Beschreibung

ST_Overlaps, ST_Touches und ST_Within implizieren alle "räumliches Schneiden". Wenn irgendeine der genannten Funtionen TRUE zurückgibt, dann schneiden sich die geometrischen Objekte. ST_Disjoint impliziert FALSE für "räumliches Schneiden".

Verfügbarkeit: 2.0.0

[Note]

Dieser Funktionsaufruf bezieht einen automatischen Lagevergleich der umschreibenden Rechtecke mit ein. Dadurch werden sämtliche Indizes genutzt, die für die geometrischen Objekte vorhanden sind,

[Note]

Um die Vorteile der Unterstützung von TINs zu nutzen, müssen Sie das Back-end "SFCGAL" aktivieren. Dies kann während einer Sitzung mit set postgis.backend = sfcgal;, sowie auf Datenbank- und auf Systemebene erreicht werden. Auf Datenbankebene mit ALTER DATABASE gisdb SET postgis.backend = sfcgal;.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

This function supports Triangles and Triangulated Irregular Network Surfaces (TIN).

This method is also provided by SFCGAL backend.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: ?

Beispiele mit geometrischem Datentyp

SELECT ST_3DIntersects(pt, line), ST_Intersects(pt,line)
        FROM (SELECT 'POINT(0 0 2)'::geometry As pt,
                'LINESTRING (0 0 1, 0 2 3 )'::geometry As line) As foo;
 st_3dintersects | st_intersects
-----------------+---------------
 f               | t
(1 row)
                

Beispiele mit TIN

set postgis.backend = sfcgal;
SELECT ST_3DIntersects('TIN(((0 0,1 0,0 1,0 0)))'::geometry, 'POINT(.1 .1)'::geometry);
 st_3dintersects
-----------------
 t

Siehe auch

ST_Intersects


Name

ST_3DLongestLine — Gibt die größte 3-dimensionale Distanz zwischen zwei geometrischen Objekten als Linie zurück

Synopsis

geometry ST_3DLongestLine(geometry g1, geometry g2);

Beschreibung

Gibt den größten 3-dimensionalen Abstand zwischen zwei geometrischen Objekten als Linie zurück. Wenn es mehr als einen größten Abstand gibt, dann wird nur die erste zurückgegeben. Die zurückgegebene Linie fängt immer mit "g1" an und endet mit "g2". Die Länge der 3D-Linie die von dieser Funktion zurückgegeben wird ist immer ident mit der von ST_3DMaxDistance für "g1" und "g2" zurückgegebenen Distanz.

Verfügbarkeit: 2.0.0

Änderung: 2.2.0 - Wenn 2 geometrische Objekte in 2D übergegeben werden, wird ein 2D-Punkt zurückgegeben (anstelle wie früher 0 für ein fehlendes Z). Im Falle von 2D und 3D, wird für fehlende Z nicht länger 0 angenommen.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

Linienstück und Punkt -- größter Abstand in 3D und in 2D

SELECT ST_AsEWKT(ST_3DLongestLine(line,pt)) AS lol3d_line_pt,
                ST_AsEWKT(ST_LongestLine(line,pt)) As lol2d_line_pt
        FROM (SELECT 'POINT(100 100 30)'::geometry As pt,
                        'LINESTRING (20 80 20, 98 190 1, 110 180 3, 50 75 1000)'::geometry As line
                ) As foo;


           lol3d_line_pt           |       lol2d_line_pt
-----------------------------------+----------------------------
 LINESTRING(50 75 1000,100 100 30) | LINESTRING(98 190,100 100)
                                        

Linienstück und Mehrfachpunkt -- größter Abstand in 3D und in 2D

SELECT ST_AsEWKT(ST_3DLongestLine(line,pt)) AS lol3d_line_pt,
                ST_AsEWKT(ST_LongestLine(line,pt)) As lol2d_line_pt
        FROM (SELECT 'MULTIPOINT(100 100 30, 50 74 1000)'::geometry As pt,
                        'LINESTRING (20 80 20, 98 190 1, 110 180 3, 50 75 900)'::geometry As line
                ) As foo;


          lol3d_line_pt          |      lol2d_line_pt
---------------------------------+--------------------------
 LINESTRING(98 190 1,50 74 1000) | LINESTRING(98 190,50 74)
                                        

Mehrfachlinie und Polygon - größter Abstand in 3D und in 2D

SELECT ST_AsEWKT(ST_3DLongestLine(poly, mline)) As lol3d,
    ST_AsEWKT(ST_LongestLine(poly, mline)) As lol2d
        FROM (SELECT  ST_GeomFromEWKT('POLYGON((175 150 5, 20 40 5, 35 45 5, 50 60 5, 100 100 5, 175 150 5))') As poly,
                ST_GeomFromEWKT('MULTILINESTRING((175 155 2, 20 40 20, 50 60 -2, 125 100 1, 175 155 1),
                (1 10 2, 5 20 1))') As mline ) As foo;
            lol3d             |          lol2d
------------------------------+--------------------------
 LINESTRING(175 150 5,1 10 2) | LINESTRING(175 150,1 10)
             


Name

ST_3DMaxDistance — Für den geometrischen Datentyp. Gibt die maximale 3-dimensionale kartesische Distanz (basierend auf dem Koordinatenreferenzsystem) zwischen zwei geometrischen Objekten in projizierten Einheiten zurück.

Synopsis

float ST_3DMaxDistance(geometry g1, geometry g2);

Beschreibung

Für den geometrischen Datentyp. Gibt die maximale 3-dimensionale kartesische Distanz zwischen zwei geometrischen Objekten in projizierten Einheiten (Einheiten des Koordinatenreferenzsystem) zurück.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

Verfügbarkeit: 2.0.0

Änderung: 2.2.0 - Im Falle von 2D und 3D wird für ein fehlendes Z nicht mehr 0 angenommen.

Beispiele

-- Beispiel Geometrie - Einheiten in Meter (SRID: 2163 US National Atlas Equal area) (Vergleich von 3D-Punkt und Linie mit 2D-Punkt und Linie)
-- Anmerkung: zur Zeit gibt es keine Unterstützung für ein Höhendatum, daher wird Z unverändert übernommen und nicht transformiert.
SELECT ST_3DMaxDistance(
                        ST_Transform(ST_GeomFromEWKT('SRID=4326;POINT(-72.1235 42.3521 10000)'),2163),
                        ST_Transform(ST_GeomFromEWKT('SRID=4326;LINESTRING(-72.1260 42.45 15, -72.123 42.1546 20)'),2163)
                ) As dist_3d,
                ST_MaxDistance(
                        ST_Transform(ST_GeomFromEWKT('SRID=4326;POINT(-72.1235 42.3521 10000)'),2163),
                        ST_Transform(ST_GeomFromEWKT('SRID=4326;LINESTRING(-72.1260 42.45 15, -72.123 42.1546 20)'),2163)
                ) As dist_2d;

     dist_3d      |     dist_2d
------------------+------------------
 24383.7467488441 | 22247.8472107251

Name

ST_3DShortestLine — Gibt den kürzesten 3-dimensionalen Abstand zwischen zwei geometrischen Objekten als Linie zurück

Synopsis

geometry ST_3DShortestLine(geometry g1, geometry g2);

Beschreibung

Gibt den kürzesten 3-dimensionalen Abstand zwischen zwei geometrischen Objekten als Linie zurück. Wenn es mehrere kürzeste Abstände gibt, dann wird nur der erste zurückgegeben, der von der Funktion gefunden wurde. Wenn sich g1 und g2 nur in einem Punkt schneiden, dann gibt die Funktion eine Linie zurück, die ihren Anfang und ihr Ende in dem Schnittpunkt hat. Wenn sich g1 und g2 in mehreren Punkten schneiden, dann gibt die Funktion eine Linie zurück, die Anfang und Ende in irgendeinem der Schnittpunkte hat. Die zurückgegebene Linie beginnt immer mit g1 und endet mit g2. Die Länge der 3D-Linie die von dieser Funktion zurückgegeben wird ist immer ident mit der von ST_3DDistance für g1 und g2 zurückgegebenen Distanz.

Verfügbarkeit: 2.0.0

Änderung: 2.2.0 - Wenn 2 geometrische Objekte in 2D übergegeben werden, wird ein 2D-Punkt zurückgegeben (anstelle wie früher 0 für ein fehlendes Z). Im Falle von 2D und 3D, wird für fehlende Z nicht länger 0 angenommen.

This function supports 3d and will not drop the z-index.

This function supports Polyhedral surfaces.

Beispiele

Linienzug und Punkt -- kürzester Abstand in 3D und in 2D

SELECT ST_AsEWKT(ST_3DShortestLine(line,pt)) AS shl3d_line_pt,
                ST_AsEWKT(ST_ShortestLine(line,pt)) As shl2d_line_pt
        FROM (SELECT 'POINT(100 100 30)'::geometry As pt,
                        'LINESTRING (20 80 20, 98 190 1, 110 180 3, 50 75 1000)'::geometry As line
                ) As foo;


 shl3d_line_pt                                                                 |               shl2d_line_pt
----------------------------------------------------------------------------+------------------------------------------------------
 LINESTRING(54.6993798867619 128.935022917228 11.5475869506606,100 100 30)  | LINESTRING(73.0769230769231 115.384615384615,100 100)
                                        

Linienstück und Mehrfachpunkt -- kürzester Abstand in 3D und in 2D

SELECT ST_AsEWKT(ST_3DShortestLine(line,pt)) AS shl3d_line_pt,
                ST_AsEWKT(ST_ShortestLine(line,pt)) As shl2d_line_pt
        FROM (SELECT 'MULTIPOINT(100 100 30, 50 74 1000)'::geometry As pt,
                        'LINESTRING (20 80 20, 98 190 1, 110 180 3, 50 75 900)'::geometry As line
                ) As foo;


                       shl3d_line_pt                                       | shl2d_line_pt
---------------------------------------------------------------------------+------------------------
 LINESTRING(54.6993798867619 128.935022917228 11.5475869506606,100 100 30) | LINESTRING(50 75,50 74)
                                        

Mehrfachlinie und Polygon - kürzester Abstand in 3D und in 2D

SELECT ST_AsEWKT(ST_3DShortestLine(poly, mline)) As shl3d,
    ST_AsEWKT(ST_ShortestLine(poly, mline)) As shl2d
        FROM (SELECT  ST_GeomFromEWKT('POLYGON((175 150 5, 20 40 5, 35 45 5, 50 60 5, 100 100 5, 175 150 5))') As poly,
                ST_GeomFromEWKT('MULTILINESTRING((175 155 2, 20 40 20, 50 60 -2, 125 100 1, 175 155 1),
                (1 10 2, 5 20 1))') As mline ) As foo;
                   shl3d                                                                           |     shl2d
---------------------------------------------------------------------------------------------------+------------------------
 LINESTRING(39.993580415989 54.1889925532825 5,40.4078575708294 53.6052383805529 5.03423778139177) | LINESTRING(20 40,20 40)
             


Name

ST_Area — Gibt den Flächeninhalt der Oberfläche von Polygonen oder Mehrfachpolygonen zurück. Beim geometrischen Datentyp wird der kartesische Flächeninhalt in 2D ermittelt und in den Einheiten der SRID ausgegeben. Beim geographischen Datentyp wird der Flächeninhalt auf einer gekrümmten Oberfläche ermittelt und in Quadratmeter ausgegeben.

Synopsis

float ST_Area(geometry g1);

float ST_Area(geography geog, boolean use_spheroid=true);

Beschreibung

Gibt den Flächeninhalt von Polygonen und Mehrfachpolygonen zurück. Gibt den Flächeninhalt der Datentypen "ST_Surface" und "ST_MultiSurface" zurück. Beim geometrischen Datentyp wird die kartesische 2D-Fläche ermittelt und in den Einheiten des SRID ausgegeben. Beim geographischen Datentyp wird die Fläche standardmäßig auf einem Referenzellipsoid ermittelt und in Quadratmeter ausgegeben. Mit ST_Area(geog,false) kann der Flächeninhalt auf einer Kugel ermittelt werden; dies ist zwar schneller aber auch weniger genau.

Erweiterung: Mit 2.0.0 wurde 2D-Unterstützung für polyedrische Oberflächen eingeführt.

Erweiterung: 2.2.0 - die Messungen auf dem Referenzellipsoid werden mit der Bibliothek "GeographicLib" durchgeführt. Dadurch wurde die Genauigkeit und die Robustheit erhöht. Um die Vorteile dieser neuen Funktionalität zu nutzen, benötigen Sie Proj >= 4.9.0.

This method implements the OpenGIS Simple Features Implementation Specification for SQL 1.1.

This method implements the SQL/MM specification. SQL-MM 3: 8.1.2, 9.5.3

This function supports Polyhedral surfaces.

[Note]

Bei polyedrischen Oberflächen wird nur 2D (nicht 2.5D) unterstützt. Bei 2.5D kann ein Ergebnis ungleich null geliefert werden, wenn die Oberflächen vollständig in der XY-Ebene liegen.

This method is also provided by SFCGAL backend.

Beispiele

Return area in square feet for a plot of Massachusetts land and multiply by conversion to get square meters. Note this is in square feet because EPSG:2249 is Massachusetts State Plane Feet

SELECT ST_Area(the_geom) As sqft, ST_Area(the_geom)*POWER(0.3048,2) As sqm
                FROM (SELECT
                ST_GeomFromText('POLYGON((743238 2967416,743238 2967450,
                        743265 2967450,743265.625 2967416,743238 2967416))',2249) ) As foo(the_geom);
  sqft   |     sqm
---------+-------------
 928.625 | 86.27208552

Return area square feet and transform to Massachusetts state plane meters (EPSG:26986) to get square meters. Note this is in square feet because 2249 is Massachusetts State Plane Feet and transformed area is in square meters since EPSG:26986 is state plane Massachusetts meters

SELECT ST_Area(the_geom) As sqft, ST_Area(ST_Transform(the_geom,26986)) As sqm
                FROM (SELECT
                ST_GeomFromText('POLYGON((743238 2967416,743238 2967450,
                        743265 2967450,743265.625 2967416,743238 2967416))',2249) ) As foo(the_geom);
  sqft   |       sqm
---------+------------------
 928.625 | 86.2724304199219
                        

Return area square feet and square meters using geography data type. Note that we transform to our geometry to geography (before you can do that make sure your geometry is in WGS 84 long lat 4326). Geography always measures in meters. This is just for demonstration to compare. Normally your table will be stored in geography data type already.

SELECT ST_Area(the_geog)/POWER(0.3048,2) As sqft_spheroid,  ST_Area(the_geog,false)/POWER(0.3048,2) As sqft_sphere, ST_Area(the_geog) As sqm_spheroid
                FROM (SELECT
                geography(
                ST_Transform(
                        ST_GeomFromText('POLYGON((743238 2967416,743238 2967450,743265 2967450,743265.625 2967416,743238 2967416))',
                                2249
                                ) ,4326
                        )
                )
        ) As foo(the_geog);
  sqft_spheroid   |   sqft_sphere    |   sqm_spheroid
------------------+------------------+------------------
 928.684403538925 | 927.049336105925 | 86.2776042893529

 --if your data is in geography already
 SELECT ST_Area(the_geog)/POWER(0.3048,2) As  sqft, ST_Area(the_geog) As sqm
        FROM somegeogtable;

Name

ST_Azimuth — Gibt den auf die Nordrichtung bezogenen Azimut in Radiant zurück. Der Winkel wird von einer Senkrechten auf "pointA" nach pointB im Uhrzeigersinn gemessen.

Synopsis

float ST_Azimuth(geometry pointA, geometry pointB);

float ST_Azimuth(geography pointA, geography pointB);

Beschreibung

Gibt den Azimut des Kreisbogens in Radiant zurück, der durch die gegebenen Punkte bestimmt ist. Wenn sich die beiden Punkte decken, wird NULL zurückgegeben. Der Azimut ist der auf die Nordrichtung bezogene Winkel; er ist im Uhrzeigersinn positiv: Norden = 0; Osten = π/2; Süden = π; Westen = 3π/2.

Beim geographischen Datentyp wird der vorwärtsgerichtete Azimuth als Teil der zweiten geodätischen Hauptaufgabe gelöst.

Der mathematische Begriff Azimut ist als Winkel zwischen einer Referenzebene und einem Punkt definiert, wobei das Winkelmaß in Radiant angegeben wird. Wie im folgenden Beispiel gezeigt, kann mit der in PostgreSQL integrierten Funktion "degrees()" von der Einheit Radiant auf die Einheit Grad umgerechnet werden.

Verfügbarkeit: 1.1.0

Erweiterung: mit 2.0.0 wurde die Unterstützung des geographischen Datentyps eingeführt.

Erweiterung: 2.2.0 die Messungen auf dem Referenzellipsoid werden mit der Bibliothek "GeographicLib" durchgeführt. Dadurch wurde die Genauigkeit und die Robustheit erhöht. Um die Vorteile dieser neuen Funktionalität zu nutzen, benötigen Sie Proj >= 4.9.0.

Azimuth is especially useful in conjunction with ST_Translate for shifting an object along its perpendicular axis. See upgis_lineshift Plpgsqlfunctions PostGIS wiki section for example of this.

Beispiele

Geometrischer Datentyp - Azimut in Grad

SELECT degrees(ST_Azimuth(ST_Point(25, 45), ST_Point(75, 100))) AS degA_B,
            degrees(ST_Azimuth(ST_Point(75, 100), ST_Point(25, 45))) AS degB_A;

      dega_b       |     degb_a
------------------+------------------
 42.2736890060937 | 222.273689006094

Green: the start Point(25,45) with its vertical. Yellow: degA_B as the path to travel (azimuth).

Green: the start Point(75,100) with its vertical. Yellow: degB_A as the path to travel (azimuth).

Siehe auch

ST_Point,